Freitag, 25. Mai 2012

Rezension zu "Tod im Wasser" von Andrea Tillmanns

Titel: Tod im Wasser
Autorin: Andrea Tillmanns
Isbn Nr. 978-3-8313-2048-6
Seitenzahl: 190 Seiten
Verlag: http://www.wartberg-verlag.de












Klappentext:
Sirka Ehrenpreis arbeitet seit ihrer Scheidung als Privatdetektivin, besser gesagt als Spezialistin für entlaufene Hunde und entflogene Vögel. Nun aber stößt sie mitten in der Nacht auf eine Leiche im Aachener Geldbrunnen. Die Polizei glaubt zunächst an einen Unfall, bald stellt sich jedoch heraus, dass es Mord war. Ohne die eigenwilligen Ermittlungsmethoden von Sirka Ehrenpreis könnte der kauzige Hauptkommissar Klausen diesen vertrackten Fall nicht lösen!

Über die Autorin:
Andrea Tillmanns wurde 1972 in Grevenbroich geboren. Die Dipl. Physikerin  lebt zur Zeit in Niederzier bei Düren. Sie arbeitet als wissenschaftliche Angestellte an der Hochschule Niederrhein.  Seit Jahren wurden rund 600 ihrer Texte in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften, TV, Hörfunk und anderen Medien veröffentlicht, darunter mehrere Romane, Kurzgeschichtensammlungen und E-Books. Eine weitere Leidenschaft von ihr ist die Naturfotografie und das Fotografieren von Figuren und Reliefs von alten Häusern. Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage: http://www.andreatillmanns.de/

Eigene Meinung:
Dieser kurzweilige, humorvolle Aachen-Krimi ist flüssig erzählt. Die sympathische, etwas chaotische Hauptperson Sirka Ehrenpreis berichtet in ich-Form von ihren Ermittlungen, so können wir teilhaben an den Fakten, die sie herausgefunden hat und mitraten. Sie ist geschieden, bekommt unregelmäßig Unterhalt von ihrem Ex und lebt mehr schlecht als recht davon, entlaufene Vier- und Zweibeiner wieder zu Herrchen oder Frauchen zurückzubringen. Um in diesem Mordfall zu vorwärts zu kommen, leiht sich Sirka ab und an einen Hund aus, der ihr bei ihrer Ermittlungsarbeit hilft. Kommissar Klausen lässt die eifrige Privatdetektivin ermitteln, er ist anfangs so gar nicht der Meinung, dass es sich um einen Mord handelt .... Während Sirka ermittelt, kommt sie an einigen Sehenswürdigkeiten von Aachen vorbei, was zusätzlich noch sehr interessant ist.

Ich vergebe für diesen humorvoll erzählten Krimi, den man an einem sonnigen Nachmittag im Liegestuhl durchaus lesen kann, 5/5 Sterne. Er ist geeignet für alle Leser, die es nicht allzu blutrünstig mögen, (mein Sohn möchte den Krimi auch unbedingt lesen. Ich denke, er ist für Krimileser aller Altersgruppen geeignet). Ich  bedanke mich bei Andrea für das Rezensionsexemplar ganz herzlich!

Rezension zu "Menschenhafen" von John Ajvide Lindqvist

Titel: Menschenhafen
Autor: John Ajvide Lindqvist
Isbn Nr. 978-3-7857-6006-2
Seiten: 555 Seiten
Verlag: www.luebbe.de











Klappentext: 
"Papa was ist das? Da drüben auf dem Eis!" Ein strahlend schöner Wintertag. Anders steht mit seiner sechsjährigen Tochter im Leuchtturm der Insel Gävasten und schaut aufs Meer hinaus. Eis, überall Eis. Und Schnee. Was hat seine Tochter in der Ferne erspäht? Da ist doch nichts. Kurz darauf läuft Maja hinaus, um nachzusehen - und der Alptraum beginnt. Obwohl sie auf der freien Eisfläche nicht verschwinden kann, passiert genau das. Plötzlich ist sie weg. Spurlos verschwunden. Anders und seine Frau haben kein Kind mehr .. Jahre später erreichen Anders mysteriöse Botschaften. Lebt Maja etwa noch?

Über den Autor:

John Ajvide Lindqvist, geboren 1968, ist aufgewachsen  in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Nach einer Karriere als TV-Standup-Comedian hat er mit dem Schreiben von Thrillern mit Horrorelementen begonnen. John Ajvide Lindqvist gilt in Schweden als eines der größten Talente der Literaturszene. 2008 wurde er mit dem Selma Lagerlöf-Literaturpreis ausgezeichnet.Von diesem Autor sind noch erschienen: "So finster die Nacht" und "Wolfskinder"

Eigene Meinung:

Dieser Autor ist ein grandioser Erzähler! Er beschreibt die Geschehnisse sehr detailiert, kreiiert starke Hauptpersonen und schafft es, eine schaurig, depressive Stimmung heraufzubeschwören. Was ist Wahrheit, was ist Einbildung?

Anders kehrt Jahre nachdem seine kleine Tochter Maja verschwunden ist, auf die Insel zurück. Der Alkoholiker bildet sich ein, Botschaften von seiner Tochter zu erhalten. Seine Ehe ist zwischenzeitlich in die Brüche gegangen. Er versucht seinen Schmerz mit Alkohol zu betäuben und taucht immer tiefer in die Geschehnisse auf der Insel in Vergangenheit und Gegenwart ein. Maja ist nicht die Einzige, die einfach verschwunden ist!
Der Haupterzählstrang ist die Suche von Anders nach seiner Tochter Maja. Weitere Erzählstränge sind Simons Geschichte, seine Liebe zu Anna-Greta und die Vergangenheit der Inselbewohner. Wir erfahren viel aus der Jugendzeit von Anna-Greta und Anders. Diese Reise in die Vergangenheit ist überschattet von mysteriösen Begebenheiten, die bis in die heutige Zeit hineinreichen. 

In weiteren Kapiteln lernen wir Erin kennen, Henrik und Björn und noch viele weitere Inselbewohner, deren Geschichte und Schicksal. Eigentlich ist dieses Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten der Inselbewohner, ein Kapitel führt uns ganz tief in die Vergangenheit der Insel.

