Sonntag, 30. Juni 2013

Manche Selfpublisher und Umgang mit Rezensenten, Lesern und Bloggern


Da es in letzter Zeit einige unschöne Ereignisse in der Rezensentenwelt gegeben hat, hier einige Gedankenspiele zum Thema Selfpublisher und Umgang mit Rezensenten, Lesern und Bloggern

Was ist passiert?

Da ist ein eBook, mit zig 5 Sterne Rezensionen, das wird von einem Blogger nach ständiger Werbepräsenz des Buches gekauft. Das Buch ist total schlecht redigiert. Der Autor teilt dem Rezensenten mit, dass Rechtschreibfehler nichts in Rezensionen verloren haben und er ein korrigiertes Exemplar nach der neuen Veröffentlichung bei einem Verlag bekommen werde. Da das Buch voller Grammatik-, Rechtschreibfehler und Wortwiederholungen war, berücksichtigt der Blogger das in seiner Rezension. Es gibt noch mehr Leser, die eine kritische Rezension abgegeben haben. Die Rezensenten wurden beschimpft, auf FB entfreundet, blockiert. Das Buch bekommt noch mehr 5 Sterne Rezensionen, manch ein Rezensent hat denselben Namen wie der Autor. Auf Nachfragen eines Lesers, ob das Zufall wäre, verschwindet die Rezension. Dafür tauchen viele Rezensionen von Menschen auf, die nur einen Spitz- oder Vornamen besitzen, und die anscheinend nur die Werke von diesem Autoren lesen, manch einer hat noch eine Bratpfanne bewertet. Einer von diesen Lesern bezeichnet die 1 Sterne Rezensenten als Buchhalter.
Der Autor wird dieser Tage ein neues Werk veröffentlichen, schon der Klappentext ist nicht fehlerfrei ..

Ein anderer Autor schreibt unter einem Pseudonym ein Buch in einem ihm fremden Genre. Fast die ganze Autorengruppe schreibt ihm zu seiner neuen Veröffentlichung 5 Sterne Rezensionen. Das Buch können sie gar nicht gelesen haben. Denn ein Blogger stellt fest, dass viele Formulierungsfehler, Grammatikfehler, Wortwiederholungen darin enthalten sind. Seine Bewertung fällt entsprechend aus.  Diese Rezension ruft einen Leser aus den Tiefen des Internets (wieder ein Leser, der nur einen Vornamen oder Spitznamen besitzt), der irgendwas von Neid schreibt.

Ein Blogger schreibt eine Rezension zu einem Buch, das ihm überhaupt nicht gefallen hat. Auch hier fallen Fehler auf, die ein gutes Lektorat/Korrektorat vermieden hätte.

Es hagelt Kommentare über den Blogger. Ein Leser (auch dieser Leser scheint nur Werke dieses Autoren zu rezensieren) meint, der Blogger kenne sich im Genre nicht aus und sein Leben wäre sicher langweilig. Bei einer anderen 1 Sterne Rezension eines Buches dieses Autoren, wird dem Leser vorgeworfen, er wäre nicht in der Zielgruppe seiner Leser.

Gleichzeitig wird in einer Autorengruppe über diesen Blogger  hergezogen. Von Fake-Accounts, die dieser Blogger angeblich führt, von Stalker bis zu Internettroll ist die Rede. In diesem Thread gibt der Autor sogar zu, dass er das Lektorat/Korrektorat gespart hat, das koste zu viel Geld, so viel verdiene er mit seinen Büchern nicht.

Der Autor teilt seinen Gruppenkollegen mit, dass er Fake-Accounts anlegt, wenn er schlechte Rezensionen bekommt. Als Autor kann er darauf ja schlecht reagieren. Er wirft den Rezensenten dann Neid, etc. vor.

Manch ein Autor beklagt sich in dieser Gruppe, dass kein Blogger sein Buch rezensieren möchte.  Warum wohl nicht? Wer meldet sich wohl freiwillig ein Buch von einem Autoren zu lesen, bei dem sofort klar ist, dass der Rezensent als Stalker, Troll, Fake-Account Betreibender bezeichnet wird, wenn ihm das Werk des Autoren nicht gefällt?

Dieses Posting ist später wie von Geisterhand gelöscht.

Ein anderer Autor sammelt alle negativen Rezensionen und verkauft diese als eBook. Von Urheberrecht an den Rezensionen hat der wohl auch noch nie etwas gehört.

Liebe Autoren, wollt ihr uns Leser eigentlich für dumm verkaufen?

Schaut euch mal die 5 Sterne Rezensionen genauer an. Manche beinhalten nur 1 bis 2 nichtssagende Sätze, Lobhudeleien. Interessant sind die Personen, die hinter diesen Rezensionen stehen. Welche Bücher haben sie noch bewertet? Schnell kann man feststellen, dass es oft nur Bücher dieses Autoren sind. Man macht sich da so seine Gedanken, war da nicht weiter oben die Rede von Fake-Accounts? Schaut euch die Namen bei den 5 Sterne Rezensionen mal genauer an, kommen die euch aus Autorengruppen bekannt vor? 

Jetzt fragt ihr euch, warum lesen Blogger überhaupt noch solche Bücher? 

Es erscheinen täglich zig Bücher von Verlagsautoren. Die Zugriffe auf die Post von Rezensionen zu bekannten Verlagsautoren sind viel höher, als auf die Rezensionen von unbekannten Selfpublishern.  Genauso verhält es sich bei den Interviews. Das ist zumindest auf meinem Blog so.Andere Blogger bestätigen mir das.

Ja, warum rezensiere ich überhaupt noch Bücher von Selfpublishern?

Es gibt sie, die Autoren, die richtig gute Bücher schreiben. Diesen Autoren liegt viel an der Qualität ihrer Bücher. Sie achten Kritik. Sie schätzen die Blogger und ihre Leser. Diese Autoren unterstütze ich gerne. Diese Autoren sollen Geld mit ihrem tollen Buch verdienen.  Diese Bücherschätze empfehle ich gerne weiter. Ich freue mich, wenn diese Autoren neue Bücher schreiben. Und ich verschenke diese Bücher gerne!

Welche Möglichkeit hat der Leser, wenn der Klappentext mehr verspricht, als die 5 Sterne Rezensionen und das Buch halten?

Schaut euch die Rezensionen unter den genannten Kriterien genau an. Die Rezensionen von bekannten Blogs helfen euch mehr, ein gutes Buch zu finden. Gute Empfehlungen erhaltet ihr auch von Mitgliedern in Büchergruppen.
Natürlich gibt es immer negative Rezensionen, die bekommen auch Bestsellerautoren. Aber auch diese sind sehr interessant - vor allem die Kommentare von Autoren oder andere Rezensenten dazu. Über Geschmack lässt es sich nicht streiten, nicht jedem Leser gefällt das gleiche Buch.

Bei Amazon darf man innerhalb von 7 Tagen die eBooks zurückgeben. Von diesem Recht kann man  Gebrauch machen,  wenn die Qualität des gekauften eBooks überhaupt nicht stimmt  Bücher werden sicher besser, es wird mehr Wert auf ein gutes Lektorat/Korrektorat gelegt, wenn es an den Geldbeutel der Autoren geht. Der Markt wird sich selbst regeln.
 Jeder Blogger kauft und liest gerne gute Bücher. Blogger schreiben gerne gute Rezensionen, liebe Autoren. Wir brauchen dazu nur gute Bücher.

Der Krimikiosk hat hierzu auch etwas geschrieben: http://krimikiosk.blogspot.de/2013/06/der-sterne-trugerischer-schein-wenn.html



Freitag, 28. Juni 2013

Rezension zu "Morgen wirst du frei sein", Claudia Martini, eBook


Titel: Morgen wirst du frei sein
Autorin: Claudia Martini
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 346 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 269 Seiten
Isbn Quelle für die Seitenzahl:  3844253793
Verlag: epubli GmbH (8.4.2013)
 ASIN: B00CALGME0
Preis: 4,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Als ich zu mir kam, lag ich auf dem Küchenboden. Vor mir, nicht einen Meter entfernt, meine Mutter. Ihr rechtes Auge war halb geschlossen, das linke glotzte mich an. Das Gesicht wirkte so verrutscht wie der Bademantel, der den Blick auf ein geblümtes Nachthemd und das faltige Dekolletee freigab. Die Haut zerknülltes Wachspapier, die Haare wie vom Sturm zerwühlt. Ich schaute weg. Ein Messer lag unter dem Tisch. Ich erkannte es, es steckte für gewöhnlich in dem hölzernen Messerblock an der Spüle. Es war jenes, das mein Vater verwendet hatte, um Gulasch zu schneiden. Es hatte braune Flecken. Ich hatte niemals eine Leiche gesehen. Jetzt hatte ich zweifellos eine vor mir. Ich drehte den Kopf und sah das Blut. Nicht viel, aber deutlich erkennbar auf dem weißen Frottee. Ich hatte keine Ahnung, was passiert war. Ich erinnerte mich nicht an einen Streit zwischen uns, nur an die Nachrichten. Es ging um den Euro, um die Krise in Griechenland, um eskalierende Demonstrationen in Spanien. Die Kanzlerin rief zu Besonnenheit und Sparsamkeit auf. Die Versuche Irans, ein Atomkraftwerk zu bauen, waren ebenfalls ein Thema. Der Wetterbericht fehlte bereits in meiner Erinnerung. Meine Mutter brühte sich an kühlen Abenden Kräutertee. Aber was wollte ich in der Küche? Ich schauderte, konnte mich aber nicht abwenden. So blieb ich unbeweglich dort auf dem Fliesenboden, fror, begann zu zittern, dann zu weinen. Ich fühlte zu viel, um mit diesem Aufruhr in meinem Inneren umgehen zu können. Einsamkeit. Verzweiflung. Schuld. Angst. Doch als ich meine Mutter da liegen sah, still und stumm, stellte sich ein weiteres Gefühl ein. Erleichterung. Und das löste Panik aus."


