Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rezension zu "61 Stunden Ein Jack-Reacher-Roman" von Lee Child, Blanvalet Roman, Thriller

Titel: 61 Stunden - Ein Jack-Reacher-Roman
Autor: Lee Child
Seitenzahl:  448 Seiten (gebundene Ausgabe)
Isbn Nr.: 13-978-3764504182
Verlag: Blanvalet Verlag (14.10.13)
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:


"South Dakota im tiefesten Winter. Der Bus, in dem Jack Reacher unterwegs ist, gerät auf einer Brücke ins Schleudern und landet im Straßengraben. Weiterfahrt ausgeschlossen. In der nahen Kleinstadt Bolton schlüpft Reacher vorübergehend bei einem Cop unter - und erfährt, dass die örtliche Polizei eine Seniorin zu schützen versucht, die Zeugin eines Drogendeals wurde. Seine Alarmglocken schrillen, als kurz vor der Gerichtsverhandlung erst eine Gefängnisrevolte ausbricht und dann auch noch ein stillgelegtes Army-Flugfeld vor den Toren der Stadt von Schnee und Eis befreit wird. In der klirrenden Kälte krempelt Reacher die Ärmel hoch ..."

Über den Autor:

Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem "Anthony Award", dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur. Zuletzt von Lee Child bei Blanvalet: Underground: Ein Jack-Reacher-Roman


Eigene Meinung:  

Jack Reacher ist mit einem Reisebus voller Rentner unterwegs, als der Bus verunglückt. Es dauert sehr lange, bis Hilfe kommt. Eine brenzlige Situation, da der Unfall kurz vor einem Schneesturm passiert und einige Rentner dabei verletzt wurden. Jack, der Medizinkenntnisse besitzt, bietet natürlich sofort seine Hilfe an. Die Reisegruppe muss bis zum nächsten Tag  mit der Fortsetzung ihrer Reise warten, da erst dann ein neuer Bus die Gruppe erreichen kann. Im ganzen Städtchen sind die Motels und Pensionen ausgebucht, so dass die Rentner bei Privatpersonen untergebracht werden und Reacher bei einem Polizisten übernachten kann. Während er auf dem Polizeirevier wartet, bis der Polizist  seinen Dienst beendet hat, bekommt Reacher mit, dass Bolton so überlaufen ist, weil Besuchstag im Gefängnis ist. In diesem Gefängnis wartet der Chef eines Drogenrings auf seinen Prozess. Eine ältere Dame möchte als Zeugin gegen ihn aussagen. Diese Dame wird streng bewacht von der örtlichen Polizei, da vermutet wird, dass ein Anschlag auf die Zeugin geplant ist. Da die Polizei von Bolton verpflichtet ist, bei Alarm aus dem Gefängnis alle ihre Einsatzkräfte zu mobilisieren, wird wahrscheinlich von dort aus ein Ablenkungsmanöver gestartet werden. Der Polizeichef bittet Jack um Hilfe. Bald bricht die vermutete Revolte aus.

Dieser Thriller ist sehr fesselnd erzählt und verspricht Spannung von der ersten Seite an. Jack Reacher ist ein sympathischer Kämpfer für die Gerechtigkeit. Diese hat er beim Militär wohl nicht erfahren. Enttäuscht hat er dem Militär den Rücken gekehrt und reist jetzt ohne festen Wohnsitz und ohne Gepäck (er kauft alle 3 Tage neue Kleider) durch die USA. Doch wenn Hilfe gebraucht wird, bietet er diese an und gibt wirklich alles. Er ist eine sympathische, sehr eigenwillige Figur, unglaublich intelligent, was er uns und seiner Nachfolgerin beim Militär dadurch beweist, dass er ihr per Telefon einen Fall zu lösen hilft.
Die Telefonate zwischen Jack und seiner Nachfolgerin, die er Amanda nennt, sind gnadenlose Wortgefechte, leicht zynisch gehalten - ein Vergnügen, diese zu lesen!
Jack stößt auf skrupellose Drogenhändler und auf eine Bikerbande, die sich am Rande der Stadt niedergelassen hat und seltsamerweise von der Polizei geduldet wird. Er enthüllt so nach und nach eine politisch sehr brisante Angelegenheit, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt.

Wir erfahren die Geschichte nicht nur aus Jacks Sichtweise, auch die Gegner lassen uns teilhaben an den Ereignissen.  Wir bekommen einen skrupellosen, kalten Drogenboss der sich "Plato" nennt zu Gesicht, der uns seine Pläne ganz langsam enthüllt.

