Samstag, 30. Juni 2012

Autoreninterview mit Anja Ollmert, Autorin von "Aoife"

 Als "Inselfan" musste ich natürlich Anja Ollmert einige Fragen zu "Aoife" "gesprochen "Iwi" und Irland stellen. Sie hat mir netterweise ausführlich geantwortet.



1. Wann hast du angefangen zu schreiben?
Meine Mutter war mir bei der Verwendung der Schriftsprache ein echtes Vorbild. Schon immer hat sie viel gedichtet und seitenlange „Bierzeitungen“ verfasst, wie man das in den 1970er Jahren nannte. Da mag es nicht verwundern, dass ich selbst kleine Gedichte schrieb, ehe ich die Rechtschreibung halbwegs akzeptabel beherrschte. Eines dieser Gedichte, das ich meinem Vater zu einem Geburtstag schenkte, existiert sogar noch. Heute - wie damals vermutlich auch - gibt es Anlass zur Belustigung. Als Jugendliche schrieb ich Prosagedichte, in denen sich die passende Seelenverfassung der Pubertät widerspiegelte. „Aoife“ schrieb ich nach einer Reise im Jahr 1999, doch auch nach mehrmaliger Überarbeitung hat sich das, was ich damals damit erreichen wollte, nicht grundlegend verändert.

2. Wie kamst du zum AAVAA-Verlag?
Zum AAVAA Verlag kam ich durch den Hinweis von C.M. Singer, die dort ihre Trilogie „…Und der Preis ist dein Leben“ unterbringen konnte. Wir haben uns im vergangenen Jahr über das Internet kennengelernt und angefreundet. Ihr verdanke ich also, dass sich nach Jahren die Möglichkeit ergab, für „Aoife“ einen Verleger zu finden.

3. Hast du bestimmte Rituale fürs Schreiben?
Eigentlich nicht. Ich nutze jede Möglichkeit und freie Minute, die sich im täglichen Leben zum Schreiben findet. Da ich in recht umfänglichem Rahmen ehrenamtlich arbeite, ist diese Zeit häufig knapp bemessen, doch ein kleines Zeitfenster ergibt sich eigentlich immer. Und das wird dann bis zur letzten Sekunde genutzt.

4. Was hast du mit Aoife gemeinsam?
Also…, ich hätte gerne ihr rotes Haar, doch da hat die Natur leider nicht mitgespielt. Doch in jedem Fall teile ich ihre Liebe zu Büchern und zum Lesen an sich. Ich konnte schon als Kind völlig in eine Geschichte eintauchen und mich von der Faszination treiben lassen. Außerdem bin ich begeistert von allem, was die keltische Kultur in verschiedenen Ländern hervorgebracht hat. Das beginnt bei der Sprache und der Musik und endet eben bei Erzählungen über die keltische Lebensweise in so unterschiedlichen Ländern wie Irland, Schottland oder der Bretagne.

5. Was fasziniert dich an Irland?
Die Insel ist wirklich grün, und dieses Grün begegnet dem Betrachter in zahllosen Nuancen. Auch das Mystische dieses Landstrichs zieht mich immer wieder in seinen Bann. Doch das gilt ebenso für sein französisches und schottisches Pendant. Doch wer einmal durch Connemara gefahren ist und das Farbenspiel der ziehenden Wolken auf den kahlen Berggipfeln beobachtet, einen der wunderschönen Regenbogen oder die Abgründe der Cliffs of Moher gesehen hat, kann sich dem Zauber des Landes kaum entziehen. Auch die Begegnung mit den Iren, die immer freundlich und aufgeschlossen sind (hat man ja bei der EM gesehen, wie sehr man sich über ein Fußballspiel freuen kann, bei dem man aus dem Turnier ausscheidet) ist einfach schön. Der Ausspruch einer Zimmerwirtin bei meiner ersten Reise ist mir im Gedächtnis geblieben: „Lovely morning, no rain!“ Das steht für mich exemplarisch für die gute Laune der Iren.

6. Was muss man unbedingt gesehen haben, wenn man nach Irland reist?
Die Hauptstadt Dublin lockt in jedem Fall mit der sagenhaften Bibliothek im Trinity College und dem Book of Kells, einem alten Evangeliar mit keltisch geprägten Zeichnungen. Doch auch eine Besichtigung der Guiness Brauerei oder der Jameson Destillery kann ich nur empfehlen. Die Landschaft Connemaras, die Städte Clifden und Galway, die Cliffs of Moher und die Basaltlandschaft „The Burren“ gehören auf jeden Reiseplan. Wem man keinesfalls entgehen wird, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, das sind die zahllosen Schafe, die sich auf Irlands Straßen tummeln und die das Bild des Landes auf ihre Art abrunden. Doch auch der Besuch eines traditionellen irischen Abends mit Musik und Tanz kann wirklich Spaß machen.
 
7. Teilst du uns deine irische Lieblingssage mit?
Ein Teil davon wird ja schon im Laufe meines Romans aufgegriffen, doch wie alle Länder verfügt Irland über weitaus mehr Sagen, als die  Geschichten der alten Kelten. Ich will daher ein Wort verlieren über eine Sage, die das christliche Irland geprägt hat.
Viele werden wissen, dass der heilige Patrick der Landespatron Irlands ist. Ihm sagt man nach, dass er mit seinem Bischofsstab und den Worten einer einzigen Predigt alle Schlangen aus dem Land vertrieben habe. Tatsächlich soll es seither in Irland keine natürlichen Giftschlangenvorkommen geben.
Symbolisch jedoch steht diese Geschichte eigentlich für das, was den heiligen Patrick bis heute überdauert hat: die Vertreibung dessen, was er für heidnisch und dämonisch gehalten haben wird. Irland ist und bleibt eine gelungene Symbiose der jahrhundertealten Überlieferungen der Vorfahren und einem bis heute deutlich sichtbaren und gegenwärtigen Christentum.


8. Könntest du dir vorstellen, so wie Aoife in ein anderes Zeitalter versetzt zu werden und dort zu leben?
Es wäre vermutlich eine große Herausforderung für  jemanden wie mich, der tagtäglich den Kontakt über Facebook hält und das Notebook als Arbeitsgerät nutzt. Doch ich denke, dass wir Menschen anpassungsfähiger sind, als wir selbst glauben. Wenn wir unser Leben weniger hinterfragen und uns einfach mit den Gegebenheiten zufrieden geben, dann könnte vermutlich auch ein solcher Zeitensprung gelingen.
Trotzdem möchte ich Aoife nur in meiner Fantasie begleiten und bin froh, im Hier und Jetzt zu leben. Ich glaube auch, dass Aoife vor allem ihre emotionale Freiheit den Umgang mit all dem Neuen erleichtert hat. Wenn man Menschen zurücklässt, die man liebt, dann stürzt man sich nicht leichten Herzens in etwas Unbekanntes.


9. Dein aktuelles Projekt ist "das Feentuch", das in Schottland spielt. Verrätst du uns etwas darüber?
Auch hier stütze ich mich auf eine alte Familiengeschichte, die sich um ein sagenumwobenes Tuch als Geschenk einer Fee rankt. Alles andere aber ist frei erfunden und natürlich bin ich selbst dem Laird der McLeods nie begegnet. Das Tuch jedoch, das den Kern meiner Geschichte bildet und ihre Ereignisse bestimmt, sah ich selbst in einem schottischen Schloss an der Wand hängen. Der Roman ist seit einigen Tagen fertiggestellt und wartet nun noch auf meine abschließende Überarbeitung. Dann mache ich mich erneut auf Verlagssuche.


10. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?
Wie sollte es anders sein, handelt es sich um ein Buch, das ebenfalls in einem keltisch geprägten Land spielt. Ich lese gerade den Kriminalroman „Bretonische Verhältnisse“ von Jean-Luc Bannalec. Die Umgebung meiner Lektüre kenne ich von eigenen Besuchen sehr genau und bin mit den Gepflogenheiten der Schauplätze und Menschen vor Ort vertraut. Das ist auch beim Lesen sehr reizvoll.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr unter http://anjaollmert.jimdo.com/ oder auf ihrer Facebookseite http://www.facebook.com/anja.ollmert.1

Vielen Dank, liebe Anja, dass du meine Fragen so ausführlich beantwortet hast. Ich wünsche dir ganz viel Glück bei der Verlagssuche und bin gespannt auf deinen neuen Roman!



Mittwoch, 27. Juni 2012

Rezension zu "The Hunter Medinas Fluch" E-Book von Katja Piel

Titel: The Hunter Medinas Flucch
Autorin: Katja Piel
Seiten: ca 43 Seiten
E-Book: kindle Edition 




Inhalt:

Das ebook wurde einem ausführlichen Lektorat und Korrektorat im Juni 2012 unterzogen.