Eigene Meinung:  

Christian, ein Student ohne Freunde, lebt zurückgezogen bei seiner Mutter. Die ihn und sein Leben ganz schön im Griff hat. Eines morgens wacht er neben seiner toten Mutter auf. Er kann sich an nichts erinnern. Irgendwo ist er froh darüber, seine Mutter los zu sein. Überzeugt davon, seine Mutter ermordet zu haben, entsorgt er die Leiche seiner Mutter. Nun ist er endlich frei!  Doch plötzlich ist da eine andere ältere Frau, die an seinem Küchentisch sitzt. Diese Frau tut so, als würde sie schon immer mit Christian zusammenleben und nimmt  die Stelle seiner Mutter ein. Christian, der denkt, sie hätte etwas in der Hand gegen ihn, wagt nicht, sich dagegen zu wehren ...

Von der ersten Seite an war ich von diesem Thriller-Debut von Claudia Martini gefesselt.

Die Figuren in dieser Geschichte sind eigenwillige Charaktere, die die Autorin sehr gut ausgearbeitet hat.

Die Story ist sehr spannend, atmosphärisch  und schlüssig.

Der Schreibstil von Claudia Martini zieht den Leser regelrecht in die Geschichte. Christian, der uns seine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, ist anfangs sehr unsicher. Er  lässt sich alles, was ihm widerfährt ohne nachzufragen bieten. Im Laufe der Geschichte erfährt er ein persönliches Wachstum. Er kann die Dinge hinterfragen und sich der Angelegenheit stellen. Zecke, Punk und Psychologiestudent, steht ihm dabei zur Seite. Auch die Figur Zecke hat mir sehr gut gefallen.
Claudia Martini hat einige Überraschungen und Wendungen in die Story eingebaut, was die Spannung aufrecht erhält. 


Obwohl ich schon ahnte, worauf die Geschichte hinausläuft, war ich dennoch bis zur letzten Seite gefesselt.

Das ist eines jener Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann. Wird man dazu gezwungen (der Haushalt, die Arbeit, so manch ein Familienmitglied ruft ..) beschäftigt das Buch einen so lange, bis man den Buchdeckel schließen kann.

Absolute Leseempfehlung, ganz klar 5/5 Sterne für dieses ungewöhnliche, intelligente Thriller-Highlight!
Ich möchte gerne mehr solche Geschichten von Claudia Martini lesen.


Montag, 24. Juni 2013

Rezension zu "Wickelblues und Wimperntusche", Sylvie Wolff, eBook, kindle Edition

Titel:Wickelblues und Wimperntusche
Autorin: Sylvie Wolff
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 326 KB
Verlag:  kdp (14. Mai 2013)
Preis: 2,99 Euro




Kurze Inhaltsbeschreibung:
"Chick-Lit aus dem Pott - diesmal etwas ganz Anderes aus der Feder von Sylvie Wolff:
35 ist kein Alter, findet Yvi und beschließt, ihr ungeliebte Single-Leben in Mülheim an der Ruhr künftig zu genießen. An Kandidaten mangelt es nicht, doch welcher davon ist Mr. Right? Und wie wird er reagieren wenn er erfährt, dass Yvi die vielleicht jüngste Oma der Welt ist? - Amüsante Kreuzfahrt zwischen Babywindeln und Liebesleben."

Über die Autorin:
Sylvie Wolff, Jahrgang 1959, lebte lange in NRW, bevor sie mit ihrer Familie ins ländliche Baden-Württemberg zog und zu schreiben begann. Ihr bevorzugtes Thema sind Wölfe und Gestaltwandler. "Wickelblues & Wimperntusche" ist nach der "Stadtwölfin" ihr zweiter Frauenroman, diesmal allerdings ohne Wölfe und Fantasy (mehr unter www.buchschmiede.de).



Eigene Meinung:

 
Die Story ist witzig, Yvi, alleinerziehende Mutter einer Teenager-Tochter, chronisch pleite, jobbt an der Kasse im Supermarkt und im Fitness-Studio, schreibt einen Leserbrief unter einem Pseudonym und bekommt ihre eigene Kolumne. Zu blöd, dass sie den Leserbrief unter falschen Namen mit Doktortitel und Soziologie-Studium geschrieben hat.  Ihr Liebesleben ist mehr als chaotisch, 3 Männer sind in der engeren Auswahl, dabei der Ex-Freund und der Ex-Gatte. Ihre eigenwillige Mutter hat natürlich ihre eigenen Vorstellungen über Yvis Liebesleben und will sie wieder mit dem Ex-Gatten verkuppeln. Als Yvis Tochter immer dicker wird, überstürzen sich die Ereignisse ...

Dieser humorvoll geschriebene, leicht zu lesende Frauenroman um die sympathisch, chaotische Yvi, ihr Liebesleben, ihre Familie und Freunde,  bereitet kurzweiligen Lesegenuß, temporeich und witzig.  Yvi erzählt uns die Ereignisse in ihrem Leben in der Ich-Perspektive. Yvi schafft es, in sämtliche Fettnäpfchen zu stolpern, die ihren Weg kreuzen.  Dabei sitzen ihr die beiden "inneren Schweinehunde" Belzeebub und Engel ständig im Nacken und versuchen sie zu überreden, über ihren Schatten zu springen.

Für alle, die humorvolle, manchmal auch leicht sarkastische Chicklit mögen. 4/5 Sterne



  

Sonntag, 23. Juni 2013

Rezension zu "Hinter Türen", Kurzgeschichten von Anja Ollmert, eBook, Create Space



Titel: Hinter Türen - Kurzgeschichten
Autorin: Anja Ollmert
Seitenzahl: 252 Seiten (TB)

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 2 (4. April 2013)
Isbn Nr: 13: 978-1484043219
Preis: 10,69 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Wir Menschen sind versucht, einen Blick hinter verschlossene Türen zu wagen. Einen Blick voller Interesse, Neugier, Mitgefühl und wohligem oder ängstlichem Schaudern. Hinter den Türen dieses Buches – denn nichts anderes ist der Buchdeckel für den Leser – verbirgt sich Verblüffendes, Geheimnisvolles, Kriminelles, Mörderisches, Unterhaltsames und Skurriles in 23 Geschichten, die vom Leben erzählen, wie es ist – oder zumindest sein könnte…"


Über die Autorin:
Anja Ollmert, geb. 1966, lebt im Ruhrgebiet. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und arbeitet ehrenamtlich als geistliche Leiterin eines katholischen Frauenverbandes (kfd) und als Kinderchorleiterin. Von ihr sind u.a. bereits erschienen: Mein Herten in der gleichnamigen Anthologie zum 75-jährigen Stadtjubiläum Herausgeber: Stadt Herten, erschienen 2011, ISBN: 978-3-00-036953-7 Aoife eine Fantasyromanze AAVAA-Verlag-Berlin, Juni 2012, ISBN: 978-3-86254-985-6 Dickste Freunde als Huckepack-Kurzgeschichte in Angela Pundschus "Männerwelten", AP-Verlag Hamburg,August 2012, ISBN:9783765727801 Der Frühlingsbänderweber im Jokers Wochenkalender 2013 Worauf wartet ihr noch? adventliche Geschichten und Gedichte von Anja Ollmert, Dezember 2012, Selfpublishing, ISBN: 978-3-7309-0135-9 Anthologie Rohrfrei: Kleine Geschichten für große Geschäfte, AP-Verlag Hamburg, November 2012,ISBN: 978-3981552201 Gemeinschafts-Anthologie Thrill before you die - der letzte Tag in deinem Leben, Edition I ISBN: 9783847630463, Februar 2013 "Hinter Türen" eigene Kurzgeschichtensammlung, E-Book ISBN: 978-3-7309-1315-4, Taschenbuch, ISBN: 978-1-4840-4321-9


Eigene Meinung:

Anja Ollmert hat hier in insgesamt 23 total verschiedenen Kurzgeschichten einen Blick "Hinter Türen" riskiert.  Die anspruchsvollen Texte, die verschiedene Genres bedienen, sind leicht und flüssig zu lesen, haben Tiefgang, sind teils mystisch, teils sozialkritisch, stimmen nachdenklich oder sind phantastisch.

Wir bekommen es in den Geschichten mit mordenden Ehefrauen mit verschiedenen Motiven, dusseligen Räubern, Heimbewohnern und andere Personen zu tun.

5/5 Sterne für diese abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung, bei der für jeden Leser etwas dabei ist.
   

Samstag, 22. Juni 2013

Autoreninterview mit Katja Piel, Autorin von "The Hunter", "Kuss der Wölfin", dem Kinderbuch "Der kleine Drache Puff Puff" und einem Mitmach-Vorlesebuch



Heute habe ich Katja Piel, Autorin von "The Hunter" und "Kuss der Wölfin" für euch befragt: 

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Mit 9 war ich mit weiteren Mädchen auf einer Jugendfreizeit in Frankreich. Eine Freundin von mir, hat sich schrecklich in den Betreuer verliebt und wir mussten uns jeden Abend anhören, wie toll sie ihn findet. Schließlich habe ich daraus eine kleine Liebesgeschichte geschrieben und sie den Mädels Abends vorgelesen. Das Feedback der Mädchen und ihr Wunsch nach weiteren Häppchen, hat mich angespornt und mir Spaß gemacht.
In der Schule fing ich dann an, aus meinen Träumen Kurzgeschichten zu schreiben. Immer in den Pausen saßen wir auf dem Schulhof und ich habe vorgelesen. Damals wollte ich noch unbedingt Journalistin werden und habe es sogar geschafft, mit 14 für ein Lokalblatt zu schreiben.