Lindqvist schreibt annähernd poetisch, schafft eine geheimnisvolle Stimmung und lässt uns zwar am Ende mit mancher Frage zurück, trotzdem gefällt mir der Schluß ganz gut. Es ist eben nicht alles, was geschieht einfach erklärbar .. Ich vergebe für diesen mysteriösen Thriller mit subtilen Gruselelementen 5/5 Punkten. Geisterfjord-Fans werden begeistert sein!

Dienstag, 22. Mai 2012

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Ein letzter Job" von Adrian McKinty

Titel: Ein letzter Job
Autor Adrian McKinty
Seiten: 397 Seiten
Isbn Nr. 13-978-351846372
Verlag: www.suhrkamp.de/


Das Cover wird hauptsächlich von einer Wiese an der Küste mit einem Keltenkreuz auf einem Hügel eingenommen. Im Hintergrund ist ein in gelb gehaltener Sonnenuntergang zu sehen.
Der Buchtitel EIN LETZTER JOB ist in weißen, dicken Blockbuchstaben in drei Zeilen abgedruckt worden. Der Autorname (Adrian McKinty) ist wesentlich kleiner und in gelber Schrift in den Zwischenräumen des Titels zu sehen.
Ich fand das Buchcover auf dem ersten Blick sehr ansprechend und es strahlt etwas Mystisches für mich aus. Der Roman wäre mir bestimmt anhand dieses Bildes im Buchladen aufgefallen und ich hätte zumindest den Klappentext gelesen.


***INFOS ZUM BUCH/AUTOR***

EIN LETZTER JOB ist ein in sich abgeschlossener Roman mit 397 Seiten und ist als Suhrkamp Taschenbuch erschienen. Adrian McKinty hat bereits mehrere Bücher (u.a. zwei Reihen) geschrieben und hat vor seiner Schriftstellerlaufbahn als Journalist und Übersetzer gearbeitet.

***INHALT/KLAPPENTEXT***

Klappentext:

„Ein gnadenloser Killer jagt die Exfrau eines mächtigen Unternehmers und einen wortgewandten Gangster durch Irland. Ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende alle ihren Frieden finden und sei es im Tod.
Killian ist ein Spezialist darin, Menschen zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Richard Coulter, Besitzer einer Fluglinie mit Beziehungen zu den höchsten politischen Kreisen Irlands, bietet ihm eine halbe Million Pfund, wenn er seine Exfrau Rachel und die beiden Töchter zu ihm zurückbringt. Killian wittert den Job seines Lebens, doch er stellt bald fest, dass er nicht der erste ist, der sich an Rachel die Zähne ausbeißt.
Als er merkt, dass ein russischer Killer auf ihn angesetzt wurde, und ihm klar wird, dass es um mehr als eine Familienangelegenheit geht, muss Killian sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.“

Zum Inhalt des GESAMTEN Buches kann ich nichts, sondern nur zu den ersten 152 Seiten etwas sagen, da ich keinen Nerv mehr aufbringen konnte, weiterzulesen

Das Hauptaugenmerk wird am Anfang des Buches auf Rachel gerichtet, die mit ihren beiden Töchtern auf der Flucht vor ihrem Exmann ist. Dieser lässt sie von seinen Schergen suchen, die ziemlich stümperhaft bislang ans Werk gegangen sind. Rachel wird zwar entdeckt, kann aber fliehen. Diese Szene wird in der Leseprobe eindrucksvoll beschrieben. Es wird hier auch auf die Beschreibung der einzelnen Personen Wert gelegt. Ich habe sehr mitgefiebert, als die junge Mutter mit ihren Kindern im Auto durch die Barrieren der Verfolger brach und entkommen konnte. Das war es dann aber auch mit der Spannung im Buch für mich.
Nach dieser Szene wird nun ein Experte, Killian, vom Exmann beauftragt, nachdem dieser ihm empfohlen wurde. Für diesen Job wird ihm eine halbe Million Pfund angeboten und er träumt davon, seine Existenz zu sichern und die vorhandenen Schulden abzubezahlen. Dies ist der Hauptgrund, warum Killian den Job annimmt.
Es wird nun berichtet, wie der neue Verfolger Unterlagen über Rachel erhält und einiges an Hintergrundinfos erfährt, seine Reise nach Irland, Treffen mit dem Auftraggeber und Informanten, bla bla bla, gähnende Langeweile.


***MEINE MEINUNG***

Die Leseprobe beinhaltete die 27 Seiten vom Romananfang und hatte mich wirklich angesprochen. Spannend, flüssig und leicht zu lesen. Kein Vergleich zu den noch folgenden 125 Blättern, die immer zäher wurden… Ich musste mich immer wieder „zwingen“, überhaupt zum Buch zu greifen, was mir sehr selten passiert. Da es sich um ein Rezi-Exemplar von vorablesen.de gehandelt hat, wollte ich unbedingt (wie bei HIMMELSTAL) die Zähne zusammenbeißen und einen ordentlichen und vollständigen Leseeindruck abgeben. Aber wie bereits erwähnt: Ich musste das Handtuch leider werfen und habe die restlichen 245 Seiten an Lesestoff einfach zur Seite gelegt.

Ich würde dieses Buch in die Kategorie „Irland-Krimi“ einordnen wollen. Mein persönlicher Lesegeschmack wurde nicht getroffen und ich werde  nach dieser Lektüre einen großen Bogen um die Autoren aus diesem Land machen.

Der Schriftsteller erzählt diese Geschichte in der Vergangenheit aus der Sichtweise mehrerer Protagonisten; am Anfang wird auf Rachel und später hauptsächlich auf die andere Hauptfigur, Killian, zurückgegriffen.
Da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob mir die beiden ans Herz gewachsen wären, aber ich hegte mehr Sympathiepunkte für den männlichen Part.

Was mich auch in meinem Lesefluss sehr gehemmt hat, ist, dass viele irische Ausdrucksweisen (u.a. Aye) verwendet wurden. Ich kam mit dem Schreibstil nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr klar und war genervt davon, dass auf diverse Traditionen, etc. eingegangen wurde, die ich nicht kannte und mit denen ich persönlich nichts anfangen konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch nicht das Gefühl, diese Abschweifungen könnten der Geschichte in irgendeiner Weise dienlich sein.



