Mittwoch, 30. November 2016

November-Überraschungs-Gewinnspiel

 

Den letzten Tag im November nutze ich, um das monatlich versprochene Überraschungsgewinnspiel zu starten





Was ist drin?
Ein Überraschungspaket mit mindestens einem Buch und vielen Kleinigkeiten passend zum Thema Lesen. Das kann ein Lesezeichen sein, verschiedene Tees, etwas zum Naschen, Leseproben, etc.

Was ihr tun müsst?
Ihr solltet Leser/in meines Blogs sein. Ihr dürft das Gewinnspiel natürlich auch gerne teilen.

    
Zeit habt ihr bis zum 6.12.16, 23.59 Uhr. Am folgenden Tag wird dann per Random.org ausgelost.  Die Gewinner werden auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben. Wenn ich eure Adresse habe, schicke ich euer Päckchen sofort los.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am 
    Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der
     Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Viel Glück bei meinem Gewinnspiel.

Liebe Grüße
Biggi

Dienstag, 29. November 2016

Rezension zu "Trümmerkind" von Mechthild Borrmann, Dromer Knaur Verlag, Roman

Titel: Trümmerkind
Autorin: Mechthild Borrmann
Seitenzahl: 304 Seiten, Hardcover, (2.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28137-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro


Verlagsinfo:
"In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" eindrucksvoll unter Beweis.
Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …"

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:

Wir fiebern mit, wie Agnes Dietz, deren Mann als vermisst gilt, ihre Familie im Hamburg 1947 durchbringt. Dabei unterstützt Hanno, ihr 14-jähriger Sohn seine Mutter, in dem er in den Trümmern nach verwertbarem Material sucht. Er findet einen kleinen Jungen, den er mit nach Hause nimmt und der zu einem Mitglied der Familie wird, was später zu Problemen und Gerüchten führt.

Ein zweiter Erzählstrang führt uns 1945 zur Familie Anquist, reiche Gutsbesitzer in der Uckermark. Hier naht die rote Armee und die Familie entschließt sich erst einmal zu bleiben und sie müssen die Konsequenzen für diese Entscheidung tragen. Insbesondere die Tochter Clara Anquist wird zur Hauptfigur, um die sich dieser Erzählstrang dreht.

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Köln 1992. Anna Meerbaum ist dort auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und sie fährt in die Uckermark, von wo ihre Mutter stammt. Dort trifft sie auf den Architekten  Joost Dietz, der den alten Gutshof der Anquists renoviert.

Gekonnt werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt und die Story überrascht mit einer spannenden, aber glaubwürdigen Wendung.

Mechthild Borrmann hat mich mit diesem Roman über ein Trümmerkind wieder von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte könnte so passiert sein. Ich denke, dass es viele Menschen mit einem ähnlichen Schicksal nach dem zweiten Weltkrieg gab. Die Charaktere sind sehr reel dargestellt und sehr sympathisch.

In diesem Roman wird deutlich, dass viele Frauen eine unglaubliche Last während und nach dem Krieg tragen mussten und über viele schlimme Erfahrungen geschwiegen haben.  

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung. Die Story ist spannender geschrieben, als so mancher Krimi!

Freitag, 25. November 2016

Rezension zu "Floras Traum von rotem Oleander" von Annette Henning, Familiensaga

Titel: Floras Traum von rotem Oleander
Autorin: Annette Henning
Seitenzahl: 344 Seiten (TB, 9.1.16)
Isbn Nr. 13-978-15233-13198
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 4,99 Euro (E-book)
          12,00 Euro (TB)