Als ich ein Liebesdrama um ein junges Mädchen, dessen Eltern nicht viel Geld hatten und das mit selbstgestrickten und genähten Kleidern in die Schule musste, zu einem Verlag geschickt habe - da war ich 14 - und eine Absage bekommen habe, habe ich das Schreiben aufgegeben.

Erst als mein Sohn auf die Welt kam, habe ich für ihn wieder geschrieben und er war letzten Endes auch der Auslöser, dass ich zu meiner damaligen Leidenschaft zurück gefunden habe.


2. Wie sieht dein Tagesablauf aus? Hast du eine bestimmte "Schreibzeit"?

Da ich Hauptberufstätig bin, kann ich immer nur schreiben, wenn mein Kind im Bett ist und alle Hausarbeiten etc. erledigt sind. Dann brauche ich Ruhe und schreibe alles nieder, was mir den ganzen Tag durch den Kopf ging. Manchmal geht das sehr schnell, manchmal muss ich auch aufgeben, und an einem anderen Tag weiter machen. Schreiben lenkt mich ab, zieht mich in eine andere Welt, das ist ähnlich, wie wenn ich etwas lese. Ruhe ist dabei die Hauptvoraussetzung.


3. Welche Tipps würdest du angehenden Schriftstellern geben?

Man sollte sich in seinem Genre wohlfühlen, sein Werk und seine Schreibe mögen und andere begeistern können. Die Idee, ein Buch zu schreiben, klingt im ersten Moment verlockend. Eine Geschichte muss aber gut geplant sein. Mittlerweile mache ich mir die Mühe und konstruiere meine Romane nach bestimmten Regeln. Es muss für mich immer auch plausibel sein, auch wenn ich mich im Fantasy Genre bewege, müssen die Figuren sich logisch verhalten.
Durchhalten und immer wieder verbessern und an sich arbeiten.
Besonders wichtig finde ich und habe ich gelernt: Lektorat und Korrektorat sind der Feinschliff für das Buch, ohne dass es nicht auskommt. Viele Leser wollen nicht über Fehler hinweglesen, sondern eine saubere Arbeit vor sich liegen haben. Ich persönlich nenne das "Respekt vor dem Leser" haben.


4. Wie ist die Idee zu Anna aus "Kuss der Wölfin" gekommen?

Wie alle meine Geschichten: Aus dem Nichts! Ich liebe Geschichten, bei denen es um mystische Wesen geht. Mit einem Mix aus Realität macht es mir besonders viel Spaß, etwas zu konstruieren. Anna war nicht die erste Figur, die in meinem Kopf herumspukte, sondern vielmehr die alte Legende von Peter Stubbe, der grausam hingerichtet wurde, weil er in der Gestalt eines Werwolfes schreckliche Gräueltaten begannen haben soll. Ich wollte aus dieser alten Legende etwas neues machen und dabei ist im Laufe meiner Gedanken auch Anna entstanden, die nun die Hauptfigur von Kuss der Wölfin ist.

5. Welche Anteile hat Anna von dir?

Fast keine, denn ich bin eher selbstzweifelnd, manchmal auch zu pessimistisch. Anna ist vielleicht ein Stück weit ein Vorbild, denn sie nimmt sich, was sie möchte, ohne verletzend zu sein.

6. Wie gehst du bei deinen Recherchen vor? Da ein großer Teil der Geschichte von "Kuss der Wölfin" in der Vergangenheit spielt, würde mich interessieren, wie du hier recherchiert hast.

Dazu muss ich sagen, dass Kuss der Wölfin komplett neu aufgelegt wurde, denn das Buch habe ich bereits 2011 geschrieben und sogar einen Monat bei Amazon veröffentlicht gehabt. Leider - und da war ich wohl sehr blauäugig - wurden natürlich die historischen Teile von den Lesern auseinandergenommen. Mit Susanne Pavlovic habe ich eine Lektorin gefunden, mit der ich den kompletten Plot umgestaltet habe und die mir bei der Recherche geholfen hat. Sie hat zufällig Geschichte, insbesondere das Mittelalter studiert und kannte sich demnach über Hexenverbrennung, Mittelalter, Sprache und Begrifflichkeiten perfekt aus.

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
Ich würde gerne Frank Schätzing kennenlernen und ich würde mich mit ihm über Verschwörungen unterhalten wollen. Er ist einfach ein absolutes Genie in meinen Augen und nicht nur ein toller Autor, sondern auch ein prima Moderator im TV.

8.. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Arbeiten, mit meiner Familie zusammen sein und selbst lesen, wenn ich die Zeit finde. Normalerweise laufe ich auch gerne, weil ich den Kopf dann schön frei bekomme, aber momentan komme ich nicht dazu.

9. Wie beurteilst du den eBook Markt? Ist es für Schriftsteller einfacher geworden, 
    Geschichten zu veröffentlichen?

Es ist einfacher geworden. Und es ist einfacher geworden, für Trittbrettfahrer, unerfahrene Autoren schlecht zu beraten. Es geht schon los, wenn man an den falschen Lektor gerät, der für günstiges Geld, angeblich ein gutes Lektorat macht. Anfangs kennt man sich ja wirklich nicht gut aus und kann da schon mal reinfallen. Deshalb mein Tipp: Gut aufpassen und lieber andere Autoren befragen.

10. Kontakt zu den Lesern über FB, Homepage, Twitter und sozial Media. Wie wichtig ist dir   
      der Kontakt zu deinen Lesern?

Sehr wichtig. Ich bin überall vertreten und es ist einfach toll, Feedback zu bekommen. Ob negativ oder positiv. Aus beiden Aspekten kann ich etwas lernen. Schön finde ich auch, zu wissen, wer meine Geschichten liest. Was machen die Personen gerne? Haben sie auch Familie? Was treibt sie an?

11. Bist du zufrieden mit den Rückmeldungen, die zu "Kuss der Wölfin" und
" The Hunter" von den Lesern kommen?


Sehr zufrieden. Kuss der Wölfin ist ja ein Roman, der Anfang eines Dreiteilers. THE HUNTER ist ein komplett anderes Konzept und da freue ich mich immer, wenn es den Lesern gefällt.

12. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Geschichten um?

Ich versuche sie umzusetzen. Mich zu verbessern, den Lesern zu zeigen, dass es auch anders geht und dass ich mir ihre Kritiken zu Herzen genommen habe. Nur mit Kritik habe ich die Möglichkeit, mich zu verbessern.

13. Welches Buch/eBook liest du denn gerade und wie gefällt es dir?

Ich lese gerade von Laura Wulff "Opfere dich" und es gefällt mir sehr, sehr gut. Schon in den ersten Seiten fühlte ich mit der Figur und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

14.. In welchem Genre werden wir keine Geschichte von dir lesen können?

Chick-Lit. Das ist so gar nicht meins und ich mag es auch nicht lesen. Ich bin eher der Mensch für Thrill und Angst. Damit spiele ich gerne und gucke es mir auch zum Beispiel im Fernsehen oder Kino an.

15. Magst du uns etwas über dein aktuelles Projekt erzählen?

Zunächst schreibe ich derzeit an der 2. Staffel für THE HUNTER und den Verlag. Im September wollte ich dann den 2. Teil von Kuss der Wölfin anfangen. Es gibt noch viele Ideen, unter anderem habe ich noch einen kompletten Plot für eine Thrillerserie im Kopf. Aus Zeitmangel schaffe ich aber nicht, das auch noch umzusetzen. Es wird noch etwas warten müssen.

Katje hat außerdem die Kinderbücher "Der kleine Drache Puff Puff" und ein Mitmach-Vorlesebuch veröffentlicht. 

Katja hat auf FB eine eigene Webseite https://www.facebook.com/AutorinKP 

Vielen Dank, liebe Katja, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen Büchern! 







Donnerstag, 20. Juni 2013

Lesung von Elisabeth Herrmann im Landgericht Tübingen am 8.6.13

Am Samstag, 8.6., habe ich die Lesung von Elisabeth Herrmann, die im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Tübingen stattfand, besucht. Auf den Weg dorthin habe ich Harry Rowohlt getroffen. Ich habe noch gerätselt, ob er es wirklich ist (wahrscheinlich würde ich nicht einmal Brad Pitt erkennen ..). Er war es, denn am nächsten Tag kam ein Bild von ihm in unserer Tageszeitung.

Bis in die letzte Sitzreihe war der Saal gefüllt. "Ich habe damit gerechnet, dass mir drei Leute zuhören und ich hinterher das Geld zurückgeben muss", meinte Elisabeth Herrmann.

Sie hat uns aus dem "Dorf der Mörder", ihrem aktuellen Krimi, vorgelesen, in dem es um die Streifenpolizistin Sanila Beara geht. Sanila wird von ihrem Vorgesetzten zum Kaffeeholen geschickt und fängt dabei dann an zu ermitteln, obwohl sie das gar nicht darf. Sie landet bei einer Tierzüchterin, die liebevoll Rattenbabys pflegt, die dann später an Tiere verfüttert werden. Diese Tierzüchterin gerät in Verdacht, den Tod eines Mannes verschuldet zu haben, dessen Überreste im Pekari-Gehege gefunden wurden.

