Sonntag, 23. Dezember 2012

Rezension zu "Freifahrtschein" von Mila Roth, Fall 3 für Markus Neumann und Janna Berg, Kindle Edition, E-book

Titel: Freifahrtschein - Fall 3 für Janna Berg und Markus Neumann
Autorin: Mila Roth 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 296 KB
ASIN:  B00A6HD6L2
Preis: 2,99 Euro
Kurze Inhaltsbeschreibung: 

"Während eines Besuchs auf dem Jahrmarkt trifft Janna Berg auf zwei alte Bekannte: Die Geschwister Alim und Abida sind Mitglieder der terroristischen Gruppierung Söhne der Sonne und scheinen etwas im Schilde zu führen.

Der Geheimdienst schickt Markus Neumann, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zusammen mit Janna soll er sich als Mitarbeiter des Meinungsforschungsinstituts ausgeben und eine Umfrage unter den Schaustellern durchführen.

Rasch finden die beiden heraus, dass die Terroristen offenbar einen Anschlag auf eines der Fahrgeschäfte planen. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen Janna und Markus ihre Tarnung sogar noch ausweiten … mit überraschenden Folgen."

Über die Autorin: 

Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Sie ist 1978 geboren und lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel, studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Unter ihrem Realnamen Petra Schier erscheinen ihre historischen Romane im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening. Besuchen Sie die Autorin im Internet! Entdecken Sie die Hintergründe der Serie um Markus Neumann und Janna Berg, Lesungstermine, Sneak Peeks (Leseproben und Vorschauen) und vieles mehr: www.mila-roth.de Mila Roth (aka Petra Schier) können Sie auch in den sozialen Netzwerken antreffen: www.facebook.com/MilaRoth , www.twitter.com/Petralit   www.youtube.com/Petralit


Eigene Meinung:

Der 3. Fall von Markus und Janna spielt auf dem Rummelplatz. Wir tauchen in das bunte Treiben auf dem Rummel ein. Janna sieht zwei alte Bekannte und ruft Markus an. Zusammen ermitteln die beiden unter den Schaustellern, in dem sie sich als Mitarbeiter eines Meinungsforschungsinstituts ausgeben. Janna und Markus müssen sich "beruflich umarmen", allerdings sticht Jannas rotes Haar etwas heraus.

In diesem spannenden Fall erfahren wir etwas mehr über Markus und seine Eltern. Auf beide ist er nicht gut zu sprechen. Janna möchte gegenüber ihrem Freund Sander Nägel mit Köpfen machen, hegt aber auch irgendwelche Gefühle gegenüber Markus.

Auch das 3. Abenteuer der beiden ist spannend, im gewohnten, flüssigen Erzählstil von Mila Roth, mit spannenden Dialogen, sympathischen Hauptdarstellern und Bösewichten, die vor nichts zurückschrecken.

5/5 Sterne für diesen kurzweiligen, spannenden, temporeichen Agentenroman um das sympathische Team Janna und Markus.

Freitag, 21. Dezember 2012

Rezension zu "Der alte Weg" von Birgit Otten, E-Book, High Fantasy

Titel: Der alte Weg
Autorin: Birgit Otten
Format: Kindle Edittion
Dateigröße: 262 KB
Seitenzahl der Printausgabe: ca. 117 Seiten
ASIN B008UYTC0W
Preis: 1,99 Euro






Kurze Inhaltsbeschreibung:

Das Mädchen lehnte sich mit dem Rücken an die Tür. Ihre grünen Augen musterten ihn eigentümlich.
„Du willst von hier fort, nicht wahr?“
Tawy nickte, erstaunt und verwirrt.
„Gut.“ Sie wirkte zufrieden. „Ich bin gekommen, um dir herauszuhelfen. Unter einer Bedingung. Du nimmst mich mit.“

Tawy, Sohn des Herrschers von Anwen, macht sich auf die Reise zu einer Legende, von der er sich Hilfe für sein Land erhofft.
Melysan ist bei den Maranai aufgewachsen und als Kriegerin und Heilerin dem Schutz ihres eigenen Tals verpflichtet.
Beide tragen Erinnerungen an eine geheimnisvolle Gruppe von Menschen in sich, die vor Jahrhunderten in den Bergen lebte – die S’ainth A’thain, deren verschollene Burg das Ziel von Tawys Suche ist.
Doch für Melysan ist Tawy ein Feind, und beide begegnen auf ihrem Weg immer wieder aufs Neue der Angst, der sie doch nur gemeinsam entgegentreten können.
Für Jugendliche ab 13 Jahren.

Das Originalmanuskript aus dem Jahr 1985 wurde für die aktuelle Veröffentlichung neu aufbereitet.

Über die Autorin:

1964 in Castrop-Rauxel als Birgit Nowiasz geboren, schon früh zum Lesen und Schreiben gefunden. Der Erhalt des Hans-im-Glück-Preises für Kinder- und Jugendliteratur 1984 legte den Grundstein zum Wunsch, Schriftstellerin zu werden. 1985 Umzug nach Herne, Kommunalbeamtin, zwei Söhne. Durch Notwendigkeiten, Brüche und Neufindungen trat das Schreiben lange Jahre in den Hintergrund, aus dem es in 2011 erneut hinausdrängte und sich nun nicht mehr beiseite schieben lässt.
Diverse Preise und Auszeichnungen für Kurzgeschichten und Lyrik.
www.birgit-otten.de
https://www.facebook.com/BirgitOtten

Eigene Meinung:

Tawy hat komische Träume. Er spürt eine Bedrohung seines Landes und beschließt, zusammen mit Lenya und Donn aufzubrechen um nach dieser seltsamen Bedrohung zu suchen. Dabei folgt er einen alten Weg in ein Gebirge, wo er auf die Maranai trifft und von ihnen gefangengenommen wird. Melysan, eine Maranai, hilft ihm zu fliehen und geht mit ihm, um ihr Volk zu schützen. Sie sieht in Tawy einen Feind, eine Bedrohung für ihr Volk.

Auf dem Weg müssen sich beide Gefahren und ihren Ängsten stellen. Beide machen dabei eine persönliche Entwicklung durch.

Der Autorin gelingt es durch ihre spannende, fesselnde und bildgewaltige Erzählweise, den Leser in die Welt von Tawy und Melysan zu ziehen und zusammen mit den beiden den alten Weg zu beschreiten, Gefahren zu begegnen, Freunde zu finden und alte Legenden erzählt zu bekommen.

Die beiden sympathischen Hauptfiguren sind glaubhaft dargestellt. Ihre Zweifel, Ängste und ihre persönliche Entwicklung kann man gut nachvollziehen.

Am Ende sind Tawy und Melysan stärkere Persönlichkeiten und erkennen die Bedrohung, die von einer Person ausgeht, von der sie es nicht erwartet hätten. 

5/5 Sterne für dieses kurzweilige Fantasy-Abenteuer.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Schwarzwälderkirschmorde - Höllental" von Tom Winter, E-Book, Krimi

Titel: Schwarzwälderkirschmorde - Höllental
Autor: Tom Winter
Format: Kindle-Edition
Dateigröße 241 KB
ASIN: B00AOLF3E8
Preis: Aktionspreis 0,99 Euro
 
 

Kurze Zusammenfassung
Es treibt sich ein Serienmörder im Schwarzwald um. Das neuzusammengewürfelte Ermittlerduo sieht sich bereits der vierten Frauenleiche gegenüber, die erdrosselt wurde. Der Alte" Tietjen und der Neue" Kaspar (von seinem Partner Kasperle genannt) stehen vor einem Rätsel und die örtliche Presse scheint an der Polizeiarbeit zu zweifeln. Können die Kollegen den Täter dingfest machen?

Meine Meinung
Ein kurzweiliger und spannender Krimi, den ich in sage und schreibe 60 Minuten gelesen habe. Ich bin von dem Schreibstil des Autors sehr begeistert, da ich mir die Orte und die Personen sehr gut vorstellen konnte. In dritter Person wird hier das Geschehen gekonnt in Szene gesetzt. Als leidenschaftlicher Leser und Fan von Krimis und Thrillern konnte ich hier nicht erkennen, dass es sich um das Debut in diesem Genre von Tom Winter handelte.

Das Buch ist in 14 knapp gefasste Kapitel eingeteilt. Die Abschnitte befassen sich abwechselnd mit dem Mörder, den Ermittlern und Zeugen/Opfern. Das Motiv ist in seiner Einfachheit schon fasst erschreckend, aber nachvollziehbar. Bei der Täterwahl gibt es nicht groß eine Auswahlmöglichkeit für den Leser, was aber meinen Lesefluss und die -freude nicht stoppte.

Das sympathische Ermittlerduo besteht in diesem Roman fast klassisch aus einem alten Hasen, Jörn Tietjen, und dem Frischling, Kaspar Faller. Der Erstere hat einen Faible für Schwarzwälderkirschtorten und der Zweitere ist noch ein Jungspund, der noch einiges zu lernen hat und etwas unsicher, aber mit dem richtigen Gespür daher kommt.