Medina Thompson ist 8 Jahre alt, als sie alles verliert. Von einer Pflegefamilie zur nächsten abgeschoben, wird aus ihr ein von Gewalt gezeichneter junger Mensch.

Zwölf Jahre nach dem brutalen Mord an ihrer geliebten Grandma und ihrem Bruder Ross holt sie die Vergangenheit ein und damit beginnt ihr Schicksal.

Medinas Fluch ist der Auftakt einer neuen eBook Mystery-Thriller Serie und erscheint jeden Monat. Weitere Bücher aus der Reihe:

Sie ist sexy

Sie ist tough

… und sie jagt paranormale Wesen

Bereits aus der 1. Staffel erschienene Folgen:

THE Hunter - Medinas Fluch (1)
THE Hunter - Medina und die tanzenden Vampire (2)
THE Hunter - Dämonenblut (3)
THE Hunter - Blind Date mit dem Tod (4)
THE Hunter - Der Teufel schreibt E-Mails (5)

Coming Soon:

THE Hunter - Hexensabbat (6)
Mehr Infos: www.facebook.com/1thehunter

Über die Autorin:

Sonntag, 24. Juni 2012

Autoreninterview mit Susanne Gerdom

Nachdem ich das neue Buch "Last days on earth"  von Susanne Gerdom rezensieren durfte, habe ich sie um ein Interview gebeten, was sie mir gern gewährt hat. Hier meine Fragen:

 1. Wieso hast du "Last days on earth" unter dem Pseudonym Julian Frost geschrieben? Unter Frances G. Hill soll im Juli "Drachenhaut" erscheinen. Wieso benutzt du 3 verschiedene 
  Namen?

Eigentlich schreibe ich immer unter meinem Namen – das bin ich, damit fühle ich mich wohl. Dass nachher auf dem Cover ein Pseudonym erscheint, ist immer eine Verlagsentscheidung, nicht die meine. Und das hängt mit der „Verlagspolitik“ zusammen. Hier bei „Last Days“ war es der Umstand, dass dieses Buch keine „epische Fantasy“ ist, sondern eher Urban Fantasy, noch dazu ein Thriller/Krimi. Das Pseudonym sollte dafür sorgen, dass „meine“ LeserInnen nicht irritiert werden.


2. Wie kamst du auf die Idee, einen Weltuntergangs- Fantasy-Thriller zu schreiben?

Durch den Programmleiter von Piper – er hat sich sowas gewünscht. :-) Es hat sehr viel Spaß gemacht und mich in dem Entschluss bestärkt, der klassischen epischen Fantasy für eine Weile den Rücken zu kehren.

3. Wie gingst du hier bei den Recherchen vor? 

Ich habe mich intensiv mit der Kalenderrechnung beschäftigt – vor allem der der Maya. War spannend! Die Schrift der Maya ist wunderschön, wenn ich viel Zeit hätte, würde ich versuchen, sie zu lernen.

4. Was hast du mit Karla gemeinsam?

Keine Ahnung. Das müsstest du jemanden aus meiner Umgebung fragen. Ich stecke aber in allen meinen Figuren (somit wäre die Frage erlaubt, was ich mit Brad gemeinsam habe … *g*)


5. Glaubst du an diese Weltuntergangs-Prophezeiungen um  2012?

Um Himmels Willen! Ich bin doch nicht gaga. Ich schreibe Fantasy, aber das heißt nicht, dass ich jeden Blödsinn glauben muss. (Im Übrigen: Noch nicht mal die Maya glauben an den Quatsch. Die wissen nämlich, dass nichts weiter passiert als das Ende einer langen Zählung. Was nichts weiter heißt, als dass die nächste lange Zählung anfängt.)

6. Welche Schauspielerin könntest du dir bei einer Verfilmung  deines Fantasy-Thrillers in der 
    Rolle von Karla vorstellen?

Darüber hab ich überhaupt noch nicht nachgedacht. Manchmal kann ich meine Figuren „besetzen“ … aber hier? Hm. Wahrscheinlich so jemand wie Veronika Bayer oder Barbara Nüsse. Eine starke Frau mit einer guten Stimme. :-)

7. Kannst du uns über ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei  einer Lesung berichten?  
    Alternativ ein lustiges/skurriles  Erlebnis mit einem Fan?

Gib mir ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung und ich werde NIE wieder eine Lesung machen. Ich hab Lampenfieber. :-)
Lustig? Hm. Ich habe viele unglaublich nette, interessante, freundliche LeserInnenkontakte – aber skurril war da bisher noch nichts.

8. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne treffen und  welche Fragen würdest du ihm/ihr
     stellen?

Wozu? Wenn ich Terry Pratchett mal treffen würde, wäre ich wahrscheinlich viel zu beeindruckt, um auch noch Fragen zu stellen. Ich würde mir ein Autogramm geben lassen. Und ansonsten: ich treffe andauernd KollegInnen – virtuell und in Wirklichkeit.

9. "Drachenhaut" soll ja im Juli erscheinen. Verrätst du uns  etwas darüber?

Es war eine schöne Produktion – wie immer bei ArsEdition – es hat wieder ein sagenhaft schönes Cover und ich erinnere mich nicht genau an den Inhalt. Ist schon so lange her. ;-) Aber im August läuft bei Leserunden.de die Leserunde dazu (mal wieder schön voll und turbulent, denke ich). Da werde ich es wohl besser vorher noch mal lesen.
Drachenhaut spielt im „Orient“, ich habe dafür ein bisschen von persische Märchen und Mythen beeinflussen lassen.

10. Welches Buch liest du denn gerade?

Ein paar Bücher übers Schreiben, weil ich jetzt vermehrt Coaching mache, da schadet es nicht, die Theorie auch noch mal aufzufrischen, den Umbruch für das nächste Ueberreuter-Buch (Æthermagie, das erscheint im Herbst) und dann liegt da ein Riesenstapel von angefangenen Romanen. Ich bin sehr ungeduldig beim Lesen, es ist selten, dass ich ein Buch durchstehe. Das letzte war „Löcher“ von Louis Sachar (tolles Buch!) und „Corvidæ“ von Simone Keil – eine liebe Kollegin, die sehr dichte, atmosphärische Phantastik schreibt. Das Buch kann ich übrigens sehr empfehlen!


Vielen Dank, liebe Susanne, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast.


Ich danke dir!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Rezension zu "Aoife" von Anja Ollmert

     
        Titel: Aoife
        Autorin: Anja Ollmert
        Seitenzahl: 207 Seiten
        Isbn Nr. 978-3862549856
        Verlag: www.aavaa-verlag.de

Kurzbeschreibung: 
Aoife, eine junge Irin, steht als Mitbegründerin einer Werbeagentur mit beiden Beinen fest im Leben. Ihr Interesse gilt den Geschichten der Tuatha de Daanan und anderen Sagen und Mythen der alten Kelten. Ein von der Großmutter geerbtes Buch fesselt sie besonders. In der Samhainnacht wird sie bei der Lektüre auf unerklärliche Weise in die Geschehnisse des Buches gesogen. Sie trifft dort am Samhainfeuer auf Cúchulainn, den bewundernswerten Helden der keltischen Mythologie.

Über die Autorin:

Anja Ollmert, geb. 1966 schreibt seit einigen Jahren überwiegend Kurzgeschichten, Prosagedichte und spirituelle Texte. Sie lebt mit ihrem Mann im Herzen des Ruhrgebietes und hat drei erwachsene Kinder. Die Autorin arbeitet ehrenamtlich als geistliche Leiterin des katholischen Frauenverbandes kfd und ist Leiterin eines Kinderchores. In ihrem vorliegenden Debütroman Aoife verknüpft sie das persönliche Interesse an keltischer Mythologie und christlicher Tradition zu einer Fantasyromanze. Den Schauplatz ihres Buches hat sie mehrfach selbst bereist. Mehr über die Autorin und eine Leseprobe zu einem neuen Roman, der fast fertig ist, findet ihr hier:http://anjaollmert.jimdo.com/


Eigene Meinung:

Aoife, eine junge, schöne Irin, die zusammen mit ihrer Freundin Cathy eine Werbeagentur in Ennis führt,   liest in der Samhainnacht ein altertümliches Buch über keltische Sagen und Mythen. Das Buch hat sie von ihrer Großmutter geerbt. Aoifes Verlobter Daniel ist im Falklandkrieg gefallen. Sie lebt alleine in einem kleinen Haus in Doolin und genießt es, in einem Ohrensessel am warmen Kaminfeuer zu schmöckern.