***FAZIT***


Ein Krimi, vielleicht geeignet für Irlandkenner oder –liebhaber, aber mit Sicherheit nicht für mich!
Ich vergebe 1 miserablen von 5 Sternen und werde dieses Buch und auch den Autor nicht weiterempfehlen
P.S.: Bei vorablesen.de möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen konnte. Ich musste mich aber auch zu dieser Rezi durchringen und hoffe, dass meine Begründung hierfür ausreicht. Und ich möchte noch die lange Lieferzeit bemängeln, da der Roman bereits im Buchhandel zu erhalten war, als er endlich in meinem Briefkasten landete. Da ist für mich der Sinn von „vorablesen“ nicht mehr gegeben… Obwohl ich glücklich bin, dass ich kein Geld für EIN LETZTER JOB ausgeben musste.

Schade, Katja Kaddel Peters, dass dir das Buch gar nicht gefallen hat! Vielen Dank für deine ausführliche Rezension!

Montag, 21. Mai 2012

Gastrezension von Mara Becker zu "Blutsommer" von Rainer Löffler

Gastrezension von Mara Becker


Titel: Blutsommer
Autor: Rainer Löffler
Isbn Nr. 13-978-3499257278
Seiten: 496 Seiten 
Verlag: http://www.rowohlt.de/
erscheint am 1.6.2012

 

 

Kurzbeschreibung

Das 1x1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.

Über den Autor

Rainer Löffler lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und dem Sohn in Hemmingen bei Stuttgart. Blutsommer ist das Debüt des Autors, der Auftakt einer Serie um den Fallanalytiker Martin Abel.
Die Meinung von Mara:

Ein sehr gelungener Debütroman

Die Überschrift des Klappentextes lautet "Das 1 x 1 des Grauens" und trifft auf dieses Buch wirklich zu. Der Depütroman beeinhaltet von Forensik bis psychologischer Taktik alles, was zu einem guten Thriller gehört.
Rainer Löffler hat mit diesem Thriller bewiesen, das er zu den ganz Großen des Genre gehören kann. Selbst thrillererfahrene Leser stoßen bei diesem Buch an ihre Grenzen, wenn sich die eben noch klaren Fakten in Nichts auflösen, mutmaßliche Täter zu armen Opfer werden und nette Menschen einem das Grauen lehren.

Der Hauptprotagonist Martin Abel wird als Fallanalytiker nach Köln beordert, um die Polizei im Fall des "Metzgers" zu unterstützen.Durch seine Arbeit mit Serienmördern und seinen privaten Problemen ist er so abgestumpft und einsam geworden, dass er durch sein selbst aufgebautes Schutzschild sehr unsympathisch wirkt und auch bei seinen Kollegen kein gern gesehener Mensch ist. Doch Martin Löffler schafft es durch seinen fantastischen und lebhaften Schreibstil, aus diesem schwierigen Menschen einen absoluten Sympathieträger zu machen.
Sein Vorgesetzter und wohl einziger Freund, Frank Kessler, zieht Abel nicht nur von einem aktuellen Fall ab, sondern setzt ihn auch noch die sehr junge Hauptkommisarin Hannah Christ vor die Nase, mit der er in Köln zusammenarbeiten muß. Durch ihre offene Direktheit und beruflichen Erfahrungen beweist sie Abel, dass man auch mit Lebenden sehr gut kommunizieren kann.

In Köln eckt Abel mit seinem ruppigen Verhalten sogleich bei dem ermittelnden Haupkommisar Konrad Greiner an, der von moderner Fallanalytik nicht viel hält. Die bissigen Kommentare der beiden Männer reizt die Spannung bis ins unermessliche, so das man am liebsten selbst auf den Tisch hauen möchte um beiden zu sagen, daß sie sich gegenseitig mit ihrem sturen Verhalten behindern.
Dabei merken beide nicht, wie nah sie dem Täter sind, bis einer von beiden in seine Falle tappt.
Auch der Mörder bekommt seinen Part, wenn aus seiner Vergangenheit berichtet wird, die so grausam ist, daß man mit ihm Mitleid bekommen kann und schnell vergisst, warum er der Metzger genannt wird.

Blutsommer beeinhaltet einfach alles, was einen sehr guten Thriller ausmacht und ich empfehle dieses Buch mit voller Punktzahl 5/5 sehr gerne weiter.

Vielen Dank, liebe Mara, für deine tolle Gastrezension!

Montag, 14. Mai 2012

Rezension zu "Last days on earth" von Julian Frost

Titel: Last days on earth
Autorin: Julian Frost
Isbn Nr. 978ä3-49270255-3
Seitenzahl: 431 Seiten
Verlag: www.piper-fantasy.de










Klappentext: 

Die Maya haben prophezeit: Am 21. Dezember 2012 wird die Menschheit vollständig vernichtet. Und die Anzeichen mehren sich, dass das Ende tatsächlich naht: Erdbeben, Vulkanausbrüche, gewalttätige Ausschreitungen, Flugzeugabstürze, havarierende Atomkraftwerke - Horrornachrichten füllen die Tageszeitungen. Karla van Zomeren, Weiße Hexe im Kriminaldienst, kommt einer düsteren Verschwörung auf die Spur. Sie risikiert ihr Leben, ihre Liebe und das Schicksal der ganzen Welt und erkennt: nur, wenn sie sich ihren Dämonen stellt, kann sie die Katastrophe abwenden.

Über die Autorin:

Julian Frost, 1958 in Schottland geboren, lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Sie vermisst das Grün ihrer Heimat und die Geschichten von Wechselbälgern und Kobolden. Während ihrer Arbeit als Theaterregisseurin beschäftigte sie sich ausgiebig mit den Theorien zum Weltuntergang. Die Autorin hat diesen  Fantasy Roman unter dem Synonym Julian Frost veröffentlicht. Unter ihrem Namen Susanne Gerdom sind bereits einige tolle Fantasy-Bücher von ihr veröffentlicht worden. Wer noch mehr wissen möchte:  http://susannegerdom.de/

Eigene Meinung:

Anfangs war ich etwas verwirrt und überrascht. Der Klappentext hat mir eine Geschichte über einen Weltuntergang versprochen. Dieser Dark Fantasy Roman hat mich aber in eine völlig andere Geschichte mit zahlreichen - bekannten und mir teils unbekannten -  Fantasyfiguren entführt! Mir sind von Werwölfen, Vampiren, schwarzen Magiern und Drachen, Dämonen bis zu Schraten, alle möglichen Märchen-, Sagen- und Fantasy-Geschöpfe begegnet. Von Anfang an ist die Geschichte um die Weiße Hexe Karla van Zomeren sehr bildhaft und spannend bis zur letzten Seite erzählt! Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist unserer Welt gar nicht so unähnlich. Allerdings haben hier Fantasy-Figuren bestimmte Rollen inne, z. B. die Drachen haben das Bankwesen unter sich oder das Ermittlerteam besteht aus einer Weißen Hexe und einem Schwarzen Magier. 