Wie ich erfahren habe, handelt es sich bei diesem Krimi um den Auftakt zu einer Reihe, was ich sehr begrüße, denn ich bin ein bekennender Serienjunkie.

Die Covergestaltung finde ich ganz gut gelungen, da hier hauptsächlich mit dunklen Farben gearbeitet wurde und man sofort das Genre erahnen bzw. erkennen kann. Leider kann ich die Symbole im Hintergrund nicht wirklich deuten. Es ist die Silhouette einer Stadt zu sehen, aber dahinter... sind das 2 Reifen, Räder oder rollende Schwarzwälderkirschtorten?

Ich werde mir den Namen TOM WINTER auf jeden Fall merken und warte gespannt auf die neuen Fälle von Tietjen und Kasperle.

Fazit
Ein gelungener Start einer neuen Krimi-Serie im eBook-Format.
Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen und werde dieses Buch weiterempfehlen!

Freitag, 14. Dezember 2012

Rezension zu dem Märchen "Ritter Namenlos" von Thomas Wewers, E-Book

Titel: Ritter Namenlos
Autor: Thomas Wewers
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 165 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 28 Seiten
Verlag: BookRix GmbH & Co. KG
Preis: 2,49 Euro
Kurzbeschreibung:

"Wie nehmen Menschen mit starken geistigen Behinderungen wahr? Was denken sie? Was fühlen sie? Warum haben sie Tics? Fragen, die sehr schwer zu beantworten sind. Thomas Wewers nähert sich in seiner Geschichte vom Ritter Namenlos diesen Fragen auf poetischer Weise. Ohne pädagogisierend oder moralisierend zu werden, entführt der Autor uns sprachgewaltig in eine bizarre Bilderwelt in der der Protagonist, Ritter Namenlos, auf der Suche nach Abenteuer und Reichtum Kämpfe zu bestehen hat, bei der er nach und nach feststellt: das Schwert benötigt er nicht, um einen Schatz zu finden, sondern innere Stärke und Achtsamkeit."
Über den Autor:
Wewers, ausgebildeter Erzieher und Heilpädagoge arbeitete jahrelang im Gruppendienst für Menschen mit schweren geistigen Behinderungen, bevor er später die Wohnbereichsleitung dieses Arbeitsbereiches übernahm.Die Geschichte vom Ritter Namenlos entstand vor über 15 Jahren und
schlummerte seitdem in der digitalen Schublade des Autors. Durch die wunderbare Möglichkeit E-Book wurde der Autor animiert, diese Geschichte zu veröffentlichen.

Ein Teil der Erlöses vom Verkauf dieses E-Books kommt dieser Arbeit zugute, die unter dem Motto steht „Kultur als Mittel der Integration und Inklusion für Menschen mit geistiger Behinderungen“.
Eigene Meinung: 
Ein modernes Märchen von einem Ritter, der auszog um Abenteuer zu bestehen, zu kämpfen und seinen Mut zu beweisen. Natürlich benötigt er dazu eine Rüstung und ein Schwert. Als ihm der Birkenmann von einem Schloss erzählt, das von 5 Kobolden und 2 Hexen bewacht wird und in dem sich unermessliche Reichtümer befänden, beschließt unser Held, sich aufzumachen um das Schloss zu finden und die Hexen und Kobolde zu besiegen. Auf seiner Reise trifft er allerlei seltsame Gestalten, z. B. auf die liegende Frau oder die tanzende Frau, muss Entscheidungen treffen und gelangt am Ende zu einer Erkenntnis.

Märchenhaft, bildgewaltig, humorvoll und poetisch beschreibt Thomas Wewers das Abenteuer des Ritters Namenlos.

5/5 Sterne für dieses interessante, spannende Märchen, das uns einen Blick in die Welt der geistigen Behinderungen gewährt. Allen Lesern, die neue Märchen lieben und sich auf etwas Neues einlassen wollen, empfehle ich diese Geschichte.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley, DTV Verlag

Titel: Die Plantage
Autorin: Catherine Tarley
Isbn Nr. 13-978-342324930
Seitenzahl: 880 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.12.2012)
Preis: 16,90 Euro


Klappentext:

"South Carolina, 1781. Die junge Witwe Antonia Lorimer ist auf ihre vom Krieg zerstörte Plantage Legacy am Plain River zurückgekehrt. Eines Nachts findet sie in den leeren Stallungen einen schwerverwundeten britischen Soldaten, der sich mit letzter Kraft hierhergeflüchtet hat. Obwohl sie sich in höchster Gefahr bringt, wenn sie einem Feind Hilfe gewährt, beschließt sie, ihn gesund zu pflegen. Immer mehr lässt sie sich in den Bann dieses außergewöhnlichen Mannes ziehen und ahnt nicht, welch fatale Begebenheit sie miteinander verbindet."

Über die Autorin:

Catherine Tarley, geboren 1957, arbeitete nach ihrem Studium als Dramaturgin für einen US-amerikanischen Filmproduzenten. Im Jahr2001 kam sie als Produkmanagerin zu einem süddeutschen Buchverlag. Sie lebt mit ihrer Familie in München. "Die Plantage" ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung: 

Dieser spannende Südstaatenroman spielt in der Zeit des Unabhängigkeitskrieges.  Antonia, die junge Witwe von Henry Lorimer, verliebt sich in den verwundeten Engländer Wiliam und pflegt den schwerverletzten, der Folterspuren aufweist, zusammen mit der Indianerin Vier Federn. Die Indianerin sieht in William eine alte indianische Legende verwirklicht. William hilft Antonia die zerstörte Plantage wieder aufzubauen, dabei haben sie einige Gegner, wie z. B. Antonias Schwager, der früher in Antonia verliebt war Antonia ist eine Freidenkerin, die freigelassene Sklaven beschäftigt, was den anderen Plantagenbesitzern nicht gefällt. Wiliam Marshall hat mit einem Kriegserlebnis zu kämpfen und muss zwischen seiner Liebe zu Antonia und seinem Wunsch nach England zurückzukehren, wählen ...

Ein großartiger Südstaatenroman mit Intrigen, mysteriösen Morden, großer Liebe, Zurückweisung, Rache, falschen Anschuldigungen und treue Freundschaft.

Der Roman ist flüssig und bildgewaltig erzählt. Dadurch können wir uns das Leben der Menschen zu dieser Zeit sehr gut vorstellen.  Die Charaktere sind sehr spannend und haben oft zwei Seiten, die die Autorin uns glaubhaft vermittelt.Die schöne Antonia wird hier mehr zur Randfigur, um die verschiedene Gentlemen werben. Insbesondere die Charaktere Roscoe und Reed sind sehr interessante, vielschichtige Persönlichkeiten. Wiliam macht im Laufe der Handlung eine persönliche Entwicklung durch.

Die Geschichte ist unterteilt in 11 verschiedene Teile, die uns die Sichtweise der verschiedenen Hauptpersonen und deren Geschichte wiedergeben. Wir tauchen ab in die Vergangenheit einzelner Personen, nehmen Anteil an deren persönlicher Geschichte und beobachten, wie die Hauptpersonen im letzten Teil noch einmal zusammentreffen. Die Geschichte hat Elemente von einem Thriller, von einem historischen Roman und von einem Liebesroman.

Am Schluss des Buches finden wir eine Landkarte und einen Anhang. 

5/5 Sterne für diesen großartigen Roman, der mir mit seinem 860 Seiten viele spannende Lesestunden bereitet hat. Absolute Leseempfehlung!

Samstag, 8. Dezember 2012

Interview mit Hannah Harlof, Hauptperson des Buches "Meltworld Shanghai"

Da ich von Hannah Harlof zwei schöne Postkarten aus Shanghai bekommen habe und über FB interessante Postings über ihre Erlebnisse in Shanghai, Zeitungsmeldungen und  Bilder aus dieser interessanten Stadt verfolge, habe ich sie um ein Interview gebeten. Hannah Harlof ist die Hauptperson aus dem Buch "Meltworld Shanghai", einem spannenden Fantasyroman, der in Shanghai spielt. Dieser Roman gewährt uns einen kleinen Einblick in diese interessante Stadt, in die Kultur und die  Mythologie der Chinesen. Eine Rezension zu dem Buch findet ihr auf meinem Blog.
Hier das Interview:

1. Wie fühlst du dich, nachdem es dein Abenteuer in Shanghai in Buchform gibt? Du spielst
    darin schließlich die Hauptrolle.

Ich freue mich, dass es so vielen gefällt Am liebsten hätte ich noch viel mehr erzählt, von der Stadt selbst nämlich, aber dann wären die anderen gar nicht zu Wort gekommen. Kenne ich eigentlich so nicht von mir Das habe ich dann in dem kleinen Reiseführer "Fünf Tage in Shanghai" nachgeholt.
2. Hast du mittlerweile einige Freunde in Schanghai gefunden?
Ja, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich habe neuerdings viel mit Bao zu tun, meiner Kollegin aus der Bibliothek. In der Schule haben wir eine Neue bekommen, die mir ziemlich sympathisch ist.