Das Buch das sie liest, handelt von Cúchulainn (gesprochen Kulinn), dem irischen Helden. Aoife kann nicht aufhören zu lesen, da die Geschichte um Cúchulainn so spannend ist. Als ihr schwindelig wird und ihr die Augen kurz zufallen, schiebt sie das auf ihre Müdigkeit. Als sie die Augen wieder öffnet,  bemerkt sie jedoch, dass sie nicht mehr in ihrem Häuschen ist, sondern an einem Lagerfeuer.  Neben ihr liegt ein fremder Mann, der ebenfalls kurz die Augen geschlossen hatte und als er sie öffnete, sehr darüber verwundert ist, dass eine schöne Unbekannte an seinem Feuer liegt. Es ist Cúchulainn, der die Samhainnacht alleine außerhalb des Trubels am Hofe verbringen wollte. Er nimmt Aoife mit an den Hof, wo sie nicht nur Bewunderer hat.
In einem weiteren Handlungsstrang sucht Aoifes Freundin Cathy nach ihr. Als sie das Buch entdeckt, ist auch sie gefesselt von der spannenden Heldengeschichte. 

Anja Ollmert gelingt es mit dieser Zeitreise-Liebesgeschichte um Aoife und den irischen Helden Cúchulainn die keltische Mythen- und Sagenwelt mit den Anfängen der christlichen Religion in Irland zu verbinden.

Ihre Hauptperson Aoife ist eine sympathische, schöne, rothaarige Irin, die sich in den Helden Cúchulainn verliebt und durch ihre Reise in das Sagenbuch mit den Gepflogenheiten und Lebensgewohnheiten am Hofe zu dieser Zeit auseinandersetzen muss. Die Autorin schreibt in einer sehr schönen, etwas altertümlichen Sprache, wie wir sie von Sagen her kennen. Das passt sehr gut zu der Geschichte. Aoife hingegen drückt sich für diese Zeit sehr modern aus und muss ihre Sprache und ihr oft unzeitgemäßes Handeln erklären.

Mir hat dieser spannende Ausflug nach Irland in die keltische Sagen- und Mythenwelt zusammen mit Aoife und Cúchulainn sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne (von 5). Ich bin gespannt, wie das Abenteuer der beiden weitergeht.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Rezension zu Mimis Krimis Nr. 2 von Andrea Tillmanns

Titel: Mimis Krimis Nr. 2
Autorin: Andrea Tillmanns
 Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 298 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 47 Seiten 
Verlag: Satzweiss (29. März 2012) 
ASIN: B007T8YCX2

Kurzbeschreibung:

Mimi, die eigentlich Mechthild heißt, betreibt einen reinen Krimibuchladen in Aachen. In ihrer Mitarbeiterin Roswitha hat sie eine Seelenverwandte gefunden, wenn es um die Lösung von Kriminalfällen geht. So bleibt es nicht aus, dass beide auch im Alltag zu „Kriminalkommissarinnen“ werden…

Mimi und die tote Katze: Kater Mohrle, die Katze einer guten Kundin des Aachener Krimibuchladens, verstirbt von heute auf morgen. Doch Mimi vermutet mehr dahinter. Denn der Tod des Katers war nur der Anfang.

Mimi und der Sängerwettstreit: Mimi wird zu einem Gesangsabend eingeladen. Da weckt ein Pärchen, das so überhaupt nicht in diese Veranstaltung passt, ihre Neugierde. Instinktiv folgt sie der jungen Dame. Von ihr erfährt sie, dass sie an besagtem Abend eigentlich auf einen anderen Mann gewartet hatte, von dem sie nur wusste, dass er Peter Müller heißt. Mimi macht sich auf die Suche, wird fündig und stößt auf eine unglaubliche Geschichte.



Eigene Meinung 

Auch mit diesen beiden Kurzkrimis gelingt es Andrea Tillmanns, uns  mit ihren beiden älteren Damen  Mimi und Roswitha blendend zu unterhalten. Für die Bewohner in und um Aachen sind die Geschichten natürlich noch interessanter, da die Ermittlerinnen uns an viele Orte in und um Aachen führen.

Ich vergebe für diese Cosy- oder Häkelkrimis rund um Mimi, Roswitha und ihre Buchhandlung 5/5 Sterne.

Rezension zu "Mimis Krimis 3" von Andrea Tillmanns

Titel: Mimis Krimis Nr. 3
Autorin: Andrea Tillmanns 
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 297 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 47 Seiten 
Verlag: Satzweiss (29. März 2012) 
ASIN: B007T8YD5O

Kurzbeschreibung
Mimi, die eigentlich Mechthild heißt, betreibt einen reinen Krimibuchladen in Aachen. In ihrer Mitarbeiterin Roswitha hat sie eine Seelenverwandte gefunden, wenn es um die Lösung von Kriminalfällen geht. So bleibt es nicht aus, dass beide auch im Alltag zu „Kriminalkommissarinnen“ werden…

Mimi und die fehlenden Spuren:
Mimis Kundin Else berichtet von einem netten Türbesuch zweier junger Mädchen, die angeblich für „Ärzte ohne Grenzen“ sammelten. Was Mimi spanisch vorkommt, dass eine der beiden hochschwanger nach einem Glas Wasser verlangt. Wollten die beiden etwa mit einem alten Gaunertrick in Elses Wohnung gelangen? Mimi geht der Sache nach und gerät gegenüber der Polizei selbst in Verdacht, einen Diebstahl begangen zu haben.

Mimi und der Hund im Wald:
 Eine Kundin lädt Mimi zu einem Waldspaziergang ein. Das kuriose daran, der Spaziergang sollte zu später Stunde in der Dunkelheit stattfinden. Dort läuft ihnen ein kleiner Hund über den Weg. Der hat in seinem Halsband einen Hilferuf. Sein Herrchen wird offenbar gefangen gehalten. Ein Fall für Mimi…


Eigene Meinung: 

Auch diese beiden Geschichten rund um die Krimibuchhandlung von Mimi, die sie zusammen mit Roswitha betreibt, haben mir sehr gut gefallen. Sie sind gut geschrieben, spannend und schnell zu lesen.
Für die Bewohner in und um Aachen sind diese kriminellen Kurzgeschichten natürlich noch interessanter, da die Ermittlerinnen uns an viele Orte in und um Aachen führen.

Ich vergebe für diese Cosy- oder Häkelkrimis rund um Mimi, Roswitha und ihre Buchhandlung 5/5 Sterne.

Rezension zu "Mimis Krimis 1 " von Andrea Tillmanns

Titel: Mimis Krimis 1
Autorin: Andrea Tillmanns 
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 766 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 46 Seiten 
Verlag: Satzweiss (25. Februar 2012) 
ASIN: B007FC8C1U

Kurzbeschreibung: 
Mimi, die eigentlich Mechthild heißt, betreibt einen reinen Krimibuchladen in Aachen. In ihrer Mitarbeiterin Roswitha hat sie eine Seelenverwandte gefunden, wenn es um die Lösung von Kriminalfällen geht. So bleibt es nicht aus, dass beide auch im Alltag zu „Kriminalkommissarinnen“ werden…
Mimi und das gestohlene Foto: Mimi wird zu einer Fotoausstellung eingeladen. Noch in der selben Nacht wird eingebrochen und eins der Fotos gestohlen. Mimi findet heraus, dass es etwas mit einem Mann zu tun haben könnte, der per Zufall mit auf das Foto geraten ist.

Mimi und das chinesische Rätsel: Roswitha hat einen Mann kennengelernt, den sie unbedingt wieder sehen will. Die einzige Information, die sie hat, ist, dass er öfters in ein Chinarestaurant essen geht. Ihr gelingt es Mimi zu überreden noch am gleichen Abend dort einzukehren. Anstelle von Georg treffen sie auf manipulierte Speisen…

Eigene Meinung: 
Mimi und ihre Freundin und Mitarbeiterin Roswitha sind zwei urige ältere Damen, die Krimis über alles lieben, und eine Krimibuchhandlung in Aachen betreiben, in der sie die Krimis nach Rate-Schwierigkeitsgrad farblich sortieren. Mimi und Roswitha, die viele Verwandte und Bekannte hat, die in Aachen und Umgebung leben, habe ich lieb gewonnen.
Mimi erinnert mich an Miss Marple. Andrea Tillmanns ist mit diesen beiden liebenswerten Hauptfiguren und der Buchhandlung, bei der ich gerne meine Krimis einkaufen würde, großartige unblutige Krimikost gelungen! Für die Bewohner in und um Aachen sind diese kriminellen Kurzgeschichten natürlich noch interessanter, da die Ermittlerinnen uns an viele Orte in und um Aachen führen.

Ich vergebe für diese Cosy- oder Häkelkrimis rund um Mimi, Roswitha und ihre Buchhandlung 5/5 Sterne.