Die weiße Hexe Karla ist sehr sympathisch. Die Figur Raoul hat mir auch sehr gut gefallen. Schwarze Magier habe ich mir böse und dunkel vorgestellt, Raoul ist aber eine hilfsbereite und nette Figur, ein Informationsjunkie, der dafür seinen Daimon Brad benötigt.

Karla ermittelt zusammen mit ihrem neuen Partner Raoul und Brad in einer mysteriösen Bücherdiebstahlsache. Karla ist anfangs gar nicht so begeistert von ihrem neuen Partner, lernt ihn dann aber im Laufe der Story schätzen. Alle gestohlenen Bücher haben mit dem Weltuntergang zu tun.

Von der Ermittlungsbehörde wurden einige wichtige Details verschwiegen. Karla und Raoul versuchen herauszubekommen, wer ein Interesse daran hat, die Ermittlungen zu blockieren und warum. Karlas Beziehung zu Christopher ist für die Ermittlungsbehörden unakzeptabel und Karla bekommt Probleme, die ihre Ermittlungen behindern und die sie für einige Geschöpfe dieser Welt sehr begehrenswert machen. Karla muss im Laufe der Geschichte die eine oder andere schwerwiegende Entscheidung treffen.
Hinzu kommt, dass Raoul an Blackouts leidet und sich in Karla verliebt ..

Bis zum Schluß habe ich geraten, wer denn nun hinter der Verschwörung steckt, dabei gab es immer wieder Wendungen und der ein oder andere Verdächtige entpuppte sich als Opfer.


Ich vergebe für diesen spannenden und humorvollen Fantasy Thriller, der uns in eine kunterbunte Fantasy-Welt entführt, 5/5 Sterne und empfehle ihn Fantasy-Geschichten-Liebhabern jeden Alters!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Susanne Gerdom, dass ich diese tolle Geschichte rezensieren durfte!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Autoreninterview mit Elke Schwab, Autorin von "Blutige Seilfahrt im Warndt"

Heute durfte ich netterweise Elke Schwab, Autorin des Krimis "Blutige Seilfahrt im Warndt", der soeben erst im Conte-Verlag erschienen ist, interviewen:








 "Marc-Jones-Photos"



1. Wie kamst du zum Schreiben?

Leider durch ein negatives Erlebnis! Mein Deutschlehrer hatte mal einen Aufsatz von mir total runtergemacht und mich vor der ganzen Klasse blamiert. Das tat so weh, dass ich mich zuhause an Omas Küchentisch gesetzt und Kinderbücher schriftlich nacherzählt habe, bis ich mit mir zufrieden war. Doch dann kam irgendwann der Gedanke: Warum etwas nacherzählen, was es schon gibt? Also fing ich an, selbst Geschichten zu erfinden und niederzuschreiben.

2. War es schwierig, einen Verlag für die Veröffentlichung deines 1. Krimis zu finden?

Total schwer! Ich gestehe, dass mein erstes Buch im Selbstverlag auf den Markt kam. Dadurch lernte ich dann die richtigen Menschen kennen, die mir weitergeholfen haben. Und der Verlag, bei dem ich jetzt bin, ist in Saarbrücken – also ganz in der Nähe.

3. Hast du irgendwelche Tipps für angehende Autoren?

Mein Tipp wäre, einen kleineren Verlag in der Nähe zu suchen. Dort kann man vorbeigehen, sich kennenlernen und alles persönlich besprechen.

3. Wie kamst du auf die Idee, einen Krimi, der im Bergwerks-Milieu spielt, zu schreiben?

Das war eigentlich der Wunsch meines Verlegers. Er hat selbst mal Unter Tage gearbeitet – und zwar genau in der Grube, in der dieser Krimi spielt – und hat sich einen Krimi genau an diesem Ort gewünscht. Hinzu kommt die Tatsache, dass im Saarland Ende Juni die letzte Grube für immer schließt. Mit diesem Buch wollten wir alte Erinnerungen aufleben lassen.

4. Wie gingst du hier bei den Recherchen vor?

Auf dem Grubengelände befindet sich ein Erlebnisbergwerk. Dieses Bergwerk ist in einen Berg hinein gebaut und maßstabsgetreu einem echten Bergwerk in 1000 Metern Tiefe nachgebaut worden. Hinzu kommt, dass dort alle Maschinen stehen, wie sie unter Tage immer im Einsatz waren. Und diese Maschinen sind funktionstüchtig. Dort konnte ich mir ein gutes Bild von der Arbeit eines Bergmanns machen. Den Rest habe ich durch einige Bergmänner erfahren, die meine fehlerhaften Ausdrücke immer mit herzhaftem Lachen honoriert haben. So wurde ich ruck zuck schlauer!!!

5, Welchen Schauspieler könntest du dir bei einer Verfilmung deines Romans in der Rolle von 
     Kullmann vorstellen?
Gene Hackman mit Brille!

6. Kannst du uns über ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung berichten? 

Auf der Criminale im Hochsauerlandkreis waren wir drei Autorinnen. Jede hatte 20 Minuten zu lesen. Als ich an die Reihe kam, wollte ich den Anfang besonders spannend machen und zog ihn ein bisschen in die Länge. Da knallte es direkt vor der Tür, als fielen Schüsse. Dabei war es nur ein defekter Auspuff. Aber das war der Startschuss. Anstelle von Spannung hatten wir einen Riesen-Lacher!

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne treffen und was würdest du sie/ihn fragen?

Petra Hammesfahr
Ich würde wohl gerne mit ihr plaudern. Die Fragen würden wohl eher spontan aus dem Gespräch heraus entstehen.

8. Wie sieht der Tagesablauf einer Autorin aus?

Meiner ist ziemlich chaotisch. Eigentlich schreibe ich, wenn ich Lust dazu habe. Und das ist meistens nachts. Außer, wenn es eilig wird. Dann lege ich mir einen strengen Zeitplan auf. Ansonsten lasse ich meine Schreibarbeit treiben, dann funktioniert es bei mir am besten.