3. Können wir von dir noch mehr deiner schönen Zeichnungen auf FB erwarten?

Auf jeden Fall - ich zeichne und male ja weiterhin gern


4. Gibt es einen absoluten Lieblingsort in Shanghai? (Meiner Vermutung nach könnte es die 
    Bibliothek sein?)

Das ist wirklich schwierig. Die Bibliothek brauche ich, wenn mir das hektische Leben draußen zu sehr auf den Geist geht. Sie ist dann wie ein Asyl für mich. Aber mit Hiro bin ich am liebsten im Paramount Ballroom - manchmal treffen wir dort auch einen alten Bekannten...

5. Hast du ein chinesisches Lieblingsgericht und evtl ein Rezept dazu?

Die Chinesen sind ganz verrückt nach Dumplings, Teigtaschen, jeder kennt irgendwelche Geheimtipps, wo es die gibt. Sie sind ganz einfach herzustellen, etwa 4 Teile Mehl und 1 Teil Wasser verkneten, so dass der Teig nicht klebrig ist. Daraus eine Rolle formen und davon Scheiben abschneiden (also so ähnlich wie bei Serviettenknödeln). Die Füllung legt man auf diese Scheiben und dreht das dann wie zu einer Tasche zusammen. Diese Taschen muss man schließlich in Dampf garen. Bei der Füllung kann man sehr kreativ sein, z.B. sehr feines Gehacktes, gemischt mit Gemüse, Fisch oder auch rein vegetarische Füllungen. Die Dumplings müssen etwa 20 Minuten garen. Mir liegen die deshalb besonders, weil man da improvisieren darf und muss



6. Du hast in deinem Buch einige interessante Personen getroffen. Welche Person würdest du 
    noch gerne treffen und was würdest du sie fragen?

Ich würde gern noch viel mehr Geschichten von Liao Yiwu hören, am liebsten aus seinem Mund, von Hiro übersetzt. Das ist der chinesische Schriftsteller, der in Deutschland gerade den Friedenspreis des Buchhandels bekommen hat. Er erzählt so grausame Dinge aus der Zeit der Kulturrevolution, aber trotzdem ist er nicht verbittert. Er liebt China und die Menschen hier. Ich weiß nicht, ob ich das nach solchen Erlebnissen noch könnte.

7. Da ich auch gerne reise und mir meist irgendwelche Anregungen aus den Ländern, die ich 
    bereits gesehen habe, hole: Welche Anregungen aus Shanghai würdest du mit nach Berlin 
    nehmen?

Dass man nicht mehr alles so genau nehmen muss Der Verkehr hier funktioniert prima (jedenfalls angesichts der Menschenmassen), obwohl sich niemand für die Verkehrsregeln interessiert. Was mich auch sehr beeindruckt hat: Die Menschen in der Altstadt, die in winzigen Wohnungen leben, sehen glücklicher aus als manch Deutsche.

8. Was macht das Tanzen? Bist du noch dabei? Und hast du einen Lieblingstanz?

Ohne das Tanzen geht es gar nicht mehr. Ich finde auch toll, dass man das überall machen kann. Ein bisschen Musik, eine ebene Fläche, das reicht. Am liebsten mag ich Rumba und Argentinischen Tango.

9. Welches Buch liest du gerade?

"Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers, aber es lässt sich etwas zäh an. Den Vorgänger "Die Stadt der Träumenden Bücher" habe ich geliebt.

10. Können wir noch weitere Abenteuer von dir erwarten?

Ich hoffe natürlich nicht, dass ich noch einmal in so eine Lage gerate... aber, nun ja, ich weiß ja, wer Hiro ist... Neulich erzählte mir mein Vater, dass er ein Angebot von einem anderen Unternehmen bekommen habe. Dazu müssten wir noch einmal umziehen, nach Rio (also Rio de Janeiro). Wenn ich Pech habe, reisen wir schon im Februar ab.

11. Wie kann man dich erreichen?

Über hannah@meltworld-shanghai.de oder in Facebook Ich freue mich da immer über neue Freunde. Ich bin nun mal sehr neugierig.

Vielen Dank, liebe Hannah. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß in Shanghai und bin gespannt auf deine Abenteuer in Rio. So langsam werde ich neugierig auf Shanghai und würde da auch gerne mal hinreisen ..

Das ist ein Selbstportrait von Hannah: 


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Bibliothek der vergessenen Bücher wird 1 Jahr alt!

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Blog ist nun schon 1 Jahr alt. Ich hoffe, es macht euch genauso viel Spaß, hier zu stöbern, wie mir, meine Rezensionen zu schreiben oder spannende Interviews zu führen.

Zwar gibt es im Moment durch die Weihnachtszeit unglaublich viele Gewinnspiele, Adventskalender und Aktionen, dennoch möchte ich mit euch feiern und habe mir folgendes Gewinnspiel ausgedacht:


Ich möchte von euch wissen, wie euer Traum-Lesesessel aussehen sollte und welches Buch ihr darin in diesem Jahr noch unbedingt lesen wollt. Ich träume immer noch von einem Lesesessel und möchte mir durch eure Ideen Anregungen dazu holen.

Schickt dazu ein Bild von eurem Traum-Lesesessel oder beschreibt ihn mir, das Buch, das ihr unbedingt noch lesen müsst und welchen Gewinn ihr gerne hättet, an folgende E-Mailadresse: biggiralf@freenet.de. Alternativ dürft ihr auch einen Kommentar hinterlassen, das zählt auch.

Ich werde die Gewinner des jeweiligen Preises dann über Random.org auslosen.


Einsendeschluss ist der 31.12.2012, 24.00 Uhr
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine Auszahlung des Gewinns in bar ist nicht möglich.

Und hier die Preise:

Eine DVD "Ziemlich beste Freunde"

Die DVD "Ziemlich beste Freunde" stifte ich, da ich diesen Film total gut finde und der eine oder andere Leser die beiden gestifteten Bücher schon gelesen hat .. 




Eine signierte Ausgabe von "Das Grauen in den Bergen"  eine richtig gute Gruselgeschichte von Fred Ink
Vielen Dank an Fred Ink, der das Buch gestiftet hat.








Ein E-Book als PDF "Wie ich auszog, Zigaretten zu holen und dabei als Retter der Welt zurückkam", ein rasanter Agententhriller von Romana Grimm.


Vielen Dank an Romana Grimm, die das E-Book gestiftet hat.







Netterweise kamen jetzt noch 2 Ebooks in epub oder mobi-Format hinzu, die der Autor Mark Franley spontan angeboten hat:


Ein richtiger guter Psychothriller mit überraschendem Ende!









Und noch eine richtig gute Gruselgeschichte.






Vielen Dank, lieber Mark!


und noch ein E-Book "Wolfswasser" - ein All-Age-Werwolfsroman von Sylvie Wolff, vielen Dank, liebe Sylvie!





Alle Bücher kann ich euch sehr empfehlen, bis auf Wolfswasser findet ihr auch eine Rezension zu den Büchern. Die Autoren Fred Ink, Sylvie Wolff und  Romana Grimm habe ich auch schon interviewt.

Zu allen Preisen spendiere ich eine Blütenteemischung.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Autoreninterview mit der Autorin Romana Grimm














 Romana (rechts) mit C. M. Singer (links)

1. Wie kamst du zum Schreiben?

Ich schreibe schon sehr lange, etwa seit ich 14 bin. Angefangen hat es mit Fanfictions zu Sailor Moon und anderen Serien, die ich damals gut fand.  Mit 17 lernte ich dann auf einer Comic-Convention ein Mädel kennen, mit dem ich mich sofort gut verstanden habe. Durch sie kam ich erst dazu, eigene Geschichten zu schreiben.

2. Was fasziniert dich am Schreiben?
Dass ich meine eigenen Welten und Charaktere erschaffen kann, vor allem aber Leute mit Schwächen und Stärken und echten Macken, die mich im wahren Leben wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben würden J 

3. Wie kamst du auf die Story zu "Wie ich auszog, Zigaretten zu holen"?


Das war witzig! Mein Freund und ich sind nach einer langen Autofahrt was essen gegangen und haben über diverse StudiVZ-Gruppen gesprochen. Eine davon fand ich immer besonders komisch: Wie ich auszog die Welt zu retten und mit Zigaretten zurückkam. Stellt man das ein bisschen um, hat meinen Buchtitel J Der Rest hat sich ergeben, während ich geschrieben habe, ohne viel Plotting.

4. Wann schreibst du? Hast du einen bestimmten Tagesablauf?
Ich schreibe, wann immer ich Lust und Zeit dazu habe. Das kann ganz früh am Morgen sein, am Vormittag, oder auch spät in der Nacht. Wenn es mich packt, dann versuche ich so viele Wörter wie möglich zu schaffen, ehe der Funke wieder erloschen ist.