Die Autorin hat so spannende Stellen vorgelesen, dass ich so neugierig geworden bin und das Buch an Ort und Stelle gekauft habe. Ich habe es dann natürlich auch signieren lassen.

Elisabeth Herrmann hat unsere Fragen beantwortet. Beispielsweise war sie von der Verfilmung ihres Krimis "Zeugin der Toten" überhaupt nicht begeistert, da der Mörder im Drehbuch geändert wurde, ihr Mörder wurde weggestrichen.

Elisabeth Herrmann (geb. 1959 in Marburg/Lahn),  hat eine interessante Geschichte. Ihre Lehre als Bauzeichnerin hat sie abgebrochen, stattdessen als Betonbauerin und Zimmermännin gearbeitet (Zimmerfrau wäre etwas anderes, scherzte sie). Das Abi holte sie am Abendgymnasium in Frankfurt nach und absolvierte ein Studium. Heute ist sie als Fernsehjournalistin für den RBB tätig und lebt in Berlin.

Dienstag, 18. Juni 2013

Rezension zu "Alle müssen sterben", B. C. Schiller, Thriller, eBook


Titel: Alle müssen sterben
Autoren: B. C. Schiller
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1915 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 384 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B00COMVDLC
Preis zur Zeit: 0,99 Euro

Inhalt:
Ein Mann wird an den Mast eines Segelbootes gekettet und bei lebendigem Leib verbrannt, während das Boot ohne Besatzung über einen schwarzen See treibt. Noch in derselben Nacht wird Chefinspektor Tony Braun mit den Ermittlungen beauftragt. Erste Spuren führen in die illegale Graffiti-Sprayer-Szene und zu einem mysteriösen Textilunternehmen, das in Moldawien unter unmenschlichsten Bedingungen Designermode herstellt. Als ein weiteres Opfer an ein Kreuz geschlagen, mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt wird, steht außer Zweifel, dass der Mörder nach einem ganz speziellen Schema vorgeht. Tony Braun muss erkennen, dass er es mit einem Flammenkiller zu tun hat, der mit seinen Feuermorden noch lange nicht am Ende ist, denn es gibt noch viele Seelen, die brennen müssen ...

Welche Rolle spielt die neue Polizeipräsidentin Elena Kafka, die anscheinend ein persönliches Interesse an den Morden hat?
Warum trägt die stumme Chloe immer einen Zettel mit der Botschaft „Alle müssen sterben“ bei sich?
Wer schickt Mode-Designboss Edgar Zorn geheime Videobotschaften, vor denen er sich fürchtet und die ihn gleichzeitig erregen?
Wird es der Klavierspielerin Polina gelingen, aus der brutalen Textilfabrik in Moldawien zu entkommen, ohne ihre Finger zu verlieren?

In seinem neuen Fall muss Chefinspektor Tony Braun nicht nur einen Flammenkiller zur Strecke bringen, sondern auch in den eigenen Reihen gegen Verräter kämpfen. Zu spät erkennt er, dass ihm von dieser Seite eine tödliche Falle gestellt wird ...

Der Thriller „Alle müssen sterben“ ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den ersten beiden Thrillern gelesen werden.
Der erste Tony Braun Thriller „Töten ist ganz einfach“ und der zweite Tony Braun Thriller „Freunde müssen töten“ gehören zu den Amazon Jahresbestsellern 2012 und somit zu den erfolgreichsten Top 20 ebook Krimi/Thrillern 2012 bei Amazon.


Über die Autoren:
Barbara und Christian Schiller denken sich spannende Geschichten aus, die den Leser fesseln und mitreißen. Entscheidend ist, den Leser auf eine emotionelle Reise mitzunehmen, ihn soweit zu verführen, dass er gemeinsam mit den Hauptfiguren Lust und Frust, Freude und Leid hautnah miterlebt.
Lange bevor sie mit dem Schreiben von Thrillern begonnen haben, stand das Lesen spannender Bücher ganz oben als Freizeitbeschäftigung. Im Urlaub haben sie dann selbst aus Spaß spannende Storys erfunden. Da war es natürlich nur noch ein logischer Schritt, selbst mit dem Schreiben von Thrillern zu beginnen. Dass neben der Kreativität auch harte Knochenarbeit nötig ist, wissen beide als Eigentümer einer Werbeagentur, denn nur mit Fleiß und Disziplin stellt sich auch der nötige Erfolg ein.
Barbara Schiller arbeitete längere Zeit als Marketingagentin für Unternehmen in Osteuropa. Ihre teilweise recht bizarren Erlebnisse in osteuropäischen und ex-sowjetischen Staaten werden oft in eine fiktive Form übertragen und fließen in die Storys ein. Ideen zu ihren Thrillern kommen Barbara Schiller auch während der intensiven Trainings, die sie mit ihrem Rhodesian Ridgeback Jabali absolviert, denn neben dem Schreiben ist das Trainieren von Hunden ihre Leidenschaft.
Auch für Christian Schiller stand Schreiben schon immer im Vordergrund. Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher und verfasste aufsehenerregende Radiofeatures über kriminelle Schriftsteller wie Jean Genet oder William Burroughs. Für diese Sendungen interviewte er unter anderem auch den österreichischen Serienkiller Jack Unterweger. Bei diesem Interview trat ganz klar zutage, dass Serienkiller jede Art von Empathie fehlt, die Opfer sind ihnen gleichgültig, alles was zählt ist der eigene Kick.
Alle diese Erfahrungen, die Barbara und Christian Schiller gemacht haben, führten schließlich dazu, als B.C. Schiller brutal spannende Thriller zu verfassen, die ein düsteres Bild der heutigen Gesellschaft zeichnen, in der auch Polizisten am Rande der Legalität agieren müssen, um das Böse auszumerzen.
Neben stark emotionellen Charakteren spielen auch die osteuropäischen Länder mit ihren Oligarchen und korrupten Systemen eine große Rolle, denn seit der Ostöffnung sieht sich Mitteleuropa immer stärker mit kriminellen Banden, aber auch mit tragischen Schicksalen von illegalen Einwanderern konfrontiert. Diese Elemente sind der Boden, auf dem eine spannende Handlung ausgebreitet wird, die sich B.C. Schiller zuvor in nächtelangen Gesprächen bei Musik und Wein in ihrem Lieblingsgriechen mit Blick auf den Fluss Donau ausgedacht haben. Noch mehr Infos gibt´s www.bcschiller.com

Eigene Meinung:

Dies ist der 1. Thriller, den ich um den Chefinspektor Tony Braun gelesen habe. Mit Tony Braun, der nachts joggen geht und mit seiner Freundin nächtliche Telefontermine hat, bin ich nicht so richtig warm geworden. Für einen Kommissar geht er mir zu brutal vor. Auch seine Sprache (er verwendet ziemlich oft Sch .. und F...) gefällt mir nicht so richtig. Tony wirkt  wie ein Teenager, nicht wie ein erwachsener Mann.

Alle Figuren in diesem Thriller sind ungewöhnlich. Eine Polizeipräsidentin mit einem geheimnisvollen Trauma, die an Ort und Stelle zusammen mit Braun ermittelt, der Kollege von Tony, der eine rauschgiftsüchtige Prostituierte beim Entzug unterstützt und die vielen Bösewichte, die nach Macht und Geld gieren.

Der Plot an sich ist spannend, allerdings gibt es sehr viele verschiedene Handlungsstränge, Figuren und Nebenschauplätze, die etwas verwirren und manchmal nicht zwingend notwendig sind. Der Thriller ist sehr brutal, viele Szenen werden für mein Empfinden etwas zu genau beschrieben. 

3/5 Sterne für diesen spannenden, brutalen Thriller. So richtig fesseln konnte er mich nicht.  Ich denke es ist sinnvoll, hier die vorhergehenden Thriller um Tony Braun zu lesen.

Montag, 17. Juni 2013

Rezension zu "Kuss der Wölfin - Die Ankunft", Katja Piel, eBook, Mystery-Thriller



Titel: Kuss der Wölfin - Die Ankunft
Autorin: Katja Piel
Seitenzahl: 260 Seiten, TB
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (27. Mai 2013)
Isbn Nr.   978-1477698778
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 378 KB
ASIN: B00D1Z98ZE
Preis: 2,99 Euro 
 

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"»Wer lange lebt, macht sich mächtige Feinde«
1589, Bedburg bei Köln
Ein grausamer Schlächter geht um. Vieh und Menschen fallen ihm zum Opfer. Gleichzeitig lebt Katharina in ständiger Angst vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie weiß: Will sie mit ihrer Stieftochter Sibil überleben, müssen sie fliehen. Was sie nicht weiß: Die Konsequenz ihrer Entscheidungen reicht bis ins Jahr 2012 ...
2012, Frankfurt am Main
Niemand weiß, wie alt Anna Stubbe wirklich ist. Niemand kennt das Geheimnis um ihre wahre Natur. Als Studentin getarnt, möchte sie das Großstadtleben genießen. Als sie den sexy, schwarzhaarigen Samuel Koch kennenlernt, lässt sie sich, trotz seiner festen Beziehung mit dem quirligen Lockenkopf Alexa Rothacker, auf ein erotisches Abenteuer ein. Doch dann taucht jemand aus Annas Vergangenheit auf, der sie seit Jahrhunderten sucht. Ein Werwolf, der voll Rachedurst ist ...
Der Beginn der Erotik-Fantasy-Trilogie rund um Werwölfe, Gestaltwandler, Intrigen und Liebe"

Über die Autorin:

Katja Piel wurde 1972 in Kelkheim geboren und lebt heute mit Mann und Kind in Rodgau. Mit ihrer eBook-Serie "The Hunter" ist sie im Mystery-Thriller-Genre erfolgreich. "Kuss der Wölfin" ist ihr erster Fantasy-Roman.
Die Website der Autorin: http://kussderwoelfin.wordpress.com Social Media: www.facebook.com/kussderwoelfin 

Eigene Meinung:

Die Geschichte beginnt total spannend. Anna Stubbe, Studentin, lebt in Frankfurt. Dort lernt sie den gutaussehenden Samuel Koch kennen und verliebt sich in ihn. Sam ist jedoch der Freund ihrer Freundin Alexa, was natürlich zu Verwicklungen führt. Hinzu kommt, dass ein mächtiger Gegner aus der Vergangenheit hinter Anna her ist ..