Montag, 18. Juni 2012

Mein Autoreninterview mit der deutschen "Thriller-Queen" Petra Hammesfahr für den Krimikiosk

Foto © Petra Hammesfahr

Ich habe mich total gefreut, für den Krimikiosk die deutsche "Thriller-Queen" interviewen zu dürfen. Hier mein Interview:
Hat man als Bestseller-Autorin noch Zeit für Hobbys? Was liest eine Krimi-Autorin selbst gerne? Unsere Rezensentin Biggi Friedrichs hat diese und andere Fragen der deutschen "Thriller-Queen" Petra Hammesfahr gestellt und die Autorin war so freundlich, ihr darauf zu antworten. Aber lesen Sie selbst:

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich habe schon mit vier Jahren Geschichten erzählt, wollte mit fünf unbedingt "Schreiber" werden, den Ausdruck Schriftsteller oder Autor kannte ich damals noch nicht.
Nach dem ersten Schultag war ich bitter enttäuscht, weil ich nicht sofort schreiben gelernt hatte. Mit siebzehn habe ich dann den ersten Roman in Angriff genommen. "Der Engel mit den schwarzen Flügeln."
Ihre erste Kurzgeschichte wurde im Playboy veröffentlicht. Wie kam es dazu?
1989 hatte ich sieben fertige Romane, zwei halbe, zwei Kurzgeschichten und 159 Absagen - deshalb konnte ich die beiden halben nicht zu Ende bringen. Ich wusste einfach nicht, welchem Verlag ich die noch anbieten sollte. Es handelte sich um "Das Geheimnis der Puppe" und "Der stille Herrn Genardy".
Eine der beiden Kurzgeschichten brachte ich in einem kleinen Anthologie unter. Nachdem sie erschienen war, empfahl mir jemand, diese Geschichte an ein Männermagazin zu schicken. Zitat: "Die drucken so was gerne nach."
Das einzige Männermagazin, das ich kannte, war der "Playboy." Dort hatte man es sich jedoch zur Aufgabe gemacht - Zitat: "von deutschen Autoren nur unveröffentlichte Texte zu drucken." Nun, ich hatte ja noch eine zweite Kurzgeschichte. Die wurde genommen, und das war der Fuß, der mir die Tür aufgetreten hat.
Wie dürfen wir uns den Alltag einer erfolgreichen Autorin vorstellen?
Täglich von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr am Schreibtisch. Früher habe ich schon um 8:00 begonnen, hatte dann aber nachmittags einen Tiefpunkt. Mit der neuen Zeiteinteilung klappt es besser. Die restliche Zeit ist privat.

Wie sieht Ihre Recherchearbeit aus? Bekommen Sie Unterstützung von Gerichtsmedizinern, 
Kriminalkommissaren, etc. oder ist das eher schwierig?
Ich brauche nicht mehr großartig zu recherchieren. Das nötige Wissen habe ich mir schon vor Jahren angeeignet und halte mich durch Fachliteratur auf dem neusten Stand. 
Darüber hinaus sind mir die Schicksale der Opfer entschieden wichtiger als Ermittlungsarbeit. Und für die Opfer brauche ich nur meine Phantasie.
Ihre Geschichten spielen alle in kleinen Orten. Hat es einen Grund, dass keine Geschichte in der
Großstadt spielt?
 Ich bin in kleinen Orten aufgewachsen und finde das Miteinander in einem Dorf oder einer Kleinstadt viel ergiebiger für solche Geschichten, wie ich sie schreibe. Das Leben in einer Großstadt ist anonymer, entsprechend sind die Verbrechen. Es passiert zu viel, als dass sich jemand lange darüber aufregt.
Sie haben bereits einige Drehbücher geschrieben, einige Bücher von Ihnen wurden bereits
verfilmt. Dürfen wir in nächster Zeit wieder etwas von Ihnen im Fernsehen erwarten?
Ich glaube nicht. Bei den Produzenten bin ich nicht sehr beliebt, weil ich zu viel kritisiere. Aber ich finde nun mal, wer einen 400 Seiten Stoff in 90 Minuten quetschen will, sollte sich aufs Weglassen beschränken und nicht noch irgendwelchen Blödsinn dazu erfinden, dem dann noch mehr Romanstoff zum Opfer fällt.
Haben Sie während der Entstehungsphase eines Romans Zeit für andere Dinge, z. B. für ein Hobby 
oder bleibt dann dafür keine Zeit?
Schreiben ist mein Hobby und lesen natürlich, aber da bin ich auch sehr kritisch. Ich habe eben noch zwei große Bücherstapel in der Nachbarschaft verschenkt, bei den meisten steckte das Lesezeichen seit Jahren zweiten den Seiten 20 und 50.
Welchen Autoren/in würden Sie gerne mal treffen, und was würden Sie sie/ihn fragen?
Karl May. Ich würde ihn fragen, ob er bei Winnetous Tod auch so geweint hat wie ich zum Beispiel bei "Merkels Tochter" oder dem "Puppengräber".


Gab es mal es ein "besonderes" skurriles / witziges / aufregendes / Erlebnis während einer Ihrer Lesungen?
 Es gab mal einen "Zwischenfall", eine Dame verließ die Buchhandlung mit dem Hinweis: "Ich kaufe mir doch kein Buch, bei dem ich mitdenken muss."



Was liest eine erfolgreiche Krimischriftstellerin gerne?
Thriller, zuletzt "Blackout", das Buch habe ich verschlungen. Für mich müssen Handlung und Charaktere glaubwürdig sein, selbst wenn es sich um Mysterie handelt.



Einen Roman in welchem Genre dürfen wir von Ihnen niemals erwarten und warum?
Einen Liebesroman ohne Leichen. Das wäre mir einfach zu langweilig.




Verraten Sie uns etwas über Ihr neuestes Projekt?
Geht nicht, weil ich nicht weiß, wie lange es mein "neuestes Projekt" bleibt. Manchmal tut sich nach 200 oder 300 Seiten ein Loch auf, dann muss ich warten, wie aus den Untiefen die restlichen Seiten wachsen. Bis dahin beschäftige ich mich mit einem anderen "neuen Projekt". Ich habe genug davon im Hinterkopf oder in der Datei "neue Ideen".


Vielen Dank an Petra Hammesfahr für diese interessanten und ehrlichen Antworten, die einen kleinen Einblick in das Leben der Bestseller-Autorin geben durften.

Rezension zu "Sternensturm" von Kim Winter, Thienemann Verlag

Titel: Sternensturm
Autorin: Kim Winter
Seitenzahl: 567
Isbn Nr. 978-3-522-603099
Verlag:http://www.planet-girl-verlag.de/

Bestellen könnt ihr das Buch hier:  http://cms.thienemann.de/index.php?option=com_thienemann&section=1&av=5&Itemid=136&id=0&type=&view=buch&titleid=50309

Klappentext:
Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia tatsächlich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.

Über die Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als "Schreibsucht" bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übriggens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. "Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht". Den Anfang der Liebesgeschichte von Iason und Mia erzählt Kim Winter in ihrem Erfolgstitel "Sternenschimmer".

Eigene Meinung:

Da es eine mysteriöse Entführungswelle auf der Erde gibt, die wie es sich herausstellt, wohl Loduunische Züge trägt, reisen weitere Wächter auf die Erde. Der Anführer Skyto findet, dass die Loduunischen Kinder, die auf der Erde Zuflucht gefunden haben, verweichlicht sind und ist nicht begeistert über die Liebe von Iason zu Mia. Auch der finstere Wächter Elai steht Mia kritisch gegenüber. Als Mias Freundin entführt wird, stellt sie fest, dass die Stimme in ihrem Kopf wohl mehr mit ihr vor hat. Und Zweifel beschleichen Mia und auch Iason. Skyto ist auch gar nicht begeistert von Iason und dessen Entscheidung, mit Mia auf der Erde zu bleiben. Iason muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Diese außerirdische Liebesgeschichte, in der Iason und Mia die Hauptrollen spielen, ist einfach und sehr bildhaft beschrieben. Mia erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive. Ab und an erhalten wir auch einen Einblick auf die Geschehnisse über Iasons Blickwinkel.
Da ich leider den 1. Band "Sternenschimmer" nicht gelesen hatte, war es anfangs sehr schwierig für mich, einen Zugang zu der Welt von Mia und Iason zu finden.