5 Was passiert, wenn man dich beim Schreiben stört?


Tja, da bin ich wahrscheinlich wie viele Leute mit einem intensiven Hobby. Wenn es läuft und man stört mich, bin ich gereizt. Je nachdem, wie gut die Szene in meinem Kopf aussieht, kann ich sogar sauer werden, denn natürlich will ich das dann auch durchziehen. Damit das nicht passiert, arbeite ich am Liebsten alleine. Wäre doch schade, wenn die Beziehung oder eine Freundschaft darunter leiden müsste.

6. Welche/n Autorin/en würdest du gerne treffen und was würdest du sie/ihn fragen?

Oha, gute Frage! Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie wirklich Gedanken gemacht. Die Autoren, für die ich mich gerade interessiere, sind häufig Indies, die ich schon aus dem Internet kenne.  Wenn es um einen „großen“ Autoren gehen würde, jemand wie J. K. Rowling oder vielleicht einen Wissenschaftler, dessen Bücher mich interessieren … tja, wahrscheinlich wäre ich viel zu schüchtern und würde nicht ein Wort rausbringen. So richtig will mir gerade auch niemand einfallen, aber ich glaube, ich würde einfach mal gerne mit jemandem lange plaudern und mir anhören, was er oder sie so zu erzählen hat. Tipps, Tricks, Anekdoten – ganz egal, solange wir nur auf einer Wellenlänge liegen. Letztendlich geht es nur am Rande um die Geschichten, die er zu Papier bringt. Viel wichtiger ist doch der Mensch, der dahinter steht und sich diese wunderbaren Dinge ausgedacht hat J

7. Hattest du ein kurioses/witziges Erlebnis mit einem Fan oder bei einer Lesung?

Lesungen machen mir echt Angst, ich war bei der einzigen Lesung, die ich jemals hatte, super aufgeregt. Über das Internet habe ich mittlerweile viele nette Blogger kennen gelernt, die „Zigaretten“ sehr mochten, aber ein richtiges witziges „Erlebnis“ mit einem Fan hatte ich noch nicht. Vielleicht kommt das ja eines Tages noch, ich würde mich sehr darüber freuen!

8. Ich kann mir dein E-Book auch ganz gut als Film vorstellen, hättest du da einen 
    Schauspieler, den du gerne als Thomas sehen würdest und warum?

Du stellst mir Fragen, über die ich es kaum wage nachzudenken … *grins* Ich habe da tatsächlich einen Schauspieler, den ich mir sowohl für Thomas als auch Andy gut vorstellen könnte, aber mir ist auch bewusst, dass Geschmäcker sehr verschieden sind. Meine Idee wäre also David Conrad. Er spielt den Ehemann von Melinda Gordon aus der Serie Ghost Whisperer. Er sieht sowohl mit langen als auch mit kurzen Haaren gut aus und könnte beide Rollen bestimmt gut spielen. Wenn jemand einen anderen Vorschlag hat, immer her damit! Ich bin sehr neugierig, wie die Leser sich Thomas, Andy und Co.  so vorstellen. (Ich muss dazu noch sagen, dass ich nicht sehr bewandert bin, was Schauspieler angeht. Also nur zu! Überrascht mich! :D )

9. Hast du was mit Thomas gemeinsam?
Mein sarkastisches Mundwerk, fürchte ich. Er ist manchmal ganz schön schrecklich und sagt Sachen, die ich in ähnlichen Situationen lieber nur denke. Er ist nicht etwa sozial inkompetent, er entscheidet sich einfach dafür, keine Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen, wenn sie ihn nerven. In gewisser Weise war es eine Befreiung, diese Geschichte zu schreiben und sich mal so richtig auszutoben. J

10. Ein Buch zu schreiben in welchem Genre könntest du dir so gar nicht vorstellen?
Horror, ganz eindeutig. Spannung und Grusel zu erzeugen fällt mir schwer, oder wenigstens kommt es mir so vor. Aber irgendwann nehme ich die Herausforderung sicherlich an und versuche mich darin. Das zweitschlimmste Genre für mich wäre Science Fiction, weil ich mich im Grunde so gar nicht für Technik usw interessiere. ;)

11. Was machst du, wenn du nicht schreibst?


Lesen, Filme und Serien schauen, Musik hören, zeichnen … was mir gerade Spaß macht. Ich reise auch ziemlich gerne, nur darf das nicht in Stress ausarten. Ich nehme mir gern Zeit, um neue Orte zu erkunden und bleibende Erinnerungen zu schaffen.

12.. Welches Buch liest du gerade?

„China Study“ von Colin T. Campbell. Darin wird wissenschaftlich begründet, warum eine pflanzenbasierte Ernährung für den Menschen (und die Umwelt) das Beste ist, was wir für unsere Gesundheit tun können.

13. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt?

Ich habe mehrere, aber bei denen, die gerade besonders aktuell sind, geht es alternativ um Geister und Dämonen. Mehr verrate ich noch nicht, da ich noch ganz am Anfang bin. Nur so viel: Es macht einen Heidenspaß, diesen Irrsinn aufzuschreiben!

13. Wie kann man dich erreichen?

Man kann mich ganz leicht via Facebook (Romana Grimm) oder per Mail kontaktieren, oder gern auch über meinen Blog.

Vielen Dank, liebe Romana!

Auf http://www.nessisbuecherregal.de/2012/12/04/nessis-adventskalender-turchen-nummer-4/ gibt es bis zum 5.12. 8.00 früh ein Buch von Romana zu gewinnen!

Montag, 3. Dezember 2012

Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting, AO Edition

Titel: Meltworld Shanghai
Autor: Matthias Matting
Isbn Nr. 978-1481072113
Verlag: www.ao-edition.de
Seitenzahl:320 Seiten
Preis: 12,99 Euro

Klappentext: 

"Shanghai: Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt, deren auf Zeitungspapier getrocknete blutige Gischt die 16-jährige Hannah Harlof seit einiger Zeit in ihrer Facebook-Chronik postet?
Die Berlinerin, die erst seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt, muss sich hier nicht nur einer neuen, komplizierten Sprache stellen. Sie erlebt uralte chinesische Traditionen und seltsame Rituale einer neuen Oberschicht. Sie erforscht düstere Schauplätze wie aus einer Alptraumversion ihrer Heimatstadt. Hannah stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" - doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran."

Über den Autor:

Der Autor: Matthias Matting, geboren 1966. Autor und Journalist. Erste Veröffentlichungen noch in der Schulzeit. Nach dem Studium dann der folgerichtige Schritt in den Journalismus. Unter verschiedenen Pen-Names erfolgreiche Veröffentlichungen im Belletristik-Bereich. Für sein Reportage- und Foto-Buch "Reise nach Fukushima" erhielt Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis "derneuebuchpreis.de" in der Kategorie Sachbuch. Für "Meltworld Shanghai" hat der Autor mehrmals in der chinesischen Metropole recherchiert. Alle Schauplätze existieren tatsächlich – die Handlung ist allerdings frei erfunden. 

Eigene Meinung:

Der erste Erzählstrang handelt von der 16- jährige Hannah Harlof, die seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt. Ihr Vater hat dort einen Job angenommen und seine Familie sollte natürlich mit nach China. Die Familie wohnt in einem alten,  sanierten Haus in der französischen Siedlung, die durch ein Tor abgetrennt ist vom Rest der Stadt.
Hannah fühlt sich nicht sehr wohl in Shanghai. Alles ist fremd, sie denkt, ihre Freunde würden sie nach 3 Jahren, wenn sie nach Berlin zurückkehren würde, nicht mehr erkennen, deshalb löscht sie ihre alten Freunde in Facebook. Hannah muss in Pudong zur Schule gehen, dorthin wird sie von einem Chauffeur gefahren. Mit ihren neuen Klassenkameraden kann sie nichts anfangen. Die mögen ihre Bilder, die sie gerne zeichnet, nicht. Die Sprache Mandarin findet sie sehr schwierig. Als ihr Vater ihr einen Job in einer Bibliothek verschafft, freut sich Hannah darüber. Nichts ahnend, dass sie dort Hiro kennenlernen wird und mit ihm ein Abenteuer zu bestehen hat ...

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Hiro kennen. Er hat einen Auftrag zu erfüllen, dabei lernt er Hannah kennen.
In weiteren Kapiteln lernen wir "Es" kennen. Was das genau für ein Wesen ist, erfahrt ihr im Laufe der Geschichte.
Einzelne Kapitel erzählen die Geschichte von weiteren Personen, die Hannah und Hiro durch ihre Ermittlungsarbeit treffen. 

Die Geschichte um Hannah in Shanghai ist fesselnd, spannend und bildhaft erzählt. Wir tauchen in die fremde chinesische Metropole ein, besuchen interessante Orte mit ihrer Geschichte, gehen mit Hannah im Park tanzen, besuchen verschiedene Personen, die uns ihr hartes Schicksal erzählen. Wir bekommen einen Eindruck, was dem chinesischen Volk im Laufe der Revolution passiert ist und erhalten einen Einblick in die chinesische Mythologie.