 Verlagsinfo:
"Eine weiße Villa, eine adlige Familie und der Traum vom großen Glück Im Frühjahr 1939 träumt die 19-jährige Flora Hoffmann von einem besseren Leben. Mit fünf Schwestern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ist der Alltag der Familie in der ländlichen Idylle der Insel Rügen von Arbeit und Entbehrungen geprägt. Doch Flora sehnt sich nach Reichtum und Macht, eben jener Art von Wohlstand, die sie in ihrer Stellung als Hausmädchen täglich erlebt. Bald schon kennt die junge Frau nur noch ein Ziel. Den Weg dorthin verfolgt sie mit aller Kraft und trifft dabei Entscheidungen, die nicht nur ihr Leben für immer verändern. Fünfzig Jahre später kehrt Flora Gräfin von Langenberg zum ersten Mal in den kleinen Badeort an der Ostseeküste zurück, an dem alles begann. Seinem letzten Wunsch entsprechend trägt sie ihren verstorbenen Mann in heimatlicher Erde zu Grabe. Noch einmal streift die Gräfin durch die alte Villa, der einst ihre ganze Sehnsucht galt. Einsam und zugleich entschlossen beginnt die fast Siebzigjährige eine Reise in die Vergangenheit, die ihr weit weniger Hoffnung als Schmerzen bereitzuhalten scheint. Doch auch dieses Mal geht sie unbeirrt ihren Weg. Wird Flora letztlich finden was sie längst verloren glaubte?"

Über die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
Ihr Debütroman "Agnes Geheimnis" ist der Auftakt zu der Trilogie "Und immer war es Liebe".

Mehr über die Autorin und ihre Bücher auch auf: www.annettehennig.de
oder annette.hennig.96@facebook.com 

Eigene Meinung: 
Bei "Floras Traum von rotem Oleander" handelt es sich um den 1. Teil einer Trilogie.  Die Geschichte um Flora und ihre Familie ist von der ersten Seite an fesselnd, geheimnisvoll und sehr lebendig erzählt.

Dieser Roman wird über zwei Handlungsstränge erzählt, einmal um 1939 in Rügen, einmal 1990, als Floras Tochter Viola mit ihrem Mann Maurice Rügen besucht. Der Plot ist recht spannend und auch die Zeiten, in der dieser Roman spielt, bietet viele Möglichkeiten, Spannung in die Geschichte zu bringen

Flora ist mir nicht sehr sympathisch. Sie handelt sehr egoistisch und möchte unbedingt ein anderes Leben führen wie ihre Familie. Zu ihr nahestehenden Personen hat sie keine Beziehung, sie handelt nur nach ihrem eigenen Nutzen. Dafür sind die Figuren Martha und Heinrich sehr sympathisch und warmherzig..   

Eine gelungene Familiensaga um starke Frauen und um viele Geheimnisse. Einziger Kritikpunkt: Es bleiben ganz schön viele Fragen offen. Ich hoffe, dass diese in der Fortsetzung beantwortet werden.


Mittwoch, 23. November 2016

Gewinnspiel - Signiertes Exemplar von Mara Ferrs "Die Herzen des Monsieur Lefort" zu gewinnen






Bis zum 29.11.16 könnt ihr hier ein signiertes Exemplar von Mara Ferrs neuem Krimi "Die Herzen des Monsieur Lefort" gewinnen. Die Autorin hat mir ein Exemplar zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank, liebe Mara. 

Diesen Krimi kann ich euch nur empfehlen. Eine Rezension zu diesem neuen Buch von Mara Ferr findet ihr auf meinem Blog. Die könnte euch auch bei der Gewinnspielfrage helfen.



Was ihr tun müsst?
Bitte beantwortet folgende Frage:
In welcher Stadt spielt der neue Krimi von Mara Ferr? Mitmachen dürfen alte und neue Leser meines Blogs.. Ihr dürft das Gewinnspiel natürlich auch gerne teilen. Die Antwort sendet ihr mir bitte per Mail mit Angabe euer Mailadresse. Meine Mailadresse: biggiralf at freenet.de 
    
Zeit habt ihr bis zum 29.11.16, 23.59 Uhr. Am folgenden Tag wird dann per Random.org ausgelost.  Die Gewinner werden auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben. Wenn ich eure Adresse habe, schicke ich euer Päckchen sofort los.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am 
    Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der
     Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Viel Glück bei meinem Gewinnspiel.

Liebe Grüße
Biggi


Gewonnen hat: Andrea Grasberger. Bitte maile mir deine Adresse, dann schicke ich das Buch los. Herzlichen Glückwunsch!