9. Verrätst du uns was über dein neuestes Projekt oder ist das super streng geheim?

Es gibt leider noch keine klaren Absprachen, ob und wann der nächste Krimi rauskommt. Über das Thema verrate ich nur etwas von Kriegsheimkehrern aus Afghanistan. Auch kann ich sagen: Es spielt im Winter und alles ist zugeschneit!

10. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Ich gestehe: Ein Liebesroman!

Vielen Dank, liebe Elke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine neugierigen Fragen zu beantworten.

Eine Rezension zu diesem spannenden und interessanten Krimi findet ihr auf meinem Blog.

Dienstag, 8. Mai 2012

Rezension zu "Blutige Seilfahrt im Warndt" von Elke Schwab

Titel: Blutige Seilfahrt im Warndt
Autorin: Elke Schwab
Isbn Nr. 98-3-941657-66-3
Seiten: 310 spannende Seiten
 www.conte-verlag.de













Klappentext:
"In der Dunkelheit zeichnete sich die Gestalt eines Bergmanns ab. Er war groß und kräftig. Seine Gestalt wirkte furchteinflößend. Grewe wagte nicht, sich zu regen."

Am Schacht in Velsen wird vor den Augen einer Besuchsgruppe ein Bergmann in der Seilscheibe des Förderturms zerquetscht. Die Polizei vermutet Mord. Die Verschlossenheit der Belegschaft erschwert die Ermittlungen. Ex-Bergmann und Kriminaloberkommissar Grewe fährt undercover ein. Im "Alten Mann" entdeckt er eine mumifizierte Leiche. Seit einem Grubenunglück werden zwei Kumpels vermisst. Wo aber ist die 2. Leiche geblieben? Unter Hochdruck ermitteln Jürgen Schurs Team und Kullmann über Tage. Die Kumpel werden misstrauisch: Grewe ist in höchster Gefahr: Die Bombe tickt auf der 4. Sohle.
2012 schließt die letzte Saargrube: Elke Schwab setzt ihre Kullmann-Reihe mit einem Bergwerkskrimi fort: Spannend und gut recherchiert geht es diesmal ins Reich des schwarzen Goldes.

Über die Autorin:
Elke Schwab lebt umgeben von Natur und Tieren in einem kleinen, ruhigen 250-Seelen-Dorf im Krummen Elsass. Dort lässt sie sich gerne zu schauerlichen Kriminalromanen inspirieren.
In Saarbrücken geboren und im Saarland aufgewachsen, fühlt sich die Autorin in ländlicher Umgebung heimisch. Nach dem Gymnasium hat sie viele Jahre im Sozialministerium in der Abteilung Altenpolitik gearbeitet, bis sie als freie Autorin ins angrenzende Frankreich gezogen ist.
Ihre Krimis sind Polizeiromane. Sie spielen in ländlicher Umgebung, wo die Menschen gerne mal kauzig und wortkarg sind.
Eine ihre Hauptfiguren ist der Hauptkommissar Kullmann, der sich vom aktiven Kommissar zum Rentner und Ersatz-Opa mit beratender Funktion für die Polizei gemausert hat. Sein Schützling, eine junge Kommissarin und alleinerziehende Mutter, greift gern auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurück, womit die Autorin die sogenannte „Wahlfamilie“ immer wieder in ihre Handlungen mit einbaut.
Weiterhin gibt es von der Autorin eine Serie mit Lukas Baccus und Theo Borg, zwei übermütige Kriminalkommissare, die mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle aufklären.
Ihre Krimis zählen zu den sogenannten „Whodunit Krimis“. Von Elke Schwab sind bereits erschienen: Kullmanns letzter Fall, Tod im Litermont, Hetzjagd am grünen See, Das Skelett vom Bliesgau, Galgentod auf der Teufelsburg.

Eigene Meinung:
Dieser Krimi führt in die unbekannte Welt des Bergbaues, mit ihrer eigenen Sprache, eigenen Regeln und Gesetzen. Die Story ist flüssig geschrieben, an manchen Stellen sogar etwas unheimlich und spannend bis zur letzten Seite. Ich finde es auch klasse, dass wir so nebenbei Infos über die Arbeit unter Tage bekommen, diese Welt war mir bisher unbekannt. 

Das Ermittlerteam um Jürgen Schnur ist sehr sympathisch, natürlich ermittelt Kullmann, der eigentlich in Rente ist, mi. Vor Jahren war er mit em Fall der vermissten Bergleute betraut war. Das Ermittlerteam bekommt keine Unterstützung von den Bergleuten. Diese halten zusammen und auch die Bergbaubehörde mit ihren eigenen Regeln und Hierarchien macht es dem Team nicht leicht. Sie dürfen nur an der Erdoberfläche ermitteln, unter Tage ist die Bergbaubehörde zuständig. Deshalb wird Oberkommissar Grewe als Ersatz für den verunglückten Bergmann Pitt in die Grube geschickt. Er hat eine Ausbildung als Bergmann und auch vor Jahren bereits in der Grube gearbeitet. Er ist er so ziemlich auf sich allein gestellt, auch alte Geschichten und Verletzungen kommen bei ihm hoch. Die Bergleute sind mißtrauisch, weil Grewe so viele Fragen stellt und Grewe gerät in höchste Gefahr. 

Wird der 2. Tote gefunden? War es ein Unglück oder Mord? Der Schluß lässt keine Fragen offen. 

Mir hat dieser spannende Krimi, der uns einen Einblick in die Welt des Bergbaus gibt, sehr gut gefallen. Ich vergebe 5/5 Sterne und bedanke mich recht herzlich bei Elke Schwab für das Rezensionsexemplar!Eine weitere Autorin, deren Buchveröffentlichungen ich im Auge behalten werde!

Sonntag, 6. Mai 2012

Autoreninterview mit Hilke-Gesa Bußmann, Autorin von "Lieb mich!"

1    Heute stand mir Hilke-Gesa Bußmann, Autorin von "Lieb mich!" einem Liebesroman, wie der Titel schon ahnen lässt, netterweise für ein Interview zur Verfügung. 