Durch die Postkarten von Hannah, die ich schon vorab bekommen habe und ihre Meldungen in FB, habe ich schon einen kleinen Eindruck von Shanghai und von Hannahs Erlebnissen dort bekommen. Hannah ist mir nicht fremd, es scheint fast, Hannah wäre eine Freundin, die nun durch das Buch ihre Erlebnisse genau berichten konnte

Zu erwähnen sind die schönen Illustrationen, durch die Hannahs Welt noch lebendiger wird. 

5/5 Sterne für diesen ungewöhnlichen Fantasyroman, der in einer fremden, aber realen Welt spielt,   von der ich bereits über die Hannahs FB-Meldungen schon einiges erfahren habe. 








Sonntag, 2. Dezember 2012

Rezension zu "Frevel im Beinhaus" von Petra Schier, historischer Roman, Rowohlt Taschenbuchverlag

Titel: Frevel im Beinhaus
Autorin: Petra Schier
Isbn Nr. 978-3499254376
Verlag: wwww.rororo.de
Seitenzahl: 352 Seiten 
Preis: 8,99 Euro
 


Klappentext:
Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz draauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet.

Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile freiberuflich als Lektorin und Schriftstellerin. Nach "Tod im Beginenhaus", "Mord im Dirnenhaus" und "Verrat im Zunfthaus" folgt hier nun Band vier der Reihe umd die scharfsinnige Kölner Apothekerin Adelina.
Ebenfalls im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen sind "Die Eifelgräfin" sowie die Reihe um die Reliquienhändlerin Maysa: "Die Stadt der Heiligen", "Der gläserne Schrein", Band 3 ist in Arbeit. Mehr Infos zur Autorin unter: www.petra-schier.de. Dort gibt es übrigens auch einen Adventskalender, wo ihr signierte Bücher gewinnen könnt!


Eigene Meinung:

In Adelinas Hinterhof wird die Leiche der Frau des Flickschusters in der Abortgrube gefunden.Der schwangeren Frau wurde das Kind aus dem Leibe geschnitten.  Für den Vogt ist klar, dass der Täter Adelinas Gatte sein muss. War er doch in der Vergangenheit bereits wegen Ketzerei in Italien vor Gericht gestellt worden und hatte dort bereits Leichen seziert.Er wird verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Der Prozess gegen ihn soll schon bald stattfinden.
Adelina muss mit weiteren Widerständen kämpfen: Ein mächtiger Gegner aus der Vergangenheit ist zur Zeit in Köln, der Dominikaner Bruder Thomasius.

Adelina wird unter Hausarrest gestellt, das passt ihr natürlich nicht. Hauptmann Greverode, den Adelina bereits in einem vorherigen Band kennengelernt hat, soll sie überwachen. Die hochschwangere Adelina lässt sich jedoch nicht nehmen, nachzuforschen, wer die wahren Täter sind. Unterstützt wird sie von der Hebamme Ludmillla und von einer weiteren Person, mit deren Unterstützung sie überhaupt nicht gerechnet hat.

Petra Schier schreibt fesselnd, spannend und sehr bildhaft. Der Leser befindet sich mitten im historischen Köln mit seinem bunten Leben und den vielen verschiedenen Gerüchen und hofft mit Adelina, dass deren Mann unschuldig ist.

Die Hauptprotagonistin Adelina,  ihre Familie und Freunde konnte man in den vorherigen Bänden bereits kennenlernen. Für die Neueinsteiger ist es kein Problem, dieses Buch als 1. Buch dieser Reihe zu lesen, denn Petra Schier hat ein Personenregister angelegt und die Personen lernt man alle im Laufe der Geschichte kennen.

Adelina ist eine sehr sympathische, starke Frau, die alles für ihre Familie und Freunde tun würde. Adelina kommen jedoch selbst Zweifel an der Unschuld ihres Mannes, da sie im Keller einen geheimen Raum findet, einige verbotene Bücher und Knochen. Neklas hat sich mit Alchemie beschäftigt.

Eine weitere Person spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, Adelinas Lehrmädchen Mira. Diese ist sehr interessiert an der Herstellung von Marzipan und experimentiert mit den Zutataten. Nach einem Besuch bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, ist Mira wie verändert und Adelina ist besorgt und entsetzt über das Benehmen ihres Lehrmädchens. Im Laufe der Geschichte wird erklärt, welche Sorgen und Geheimnisse Mira belasten.

Man merkt, dass die Autorn sehr gut recherchiert hat, beispielsweise gibt Adelina dem Gewaltrichter Reese Brennesseln und Goldrute gegen seine Gicht, diese Kräuter werden heute noch in der Naturheilkunde bei diesem Leiden eingesetzt.

Für diesen großartigen, spannenden Lesespaß, der uns ins mittelalterliche Köln zur sympathischen Apothekerin  Adelina und ihrer Familie führt und mit ihnen zusammen ein Abenteuer bestehen lässt, 5/5 Sterne.

Vielen Dank an Petra Schier für das signierte Exemplar, das ich durch Teilnahme an einer Leserunde in ihrem Forum gewonnen habe. Die Leserunde hat mir großen Spaß gemacht.


Mittwoch, 28. November 2012

Autorenlesung der Herren Fitzek und Tsokos zu ihrem Buch "Abgeschnitten" im Theaterhaus Stuttgart am 27.11.12

Gespannt saßen wir in der 2. Reihe, hatten wir doch unsere Karten schon sehr früh bestellt.
Herr Fitzek erschien im Anzug mit Turnschuhen, Herr Tsokos in Jeans, Lederstiefeln, Hemd und Jackett. Fitzek und Tsokos kamen vom 1. Moment an sehr sympathisch und humorvoll rüber. Beide haben sich erst einmal mit kurzen Filmchen vorgestellt, in denen wir erfahren haben, dass Herr Fitzek früher eine Karriere als Rockstar anstrebte und Herr Tsokos in seinem Haus einen Kellerraum mit 40 000 Bällen hat, in dem man ein "Bällebad" nehmen kann.
Kennengelernt haben sich die beiden bei der Sendung Fröhlich liest mit Susanne Fröhlich, die im MDR lief. Darüber haben wir einen Filmausschnitt sehen dürfen. Bei der Charité-Rechtsmedizin-Nacht haben sie sich an der Würstchenbude getroffen. Beide haben einen ähnlichen Humor und waren sich sympathisch.

Herr Tsokos gab uns Einblicke in seine Arbeit als Rechtsmediziner und räumte mit einigen Mythen auf. Gelesen wurde nicht sehr viel, aber wir bekamen einen tollen Einblick in die Arbeit der beiden Autoren und wir hatten den Eindruck, dass sie sehr viel Spaß hatten bei ihrem Buchprojekt.

Herr Fitzek, der gestand, dass er dachte, Lektoren würden auf die Rechtschreibung achten, zeigte uns, wie das Buch aussieht, wenn die beiden Lektorinnen Anmerkungen machen. Ein Zuschauer regte an, dass doch mal eine Buch mit den Anmerkungen der Lektorinnen erscheinen sollte (zu "Abgeschnitten"gab es wohl über 460 Anmerkungen, die die beiden aber oft ignoriert haben ..).

Herr Fitzek durfte Herrn Tsokos in seinem "Hochsicherheitstrakt", besuchen, hatte er mit einer Leiche gerechnet, waren es an diesem Tag 12! Die Minzepaste, die er erwartete, sollen sie doch die Rechtsmediziner unter die Nase streichen. Dass HerrTsokos ihm diese nicht gab, nahm er im sehr übel, da die Gerüche in der Rechstmedizin wohl nicht so "duftig" sind. Auch diese Paste wäre ein Mythos, der auf dem Film "Das Schweigen der Lämmer" beruht. Brauchen doch die Rechtsmediziner ihre Nase um Gerüche warzunehmen. Sie erkennen Alkoholgeruch, Zuckerkrankheit oder bestimmte Vergiftungen am Geruch.

Anhand von Ausschnitten aus "Tatort Münster" - meinem Lieblingstatort - und "Das Schweigen der Lämmer" wurde mit weiteren Mythen aus der Rechtsmedizin aufgeräumt, z. B. sind Pathologen was total anderes als Rechtsmediziner und in die Rechtsmedizin (ich hab`s jetzt gelernt, ich verwende den richtigen Begriff!) dürfen Angehörige nicht reinstürmen und die Toten identifizieren. Die Leichen sind von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und die Täter finden sich oft im engeren Bekanntenkreis.