Montag, 21. November 2016

Rezension zu "Die Herzen des Monsieur Lefort" von Mara Ferr, Verlag tredition, Kriminalroman

Titel: Die Herzen des MLefort
Autorin: Mara Ferr
Seitenzahl: 308 Seiten (Taschenbuch, 7.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3734549588
Verlag: Tredition
Preis: 11,90 Euro

Verlagsinfo:
 "Elaine Sabatier, Serveuse im Straßencafé am Montmartre. Jerome Lefort, Commandant im Ruhestand, ihr Stammgast. Josephine, seine Frau. Mathis, Inspecteur, Freund und Liebhaber. Vier Menschen verbunden durch eine Obsession, die sie in den Wahnsinn treibt. Nur einer von ihnen ist der Gute. „An dieser Stelle finden Sie in Büchern gerne Phrasen wie ‚Es war etwas Böses in seinen Augen, das mich vor Furcht erstarren ließ‘ oder ‚Ich ekelte mich vor seinen kalten, schweißnassen Fingern und der laue Händedruck ließ mich schaudern‘, aber nichts von all dem traf in diesen ersten Augenblicken des Kennenlernens auf mich zu.“

Über die Autorin:
Mara Ferr wurde 1965 im grünen Herzen Österreichs, der Steiermark, geboren. Sie studierte in Graz Psychologie und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Pädagogin. Die Lust am Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren, während sie mit Schülern an der Herstellung eines Kinderlesebuches arbeitete. Später betätigte sie sich als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit. Initialzündung für ihr Vorhaben, ein Buch zu schreiben, waren persönliche Beobachtungen in den Szenerien der Pariser Straßencafés. Auf ihren häufigen Reisen in die »Stadt der Liebe« entdeckt sie abseits des Glamours der Flaniermeilen immer wieder neue Romanideen.
Mara Ferr lebt heute in der Hochsteiermark und nutzt ihre Freizeit leidenschaftlich dazu, sich auf Reisen zu begeben.
Bisher von der Autorin erschienen:
»Aux Champs-Élysées« (2013), emons
»Ponts de Paris« (2014), emons
»41 Rue Loubert« (2015), emons

Eigene Meinung:

Die Autorin erzählt diesen raffinierten Krimi in zwei Handlungssträngen. Während wir die Ereignisse, in die Commandant Jerome Lefort ganz langsam hineinschlittert aus der dritten Person mitverfolgen können, erzählt die Serveuse Elaine Sabatier aus der Ich-Perspektive.

Mara Ferrs "Die Herzen des Monsieur Lefort" ist ein ganz besonderer Krimi. Er besitzt diesen ganz besonderen französischen Flair, man meint, in Paris am Montmartre im Café zu sitzen und Protagonisten persönlich zu kennen. Die Figuren in dieser Geschichte sind sehr gut ausgearbeitet.

Die Story ist von Anfang an fesselnd und sehr spannend erzählt und sie überrascht mit einer Wendung, mit der auch der erfahrene Krimileser nicht rechnen wird.

5/5 Sterne für dieses Krimihighlight mit leicht schwarzem Humor. Ich lese Mara Ferrs Krimis immer sehr gerne und kann alle empfehlen. Man merkt, dass die Autorin eine sehr genaue Beobachterin ist und dass sie Psychologie studiert hat. Ich wünsche mir ganz viele Leser für diesen tollen Krimi!



Samstag, 19. November 2016

Rezension zu Zorn 6 - Wie du mir von Stephan Ludwig, Thriller, Fischer Verlag

Titel: Zorn - Wie du mir 
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 416 Seiten, (Taschenbuch, 27.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3-596-03608-0
Verlag: Fischer Verlag
Preis: 9,99 Euro
 Verlagsinfo:
 "Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder ermitteln in ihrem vertracktesten Fall, der Zorn alles abverlangt.