Die Geschichte wechselt in den einzelnen Kapiteln von der Gegenwart in die Vergangenheit um 1589 in Bedburg. Wir lernen dort  Katharina und ihren gewalttätigen Ehemann kennen. In Katharinas Dorf geht ein grausamer Mörder um, der es auf Mensch und Vieh abgesehen hat. Katharina versucht zusammen mit Sibil, ihrer Stieftochter,  zu fliehen.

Katja Piel gelingt es gekonnt, uns von der Gegenwart in die Vergangenheit zu entführen. Sie beschreibt die Geschehnisse flüssig, in einer modernen Sprache. Ganz langsam erfahren wir, was Anna in der Vergangenheit erlebte, was für ein Wesen diese Anna genau ist,  und warum sie in der Gegenwart von einem mächtigen Gegner gejagt wird. Dabei wird die Vergangenheit sehr lebendig und bildhaft dargestellt. Wir können uns das harte Leben von Anna und Sibil sehr gut vorstellen.

Bei dieser spannenden, fesselnden Mysterythriller kommen Erotik und Humor auch nicht zu kurz. Tempo und Spannung nehmen im Laufe der Geschichte zu, die Figuren, insbesondere Anna, entwickeln sich und bleiben glaubhaft.

Ich bin gespannt, wie Annas Geschichte weitergeht. 4/5 Sterne für diesen temporeichen, sexy Mystery-Thriller und meine Leseempfehlung!


 

Samstag, 15. Juni 2013

Autoreninterview mit Stefanie Maucher, Autorin von "Fida"

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Vor ein paar Jahren machte meine Familie eine schwere Zeit durch. Mein Lebensgefährte hatte einen Unfall und befand sich längere Zeit im Krankenhaus. Unterdessen brauchte ich dringend eine Beschäftigung, um zu Hause nicht durchzudrehen. Ohne die wirkliche Intention, ein Buch zu schreiben tippte ich los und stellte fest: Das macht großen Spaß und Geschichten fallen mir von ganz allein ein. Aus diesem eher zufälligen Schreibversuch entstand mein erster Roman, der aus dem ziemlich absurden und sogar witzigen Leben eines überzeugten Kannibalen berichtet. Als ich „Franklin Gothic Medium“ beendet hatte, begann ich mich erstmals bei Verlagen umzusehen und schrieb schließlich ganz gezielt etwas, für eine Ausschreibung auf der Droemer/Knaur-Plattform neobooks. Mit meiner Kurzgeschichte „Ferropolis“ landete ich dort meinen ersten „Treffer“ in einem urbanen Krimiwettbewerb, bekam erste Verlagsangebote und blieb danach einfach dabei.

2. Wie sieht dein Tagesablauf aus? Hast du eine bestimmte „Schreibzeit“?
Manch hart arbeitender Mensch wird mich für meinen Tagesablauf bestimmt hassen. Meine Kinder sind mit 13 und 15 Jahren alt genug, um selbst aus den Federn zu kriechen und ich nehme mir die Freiheit, meist bis zum späten Vormittag zu schlafen. Dann starte ich langsam in den Tag, sehe nach meinen Emails, schaue auf den gängigen Social-Media-Seiten vorbei und trinke Kaffee. Ich erledige anfallende Arbeiten, wie das Beantworten eingegangener Mails, während ich gemütlich wach werde und dann irgendwann mein Manuskript aufklappe. Andere Teile des Tages verbringe ich mit einkaufen, kochen, den üblichen Dingen, die im Haushalt so anfallen. Wenn ich im Sommer Korrekturlesen muss, packe ich die Arbeit auch gern auf den Reader und lege mich damit an den See. Manchmal bin ich ziemlich undiszipliniert und fällt es mir schwer, mich selbst zur Eile anzutreiben - außer ich habe eine Timeline beim Verlag, an die ich mich halten muss. Dann kommt das Arbeitstier in mir durch.
Schreiben fällt mir nachts am Leichtesten. Wenn alles ruhig ist und alle um mich herum schlafen. Wenn ich allein bin. Ich klappe mein Manuskript oft erst abends auf, nach 22h, wenn die Kids schlafen und komme in solchen Nächten nicht vor drei oder vier Uhr nachts ins Bett.

3. Welche Tipps würdest du angehenden Schriftstellern geben?
Hm, vielleicht den, in erster Linie immer für sich selbst zu schreiben, kontinuierlich an „der eigenen Schreibe“ zu arbeiten und sich erst zufrieden zu geben, wenn man selbst das Gefühl hat, die Geschichte ist rund und stimmig. Vorher noch gar nicht an eine Veröffentlichung denken. Wenn die Geschichte selbst beim Autor noch nicht richtig zündet oder ihn selbst nicht ganz überzeugt, dann ist sie noch nicht publikumsreif. Ich würde dazu raten, sofern man kein Lektorat hat, sich interessierte Testleser zu suchen, die einem helfen, eventuelle Schwächen des Textes noch vor der Veröffentlichung zu erkennen. Und nicht zuletzt würde ich immer zu einer möglichst sorgfältigen Rechtschreibkorrektur raten.

4. Wie ist die Idee zu den Figuren in „Fida“ entstanden?
Tatjana, die Mutter die mit ihren Suchplakaten die Straße entlang geht, war die Erste, die mir einfiel. Ich schrieb eine Drei-Seiten-Kurzgeschichte zu einem Bild eines Hamburger Fotografen. Ein Gestrüpp, mit Brennnesseln und ein wenig Schnur, die sich darin verfangen hatte, war darauf zu sehen. Die Story sollte ursprünglich in einem Bildband landen. Sie hatte, abgesehen von einem bitterbösen Mittelteil, alle Elemente, die sich nun im ersten Kapitel finden. Diese drei Seiten, bzw. diese tragische Figur, übten eine unheimliche Sogwirkung auf mich aus. Ich wollte mehr über sie schreiben und hatte das Gefühl: Das gibt viel mehr her! Die Geschichte in groben Zügen hatte ich dann sehr schnell im Kopf und begann damit, ein „Rohmanuskript“ zu schreiben. Die Feinheiten ergeben sich bei mir dann während der Arbeit.

5. Woher nimmst du allgemein deine Ideen?
In meine Bücher fließt meistens mehr ein, als nur eine Idee. Manchmal habe ich kleine Ideen, die für sich noch keine Story ergeben. Oft dauert es, wenn ich ein Buch beendet habe, mehrere Wochen, bis ich mir so halbwegs im Klaren darüber bin, was ich als Nächstes schreiben möchte. Ein Großteil der Arbeit läuft bei mir vorab im Kopf ab. Das ist wie ein abstraktes Ideen-Puzzle. Aus Bruchstücken, verschiedenen großen und kleinen Einfällen, formt sich allmählich ein großes Ganzes und irgendwann erreiche ich einen Punkt, da erscheint mir dann alles ziemlich klar. Ich habe dann eine „Mind-Map“, der ich mühelos und mit großem Spaß folgen kann. Selten überrascht mich eine Story so spontan wie Fida.

6. Wie gehst du bei den Recherchen vor?
Kommt drauf an, was ich recherchiere. Die meisten Informationen, die man braucht, findet man im Internet. Kalte Berechnung zum Beispiel spielt in Ferropolis. Das ist ein Industriemuseum mit gigantischen Bergbaumaschinen, auf einer künstlich angelegten Halbinsel in einem ehemaligen Tagebaugebiet. Dort finden im Sommer auch Open-Air-Konzerte statt. Ich schicke den Leser darin im Kopf der Protagonistin auf ein ganz besonderes Date. Die Location habe ich selbst noch nie gesehen. Aber auch jene Leser, die sich dort auskennen, werden von meinen Beschreibungen nicht enttäuscht. Ich arbeitete mit Luftbildern und könnte, sollte die Schreiberei floppen, sicher Touristenführerin dort werden. So viel weiß ich über diesen Ort.
Bei Fida waren solche Recherchen nicht nötig. Fida spielt in einer Kleinstadt, die bewusst unbenannt blieb. Fida könnte in der eigenen Nachbarschaft oder drei Städte weiter spielen.
Es gibt aber auch Ausnahmen und Fragen, auf die das Internet keine allzu genauen Antworten liefert. Wenn es sich dabei um ermittlungstechnische Details handelt, z.B. in Bezug auf die tatsächlichen Möglichkeiten bei Fahndungen und Abläufe bei der Polizeiarbeit, dann bediene ich mich eines Insiders. Ein alter Freund von mir ist Kommissar bei der Kripo und bei brennenden Fragen belästige ich ihn telefonisch.