Die Geschichte spielt in der Zukunft, die Irdenen reisen mit Raumschiffen und über der Stadt gibt es eine Kuppel, die geschlossen werden kann. Die Kinder aus Loduun haben während des Krieges auf ihrem Heimatplaneten einen Platz auf der Erde gefunden. Im Laufe des Romans erfahren wir allerdings, dass die Loduuner nicht unbedingt gern gesehene Gäste auf der Erde sind 

Mia und Iason sind sehr gut charakterisiert. Wir erfahren sehr viel über die Gefühlswelt von Mia, wie hin- und hergerissen sie Iason gegenüber ist. Die Autorin beschreibt die Emotionen und Zweifel von Mia sehr einfühlsam und detailiert.
 Als die mehr Wächter auf die Erde kommen und Skyto, ihr Anführer Mia und Iason mistraut, beginnt für Iason und Mia eine schwere Zeit, ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

 Die Spannung in der Geschichte steigert sich, wir erleben einige richtig spannende Actionszenen, einige unvorhersehbare Wendungen  und irgendwann ist gar nicht mehr klar, wer eigentlich auf Mias Seite steht, bis zum actionreichen Showdown.

Gegen Ende werden alle Fragen, die beim Leser noch offen sind, geklärt.

Der Autorin gelingt es, eine romantische, spannende Geschichte mit einigen spannenden Wendungen und guten Actionszenen, in deren Mittelpunkt die tragische Liebe zwischen dem Ausserirdischen Iason und der Irdin Mia steht, zu erschaffen.

Ich vergebe für die Science Fiction Romance, die für Jugendliche und junge Erwachsene gleichermaßen geeignet ist,  4 Sterne (von 5 möglichen)  und empfehle jedem Leser, den 1. Teil unbedingt vorher zu lesen.
Vielen Dank an   http://www.bloggdeinbuch.de/ für das Rezensionsexemplar!

Gast-Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Mitternachtszirkus" von Darren Shan

Titel:  Der Mitternachtszirkus 
Seitenzahl: 288 Seiten
Isbn Nr. 978-3426624319
Verlag: Droemer Knaur


**WIE ICH ZU DIESEM BUCH GEKOMMEN BIN***

Diesen Roman habe ich zufälligerweise auf einer Bücher(tausch)seite bei Facebook entdeckt und dort auch gebraucht gekauft. Das Kuriose an der Sache ist: Ich habe es verwechselt Gesucht hatte ich eigentlich NACHTZIRKUS von Erin Morgenstern, bin aber heilfroh, bei dieser tollen Jugend-Serie gelandet zu sein


***BUCHCOVER***

Es gibt mehrere Ausfertigungen dieses Buches. Mein Exemplar ist hauptsächlich in dunkel und neongrün gehalten. In der oberen Hälfte ist eine „Cartoon“-Zeichnung vom Dach eines Kinderkarussells zu sehen. Auf der Spitze steigt gerade ein Zirkuspferd auf die Hinterbeine.
Der untere Teil des Titelbildes ist komplett in schwarz gehalten und es sind dort in hellen Großbuchstaben der Name des Autors (in dicker Comicschrift) und darunter in gebräuchlichem Arial der Titel des Buches zu finden.
Auf den ersten Blick weiß der interessierte Käufer sofort, dass es sich hierbei um ein Jugend- bzw. zumindest um ein Kinderbuch handeln muss.
Kaufanreiz = Ja


***INFOS***

DER MITTERNACHTSZIRKUS ist der erste Band einer Jugendreihe (über das Leben von DARREN SHAN). Die Serie wurde 2006 vom Schriftsteller nach 12 Folgen leider eingestellt. Die Verfilmung des literarischen Stoffes ist jetzt tatsächlich am 23.06.12 um 20:15 Uhr auf RTL zu sehen. Diese werde ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn da schon die Inhalte ab Folge 2 verarbeitet wurden und ich bislang nur diesen ersten Teil gelesen habe.

Der Autor (Darren O’Shaughnessy) schrieb hauptsächlich unter seinem Pseudonym DARREN SHAN, der auch die Hauptfigur in diesen Roman ist. Seit 2010 arbeitet er an einer neuen Bücherreihe, die bislang 4 Bände umfasst, aber zur Zeit leider nur in Englisch erhältlich ist. Der neue Protagonist heißt dieses Mal nicht Darren Shan sondern Larten Crepsley.
Der Mitternachtszirkus ist als Vampirgeschichte beim Knaur Verlag als Taschenbuch erschienen. Auf meinem Bücherstapel liegen bereits Teil 2 und 3 zum Lesen für mich bereit
Das Werk umfasst 288 Seiten und ist anscheinend vergriffen, kann allerdings gebraucht (ab 1,39 EUR) bei amazon.de erstanden werden.
Vom Hersteller wurde eine Leseempfehlung für das Alter 12 – 15 Jahre herausgegeben, aber ich kann als 37jährige sagen, dass auch Erwachsene  ihre Freude an diesem Buch haben werden.


***INHALT/KLAPPENTEXT***

Klappentext:
„Warte, bis es dunkel wird… Darren Shan lebt ein ganz normales Teenagerleben – nett, aber irgendwie langweilig. Das ändert sich schlagartig, als der geheimnisvolle Mitternachtszirkus in die Stadt kommt. Heimlich schleicht sich Darren in die nächtliche Vorstellung und entdeckt eine Welt, die er nie für möglich gehalten hätte!“

Meine eigenen Worte:
Dieses Jugendbuch fängt eigentlich an wie immer: Ein Junge geht zur Schule und spielt dort in der Pause Fussball mit seinen drei besten Freunden. Alles verläuft in ruhigen Bahnen bis eines Tages ein Zirkus in die Stadt kommt. Das besondere hieran ist, dass dieser lediglich Nachtvorstellungen zu bieten hat und das natürlich auch nur für Erwachsene. Woher die Jungs das wissen? Ganz einfach: Es wird ein Flyer gefunden und die Burschen sind restlos begeistert von der Aussicht, mal was anderes in dieser Einöde zu erleben. Probleme bereiten ihnen jedoch die finanziellen Mittel und natürlich das Alter. Schnell wird das Geld aus Sparbüchsen und den elterlichen Geheimverstecken zusammengeklaubt. Allerdings reichen die Scheine und Münzen nur für den Kauf von 2 Karten. Es muss somit ausgelost werden, wer von den vieren in den Zirkus  gehen darf. Gesagt, getan – bei der Ermittlung der beiden Zirkusbesucher wird schon deutlich, dass Darren ein besonderes Talent in sich birgt. Er und Steve machen sich nun gespannt und neugierig auf den Weg zum Einlass, der ihnen trotz ihres Teenie-Alters auch gewährt wird. Hier werden alle möglichen Kuriositäten dargeboten. Darren ist wie hypnotisiert von einer dressierten Vogelspinne, die er UNBEDINGT haben möchte. Während der Vorstellung macht aber Steve eine Entdeckung, die das Leben der Jungs auf den Kopf stellen wird und am Ende des Buches ist nichts mehr, wie es war…

In einer herrlichen, einfachen und unkomplizierten ICH-Schreibweise entführt Darren Shan den jugendlichen, aber auch gerne erwachsenen Leser in die Welt des Zirkus. Detailverliebt wird beschrieben, wie Darrens Objekt der Begierde, die besagte Spinne u.a., mit allen 8 Beinen/Armen mit Besteck isst und anscheinend nur durch die Willenskraft und die Flöte des Dompteurs gelenkt wird. Darren weiss ganz genau, dass es ein ungemeiner Fehler von ihm ist, dieses Tier (zusammen mit dem Musikinstrument) zu stehlen, aber er kann nicht anders…

Das Unheil nimmt seinen Lauf…

***MEINE MEINUNG***

Es handelt sich hierbei um einen flüssigen, leicht verständlichen und inspirierenden Jugend-Roman, den man am besten ins Genre FANTASY stecken kann. Der Autor arbeitet sehr viel mit wörtlicher Rede und schreibt in kurzen Sätzen. Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus Sicht der Hauptperson, Darren Shan.

Mich hat diese Story dermaßen begeistert, dass ich gerne das Wort „Pageturner“ in den Mund nehmen möchte. Schnell habe ich dieses Buch durchgelesen und anhand der Seitenzahl würde ich auch sagen, dass es für Schüler eine angenehme Lektüre darstellt, auch vor dem Hintergrund des zur Zeit herrschenden Vampir-Booms.

Der Protagonist wird sympathisch mit seinen kleinen Macken, die jeder auch an sich so oder in anderen Art und Weise kennen dürfte, vom Autor vorgestellt. Es wird mitgefiebert und gehofft, dass die Geschichte in welcher Form auch immer, gut für Darren ausgehen wird…


***FAZIT***

Ein Fantasy-Abenteuer, das Geschmack auf mehr macht, und ich bin schon sehr gespannt auf Band 2 der Reihe!
Ich vergebe natürlich hervorragende 5 von 5 Sternen und werde dieses umwerfende Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Vielen Dank, liebe Katja Kaddel Peters, für diese tolle, sehr ausführliche Rezension!