Wir erfuhren, dass es den Praktikanten in "Abgeschnitten" tatsächlich gab, der war allerdings nur einen Tag bei Herrn Tsokos Praktikant. Er hat aber tatsächlich seine Brille in der Leiche versenkt und sie dann wieder aufgesetzt. In der Kantine hat er sich bei den Ärzten auch nicht unbedingt beliebt gemacht.
Wir haben Bilder angesehen von der Recherchenreise in Helgoland (Herr Fitzek gab zu, dass er nicht gerne fliegt und mit so kleinen Maschinchen, in die nur 4 Leute reinpassen schon gar nicht. Beruhigt hat ihn Herr Tsokos, der ihm erzählte, bei Absturz hätte das Maschinchen einen Fallschirm, der sich öffnen würde).

Warum war Herr Tsokos oft in Helgoland? Weil dort viele Männer ohne Hose an Land gespült werden. Hört sich komisch an, oder? Es sind Segler mit einem guten Promillegehalt, die pinkeln über Bord und so manch einer geht dabei gleich mit über Bord und landet dann an der Küste von Helgoland ..

Herr Tsokos schilderte einen wahren Fall eines Serienmörders, der per Haftbefehl gesucht wird und wohl auf Malta sein soll (er hoffte, dass der jetzt nicht gerade im Publikum sitzt, das hofften wir auch). Diesen Menschen hätten die Lektoren gestrichen, da er Mediziner, Multimilliardär und verwandt mit dem Präsidenten von Kasachstan ist, dazu auch noch ein Sadist, der gerne Menschen quält und ihre Schmerzen mittels Schmerzmitteln verlängert, da halten sie länger durch ....

Er hat Bankmanager gefoltert, zu Unterschriften gezwungen und umgebracht. Herr Tsokos wurde nach Kasachstan gerufen um zwei vermisste Bankenmanager zu identifizieren. Wir haben dazu Bilder gesehen, unglaublich, dass man aus einem Haufen Asche mit einigen Knochen noch Menschen identifizieren kann. Der Mörder hat die beiden Leichen mit Löschkalk behandelt, so dass nicht mehr viel von den Leichen übrig blieb. Herr Tsokos konnte die Leichen identifizieren. Die Gerichtsmedizin in Kasachstan sieht übrigens ziemlich gruselig aus.

Wir erfuhren, dass der Vampirglaube u .a. darauf beruht, dass Leichenwasser, das aus dem Mund von Toten fließt, das die  Menschen früher für Blut hielten. Es in der Gerichtsmedizin keinen Knopf gibt, worauf eine vermeitliche Leiche drücken könnte um zu melden, dass sie noch lebt und den wir aus "Nightwatch" kennen. Herr Tsokos hat nur einmal erlebt, dass ein Toter, der vor ihm lag, wieder aufstand. Da war er bei einer Lesung zu Gast  und ein 2 m Mann fiel um. Er musste ihn quasi wiederbeleben und hat ihm dazu seine Faust in den Brustkorb gerammt.

Herr Fitzek wird von seinen Lesern oft gefragt, was er denn für eine kranke Fantasie hätte. Er meinte, wir Leser wären nicht besser. Wir wurden verdächtigt, einen Mord zu planen, kamen doch ganz schön viele Fragen, die darauf hinwiesen, dass wir den perfekten Mord planen, die Autorin Stefanie Maucher hat sich dabei gleich mal für ihren nächsten Thriller weitergebildet und fleissig gefragt ..

Fingernägel und Haare wachsen auch nicht bei Toten, das Wasser geht zurück aus dem Gewebe, das erweckt dann den Eindruck. Den Todeszeitpunkt erfährt man auch nicht durch Handauflegen, dafür muss man die Temperatur der Leiche messen und der Rechtsmediziner misst den Hautwiderstand mittels Elektroden. Auch die ganze Sache mit den Würmern und Käfern, die Simon Beckett gerne verwendet, ist ein Mythos. Das Leichengift gibt es auch nicht.

Insgesamt war es eine total interessante und spannende Lesung mit zwei total netten Autoren, die beide den Schalk im Nacken haben. Beide Herren standen danach  für Fragen, Fotos und Widmungen zur Verfügung.

Wenn die beiden mal in eurer Nähe sind, geht hin! Ich kann euch so eine Lesung nur empfehlen.





Sonntag, 18. November 2012

Rezension zu "Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam" von Romana Grimm, CreateSpace Independent Publishing Plattform,, Agententhriller

Titel. Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam
Autorin: Romana Grimm
Isbn Nr. 13-978-1477678046
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Plattform (24.7.12)
Seitenzahl: 182 Seiten
Preis: 6,95 Euro


Kurzbeschreibung:

So hat sich der Krimiautor Thomas Pohl den „Morgen danach“ ganz bestimmt nicht vorgestellt. Auf der Flucht vor seiner Eroberung und auf der Suche nach dem Nikotinkick gerät er wegen einer Schachtel Zigaretten unversehens in ein halsbrecherisches Abenteuer. Weil er statt Tabak beinahe die hochbrisanten - und vor allem kriminellen - Informationen einer Liechtensteiner Bankerfamilie raucht, hat er prompt einen Auftragskiller am Hals, der das brisante Material unbedingt wiederhaben will und dabei weder vor Gewalt noch Entführung zurückschreckt. Thomas erlebt den miesesten Tag seines Lebens und der eklatante Mangel an Gelegenheiten für eine Zigarettenpause ist dabei noch sein geringstes Problem ...

Über die Autorin: 

Romana Grimm wurde 1983 geboren und von rechtschaffenen Leuten aufgezogen. Den eindringlichen Wunsch, nach Abschluss der Schule einen "sicheren" Arbeitsplatz zu finden, teilte Romana nur bedingt mit ihren Eltern; bereits mit Anfang 20 wusste sie, dass sie ihren Lebensunterhalt lieber mit kreativer Arbeit verdienen wollte. Seither arbeitet sie mal mehr und mal minder fleißig an der Erreichung dieses Ziels. Dabei beschränkt sie sich nicht auf bestimmte Genres, sondern entdeckt sich und ihre Lust am Schreiben mit jeder Geschichte neu. Ihr erklärtes Ziel ist es, Menschen auf eine Reise zu schicken und sie hautnah an ihren Abenteuern teilhaben zu lassen.

Eigene Meinung:
Krimiautor Thomas Pohl will sich nach einem One-Night-Stand nicht noch mit einem Frühstück herumquälen und braucht unbedingt eine Zigarette. Er landet allerdings an einem Toten Briefkasten und erwischt ausgerechnet das Päckchen, das hochbrisante Geheimdokumente beinhaltet.
Gut, dass er einen Zwillingsbruder hat, der sich mit solchen Dingen auskennt. Dieser kommt ihm zu Hilfe, denn der eigentliche Empfänger der Dokumente ist Thomas bereits auf den Fersen und für Andy ist dieser Bösewicht gar kein Unbekannter  ..

Romana Grimm hat hier eine witzige, freche Bond-Geschichte, verfasst mit vielen ausweglosen Situationen für die Pohl-Brüder und jede Menge Action und Humor.

Die Story ist aus der Sicht von Thomas in der Ich-Perspektive und im Präsens verfasst. Temporeich erfolgt eine Action-Szene der Nächsten, so dass Thomas kaum Luft holen kann, geschweige denn eine Zigarette rauchen könnte. Thomas stolpert von einer brisanten Situation in die nächste. Mit "Pussy" bleibt ihm selbst eine wunderschöne Domina nicht erspart, die er jedoch mit seinem Charme betört.

Die Hauptpersonen Thomas,  Krimiautor, Weiberheld und Lebemann, verliert auch in brenzligen Situationen nicht seinen schwarzen Humor und spart nicht mit dummen Sprüchen. Sein Zwillingsbruder Andreas ist der totale Gegensatz des liebenswerten Chaoten Thomas. Er ist diensteifrig, sehr pflichtbewusst und korrekt, was in der Geschichte zu einigen köstlichen Wortgefechten der beiden führt.

5/5 Sterne für diesen temporeichen Action-Agenten-Thriller mit Wortwitz in einer frechen, modernen Sprache verfasst.

Freitag, 16. November 2012

Rezension zu "Die Stadtwölfin" von Sylvie Wolff, E-Book- Urban Fantasy

Titel: Die Stadtwölfin
Autorin: Sylvie Wolff
Format: Kindle-Edition
Dateigröße. 406 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 237 Seiten
ISbn-Quelle für Seitenzahl: 1478191155
Verlag: Sylvie Wolff
Preis: 3,99 Euro, Printausgabe 8,99 Euro


Kurze Zusammenfassung:

"„Das bin ich nicht!“ - Eva, die unscheinbare BWL-Studentin, kann nicht glauben, was sie im Spiegel sieht: Seit einem harmlosen Flirt in der Bonner Altstadt hat ihr Körper ein haariges Eigenleben begonnen. Mit der aufregenden Figur, den neuen langen Beinen und ungewohnt scharfen Sinnen könnte sie ja leben, aber wieso hat sie auf einmal Heißhunger auf das WG-Meerschweinchen? Und wie soll sie alles dem Tierarzt Thorsten erklären, der längst ein Auge auf sie geworfen hat?
Doch auch die internationale Werwolf-Gemeinde reagiert verstört auf den ungeplanten Neuzugang …
Eine Werwolf-Komödie, die den Mythos vom „Bösen Wolf“ gehörig auf den Kopf stellt."