Der sechste Band der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig

Hauptkommissar Claudius Zorn kann es nicht fassen, als er am Morgen seines fünfundvierzigsten Geburtstags neben Staatsanwältin Frieda Borck aufwacht. Wie, bitteschön, konnte das passieren? Auf dem Präsidium kommt es fortan zu peinlichen Zusammentreffen der beiden, und zwischendurch wartet Zorn wie ein liebeskranker Teenager darauf, dass die Staatsanwältin auf seine SMS antwortet. Doch eigentlich hat Zorn noch ein viel gravierenderes Problem: Schröder und er ermitteln in einem neuen Fall, die Leiche eines jungen Mannes wurde an einen Baum gefesselt am Flussufer gefunden. In seinem Oberschenkel steckt ein Zimmermannsnagel, ein möglicher Hinweis auf Folter. Schröder bittet Zorn, die Anruferliste auf dem Handy des Toten durchzugehen. Zorn, nicht ganz bei der Sache, kümmert sich erst viel zu spät darum. Nur, um auf etwas zu stoßen, was er lieber nie gefunden hätte. Denn der Tote hat kurz vor seiner Ermordung eine Nummer gewählt, die Zorn kennt. Und plötzlich steckt Zorn mitten in etwas drin, das ihn vor ein schier unlösbares moralisches Dilemma stellt …

Der sechste Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

Zorn und Schröder sind auch Fernseh-Stars. Alle Bände der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen fürs Fernsehen verfilmt."

Über den Autor:
Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Der 6. Band der Zorn-Reihe bietet neben einem total spannenden und fesselnden Plot richtig gute Dialoge. Schröder und Zorn liefern sich so manchen köstlichen Schlagabtausch. Diesmal wird der Fall für Zorn sehr persönlich, denn ein Familienmitglied gerät unter Verdacht. Deshalb ist Zorn dann auch bei den Ermittlungen ziemlich flott zugange und er gerät im Laufe der Ermittlungen in Gefahr.

Zorn kommt der Staatsanwältin Frieda näher und da sind natürlich Probleme vorprogrammiert, denn er hat ja auch noch beruflich mit ihr zu tun und wie soll er nur Gefühle äußern? Dafür ist Zorn ein richtig lieber Papa. Der Junior hat mit Oggi Schröder einen zweiten Papa, das ist ganz praktisch. 

5/5 Sterne für diese sehr unterhaltsame Jagd nach einem äußerst raffinierten Mörder. Die ganz gemeinen Cliffhanger nach jedem Kapitel lassen den Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Aber bitte,tut mir den Gefallen und steigt bei dieser Reihe mit dem ersten Band ein, denn die Charaktere entwickeln sich weiter. Die Reihe lohnt sich total, es handelt sich tatsächlich um ein Kult-Ermittlerteam bei Zorn und Schröder. Ich kann es kaum erwarten, wie es mit den beiden weitergeht.



Mittwoch, 16. November 2016

Nele Neuhaus im Gespräch mit Wolfgang Niess vom SWR bei Osiander am 15.11.16





Gestern Abend war die Krimiautorin Nele Neuhaus in der Buchhandlung Osiander im Gespräch mit Wolfgang Niess vom SWR. Wenn schon  mal eine bekannte deutsche Krimiautorin nach Reutlingen kommt, muss ich da natürlich hingehen. So dachten viele und die Veranstaltung war restlos ausverkauft.

Nele Neuhaus stellte ihr neues Buch vor und las uns den Prolog, sowie einige spannende Szenen vor, so dass ich total Lust darauf bekommen habe, "Im Wald" demnächst zu lesen.

Die Autorin erzählte viele Anekdoten, wie sie z. b. 45.000 Bücher selber herausgebracht und über die Fleischfabrik ihres Mannes vermarktet hat. Viele Leser wunderten sich, dass ihr Buch nicht in Buchhandlungen zu bekommen war. Sie ermunterte ihre Leser in den Buchhandlungen nachzufragen und bekam dann auch prompt Anrufe von Buchhändlern.