Sonntag, 17. Juni 2012

Rezension zu "Grimstein" von Mark Franley, Horror-Kurz-Roman, E-Book,

Titel: Grimstein
Autor: Mark Franley
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 264 KB

Seitenzahl: ca 150 Seiten
Verlag: epubli GmbH (9. März 2012)











Inhalt:
Er kommt als junger, engagierter Pfarrer und muss bald feststellen, dass es Dinge gibt, die seinen Glauben in den Grundfesten erschüttern. Als eines Nachts eine Unbekannte auftaucht und ihm erschütternde Geschehnisse zeigt, begreift er, etwas geht von seiner Kirche aus! Etwas, von dem er bald nicht mehr weiß, ob es Realität oder Wahn ist. Kann er der Verführung wiederstehen, oder folgt er dem Weg in die Dunkelheit? 
Anmerkung des Autors: das Buch „Grimstein“ wurde überarbeitet! Neben einigen Korrekturen wurde auch das Cover geändert. Viel Spaß beim Lesen! Mark Franley


Über den Autor:

Lange Zeit hatte Mark Franley (Jahrgang 1972) nichts mit dem Schreiben im Sinn, fühlte sich aber neben seiner beruflichen Tätigkeit immer zu kreativen Hobbys hingezogen. Bevor er damit begann, Bücher zu schreiben, stellte er Holzschmuck her und widmet sich bis heute der Ölmalerei, mit der er auch an einigen Vernissagen teilnahm.
Lange Zeit versuchte er die Bilder in seinen Gedanken als Gemälde umzusetzen und fand dann im geschriebenen Wort ein Ventil, diesen Gedanken Leben einzuhauchen.
In seinem Debütwerk „Der heilige Arkh“ gebraucht Mark Franley nun erstmals Worte, um seine Gedanken in Bilder zu fassen. Mehr über den Autor erfahrt ihr hier: http://www.mark-franley.de/.


Eigene Meinung:
Der junge Pfarrer Michael bekommt seine erste eigene Gemeinde, Grimstein. Er freut sich auf diese Aufgabe. Schnell merkt er, dass die Gemeindemitglieder zwar freundlich zu ihm sind, aber irgendetwas in seiner Gemeinde nicht stimmt. Er erfährt anfangs nicht sehr viel über seinen Vorgänger und die Kinder der Gemeindemitglieder werden in die Nachbargemeinde geschickt. Auch die Kirche birgt Geheimnisse, ein mysteriöses Bild befindet sich im Eingangsbereich und sie ist mit seltsamen Symbolen geschmückt. Michael beginnt nachzuforschen. Dann geschehen Dinge, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen.

Dieser spannende Kurzroman ist einfach und leicht an einem Stück zu lesen. Der Autor beschreibt sehr detailiert und bildhaft, so dass ich mir die Bewohner von Grimstein und die Kirche sehr gut vorstellen konnte.  Er erschafft einen atmosphärisch dichten, geheimnisvollen und spannenden Kurzroman, in dem der Pfarrer Michael die Hauptrolle spielt.

Michael ist eine sympathische Hauptfigur, deren Schattenseiten und Geheimnisse im Laufe der Geschichte an die Oberfläche kommen. Ich hätte gerne noch etwas mehr über Michael erfahren.

Der Autor schafft es in diesem spannenden Kurzroman, eine subtile Spannung aufzubauen.

Von mir bekommt dieser lesenswerte Gruselkurzroman 4/5 Sterne.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Rezension zu "Der kleine Trucker" von Michael Otto Stoll, Traumstunden Verlag

Der kleine Trucker


Der kleine Trucker
Autor: Michael Otto Stoll
ISBN-Nr. 978-3942514248
Seiten: 143 Seiten
Verlag: Traumstunden Verlag

Klappentext:
 
Ein Trucker und sein Hund - zwei Freunde auf ihrer Tour durch Europa. Alles scheint wie immer, doch diese Tour wird ihr Leben verändern. Und nicht nur ihres, denn die Zufallsbekanntschaft mit dem jungen Mann in Spanien bleibt auch für dessen Leben und das Leben seiner Familie nicht ohne Folgen.
Autor Michael Stoll weiß, wovon er erzählt. Verdient er doch sein Geld selbst im Führerstand eines LKW. Soviel zu den Fakten - aber wieviel vom Rest ist Fiktion?
Begleiten Sie einen Fahrer auf seiner Tour und durch einen Teil seines Lebens in dieser Geschichte voller Herz und Poesie.

Eigene Meinung:

Das Buch mit seinen 143 Seiten ist schnell gelesen. Für 143 Seiten finde ich den Preis mit 12,90 Euro viel zu hoch, Gute Taschenbücher mit 400 Seiten erhalte ich bereits für 8,90.
Ich hatte ganz andere Erwartungen an das Buch, da es mehr oder weniger auf Rasthöfen bei Treffen mit Freunden stattfindet, die sich auf den Trucker, der immer sein gleiches Lied trällert, und seinen Hund freuen.
Ich habe erwartet, hier von Abenteuern eines Truckers in fernen Ländern zu lesen, dessen Leben sich aufgrund einer Erfahrung komplett ändert. Die Story ist sehr vorhersehbar. Ich musste mich wundern, wie lange der Trucker gebraucht hat, bis er endlich gemerkt hat, wer der junge Mann, den er kennengelernt hat, ist. Dieser junge Mann hat dann zufällig auch noch einen LKW Führerschein und kann eine Tour retten.

Gelandet bin ich hier in einem Kitschroman. Die Personen besitzen keinen Tiefgang. Schade! Hat das Thema doch Potential. Ich frage mich, wo hier die Poesie geblieben ist?
Es tut mir leid, hier kann ich wirklich keine Leseempfehlung aussprechen und vergebe 1/5 Sterne.

Montag, 11. Juni 2012

Rezension zu "Wunden der Zeit auf dem Rücken des Nordwindes" von Regina Mengel, E-Book

Titel: Wunden der Zeit - Auf dem Rücken des Nordwindes
Autorin: Regina Mengel
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 442 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 234 Seiten 
Verlag: Satzweiss (25. August 2011) 
ASIN: B0079O5HQM







Inhalt:
Allmorgendlich erwacht Anna mit frischen Wunden, in Pompeji bedrohen die Römer die Gläubigen der Zwillingsgötter Apollon und Artemis und im Jahr 1968 kämpfen die Mitglieder eines Hexenzirkels um Toleranz unter den Studenten. Drei völlig verschiedene Welten? Und doch sind sie miteinander verknüpft. Gelingt es Anna das Rätsel zu lösen und ihr eigenes Leben zu  retten?

Über die Autorin:

Regina Mengel erblickte 1966 pausbackig und fröhlich das Licht der Welt. Nach einer stinknormalen Kindheit im regenreichen Wuppertal zog sie aus das Glück zu finden. Über diverse Stationen im Bergischen Land landete sie schließlich in Köln. Zum Glück sind die Kölner Fremden gegenüber aufgeschlossen. Allerdings verschwieg Regina Mengel ihre berufliche Vergangenheit in Düsseldorf und ihre jahrelangen Karnevalserfahrungen in der von Kölnern so geliebten Landeshauptstadt. So erschwindelte sie sich schließlich ein Dauervisum und nun bekommen die Kölner sie nicht wieder los.
Jahrelang verdiente Regina Mengel ihr tägliches Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Doch Geschichten begleiteten schon immer ihr Leben und sie träumte davon, sich diesem Hobby einmal gänzlich zu widmen. Endlich im Jahr 2010 konnte sie sich diesen Traum verwirklichen. Von da an konzentrierte sie sich - dank großzügigem Ehegattensponsoring - nur noch auf die Schriftstellerei.
Das Schreiben jedoch schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel. Darum nahm Regina Mengel zunächst einmal an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth teil. Daraus entstand ein Romankonzept, an dem sie nach Kursende weiter geschrieben hat. Das Ergebnis, ein Urban-Fantasy-Roman mit dem Titel "Wunden der Zeit - auf dem Rücken des Nordwinds", ist seit Mai 2011 als E-Book-Serial erhältlich.
Damit Regina Mengel das Schreiben im stillen Kämmerlein nicht gar zu einsam wurde, suchte sie sich einen Ausgleich, bei dem es ordentlich menscheln sollte. Eine ehrenamtliche Tätigkeit musste her. Seitdem gibt sie jugendlichen Flüchtlingen, die ohne Erziehungsberechtigte nach Deutschland gekommen sind, Nachhilfe in der Deutschen Sprache und hat natürlich auch ein offenes Ohr für deren Sorgen. Darüber hinaus wirkt sie sporadisch beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit.
Neben der Veröffentlichung ihres ersten Romans hat Regina Mengel einige ihrer Texte in Anthologien, Literaturzeitschriften oder als Hörbuch veröffentlicht. Weitere Informationen, Leseproben sowie Spannendes über ihre laufenden Projekte gibt es zu entdecken auf ihrer Homepage unter:
www.wortentbrannt.jimdo.com

Eigene Meinung:

Regina Mengel verwendet für dieses Urban-Fantasy-Abenteuer 3 Erzählstränge. Ihr Erzählstil ist flüssig, sie verwendet kurze Sätze und kurze Kapitel, was der Geschichte ein spannendes Tempo verleiht. Das Buch ist in 3 Teile geteilt. Das 1. Kapitel beginnt z. B. am 4.8.2010 nachts in Köln. Alle Kapitel sind dementsprechend gegliedert.
Im 1. Kapitel lernen wir Anna kennen. Sie ist 36, beruflich erfolgreich, wenn auch gestresst, nur mit Männern hat sie irgendwie kein Glück. Annas Mutter wird als eiskalt charakterisiert, ihr Vater ist früh gestorben.