     Infos zu Lieb mich!:
   
I    ISBN Nr. 13- 978-3862547869
     Taschenbuch: 279 Seiten
     Verlag: AAVAA Verlag UG; Auflage: 1., Aufl. (7. November 2011) 
    

     Klappentext:
Die Buchhändlerin Tanja Feldmann ist auf der Suche nach ihrem Traummann und besessen von den zuckersüßen Versprechen aus Liebesromanen. Doch Tanja ist keine Prinzessin, ihr Leben kein Märchen und die wahre Liebe für sie eine Illusion. Bei einem Speeddating lernt sie Alexander Bach, den Inbegriff eines Machos, kennen und hassen. Ihre getrübte Beziehung zur Männerwelt gerät vollends aus den Fugen. Dennoch scheint für einen Augenblick das Märchen perfekt, als sich Alexander in Tanja verliebt. Doch die Realität holt beide ein ...


Über die Autorin:

Hilke-Gesa Bußmann, geboren 1990 in Ostfriesland, hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ihre norddeutsche Heimat ist Inspiration und Quelle ihrer Leidenschaft zur Literatur. Diese vertieft sie in ihrem Studium der Germanistik an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

    

1
1. Wie kamst du zum Schreiben?

Das Schreiben, oder viel mehr die Literatur, ist schon immer Teil meines Lebens gewesen. Literatur ist meine Leidenschaft. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Mutter einen großen Beitrag dazu geleistet hat, dass ich mich so in Bücher vernarrt habe. Sie war diejenige, die schon früh begonnen hat, mir Geschichten vorzulesen. Es dauerte nicht lange und ich nahm die Bücher und das Lesen selbst in die Hand. Noch heute sind mir die Geschichten, die ich gelesen habe, in Erinnerung. Der Wassermann und seine Frau. Der kleine Wassermann und Unmengen an Pferdegeschichten. Früher gab es solche „Bücherclubs“, wo dir alle 14 Tage oder einmal im Monat ein Buch zugeschickt wurde – in so einem war ich. Dementsprechend sammelte ich bereits früh viele Bücher.
Irgendwann begann ich dann, so im Alter von neun Jahren, meine eigenen Geschichten zu entwickeln. Den ersten richtigen Roman stellte ich mit zwölf fertig. Noch heute muss ich schmunzeln, wenn ich über die Geschichte nachdenke. Richtig süß! Die ersten Erfolge konnte ich mit 16 verzeichnen und seitdem steht eigentlich für mich fest: Ich gebe das Schreiben nie wieder auf, sondern baue mein Talent aus, um meine Leser zu unterhalten. Und ich hoffe, das gelingt mir.


2. Hast du ein bestimmtes Schreibritual?

Nicht nur eins, sondern mehrere. Das strenge Plotten gehört auf jeden Fall dazu. Ich gehöre zu den analytischen Schreibern. Das bedeutet, dass ich mich, bevor ich anfange, am Roman zu schreiben, mit der Handlung auseinandersetze und diese detailliert plane.
Die Situationen, in denen ich schreibe, sind fast nie ganz gleich. Manchmal kann ich beispielsweise gut in Zügen schreiben. Heute ging es super in einem Café. Aber meistens sehne ich mich nach Nacht, einer Schreib-DVD und einem dunklen Zimmer. Dann setze ich mich auf meine Couch oder an meinen Schreibtisch, stelle die Beleuchtung meiner Tastatur runter und fange an zu schreiben! Dann schweben meine Finger über die Tastatur und ich merke, dass ich ganz in meinen Figuren und meiner Geschichte versinken kann.

3. Kannst du uns von einer lustigen Begebenheit bei einer Lesung/mit einem Fan berichten 
    /evtl. auch von einer skurrilen Begebenheit?

Es ist immer ein besonderes Erlebnis, wenn man sieht, dass ein Leser das eigene Buch in den Händen hält. Einmal habe ich tatsächlich jemanden „Lieb mich!“ in der Bahn lesen sehen. Ich war so baff, dass ich tatsächlich die Haltestelle verpasst habe. Aber geoutet habe ich mich nicht!

4. In welchem Genre könntest du dir gar nicht vorstellen, ein Buch zu schreiben und 
    warum?
Ich glaube, es hängt sehr stark von der jeweiligen Entwicklung des Autors ab, welche Genres er schreibt. Ich bin ja eigentlich in den Genres Fantasy und Krimi/Thriller angesiedelt. In der nächsten Zeit werde ich keinen Liebesroman mehr schreiben, das kann ich bereits ankündigen. Aber ich glaube, am unwahrscheinlichsten ist es, dass ich jemals versuche, einen Sci-Fi-Roman zu schreiben. Oder einen historischen Roman. Dies sind Genres, die ich auch gar nicht lese und sie sind mir deswegen sehr fremd. Ansonsten bin ich eindeutig offen für alles. Für Experimente und Versuche! Man kann erst durchs Schreiben herausfinden, ob einem ein Genre liegt oder nicht.

5. Hast du irgendwelche Gemeinsamkeiten mit der Buchhändlerin Tanja?

      Diese Frage wird mir oft gestellt. Ich kann sie besten Gewissens beantworten: Tanja und mich
      verbindet nur die Liebe zu Büchern. Allgemein zu Büchern. Sie selbst ist ja besonders in
      Liebesromane verschossen, ich selbst lese nicht gerne Frauen- oder Liebesromane, sondern doch
      lieber Thriller. Ansonsten – nein. Ich bin weder Buchhändlerin, noch habe ich einen „Alexander“ in
      meinem Leben getroffen. Tanja ist einfach eine Figur, die mir während eines Urlaubs über den Weg
      gelaufen ist. Und seitdem geisterte sie in meinem Kopf herum und wollte geschrieben werden.

    6. Glaubst du an die große Liebe?

    Eindeutig: Ja. Ich denke, man kann die große Liebe finden, man darf nur nicht nach ihr suchen. Und
    das ist ein Fehler, den Tanja begangen hat. Sie hat geglaubt, das Leben sei so, wie es in
    Liebesromanen geschildert wird. Sie hat gehofft, ihr Traumprinz läuft ihr einfach so über den Weg
    und sie könnte dann ein einfaches und glückliches Leben führen. Dass es nicht so ist, sondern
    eigentlich auch die Liebe harte Arbeit sein kann, weil es ein Geben und Nehmen ist, muss sie
    schmerzlich erkennen. Jetzt gerate ich aber, in Spoiler-Gefahr zu kommen! Am Ende des Romans
    geht es Tanja gut. Und sie hat eine ganz andere Sichtweise auf die Liebe bekommen.