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
Ich bin bekennender Fan von Mark Z. Danielewski und verliebt in sein „House of Leaves“. Ein ungewöhnliches Buch, anders zu lesen, als andere. Er spielt mit der Typographie, Fußnoten, Perspektiven, erzählt eine unglaubliche, intensive Geschichte, mehrere eigentlich, in äußerst extravaganter Form. Sein Nachfolgewerk ist ganz anders, aber nicht weniger aufregend. Vermutlich würde ich ihn mit unzähligen Fragen bestürmen; zu seinen Büchern, seinen Ideen, seiner Arbeitsweise und zum schlicht brillanten Geist.

8. Was machst du, wenn du nicht schreibst?
Ich lungere viel im Web rum, betreibe einen Großteil der Werbung für mein Buch selbst und bin präsent und ansprechbar für meine Leser. Abgesehen davon habe ich aber auch ein ganz normales, reales Leben. Ich habe zwei Töchter, einen Lebensgefährten und ein paar Katzen. Ich kaufe ein, koche für die Familie, erledige täglich Anfallendes, wie jeder andere Mensch auch. Ich lese gern, male, bin gern draußen, wenn die Sonne scheint, interessiere mich für Filme, Bücher und habe aus Langeweile sogar schon einen Töpferkurs besucht. Reisen würde ich gern, viel mehr als es mir finanziell möglich ist.

9 Wie beurteilst du den eBook Markt?
Beurteilen aufgrund welcher Kriterien? Ich persönlich sehe das Ebook als nette Ergänzung zum herkömmlichen Buch. Eine Erweiterung des bisherigen Angebots. Heutzutage keinen Reader zu haben erscheint mir rückständig. Ich lese gern und viel und meine Lieblingsbücher möchte ich nach wie vor gedruckt im Schrank stehen haben. Aber ich brauche nicht alles in Printform. Bei manchen Büchern reicht mir das eBook völlig, denn in erster Linie geht es mir um den Inhalt, nicht darum, in welcher Form er daherkommt. Manchmal will ich ein Buch gleich kaufen, nicht erst wenn ich das nächste Mal in eine Buchhandlung komme oder die Post wieder liefert. Elektronisch komme ich auch an Wochenenden und Feiertagen innerhalb weniger Klicks zum gewünschten Buch und kann gleich los lesen. Und manche Bücher, die mich interessieren, gibt es sogar nur als in elektronischer Form. Für mich ist das ein toller, neuer Markt, auf dem man nur, so man selbst schreibt, verdammt achtgeben muss, nicht in der Masse unterzugehen.

10. Kontakt zu den Lesern über FB, Homepage, Twitter und sozial Media. Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr wichtig. Wenn man noch nicht so irre bekannt ist, dann lebt ein Buch tatsächlich von der Begeisterung der Leser und der Mundpropaganda, die sie betreiben, wenn man sie wirklich vom Hocker reißen konnte. Durch den direkten Kontakt wecke ich dafür auch ein Bewusstsein und meine Leser merken, dass ich wirklich zu schätzen weiß, was sie für mich tun, wenn sie mich ihrer besten Freundin weiterempfehlen, die ebenfalls gerne liest, oder mein Buch auf ihrer Webseite teilen. Außerdem finde ich ganz klar interessant, was andere über meine Bücher denken. Und ich glaube, umgekehrt wissen die Leser auch zu schätzen, dass ich greifbar bin und antworte, wenn man sich an mich wendet. Mancher, der meine Bücher gelesen hat, fragt sich hinterher, was für ein Mensch sich solche Geschichten ausdenkt. Die sozialen Medien machen es möglich, auch einen Blick auf die Person hinter dem Buch zu werfen – die nicht halb so erschreckend ist, wie das Buch selbst.

11. Bist du zufrieden mit den Rückmeldungen, die zu deinen Büchern von den Lesern kommen?
Hierauf mit „Nein“ zu antworten wäre regelrecht unverschämt! Ich bekomme sehr viel Feedback von meinen Lesern. Wenn ich selbst so von meinem Buch schwärmen würde, wie viele meiner Leser es tun, würde man mich für fürchterlich arrogant und hochnäsig halten. Da ist so viel Lob und Anerkennung dabei – das geht natürlich runter wie Öl. Und es bestärkt darin weiterzuschreiben, weil es einfach riesigen Spaß macht und aufbaut, wenn man merkt: Das, was man schreibt, gefällt den Leuten.

12. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Geschichten um?
Ein Sprichwort sagt: „Über Geschmack kann man nicht streiten!“ Wenn die Kritik konstruktiv ist, z.B. noch während der Arbeit von meinen Testlesern kommend, weiß ich sie sehr zu schätzen und freue mich darüber. Immerhin kann ich sie nutzen, mein Buch noch vor der Veröffentlichung zu verbessern. Kritik nach der VÖ sieht man natürlich weit weniger gern. Aber damit leben muss man. Meist bedanke ich mich auch bei einer schlechten Kritik für das grundlegende Interesse, das meinem Buch entgegengebracht wurde. Manchmal bin ich aber auch kurz davor, ausfällig zu werden. Eine Rezensentin unterstellte mir beispielsweise, meine guten Rezensionen wären käuflich erworben, weil ihr das Buch eben nicht gefiel. So etwas empfinde ich dann schon als unverschämt und muss mich zurückhalten, um meinerseits nicht wortgewaltig über sie herzufallen. Bisher war glücklicherweise nichts dabei, was mich da die Kontrolle über mich selbst verlieren ließ.

13. In welchem Genre werden wir keine Geschichte von dir lesen können?
Chick-Lit wäre da ein gutes Beispiel. Oder Arzt- und Heimatromane. :D Abstecher zur humorvollen Science-Fiction im Stil von Douglas Adams oder Terry Pratchett mache ich manchmal, mehr zum Spaß für mich selbst, als tatsächlich für die Leser. Thriller und Horrorgeschichten sind eindeutig das, was ich schreiben möchte und in diesen Bereichen wird man noch Einiges von mir hören.

14. Welches Buch/eBook liest du denn gerade und wie gefällt es dir?
Ich habe gerade den „Übergang“ von Justin Cronin nochmals überflogen, um die Story wieder aufzufrischen. Nun lese ich den zweiten Teil der
Trilogie: Die Zwölf. Ich mag Dystopien und diese gefällt mir ziemlich gut. Ich lese aber ziemlich schnell. Obwohl das Buch ein ziemlicher Wälzer ist, würde meine Antwort nächste Woche vermutlich schon wieder ganz anders lauten.

15. Magst du uns etwas über dein aktuelles Projekt erzählen?
Na klar, gerne! Haben wir noch so viel Platz? :D
Momentan schreibe ich an der Geschichte einer Frau, die nach einer fürchterlichen Ehe, ein neues Leben beginnt – fernab der alten Heimat. Zur Abwechslung werde ich das Thema „Häusliche Gewalt“ angehen und in Rückblenden die Geschichte ihrer Ehe erzählen. In der eigentlich aktuell stattfindenden Handlung, tritt sie eine ungewöhnliche Vollzeitstelle an, mit der sie sich nicht nur finanziell über Wasser hält, sondern einen Lebenstraum erfüllt. Sie wird zur Ersatzmutter für ein paar Kinder, die von einem alternden, aber sehr wohlhabenden schottischen Paar adoptiert wurden. Nicht nur holt sie im Verlauf die eigene Vergangenheit wieder ein, sondern sie kommt auch dem Geheimnis ihrer Arbeitgeber auf die Spur. Da mischt sich dann ein wenig Mystery-Horror in die Geschichte, für die ich bereits die perfekte Location gefunden habe. Ein altes Tower-House auf einer Gezeiteninsel vor der schottischen Küste. Im Kopf steht die Geschichte schon, auf dem Papier bin ich noch ziemlich am Anfang.

Vielen Dank, liebe Stefanie, dass du meine Fragen beantwortet hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern. 

Dienstag, 11. Juni 2013

Rezension zu "Wurmstichig" von Fred Ink, CreateSpace Independent Publishing Platform, Horrornovelle

Titel: Wurmstichig
Autor: Fred Ink
Seitenzahl: 152 Seiten, TB
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform (31. Mai 2013)
Isbn Nr.  978-1484805442
Preis: 6,95 Euro

Klappentext:
"Etwas regt sich unter der schwäbischen Alb. Feindliche Mächte wühlen seit undenkbaren Zeiten in den Eingeweiden des Planeten. Sie trachten danach, uns zu verändern, wollen uns kontrollieren, damit wir ihrem Gott dienen. Kosmisches Grauen droht, uns alle ins Verderben zu stürzen. Und jetzt haben Dinge zu gehen gelernt, denen zu kriechen gebührt ... Wurm ist alles und alles ist Wurm!"

Über den Autor:

Fred Ink wurde im Mai 1980 in Tübingen geboren. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er eine Ergotherapie-Ausbildung, fasste in diesem Beruf jedoch nie Fuß. Stattdessen verschlug es ihn zum Studieren nach Berlin. Mittlerweile darf er sich auch Diplombiologe nennen.
Seit seiner Kindheit verschlingt Fred Ink fantastische Bücher jeglicher Art. Von der Fantasy kam er über die Science-Fiction zum Horror und schließlich zu knallharten Thrillern. Diese breitgefächerte Palette findet sich auch in Inks Werken: Von klassischem Horror bis zum verrückten Genremix ist alles dabei - Hauptsache, es ist originell, spannend und "anders".
Derzeit pendelt Fred Ink zwischen Baden-Württemberg und Berlin, hält sich mit Nebenjobs über Wasser und arbeitet gemeinsam mit seiner Freundin an der Übernahme der Welt... ähm, daran, irgendwann vom Schreiben leben zu können.