Die Krimiautorin ist berühmt für ihre Recherchen und für reelle Schauplätze in ihren Büchern. Sie erzählte auch hierzu eine Anekdote. In ihrem ersten Roman spielte ein bestimmtes Haus eine Rolle. Der Besitzer des Hauses kam bei einer Lesung auf sie zu und unterstellte ihr, dass sie nicht sehr gut recherchiert hätte, sein Haus hätte keinen solchen Vorgarten. Sie wollte dem erbosten Mann ein Buch schenken, er wollte keines, weil er schon drei davon von Bekannten geschenkt bekommen hätte. Seitdem schaut sie sich ihre Schauplätze genau an und recherchiert sehr gut. So hat sie an einem nebeligen Abend die Rechtsmedizin in Frankfurt besucht und wollte dort nachfragen, wie eine Leiche bei 27 Grad nach einem Tag aussieht. Der Rechtsmediziner meinte, da sieht man nicht mehr sehr viel und er wollte nachschauen, ob er eine solche Leiche gerade da hätte. Nele wurde es angst und bange. Er hatte dann wohl zu ihrem Glück keine da. Mit diesem Rechtsmediziner hat sie heute noch Kontakt, allerdings hat er sich schon beschwert, dass sie ihn kaum mehr braucht. Sie hat von ihm so viele Fachbücher bekommen, dass sie Stoff für viele weitere Krimis hat (es gibt den Pschyrembel wohl auch für Rechtsmediziner).

Die Autorin hat bereits vor ihrer Schulzeit angefangen, Geschichten zu schreiben. Ihr erster Roman hat bis zur Fertigstellung 9 Jahre gedauert, sie hat das Schreiben als Hobby betrachtet. Ihr Ex-Mann hatte für ihr Hobby gar kein Verständnis. Nele berichtete, dass das Schreiben 60% Handwerk ist. Während einer Schreibphase kann sie schon 10 - 12 Stunden am Computer verbringen. Da braucht die Familie viel Verständnis. "Im Wald" hat ca. 9 Monate Schreibarbeit gebraucht. Ihre Testleser kamen nicht auf den Mörder, der nicht wie in anderen Krimis plötzlich aus dem Nichts auftaucht, sondern schon ziemlich früh in der Geschichte erscheint.

Ihre Bücher wurden bereits in 34 Sprachen übersetzt und ein Buch befand sich in Korea auf der Bestsellerliste. Sie meinte, dass es eben Eifersucht, Gier, Hass, Rachegelüste, etc. auf der ganzen Welt gibt, nicht nur im Taunus.
Ermittler in ihren Büchern, die ihr irgendwann auf den Keks gehen, schickt sie gerne für 7-8 Jahre ins Gefängnis. Die können dann geläutert wieder in einer Geschichte erscheinen oder auch auf Rache sinnen. Ihr neuer Ermittler, der Pia und Oliver zur Seite steht, nervt sie manchmal auch, weil er so ein Klugscheißer ist und alles genau wissen möchte.

Sie ist dank ihrer Tiere trotz des Erfolges auf dem Boden geblieben. Ställe ausmisten und mit dem Hund spazieren gehen, erdet eben.

Die Autorin hat viel von sich erzählt. Ihre Kinderlosigkeit stellt für sie kein Problem mehr dar. Angesichts der heutigen weltpolitischen Lage ist sie sogar froh, dass sie sich nicht um Kinder sorgen muss. Ihre Tiere leben nicht so lange, meinte sie. Ungerechtigkeiten kann sie gar nicht leiden.Sie machte darauf aufmerksam, dass ihr Ex-Mann für eine Adoption in unserem Land schon zu alt war, der Politiker Gerhard Schröder -  im selben Alter - jedoch problemlos ein Kind adoptieren konnte.

2007 hat sie privat wieder bei Null angefangen. Sie hat die Villa ihres Ex-Mannes mit einem Koffer, einem Computer und ihrem Hund verlassen und ist erst einmal eine kleine Wohnung, die mit den Gartenmöbeln ihrer Eltern ausgestattet war, gezogen. So ein neuer Anfang birgt viele Möglichkeiten. Auch ihr Aufenthalt in der Herzklinik 2011, wegen ihrer Erkrankung an der Herzklappe und ein Aortenaneurysma hat sie ihr Leben neu überdenken lassen.

Der Abend war leider viel zu schnell zu Ende. Es hat Spaß gemacht, dieser sympathischen Autorin zuzuhören.

Vor und nach dem Gespräch konnte man Bücher kaufen und von der sympathischen Autorin signieren lassen. Ich habe natürlich auch Buch gekauft und es signieren lassen.



 Der Fuchs aus "Im Wald" war auch dabei.