    7. War es schwierig einen Verlag zu finden, der dein 1. Buch veröffentlicht?


    Es ging doch relativ zügig. Ich war insgesamt nur acht Wochen auf Verlagssuche. Aber die Arbeit am
    Manuskript im Nachhinein hat noch mindestens ein halbes Jahr in Anspruch genommen.

    8. Hast du irgendwelche Tipps für Neulinge, die sich an ihr 1. Buch wagen?

   Üben. Schreiben. Üben. Schreiben. Austauschen! Andere Autoren kennenlernen und vor allem:
   Nicht verzweifeln. Der Buchmarkt wird überschüttet von neuen Büchern und Nachwuchsautoren
   haben es besonders schwer. Ich bin der Überzeugung, dass wir es gemeinsam einfacher haben,
   wenn wir uns vernetzen. Wer seinen ersten Roman gerade verlegen möchte oder aber Fragen zum
   Schreiben hat, den lade ich ein, mich jederzeit zu kontaktieren. Ich suche die Kommunikation und de
   in Austausch mit meinen Lesern und Autorenkollegen und freue mich über jede anregende E-Mail!


   9. Dein nächstes Projekt ist ..?

   Ein Fantasyroman. Ich widme mich momentan einer Idee, die schon seit einigen Jahren in meinem
   Kopf schlummert. Es ist ein etwas größeres Projekt und ich denke, ich werde auch noch mindestens
   dieses Jahr brauchen, um den ersten Teil fertig zu schreiben. Allerdings arbeite ich parallel an einer
   Serie zu diesem Roman, in dem die Charaktere schon einmal vorkommen und ein bisschen was
   durchblitzt. Ich plane, diese Serie als E-Books zu veröffentlichen. Ihr könnt euch ab Sommer also auf
   spannende Geschichten freuen!

   10. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

         Ein Band mit schottischen Märchen! Die sind sehr empfehlenswert! 

Vielen Dank, liebe Hilke, für die Beantwortung meiner Fragen!



Freitag, 4. Mai 2012

Buchvorstellung

Heute habe ich von der Autorin höchstpersönlich ihr neuestes Buch zum Rezensieren bekommen "Last days on earth". Ich freue mich darauf und bedanke mich bei Susanne für das Buch mit Widmung.

Autorin: Julian Frost
Titel: Last days on Earth
Seitenzahl: 448 Seiten
Klappenbroschur
Preis: € 16,99 [D], € 17,50 [A], sFr 24,90
ISBN: 9783492702553
Piper Verlag
DER ENDZEIT-THRILLER FÜR PHANTASTEN!
Laut den Maya wird die Erde am 21. Dezember 2012 untergehen. Uns allen steht die totale Apokalypse bevor. Das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt – oder gibt es ein unentdecktes Geheimnis in den Prophezeiungen, einen letzten Weg, die Katastrophe noch abzuwenden? Die Maya waren ein Volk von großer Weisheit, sie konnten in die Zukunft blicken und sahen, dass die Menschheit am 21. Dezember 2012 vollständig vernichtet wird: Die Welt wird von Feuersbrünsten heimgesucht und von Erdbeben erschüttert, die Meere treten über die Ufer, die Sonne brennt erbarmungslos auf die Erde nieder, die Ernten verdorren, die Tiere verenden, die Menschen verhungern – nichts bleibt mehr, wie es war. Doch eine allerletzte Hoffnung gibt es. Karla van Zomeren ist eine Weiße Hexe. Nur sie kann die absolute Katastrophe verhindern – wenn sie sich der düsteren Vorhersage entgegenstellt und dabei ihr Leben, ihre Liebe und das Schicksal der ganzen Welt riskiert.

 

Mittwoch, 2. Mai 2012

Rezension zu "Die letzte Flucht" von Wolfgang Schorlau

Titel: Die letzte Flucht
Autor: Wolfgang Schorlau
Isbn Nr. 978-3-462-04279-5
Seiten: 344 Seiten
Verlag: www.kiwi-verlag.de



Klappentext:
Spannung und Aufklärung - diese einzigartige Kombination ist das Markenzeichen der Kriminalromane von Wolfgang Schorlau um den Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler.

Der 6. Fall führt Dengler nach Berlin. Professor Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht plötzlich vor einem Abgrund an Manipulation ....

Fast beiläufig erzählt Schorlau zugleich eine Geschichte über den Widerstand gegen Stuttgart 21, in dem Denglers Sohn Jakob aktiv ist.

"Ich habe diesen Roman geschrieben, um zu verstehen, wie unser Gesundheitswesen funktioniert", sagt Wolfgang Schorlau im Nachwort. "Nun weiß ich es. Die Pharmaindustrie wird von einer beispiellosen kriminellen Energie getrieben."


Über den Autor:
Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Von ihm sind bei Kiepenheuer u. Witsch erschienen: Die blaue Liste, Denglers 1. Fall 2003, Sommer am Bospurus - ein Istanbul Roman, 2005, Das dunkle Schweigen, Denglers 2. Fall, 2205, Fremde Wasser, Denglers 3. Fall, 2008, Das Münchenkomplott, Denglers 3. Fall, 2099, als Herausgeber: Stuttgart 21, die Argumente 2010. Wer noch mehr wissen möchte: www.schorlau.com.

Eigene Meinung: Dieser spannende Krimi ist in verschiedenen Handlungssträngen erzählt.. Im 1. Handlungsstrang kehrt Georg Dengler, Privatermittler und ehemaliger Zielfahnder des BKAs, von einem FBI-Seminar aus Amerika zurück. Er freut sich auf seine Geliebte Olga. Da bekommt er einen Anruf aus Berlin. Der Verteidiger von Prof. Dr. Bernhard Voss bittet ihn, nach Berlin zu kommen. Dem Professor wird vorgeworfen, ein neunjähriges Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Die Beweiskette ist lückenlos. Dengler lässt sich überreden nach Berlin zu fahren und den Professor im Untersuchungsgefängnis kennenzulernen (dafür muss sich Dengler als Anwaltsgehilfe ausgeben). Erst nachdem er den Professor gesehen hat, möchte er entscheiden, ob er den Fall übernehmen möchte. So richtig Lust dazu hat er nicht. Dengler gerät bald auch unter Mordverdacht und muss untertauchen. Seine Freundin Olga hilft ihm dabei.