Nachts hat Anna Alpträume, morgens erwacht sie mit Wunden, die sie sich nicht erklären kann. Anna beschließt, zum Arzt zu gehen. Der Psychater Dr. Michael Chlodwig, ist ein etwas schräger Vogel. Er ist sehr von sich eingenommen, in Annas Fall allerdings hilflos. Einzig eine Einweisung in eine Klinik erscheint ihm in Annas Fall ratsam. Was er dann allerdings erst einmal macht, ist mehr als schräg, aber lest selbst ..

Der 2. Erzählstrang handelt von Pompeji, 90 vor Christi Geburt. Hier geht es um eine Hohepriesterin, die den Göttern Appollon und Artemis dient. Die Römer wollen diese Glaubensgemeinschaft nicht dulden.

Der 3. Erzählstrang handelt von Annamarie, die 1968 in Köln studiert und sich einem Hexenbund angeschlossen hat.
Die 3 Erzählstränge werden ab dem 2. Teil der Geschichte gekonnt zusammengeführt. Der Schluß der Story konnte mich überzeugen. 

Anfangs kam ich etwas schwer in die Geschichte rein, ab dem 2. Teil wollte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, so spannend und temporeich wurde es. Die Autorin hat hier einen sehr interessanten Zeitreise-Roman geschaffen, mit vielen verschiedenen Figuren, insbesondere die Mitglieder des Hexenzirkels fand ich sehr interessant. Diesen Zeitreiseroman empfehle ich Lesern aller Altersgruppen und bewerte ihn mit 4/5 Sternen.

Sonntag, 10. Juni 2012

Gewinnspiel zum 6 monatigen Blockgeburtstag

Tja, die Zeit vergeht! Mein Blog besteht nun schon seit sechs Monaten. Wenn ich so zurückblicke, hat sich schon sehr viel getan. Aufgrund einer meiner Rezensionen hat mich Petra Weber vom Krimikiosk gefragt, ob ich gerne für den Krimikiosk rezensieren würde Das hat mich total gefreut und mittlerweile habe ich schon die 4. Rezension für den Krimikiosk geschrieben.

Da mir Autoreninterviews großen Spaß bereiten, haben sich netterweise einige Autoren bereit dazu erklärt, dass ich sie mit meinen Fragen löchern darf. Auf weitere Interviews dürft ihr gespannt sein, es stehen noch einige aus.

Nie erwartet hätte ich, dass ich direkte Anfragen von Autoren erhalte. Mittlerweile passiert das und das freut mich natürlich auch sehr!

So, jetzt dürft ihr mit mir zusammen einen virtuellen Sekt mit Holunderblütensirup trinken! Damit ihr auch was davon habt, habe ich mir folgendes Gewinnspiel ausgedacht:

1. Welches Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt, hat euch so fasziniert, dass ihr der Meinung 
    seid, ich müsste das unbedingt lesen?


2. Welches Buch werdet ihr euch kaufen, solltet ihr den 10.- Euro Gutschein gewinnen?


3. Auf welches Buch, das 2012 erscheinen soll, wartet ihr sehnsüchtig?

Natürlich freue ich mich über weitere Leser, das ist aber keine Bedingung!


Einsendeschluß ist der 10.07.12. 
Eine Auszahlung des Gewinnes kann nicht erfolgen.
Teilnehmen kann jeder, der mir einen Kommentar zu diesem Post oder eine Mail an moquaiii@web.de  schickt (natürlich mit Angabe von Namen und E-Mail-Adresse)

6 Monate Blog, daher 6 Preise:

1. Preis Gutschein für ein Taschenbuch über 10.- Euro
2. Preis Cody McFadyen "Der Todeskünstler" gebundene Ausgabe, Mängelexemplar
3.Preis Chelsea Chain "Furie", gebundene Ausgabe, Mängelexemplar
4.Preis Chelsea Chain "Grazie", gebundene Ausgabe, Mängelexemplar
5.Preis Kerstin Gier Hörbuch "Ach, wär' ich doch zu Hause geblieben" Lustige Urlaubsgeschichten gelesen
   von Mirja Boes (gebraucht)
6. Preis Carolina De Robertis Hörbuch  "Die unsichtbaren Stimmen" gelesen von Nina Hoss (gebraucht)


Es beseht natürlich auch die Möglichkeit, dass ihr angebt, was ihr gerne gewinnen möchtet (schließlich ist ja nicht jeder blutrünstig ..). Ihr schreibt einfach dazu, dass ihr bei der Verlosung von  z. b. Preis 1. und 5 teilnehmen möchtet.

Viel Glück und weiterhin viel Spaß auf meinem Blog

Biggi

Donnerstag, 7. Juni 2012

Autoreninterview mit Andrea Tillmanns, Autorin von "Mimis Krimis" und "Tod im Wasser, ein Aachener Krimi"

1. Wie kamst du zum Schreiben?

Angefangen hat alles bei einer Lesung von Hera Lind in meiner Heimatstadt Grevenbroich: Ich erwähnte gegenüber einer Freundin, mit der ich dort gewesen war, dass ich es mir spannend vorstellte, Bücher zu schreiben, herumzufahren und daraus vorzulesen … woraufhin sie trocken entgegnete, dann solle ich erst mal ein Buch schreiben, über den Rest könnten wir später noch reden. Da blieb mir ja kaum etwas anderes übrig, als erst mal ein Buch zu schreiben - das allerdings erst viele Jahre später und unter einem Pseudonym erschienen ist, da es noch viele autobiographische Teile enthält und sich zu viele Freunde und Bekannten wiedererkennen könnten, wenn mein Name damit in Verbindung gebracht würde.
Nach diesem ersten heiteren Frauenroman folgten zahlreiche Kurzgeschichten in den verschiedensten Genres und schließlich weitere Romane, die ebenfalls in den unterschiedlichsten Genres angesiedelt sind.


2. War es schwierig, einen Verlag für die Veröffentlichung deines 1. Buches zu finden?


Ich hatte das Glück, für dieses Manuskript einen Agenten zu haben – das erleichtert die Verlagssuche deutlich und erspart einem vor allem das immer wieder neue vergebliche Hoffen, wenn man einen Brief oder eine Mail von einem der angeschriebenen Verlage bekommt. Ich konnte das Manuskript eine Weile komplett vergessen und mich auf die nächsten Projekte konzentrieren, bis irgendwann eine Mail meiner Agentur kam, dass der Roman bei Wartberg erscheinen werde.


3. Hast du irgendwelche Tipps für angehende Autoren?


Ich lese oft, dass angehenden Autoren empfohlen wird, vor allem viel zu lesen – das ist in meinen Augen nur die halbe Wahrheit. Ich habe immer viel gelesen, einige tausend Bücher schon vor der Einschulung und auch danach immer so viele wie zeitlich möglich. Dennoch habe ich beim Überarbeiten des ersten Romans mit einigen Jahren zeitlichem Abstand gemerkt, wie schlecht das Manuskript sprachlich war. Und auch jetzt, wo meine ersten Einzelveröffentlichungen schon etliche Jahre her sind, merke ich beim Lesen alter Manuskripte immer wieder, dass mir manches nicht mehr gefällt. Das mag damit zu tun haben, dass man sich mit zunehmendem Alter einfach menschlich weiterentwickelt; ich denke aber vor allem, dass man Schreiben eben nur durch Schreiben lernen kann und es daher am allerwichtigsten ist, wenn angehende Autoren schreiben, schreiben und nochmal schreiben. Und nicht verzweifeln, wenn die ersten Geschichten nicht sofort gedruckt werden. Die nächsten werden besser werden, und irgendwann findet man das erste Mal den Weg in eine Anthologie o. ä.


4. Hauptberuflich bist du tätig als Dipl. Physikerin. Wann kommst du dann zum Schreiben? Du hast 
    ja noch andere Hobbies, wie z. B. Fotografieren? 
 