Über die Autorin:

Sylvie Wolff, Jahrgang 1959, lebte lange in Bonn, bevor sie mit ihrer Familie ins ländliche Baden-Württemberg zog. Dort schreibt sie Romane über Wölfe, Hunde und Menschen – und über Wesen, die diese Grenzen überschreiten.

Eigene Meinung:

Eva Wolff, WG-Bewohnerin und BWL-Studentin, soll für die Firma, in der sie ein Praktikum macht, eine Präsentation halten. Eva ist ganz schön nervös. Am Abend vorher flirtet sie den großen Unbekannten, der ihr ein Knutschfleck verpasst. Dieser Knutschfleck hat es in sich. Plötzlich hat Eva Hunger auf Fleisch und könnte das auch noch roh verputzen - wo doch ihr WG Mitbewohner Felix Veganer ist und die Mitbewohnerin Lisa ein Meerschweinchen besitzt, das in Panik ausbricht, wenn Eva  in der Nähe ist.. Sie stellt fest, dass sie plötzlich unglaublich gut riechen kann. Auch ihre Schuhgröße hat sich verändert und joggen kann Eva jetzt schneller als Felix, der sich darüber natürlich wundert.
Evas Leben beginnt sich zu verändern. Gut, dass sie Unterstützung von Urbana und Leila erhält. Sie ist sich noch nicht ganz sicher, ob ihr ihr neues Leben überhaupt gefällt. 

Flüssig, humorvoll und bildhaft erzählt uns Sylvie Wolff die Erlebnisse von Eva, die sich langsam aber sicher in einen Werwolf verwandelt und dabei mit Haarwuchs, Geruchsempfindlichkeit, Bierunverträglichkeit, Heißhungerattaken auf Fleisch und unbändiger, unerklärlicher  Kraft zu kämpfen hat. Auch das Flirten ist nicht mehr so einfach.  Dabei stellt sich Eva oft wie eine Welpe an und tappt von einem Fettnäpfchen in das nächste. Etwas kompliziert wird die ganze Sache, weil sich Eva in Thorsten verliebt.

Sylvie Wolff hat hier sympathische Figuren geschaffen, die mit dem gemeinen Werwolfbild so gar nichts gemeinsam haben. Der Werwolfclan kümmert sich rührend um seine jungen Werwölfe und wir erhalten einen Einblick in das Rudelverhalten der Werwölfe (das Rudelverhalten von Wölfen wird wohl sicherlich ähnlich sein).

Sylvie Wolff hat in ihrem Roman auf Fenheiten geachtet. Bei allen Namen der Werwölfe kommt der Begriff "Wolf" immer auf irgendeine Weise vor.

5/5 Sterne für diesen kurzweiligen Werwolfroman, der uns die Verhaltensweisen von Wölfen näher bringt. Wir warten gespannt auf weitere Erlebnisse von Eva Wolff und Co.

Mittwoch, 14. November 2012

Rezension zu "Der Gefangene des Himmels" von Carlos Ruiz Zafón,S. Fischer Verlag

Titel: Der Gefangene des Himmels
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Isbn Nr. 978-3-100954022
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 22,99 Euro


Klappentext: 
"Barcelona. Weihnachten 1957. Ein Fremder betritt die Buchhandlung Sempere und Söhne. Er ersteht das teuerste Buch im Laden eine Ausgabe des Grafen von Monte Christo, und widmet sie Fermin, über den er mehr zu wissen scheint, als gut ist. Für Fermin und Daniel Sempere, den Helden aus "Der Schatten des Windes", ist es der Auftakt einer dramatischen Gesichte von Verfolgung und Heimsuchung, die sie an schmerzliche Punkte der Vergangenheit führen und ihr ganzes Glück bedrohen wird. Fermin muss sich seiner dunkelsten Zeit stellen und ein anderer werden, um schließlich ganz er selbst zu sein. Mit erzählerischen Furor, seinem Humor und seiner ganzen Kunst führt Carlos Ruiz Zafón im dritten Roman die Fäden seines Werkes über Barcelona zusammen"


Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón begeisterte mit "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" bereits ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. "Der Gefangene des Himmel" ist der dritte Roman in der großen Barcelona-Trilogie um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Auch "Marina", der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf der "Spiegel"-Bestseller-Liste. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen "Der dunkle Wächter", "Der Fürst des Nebels" und "Mitternachtspalast", die bei Fischer FJB erschienen sind.

Eigene Meinung:

Dieser grandios erzählte Roman entführt den Leser in das alte Barcelona und lässt ihn zusammen mit alten Bekannten aus den beiden Büchern der Barcelona-Trilogie "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" , Daniel Sempere und Fermin,  geheimnisvolle Abenteuer erleben.

Diesmal spielt Fermin die Hauptrolle. Wir erfahren in "der Gefangene des Himmels" Fermins Geschichte. Wie ein Sog werden wir in die Geschichte hineingezogen und fiebern mit, ob es Fermin schaffen wird, seinen grausamen Gegenspielern zu entkommen und ob er sein Glück finden wird.

Carlos Ruiz Zafóns Erzählstil ist einzigartig. humorvoll, spannend, atmosphärisch und etwas unheimlich.

Zafón hat großartige Figuren geschaffen. Der wortgewandte, schlagfertige uns sehr sympatische Fermin ist eine starke Figur, die wir neben Daniel Sempere bereits "Im Schatten des Windes" lieb gewonnen haben. Hier erfahren wir mehr über ihn, insbesondere, wie er den Autoren David Martin kennengelernt hat. Auch die Gegenspieler, wie den Gefängnisdirektor Mauricio Valls, sind starke Figuren. Valls ist so abgrundtief böse, geldgierig und machthungrig, das man meinen könnte,  er wäre ein Dämon in Menschengestalt. Der Leser hofft darauf, dass diesem Dämonen Einhalt geboten wird.

Natürlich spielen Bücher und der Friedhof der vergessenen Bücher in dieser Geschichte wieder eine besondere Rolle.

Das Ende des Romans ist bereits der Beginn einer neuen Geschichte, diesmal wird wohl Daniel mehr über seine Mutter und ihrer Verbindung zu dem Autoren David Martin  erfahren.

5/5 Sterne für diese großartige, wortgewaltige, spannende und geheimnisvolle Geschichte, die uns in das alte, teilweise sehr dunkle Spanien entführt. Fast unerträglich ist es, dass wir nun auf wohl etwas auf die neue Geschichte warten müssen ..

Die Bücher kann man zwar unabhängig voneinander lesen, ich würde trotzdem empfehlen mit "Der Schatten des Windes" anzufangen (gibt es jetzt übrigens als Taschenbuch):

Ich gestehe, ich bin Zafón-Fan, auch diese großartig erzählte Geschichte hat mich nicht enttäuscht.  Ihr ahnt sicher,  woher mein Blog seinen Namen hat?

Sonntag, 11. November 2012

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu " der himmlische Weihnachtshund", eine Weihnachtsliebesgeschichte von Petra Schier erschienen im Verlag Rütten und Löning



Infos zum gelesenen Buch
Titel: Der himmlische Weihnachtshund
Autorin: Petra Schier
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag: 192 Seitenzahl: 144 Seiten
Verlag: Rütten & Loening (25. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-352-00849-8
Preis: 9,99 Euro (u.a. bei amazon.de)
auch erhältlich als eBook und Hörbuch

Klappentext:
"Friede, Freude, Hundekuchen
Beim Aufräumen kurz vor Weihnachten findet Santa Claus einen alten Wunschzettel: Ein neunjähriger Junge namens Michael wünscht sich einen Hund und dass seine Freundin Fiona nicht wegziehen muss. Leider hat der schusselige Weihnachtsmann die beiden Wünsche zwanzig Jahre nicht beachtet und beschließt, nun nachzusehen, was aus dem Jungen geworden ist. Michael besitzt nun eine Fabrik für Hundefutter und soll in Kürze heiraten, doch er ist alles andere als glücklich. Santa Claus berät sich mit seinen Helfern. Sie glauben eine vorzügliche Idee zu haben und schicken einen jungen Labrador zu Michael. Der Hund soll ihm helfen, sein Glück zu finden. Tatsächlich führt der Hund ihn zu Fiona, aber damit bricht kurz vor Weihnachten das schiere Chaos aus.
Der neue Weihnachtsbestseller von Petra Schier: eine wunderschöne Geschichte um eine himmlische (Hunde)-Liebe"
(Verlagsklappentext, Quelle: www.aufbau-verlag.de)