Im 2. Handlungsstrang lernen wir Dirk Assmuss kennen, den Leiter des Pharmaunternehmens Peterson und Peterson. Assmuss bekommt von seinem Entführer, der sich Henry nennt, die Frage gestellt, was er verkauft. Wenn er diese Frage beantworten kann, wird er freigelassen.

Im 3. Handlungsstrang lernen wir die Ermittlerin Finn Kommareck kennen. Sie ist Ermittlerin bei der Kripo in Berlin und soll den Fall in den der Professor verwickelt ist, lösen. Sie kann Dengler überhaupt nicht leiden.

Der 4. Handlungsstrang erzählt von Jakob, Denglers Sohn, der mit einigen Jugendlichen an einer Demo zu Stuttgart 21 teilnimmt. Zusammen mit Dengler, der seinen Sohn auszureden versucht am Widerstand teilzunehmen, geraten sie in den "schwarzen Donnerstag" im Stuttgarter Schlosspark und lernen die willkürliche Polizeigewalt kennen.

Mir hat dieser sehr spannende Krimi von Wolfgang Schorlau sehr gut gefallen. Hier stimmt einfach alles! Die Hauptfiguren sind gut gezeichnet. Dengler ist sehr sympathisch, auch Olga ist eine spannende Persönlichkeit. Ich habe den Krimi an einem Tag durchgelesen!
Klasse finde ich, dass ich während einer spannenden Unterhaltung Infos so nebenbei bekomme und zwar schockierende Infos über unser Gesundheitssystem, über die Pharmaindustrie, über die Machenschaften um Stuttgart 21!  Wolfgang Schorlau hat zwei Jahre lang recherchiert und war danach schockiert über die kriminelle Energie der Pharmaindustrie. Ich kann das verstehen!

Ich vergebe 5/5 Sterne für diesen spannenden, informativen Krimi und finde den Autoren ganz schön mutig, diese Misstände so offen anzuprangern!

Dienstag, 1. Mai 2012

Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Tripp


Titel: Das Liebesspiel
Autorin: Dawn Tripp
Isbn Nr. 978-3-7160-2663-2
Seiten: 313 Seiten
Verlag: www.arche-verlag.de












Klappentext:

"Nicht mehr lange, dann wird sie gehen. Aufstehen, sich anziehen, mit der Hand durchs Haar fahren, verschwinden. Aber er wird bleiben. Wenn sie schon lange fort ist, wird sein Körper leer sein, alles wird fehlen, ihm bleibt nur der schwache Duft von ihr auf seiner Haut, dieser funkelnde Rest, und so wird er mit dem Rücken an der Wand in der Ecke sitzen, eine Zigarette nach der anderen rauchen, während der Himmel dunkel wird und die Nacht sich senkt. Seine Gedanken an Ada werden toben in dieser Nacht."

Jane Weld ist elf Jahre alt, als ihr Vater Luce verschwindet. Niemand in ihrer kleinen Stadt in Neuengland weiß, was mit ihm geschehen ist, bis man drei Jahre später in einer Kiesgrube seinen Schädel mit einem Einschussloch findet. Es geht das Gerücht, der Ehemann seiner Geliebten Ada habe ihn aus Eifersucht getötet.
Fast ein halbes Jahrhundert später ist Jane noch immer auf der Suche nach der Wahrheit. Besondere Brisanz bekommt ihre Suche, weil sich Janes Tochter Marne unerwartet in einen von Adas Söhnen verliebt hat. Während sich die beiden jungen Leute näherkommen, treffen sich Jane und Ada jeden Freitag zu einer Partie Scrabble, die sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel um die unausgesprochenen Worte und streng gehüteten Geheimnisse des Ortes entwicklelt. Die letzte Partie der beiden Frauen gerät zu einem Ringen - um die Antwort auf die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe erträgt.

Über die Autorin:
Dawn Tripp, geb. 1969, legt mit Das Liebesspiel ihren lang erwarteten 3. Roman vor. Gleich mit ihrem Erstling Mondgischt hat sie sich in die Herzen der Leser geschrieben. "Ein Buch für lange, stille Herbstabende" (Elke Heidenreich). Für ihren 2. Roman Wasserzeit wurde sie mit dem Massachusetts Book Award ausgezeichnet. Dawn Tripp lebt mit ihrem Mann und ihren 2 Söhnen in Westport Point, Massachusetts. Andrea Fischer, Jahrgang 1969, hat diesen Roman ins Deutsche übertragen. Mehr über die Autorin: www.dawntripp.com.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist sehr vielschichtig. Es ist nicht einfach zu lesen, allerdings hat mich die poetische Sprache überzeugt! Es passiert auch nicht wirklich viel, trotzdem ist dieses Buch sehr fesselnd. Ada und Jane spielen Scrabble, Jane wagt nicht die Frage an Jane zu stellen, ob Ada weiß, wer der Mörder ihres Vaters ist. Marne, die Tochter von Jane, verliebt sich in den Sohn von Ada. Allerdings kann sich Marne auch nicht so richtig dieser Liebe stellen, im entscheidenden Moment flüchtet sie lieber.

Die Geschichte ist in 7 Teile unterteilt. In den einzelnen Kapiteln erfahren wir die Erlebnisse der einzelnen Personen. Meist sind diese Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben und oft enthalten sie einen Blick in die Vergangenheit, was zusätzlich etwas verwirrend ist.

Wir lernen die einzelnen Charaktere Jane, Marne, Ada, Huck, Luce, die in dieser Geschichte die Hauptrollen spielen, sehr genau kennen, ihre Beziehungen untereinander und ihre Gefühle.So fügt sich ein Steinchen zum anderen und wir erfahren einige Geheimnisse der beiden Familien. Die Familien sind durch diese Geheimnisse miteinander verwoben.Es dreht sich eigentlich alles um die Frage, wer der Mörder von Luce war.

Mir hat hier die Sprache sehr gut gefallen und ich vergebe 4/5 Sterne für diese tiefgründige Geschichte. Vielen Dank an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Rezension zu "Die Liebe in diesen Zeiten" von Chris Cleave, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, DTV-Verlag, Liebesroman

Titel: Die Liebe in diesen Zeiten Autor: Chris Cleave Übersetzt von: Susanne Goga-Klinkenberg  Seitenzahl: 496 Seiten , (broschiert, 7...