Eigene Meinung:

Ein Mann, den wir später noch näher kennenlernen werden, dringt in die Wohnung eines Arztes ein. Er bedroht den Arzt mit einem Revolver und bittet ihn, ihm den Bauch aufzuschlitzen, sobald er ihm seine unglaubliche Geschichte erzählt hat und er davon überzeugt ist, dass der Arzt im seine Geschichte abnimmt. Er möchte schließlich nicht im Irrenhaus landen.

Wir erfahren im Laufe der Geschichte, dass der Erzähler Erich Zann heißt, und Vertreter für Futtermittel ist. Dieser Hausierer kommt in ein abgelegenes Dorf mit etwas eigenwilligen Gestalten, die gute Kunden von ihm sind. Die Häuser dieser Gestalten darf der Hausierer nie betreten, als er einmal ein Haus betreten möchte, werden die Bewohner des Dorfes sauer.
Zann beginnt sich für das Dorf und die Bewohner zu interessieren und stößt auf Zeitungsartikel, die Meteoritenabstürze in der Gegend und vermisste weibliche Wandergruppen dokumentieren. Er beginnt sich zu fragen, ob die Ereignisse,die über Jahrzehnte geschehen sind,irgendwie zusammenhängen und bekommt Kontakt mit einem Mann namens Faiss, der eine Verschwörung vermutet. Die e-Mails, die er mit diesem Mann austauscht, sind jedoch sehr widersprüchlich.

Zann beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, gerät in die Fänge von 2 undurchschaubaren Polizisten, ob sie wohl Teil der Verschwörung sind? Er landet schließlich im Haus des Seismologen Faiß. Zann ermittelt weiter, er schleicht sich nachts in das Dorf und  träumt erotische Träume von einer wunderschönen blonden Frau. Zann kommt dem Schrecken, der sich im Dorf breit macht, und aus der Tiefe zu kommen scheint, langsam auf die Spur und gerät dabei natürlich in Lebensgefahr.
 
Fred Ink hat mit "Wurmstichig" wieder einmal eine spannende Horrornovelle im Stil der klassischen Horrorgeschichten entworfen.
Der Erzähler beschreibt seine Geschichte in einer etwas altmodischen Sprache, der Arzt als Zuhörer tritt nie in Erscheinung. Die Geschehnisse finden in der Gegenwart in einem kleinen, etwas abgeschieden gelegenen Dorf auf der Schwäbischen Alb statt.

Fred Ink gelingt es sehr gut, mit der altmodischen Sprache des Erzählers und der modernen Sprache, die ein Mann namens Faiss, in seinen e-Mails benutzt, abzuwechseln.

Die verschrobenen Bewohner des Dorfes sind sehr gut beschrieben. Fred Ink gelingt es, unser Kopfkino in Gang zu setzen und uns den Schrecken, dem Zann ausgesetzt ist, auszumalen, ohne ins Detail zu gehen. Witzig ist der Einfall, welches Mittel gegen die Würmer hilft.

Der Name des Protagonisten Zann kommt euch bekannt vor? Dann googelt mal schön ..

Wer auf altmodisch anmutende Horrorgeschichten steht, die in der Gegenwart spielen, die wunderbar im Stil von Lovecraft geschrieben sind, ist mit dieser fesselnden, spannenden Horrornovelle sehr gut beraten.
Die Geschichte ist gruselig und temporeich, sie wird immer spannender, bis sich gegen Ende die Ereignisse überschlagen. 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.

Samstag, 8. Juni 2013

Autoreninterview mit Ivonne Keller, Autorin von Hirngespenster

Ivonne Keller

Da "Hirngespenster" ein absolutes Lesehighlight ist, habe ich Ivonne nach einem Interview gebeten:

Bitte stell dich kurz vor:
Mein Name ist Ivonne Keller, ich bin Autorin von Frauenromanen und Kurzkrimis.

1.      Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Durch Zufall. Es war 2008. Ich räumte unseren Keller auf und stieß auf alte Tagebücher, in denen ich mich festlas und aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Daraus entstand die Idee, meine Kindheitserinnerungen aufzuschreiben - und während ich das tat, bekam ich die Eingebung zu meinem ersten Roman mit dem lustigen Arbeitstitel „Margot Bender und der Neger im Garten“.

2. Wie sieht dein Tagesablauf aus? Hast du eine bestimmte "Schreibzeit"?

Ich bin morgens beruflich eingespannt. Nachmittags ist bei uns immer eine Menge los, ich habe drei Jungs, die mich auf Trab halten (im wahrsten Sinne des Wortes ;)). Daher bleibt mir fast nur der Abend zum Schreiben. Ich schreibe im Bett oder auf dem Sofa, auf meinem Sitzsack, auch mal auf dem Balkon oder auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn. Wenn es sein muss, auch auf dem Spielplatz. Am Schreibtisch schreibe ich nie. Und eine feste Zeit gibt es auch nicht. Aber ich schreibe jeden Tag.

3. Welche Tipps würdest du angehenden Schriftstellern geben?

Sehr interessante Frage. Vor allem: Ab wann ist man „angehend“? Das wäre so, als ob man beschließt: So, jetzt werde ich Schriftsteller. Aber vielleicht gibt es das tatsächlich. Wenn man sich also mit dem Gedanken trägt, eine bestimmte Geschichte erzählen zu wollen, man weiß aber nicht, wie, dann würde ich ein Grundlagenseminar bei der Textmanufaktur empfehlen, oder die Werke von Elisabeth Goerge und James Frey zum Thema Schreiben lesen. Hätte ich das vor meinem ersten Roman gemacht, hätte ich nicht fünf Jahre später (also jetzt) 250 Seiten von 750 streichen müssen und zwei Monate lang alles umschreiben. Mein Roman war voller indirekter Rede (so wie in der Schule gelernt). Ansonsten viel zu viele Floskeln, Dopplungen, Adjektive, das ganze Programm. Mein Tipp: Mit Kurzgeschichten anfangen und die bei Wettbewerben einreichen. Oder bei neobooks mitmachen – dort bekommt man sehr gutes Feedback für seine Geschichten und damit auch ein Gefühl dafür, was man vielleicht noch verbessern könnte. Man lernt auch, indem man die Werke anderer Autoren dort liest.  

4. Wie ist die Idee zu den Figuren von Silvie, Anna und Sabina entstanden?

Zuerst war da die Idee um das, was mit Silvie passiert ist. Ich wollte unbedingt ein Buch darüber schreiben (ohne jetzt zu viel vom Plot zu verraten),wie sich jemand fühlen muss, von dem die gesamte Umwelt annimmt: Der bekommt nichts mit. Und was diese Person unternehmen könnte, um die anderen vom Gegenteil zu überzeugen. ; ) Da diese Idee nicht für einen gesamten Roman ausreichte, brauchte ich eine Geschichte „dahinter“. Und die ist während des Schreibens gewachsen. Ich bin also, wie man daran sieht, eine Spontanschreiberin. Wobei ich daran glaube, dass in meinem Gehirn schon irgendwo die ganze Geschichte schlummert, ich sie nur Stück für Stück entdecke. Denn warum Jens, Silvies Liebhaber, Versicherungsfritze ist, wurde mir selbst erst zum Ende hin klar.

5. Welche Figur hat am meisten Anteile von dir?

Silvie. Ich kämpfe auch sehr für mein Glück. : )

6. In deinem Buch kommt Olga, eine Russin, die Sabina aus dem Kaffeesatz
liest, vor. Hast du dir auch schon einmal die Zukunft vorhersagen lassen?

Nein, noch nie, vor so etwas graut mir! Das Einzige war (und ich wurde überrumpelt, sonst hätte ich es nie getan), dass ich mir das Geschlecht meines ersten Sohnes pendeln ließ. Der Pendler (ein Arbeitskollege), pendelte weiterhin, dass ich noch einen Sohn bekomme und dann kein Kind mehr. Na ja, jetzt habe ich drei Jungs… ; ) Aber das hat mich lange beschäftigt. Da war der Wunsch nach einem dritten Kind und angeblich bekam ich doch keins mehr. Ich dachte ernsthaft darüber nach, ob ich evtl. vorher den Löffel abgeben werde. (Kein Witz)

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was
würdest du sie/ihn fragen?

Unbedingt Petra Hammesfahr (ich habe das schon öfters kundgetan - ich weiß nicht, ob es ihr vielleicht irgendwann mal zu Ohren kommt und mein Traum wahr wird…). Ich würde sie fragen, wie sie arbeitet. Wie sie ihre Charaktere erfindet, wie sie plottet, alles. Zwei Stündchen würden mir schon reichen. ; )

8. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Ich arbeite hauptberuflich als Personalerin, nebenberuflich bin ich Mädchen für alles bei einem Handelsunternehmen, und nachmittags kümmere mich um meine Familie. Ich kann nicht über Langeweile klagen.

9. Wie beurteilst du den eBook Markt?

Ich blicke da nicht durch. eBooks von Selfpublishern scheinen besser zu laufen, als eBooks von Verlagsautoren. Für mich als Autorin bietet dieser Markt die Chance, es selbst zu versuchen.

10. Kontakt zu den Lesern über FB, Homepage, Twitter und sozial Media. Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?

Ich finde diese Kontakte wunderbar und freue mich, wenn ich Rückmeldungen zu meinem Roman bekomme. Ich antworte jedem, der mir schreibt. Ich twittere allerdings nicht. Das ist nicht so meine Welt. Und der Zeitaufwand fürs Internet ist enorm – wann sollte ich dann noch schreiben? Ich beteilige mich – aber nicht übermäßig. Und ich springe auch nicht auf jeden Zug auf. Über FB habe ich allerdings so viele tolle Kontakte bekommen, das hätte ich mir nie träumen lassen.