Das ist in der Tat sehr schwierig. Zum Schreiben gehört ja nicht nur das reine Schreiben eines belletristischen Textes, sondern für die meisten Autoren auch Werbung für die aktuellen Werke, Lesungen, Buchmessen usw. Ich versuche, möglichst viel davon sonntags zu erledigen, wenn ich meist etwas Zeit habe; alles andere wird irgendwann abends zwischen Job, Sport und anderen Terminen eingeschoben.
Wenn ich an einem Roman arbeite, kommt darüber leider besonders der Sport häufig zu kurz; für die weniger kreativen bzw. leichter unterbrechbaren Tätigkeiten bleibt aber meist doch ein halbes Stündchen am Tag übrig.


5. Kannst du uns über ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung berichten? Alternativ 
    ein lustiges/skurriles Erlebnis mit einem Fan?
 
Nicht nur skurril, sondern schon erschreckend finde ich manchmal die Reaktion von Kindergartenkindern, wenn man ihnen Geschichten vorliest - manche Kinder wirken dabei so, als wären sie völlig irritiert über diese Idee, dass ihnen jemand etwas vorliest. Und wenn man anschließend die Erzieherinnen fragt, hört man, dass das zutrifft und die jeweiligen Kinder tatsächlich von ihren Eltern niemals Geschichten vorgelesen bekommen - für jemanden aus meiner Generation, der mit Büchern aufgewachsen ist und weiß, wie sehr sie das Leben eines Kindes bereichern, kaum vorstellbar.
Wirklich lustig war dagegen beispielsweise die Lesung auf der HomBuch vor einigen Wochen gemeinsam mit Petra Hartmann, die aus ihrem personalisierbaren Kriminalroman "Die Schlagzeile" las und vorher die Zuhörer aufgefordert hatte, der Protagonistin einen Namen, Haar- und Augenfarbe, einen Wagen usw. zuzuordnen - und die nun während der gesamten Lesung darauf achten musste, die Namen und Adjektive in ihrem Buch entsprechend auszutauschen. So aufmerksame Zuhörer hat man nicht bei jeder Lesung ;-)


6. Welche Schriftstellerin würdest du gerne treffen und was würdest du sie fragen?

Ich würde z. B. Brigitte Glaser gerne nochmal treffen, nachdem ich nun all ihre Krimis verschlungen habe (beim ersten Treffen kannte ich noch keinen ihrer Romane). Da mir ihr Schreibstil sehr gut gefällt, ich aber auch gemerkt habe, dass die Romane mit der Zeit sprachlich immer besser geworden sind, würde ich sie gerne fragen, wie lange sie schon schreibt und ob die ersten Werke sprachlich schon ähnlich waren - oder ob sie ihre ersten Manuskripte ebenfalls nicht mehr so richtig mag.


7. Was hast du mit Sirka Ehrenpreis (das ist die Ermittlerin aus "Tod im Wasser" gemeinsam?

Vieles - vor allem die Neugier und die Anfälligkeit für Fettnäpfchen ... und wohl auch eine gewisse Sturheit, wenn es darum geht, Ziele zu erreichen, die auf den ersten Blick unerreichbar scheinen. Aber das muss man wohl auch als Autor.

8. Deine neuesten Bücher - Mimis Krimis - sind als E-Book erschienen. Warum nicht in 
    gedruckter  Form?

Der Verlag Satzweiss veröffentlicht zur Zeit ausschließlich E-Books, das war also die Entscheidung des Verlages.
Und ich finde es gar nicht verkehrt, solche kurzen Geschichten mal testweise in elektronischer Form zu veröffentlichen. Während ich für Romane immer noch gedruckte Bücher bevorzuge, lese ich inzwischen gerne mal eine Kurzgeschichte zwischendurch auf dem Laptop.
Andererseits spielen in meinen Cosy-Krimis viele reale Personen mit, die überhaupt keinen Computer besitzen oder zumindest nicht wissen, was ein E-Book ist – für diese Menschen (und sicherlich auch viele andere, die einfach gedruckte Bücher bevorzugen) wäre eine zusätzliche Papier-Ausgabe natürlich schön.


9. Verrätst du uns was über dein neuestes Projekt oder ist das super streng geheim?


Als nächstes soll eine Sammlung von Kindergeschichten erscheinen, wiederum im Iatros-Verlag, wo bereits die Phantastik-Romane für Kinder „Lena lernt zaubern“ und „Erik im Land der Drachen“ veröffentlich wurden.
Dann folgt im Herbst das nächste Kindergarten-Praxisbuch im Dreieck-Verlag, diesmal zum Thema Insekten - daran arbeite ich gerade, da der Einsendeschluss immer näher rückt.
Und schließlich folgt Ende des Jahres der erste Band einer Grusel-Reihe für Mädchen im Südpol-Verlag.
Ab August werde ich, davon abgesehen, hoffentlich wieder etwas mehr Zeit haben, um den Zülpich-Krimi zu beenden, der für den Jacques-Berndorf-Preis nominiert war und für den ich schon einen Interessenten habe - und das möglichst zügig, da in meinem Kalender schon die ersten Einsendeschlüsse für 2013 stehen ...

10. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

"Die Grünen Piraten - Jagd auf die Müllmafia" von Andrea Poßberg und Corinna Böckmann, erschienen ebenfalls im Südpol-Verlag, der demnächst auch meine Grusel-Reihe veröffentlichen wird. Ein gut geschriebenes, spannendes Buch für Kinder zu einem sehr aktuellen Thema.

Vielen Dank, liebe Andrea, für das interessante Interview! Ich bin total gespannt auf weitere Veröffentlichungen von dir!

Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

Titel: Nordhörn
Autor: Jürgen Rath
Isbn Nr. 978-3-866-80-964-2
Seiten: 263 Seiten
Verlag: www.suttonverlag.de


Klappentext:
Neugierige Festländer leben gefährlich

Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann zu bringen. Im Winter: Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Steffen im Archiv etwas Belastendes entdeckt.

Als er erfährt, dass sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Steffen unbeirrt weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt.
Steffen wird gejagt. Auf einer Insel!


Über den Autor:
Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent.

Eigene Meinung:

Steffen Stephan kommt am 5.1.1959 in Nordhörn an. Dieses Archiv ist abgebrannt, viele Unterlagen fehlen und Unterstützung erhält Steffen bei seinen Arbeiten überhaupt nicht. Im Gegenteil, keiner der Inselbewohner ist davon begeistert, dass Steffen alte Dokumente in die Hand bekommt und Steffen schlägt eine Welle von Mißtrauen und Feindseligkeit entgegen. Wir lernen die einzelnen Inselbewohner kennen, erfahren wer mit wem so gar nicht kann und bekommen einen Einblick,dass wohl jeder der Bewohner etwas zu verbergen hat, doch was genau? Anfangs ist es noch gar nicht klar, welches Geheimnis Nordhörn verbirgt und wer hinter den Anschlägen auf Steffen steckt. Doch Steffen schließt  Freundschaften mit einzelnen Inselbewohnern, erfährt von einigen Hilfe, verliebt sich  und beginnt zu ermitteln, was den Inselbewohnern natürlich gar nicht passt.  Wird ihm seine Neugier das Leben kosten und kam der frühere Archivar tatsächlich bei einem Unfall ums Leben?

Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen. Im 1. Erzählstrang bekommen wir die Erlebnisse von Steffen aus dessen Sicht erzählt. Wir rätseln mit ihm, wer hinter den Anschlägen auf sein Leben steckt, ermitteln zusammen mit Steffen und  decken so manches Inselgeheimnis auf. 

Der 2. Erzählstrang beschreibt die Ereignisse an Bord eines Schiffes, das am Freitag, 23.9.1938 voll beladen von Lulea nach Hälsingborg abgelegt hat.

Der Autor beschreibt die Vorgänge auf der Insel sehr detailiert. Er schafft es, eine düstere, geheimnisvolle und feindselige Stimmung aufkommen zu lassen. Bei einzelnen Szenen musste ich schmunzeln, da ich manche Personen und Situationen aus dem Alltag wieder erkennen konnte, z. B. die Reaktion des Polizisten in der Szene, in der Steffen eine Anzeige gegen Unbekannt aufgeben möchte.

Der Autor hat sehr interessante Charaktere geschaffen und ist ein begnadeter Erzähler. Ich staune immer wieder, welche großartigen Geschichtenerzähler wir hier in Deutschland haben!

Ich vergebe für diesen kurzweiligen, sehr interessanten und spannenden Krimi um die Insel Nordhörn 5/5 Punkte und bedanke mich beim Sutton Verlag für das Rezensionsexemplar!

Überraschungspäckchen zu gewinnen

 Auch im Wonnemonat Mai könnt ihr bei mir ein Überraschungspäckchen gewinnen. Was ist denn in dem Päckchen drin? Ein Buch auf jeden Fall...