Meine eigenen Worte
Santa Claus, der Weihnachtsmann, räumt seine Bude auf, weil die Weihnachtsfrau denkt, dass es Zeit für eine Renovierung ist. Die Elfen packen tatkräftig mit an und Santa entdeckt einen 20 Jahre alten Wunschzettel, den er leider vergessen/verlegt und somit nicht erfüllt hat. Entsetzt darüber möchte er seinen Fehler wieder gut machen und setzt dem mittlerweile erwachsenen Michael eine kleine Hundedame vor die Tür und auch Michaels Sandkasten-/Schulliebe Fiona kreuzt nach Jahren wieder seinen Weg. Eigentlich der Beginn einen wunderschönen Romanze könnte man meinen, wenn… ja, wenn da nicht Michaels Eltern und seine „Fast“-Verlobte Linda wären…
Oh, ich merke gerade, kurz und knapp meine Inhaltsangabe, beinhaltet aber eigentlich alles, was wichtig ist, ohne zu viel zu verraten

;-)
Meine Meinung
Es handelt sich hierbei um eine wunderschöne Liebesgeschichte zu Weihnachten mit einem ganz bezaubernden, jungen Labradorweibchen und zwei sehr sympathischen Menschen, die ans Herz geht. Eigentlich wird hier alles abgedeckt: Tierliebe, Kennenlernen, Verliebt-sein, Intrigen und natürlich darf zu Weihnachten auch Santa Claus nicht fehlen.
Das Buch ist klassisch für einen Adventskalender in 24 Kapitel eingeteilt, damit man im Dezember auch an jedem Tag einen Abschnitt locker lesen kann. Ich würde allerdings jeden raten, sich das nicht als Ziel zu nehmen, denn ICH musste diesen Roman ganz schnell zu Ende bringen ;-)
Für mich sehr untypisch ist dieses Genre, da ich mehr bei Krimis und Thrillern in den Buchhandlungen zu finden bin, aber ich muss sagen… die Schreibweise von Petra Schier hat mich sehr angesprochen. Schöne, ausgeschmückte Passagen wechselten sich mit Dialogen ab. Das erste Kapitel beginnt in der „Weihnachtswelt“ und im zweiten werden wir dann ins reale Leben geschmissen… und der weitere Verlauf erfolgt im Wechsel.
Michael, Fiona und Keks (die Hündin *gg*) sind die 3 Hauptfiguren und werden von der Autorin schön ausgearbeitet: Der Macho, die etwas schüchterne Tierärztin und ein kleiner Vielfrass… muss selber schon wieder grinsen beim Lesen :D
Natürlich weiß man, worauf es hinauslaufen wird, aber natürlich dürfen die kleinen Seitenhiebe nicht fehlen… angefangen bei den erfolgreichen Eltern, die Fiona für nicht angemessen halten … über der intriganten Zicke Linda, die wirklich nichts auslässt, um Michael zu halten bzw. Fiona schlecht da stehen zu lassen.
Die wunderschöne Covergestaltung rundet dieses Buch sehr gut ab und lädt ein zu gemütlichen Kaminabenden.
Am Anfang dachte ich noch, dass es auch ein schönes Vorlesebuch für die Kleine von meiner Schwester wäre, aber ich glaube mit knapp 8 Jahren ist sie dann doch etwas jung für die Passagen über das Herantasten der Verliebten ;-)
- Ich danke Petra Schier für dieses signierte Exemplar, das ich zu der stattgefundenen Leserunde gewinnen durfte -.
Mehr über Petra Schier findet ihr hier: www.petra-schier.de/

Fazit
Eine klassische Liebesgeschichte, eingebettet zwischen Weihnachtsmarkt, Elfen und einer süßen Hundedame, die zur kalten Jahreszeit sicherlich die Herzen wärmen wird.
Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen und werde dieses Buch weiterempfehlen! Zu mir nach Hause ist bereits eine andere Weihnachtstiergeschichte von Petra Schier unterwegs und zur nächsten Leserunde habe ich mich auch bereits angemeldet – was ich auf jedem Fall wirklich jedem ans Herz legen kann :D

Freitag, 9. November 2012

Interview-Experiment per Chat über FB mit Sylvia Stuckmann, Autorin von "Falsches Geheimnis", "Kaja in der Außenwelt" und "Pestmarie"

Sylvia Stuckmann, die mir unter ihrem Pseudonym "Sylvie Wolff" schon einmal als Interviewpartnerin zur Verfügung stand, hat sich auf ein Interview-Experiment eingelassen. Ich habe ihr per Chat über FB Fragen zu ihrem neuen E-Book "Falsches Geheimnis" gestellt. Es handelt sich dabei um ein Jugendbuch zum Thema Missbrauch.






Eigentlich heiße ich Sylvia Stuckmann und schreibe Jugendbücher. Da sich meine neue Fantasy-Reihe aber an Leser unterschiedlicher Altersstufen richtet und nicht immer für Jugendliche ab 12 geeignet ist, habe ich dafür einen neuen Namen gewählt. Mit dem Ergebnis, dass meine Werwölfe jetzt mit einer Autorin namens Sylvie Wolff leben müssen.




Wie bist du dazu gekommen, Jugendbücher zu schreiben?

Ganz ehrlich? Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und Geschichten (er)fand ich noch früher. Kein Wunder also, dass ich das als Mutter ausbaute und zusammen mit meiner Tochter und ihren Freunden ständig neue Geschichten erfand. Als sie älter wurde begann ich mich zu fragen, welche Zukunft die Kinder wohl später einmal erwarten wird. Ich fragte, las, schrieb, und irgendwann stand das Konzept meines Romanes "Kaja in der Außenwelt". Es war nicht der erste, den ich geschrieben habe, aber der erste, der gut genug war, um einen Verlag zu überzeugen. Seit dem genieße ich es, die Fantasie in meinem Kopf zu bündeln und fertige Geschichten daraus zu erschaffen.



Nimmt der Verlag alle Geschichten, die du vorlegst, an?


 Oh nein, leider nicht. Ist vielleicht auch besser so, denn ohne manche Absage hätte ich mein Schreiben sicher nicht in dem Maße weiter entwickelt wie jetzt. Auch wenn sie lästig und schmerzhaft sind, verraten sie einem doch immer auch etwas über die eigenen Schwächen.



Verrätst du uns etwas über deine Schwächen?




 Mich interessieren eher die unauffälligen, ein wenig naiven Charaktere, die vom Leben ganz schön gebeutelt werden, ehe sie sich mit erhobenem Kopf behaupten können.
 Ich schreibe am liebsten, wenn ich zwar den roten Faden habe, aber Details der              Geschichte und vor allem ihr Ende noch nicht kenne. So etwas ist aber für Verlage  schwierig, wenn das Ergebnis in ihr Programm passen soll.


Aktuell hast du eine Geschichte zum Thema Missbrauch geschrieben. Warum lag dir dieses Thema am Herzen?

Weil es ein Tabuthema ist. Weil die Opfer sprachlos sind. Und weil Sprache/Schreiben für mich das einzige Mittel ist, um etwas zu erreichen. Weil es für mich so schwer zu verstehen ist, warum Sprache für manche Menschen so gefährlich zu sein scheint, dass sie weiter schweigen statt um Hilfe zu rufen. Seit dieser Geschichte kann ich vieles besser verstehen.


Hast du zu diesem Thema mit Opfern sprechen können und wie hast du hierzu recherchiert?

Meine Recherchen fanden anfangs über Bücher, Zeitschriften und Internet statt, dort findet sich ein erschreckend großer Pool an Betroffenen. Aber jJe länger die Arbeit dauerte, um so mehr Menschen fanden sich, die mir freiwillig und ohne dass ich ihren Missbrauchshintergrund kannte, ihre ganz persönliche Geschichte erzählten. Ihnen gilt mein besonderer Dank, denn ohne sie hätte diese Geschichte vom „Falschen Geheimnis“ nicht so werden können, wie sie ist.


Was können wir tun, um unsere Kinder vor Missbrauch zu schützen?


Sie stark machen im Sinne von "ja" und "nein" sagen zu lernen. Ihre eigenen Grenzen zu kennen, ohne den dahinter liegenden Möglichkeiten zu misstrauen. Ihnen sagen, dass niemand vollkommen ist und wir alle unsere Fehler im Leben machen. Ihnen sagen, dass wir sie lieben, egal was passiert. Ihnen Mut machen, Freunde zu haben.

Vielen Dank, liebe Sylvia, dass du dich auf mein Experiment eingelassen hast. 
Eine Rezension zu Sylvias "Falsches Geheimnis" findet ihr auf meinem Blog. Es ist per E-Book bei Amazon erhältlich.Mehr Infos zu Sylvia Stuckmann erhaltet ihr hier: http://www.buchschmiede.de/


Mich würde natürlich interessieren, wie ihr dieses Interview findet. Unter allen eingehenden Kommentaren verlose ich einen Amazon Gutschein für das E-Book "Falsches Geheimnis", Ende dieser Aktion ist der 30.11.12, 24.00 Uhr.

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein Autorin: Maria W. Peter Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17) Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2 Verlag: Bastei...