11. Bist du zufrieden mit den Rückmeldungen, die zu "Hirngespenster" von
den Lesern kommen?

Sehr! Ich höre immer wieder, dass die Leserinnen noch tagelang über die Geschichte nachdenken müssen – das freut mich natürlich riesig.

12. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Geschichten um?

Ich bekomme sehr wenig Kritik – dabei bitte ich immer darum. Ich bin der Meinung, dass man sich nur mit Kritik weiterentwickeln kann, weil man ja selbst betriebsblind ist. Wenn ich eine Kurzgeschichte schreibe, habe ich eine Reihe von Testleserin, denen ich sage: Ich will mindestens drei Kritikpunkte von dir hören!
Ich schreibe übrigens manchmal zu kompliziert. Meine Kurzgeschichten werden nicht immer verstanden. Das ist eine Gradwanderung, denn zu offensichtlich soll es ja auch nicht sein.

13. Welches Buch/eBook liest du denn gerade und wie gefällt es dir?

Ich lese derzeit „The mistery of Mercy Close“ von Marian Keyes und bin begeistert. Sie ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Kein typischer Frauenroman, sondern tiefgründig, spannend und lustig. Die Protagonistin ist depressiv – kein leichtes Thema, aber gut umgesetzt. Ich finde es toll, wenn Frauenromane fesseln wie Thriller.

14. In welchem Genre werden wir keine Geschichte von dir lesen können?

Fantasy, Science Fiction, Historische Romane. Für die ersten beiden Genres fehlt mir jegliche Fantasie, für das Dritte das Wissen und die Geduld.

15. Magst du uns etwas über dein aktuelles Projekt erzählen?

Ich schreibe gerade an einem Chicklit Roman, bei dem ebenfalls die Spannung nicht fehlt. Mir haben die Passagen von Olga in Hirngespenster so viel Spaß gemacht, dass ich mehr davon wollte. Die Nachbarin meiner neuen Protagonistin beschäftigt sich mit Engeln … Mehr verrate ich nicht, um mir (und euch) nicht die Spannung zu nehmen. 

Liebe Biggi, vielen Dank für deine tollen Fragen – das hat Spaß gemacht!

Ich danke dir, liebe Ivonne, und wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg. Ich bin schon richtig gespannt auf deinen neuen Roman, da mir die Olga in "Hirngespenster" total gut gefallen hat.  

Mittwoch, 5. Juni 2013

Rezension zu "Fida" von Stefanie Maucher, Psychothriller, CreateSpace Independent Publishing Platform

Titel: Fida
Autorin: Stefanie Maucher
Isbn Nr. 978-1483957517
Seitenzahl: 229 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (26. März 2013)
Preis: 9,99 Euro


Klappentext:
"Nach einem Besuch in der Stadtbücherei wurde die dreizehnjährige Laura zum letzten Mal lebend gesehen. Was ist mit ihr geschehen? Wie gehen ihre Eltern mit dem Verschwinden des einzigen Kindes um? Das erzählt Stefanie Maucher in ihrem neuen Buch "Fida".

Was würden Sie tun, wenn Ihr Kind einfach verschwindet? Wenn SIe nicht wissen, ob es noch am Leben oder tot ist? Würde Ihre Familie näher zusammenwachsen oder unter der Last auseinanderbrechen?

Wann würden Sie die Hoffnung aufgeben? Und wie weit würden Sie gehen, wenn Sie den Täter finden?"


Über die Autorin: 
Stefanie Maucher wurde 1976 in Stuttgart geboren und lebt, nach einem mehrjährigen Ausflug nach Graz in Österreich, mit einem Mann und zwei Kindern im Baden Württembergischen Schorndorf. Als situationsangepasste Lebenskünstlerin sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Berufszweigen und widmet sich nun ihrem heimlichen Kindheitstraum, dem Schreiben spannender Geschichten. Sie veröffentlichte bereits den Roman Franklin Gothic Medium. Beim Verlag dotbooks erschien ihr Thriller Kalte Berechnung – Eine Rachegeschichte. Im März 2013 erschien ihre Kurzgeschichte Mängelexemplar in der Anthologie "Mängelexemplare".

Eigene Meinung: 

Stefanie Maucher erzählt in kurzen Kapiteln und kurzen Sätzen in  verschiedenen Erzählperspektiven.
Im 1. Kapitel begegnen wir Tatjana, deren Tochter Laura ungefähr vor einem Jahr nach einem Besuch in der Stadtbücherei,  verschwunden ist. Tatjanas Sicht der Dinge hat Stefanie Maucher in der Gegenwart beschrieben. In weiteren Kapiteln erfahren wir, was Laura ein Jahr zuvor passiert ist. Diese Kapitel hat die Autorin in der Vergangenheit geschrieben. Wir lernen weitere Personen kennen, z. B. den ermittelnden Kommissar, den Täter und seine abartige Geschichte und  seinen Vater,  die uns ihre Sicht der Dinge mitteilen.

Stefanie Maucher hat mit "Fida" einen verstörenden, brutalen Psychothriller geschaffen. Wir erleben Lauras Grauen mit und lernen einen abgrundtief bösen Täter näher - viel zu nahe - kennen.

In diesem Thriller stehen nicht die Ermittlungen der Kripo im Vordergrund, hier sind die Qualen der Eltern,  die Problematik in der Familie nach dem Verschwinden ihrer Tochter, Lauras Qualen, die Persönlichkeit des Täters und sein Sadismus im Vordergrund der Geschichte.

4/5 Sterne für diesen brutalen, beklemmenden, verstörenden Thriller mit einem ungewöhnlichen, überraschenden Ende, der mir ganz gut gefallen hat.

Das Buch habe ich mir gekauft (meine Kids haben mir ein Muttertagsgutschein für ein Buch geschenkt Ich habe es direkt bei der Autorin bestellt, die mir netterweise eine tolle Zeichnung in das Buch gemalt hat und eine Widmung hineingeschrieben hat). 

Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension zu "Hirngespenster" von Ivonne Keller, eBook, Roman

Titel: Hirngespenster
Autorin: Ivonne Keller
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 727 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 367 Seiten
Preis: 4,99 Euro
Verlag:  Knaur eBook (3.12.12)

 Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Drei Frauen. Silvie, ihre Schwester Anna und Sabina.

Ein Unfall, der ihr Leben verändert.

Während Silvie vor der Entscheidung für ihren Liebhaber Jens und gegen ihren Mann Johannes steht, kämpft ihre Schwester Anna um ihren Verstand. Nur mit Pillen schafft sie es, den Alltag mit ihren drei Kindern einigermaßen zu überstehen. Silvie ist hin- und hergerissen: Soll sie Anna beistehen oder sich um ihr eigenes Glück kümmern? Das Schicksal kommt ihr zuvor und reißt sie mitten aus dem Leben. Als sie zu sich kommt, ist nichts mehr, wie es war. Warum kümmert sich Sabina, die Jugendliebe ihres Mannes Johannes, so liebevoll um sie? Warum kommen ihre Schwester Anna oder ihre Eltern niemals zu Besuch? Ist Anna etwa tot? Oder im Gefängnis? Und was ist aus Jens geworden?
»Gefühlvoll und ergreifend mit Augenzwinkern«"

Über die Autorin:

Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer Arbeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main. Mehr über die Autorin erfahren Sie auf ivonne-keller.de oder vernetzen Sie sich via Facebook unter facebook.com/ivonne.keller

Eigene Meinung: 

Bei einer Gewinnspielaktion der Autorin habe ich dieses eBook gewonnen, nachdem das Buch mir schon öfter aufgefallen war und ich die Rezension von Buchmenschlein Bianca gelesen hatte.

Ich wurde nicht enttäuscht. Von der ersten Seite an hat mich Silvie und ihre Geschichte in ihren Bann gezogen.

Wir erfahren in einzelnen Kapiteln die Geschichte aus der Sicht von Silvie vor und nach ihrem Unfall
 und von vielen weiteren Personen, z. B. von  Anna, Silvies Schwester oder Sabina, der Jugendfreundin von Johannes (Sivlies Ehemann).

Das Schicksal dieser drei Frauen, das untrennbar miteinander verwoben ist, wurde von Ivonne Keller fesselnd, spannend und humorvoll erzählt.

Die Hauptfiguren entstehen vor unserem inneren Auge und wir erhalten einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben.
Bemerkenswert sind die mit Leben erfüllten Nebenfiguren, wie die sympathische Russin Olga, die Sabinas Zukunft aus dem Kaffesatz liest.

Ivonne Keller hat witzige Szenen eingebaut, z. B. die Internet-Traumdeutung von Silvies Traum. Ich habe so gelacht, dass ich die Szene meinem Mann vorlesen musste (der fand sie auch klasse!).

Kommen die Männer - mit Ausnahme von "Lovegod" Jens - nicht besonders gut weg in diesem Roman, müssen wir leider feststellen, dass es solche Exemplare auch in der Realität gibt.

Ivonne Keller scheint eine gute Beobachterin zu sein, was man diesem Roman, der mit überraschenden Wendungen aufwartet, sofort anmerkt.

5/5 Sterne für diesen fesselnden Spannungsroman mit super gezeichneten Charakteren, Psychostudien, Humor und Überraschungen. Ein absoluter  Geheimtipp! Absolute Leseempfehlung! Ich will mehr von Ivonne Keller lesen!

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein Autorin: Maria W. Peter Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17) Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2 Verlag: Bastei...