Die Spannung in diesem Thriller steigert sich noch. Der Autor hat um uns zu verwirren, einige Überraschungen eingebaut, mehr kann ich ohne zu spoilern nicht verraten.

Wir zittern zusammen mit dieser netten, älteren Dame, die als Zeugin gegen einen Drogenboss aussagen möchte, und hoffen, dass sie überleben wird. Wir wollen die Bösewichte hinter Schloss und Riegel sehen und hoffen, dass der angesetzte Killer entlarvt und gestoppt werden kann. In einem atemberaubenden Finale in der Kälte,  muss Jack seine Intelligenz, seinen Mut und seinen Kampfgeist beweisen. Dabei wird Abschnittweise von den 61 Stunden ausgehend bis zum Finale heruntergezählt.  

5/5 Sterne für diese fesselnden, grandios spannenden Thriller, der ohne viel Blutvergießen auskommt, dafür tempo- und actionreich ist, mit einem interessanten Plot und raffinierten Dialogen. Spannendes Lesevergnügen pur!


Montag, 28. Oktober 2013

Rezension zu "Hitzemond " von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Kurzgeschichtensammlung

Titel: Hitzemond
Autor: Oliver Fehn
Isbn Nr. 13- 978-3981348293
Verlag: Pandämonium Verlag 1. Auflage (9/13)
Seitenzahl: 212 Seiten, broschiert

Preis: 17,95 Euro

 Klappentext:

"Lesen Sie das Buch nicht, wenn Sie soeben ein seelisches Tief durchlaufen oder sich allgemein leicht ängstigen“, warnt der Autor seine Leser in der Vorbemerkung. Doch in dem neuen Buch von Oliver Fehn geht es keineswegs um Geister, Vampire und Monster – nein, die Ängste, Abgründe und Schattenseiten des Menschen sind Thema dieser 12 Geschichten, die in trostlosen Dörfern, alten Schulhäusern, unheimlichen Dachböden, einsamen Bars, gigantischen Städten bei Nacht – und manchmal auch in ganz schlichten Kinderzimmern spielen. Der Autor, bekannt für seine bedrückenden Schilderungen des Bösen und Morbiden, führt hier seine Erzählkunst in neue Höhen, und das Risiko, bei vielen seiner Leser verschüttete Albträume zu neuem Leben zu erwecken, nimmt er dabei gern in Kauf."

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor zahlreicher Romane und Sachbücher. Im Pandämonium-Verlag erschienen bisher sein Roman "Die Klavierbrücke", der Kurzgeschichtenband "Keiner will mehr nach San Francisco", sowie seine Übersetzung von Mark Twains Roman "Der geheimnisvolle Fremde". Neben seiner Autorentätigkeit arbeitet er vor allem als Übersetzer von Büchern aus dem Musikfachbereich.

Eigene Meinung: 

Oliver Fehn hat hier zwölf Kurzgeschichten geschaffen, die uns in die Abgründe der menschlichen Seele führen. Auch hier begegenen wir wieder  Oliver Fehns poetischem, geheimnisvollem Erzählstil, der hier jedoch etwas düster gehalten ist. Manche Geschichten sind leicht psychodelisch, surreal, manche nicht so richtig greifbar. In den  Geschichten spielt das Böse und Morbide eine größere Rolle.

Wie bereits in "Keiner will mehr nach San Francisco", begleitet Oliver Fehn uns durch seine Kurzgeschichtensammlung, indem er jede einzelne Geschichte durch einige Sätze einführt. Es entsteht so der Eindruck, Oliver würde neben uns sitzen und uns die Geschichten erzählen.

Besonders gut gefallen haben mir z. B. die Geschichten "Teen Angel" und "Schmuddelbuddel". In "Teen Angel" erzählt ein Junge ziemlich schonungslos einer Person namens "Azraela" seine ganz persönliche, ziemlich brutale Wahrheit. "Schmuddelbuddel" handelt von einem Freund eines Jungen, der nur für den Jungen sichtbar ist. "Vergessen, wie die Rosen" und "Türen aus Rauch" hängen zusammen und handeln von einer geliebten Lehrerin. Auch der "Ich"-Erzähler aus der "Klavierbrücke" ist in diesem Band vertreten.

4,5/5 Sterne für diese verstörende Kurzgeschichtensammlung. Gegruselt habe ich mich allerdings nicht, auch nicht unbedingt geängstigt. Ganz klare Leseempfehlung!




Samstag, 26. Oktober 2013

Bloggeburtstagsgewinnspiel von Toms Lesewelten







Tom habe ich im Lesezimmer von Zorn im letzten Jahr kennengelernt. Wir hatten sehr viel Spaß in unserem Lesezimmer und den Herren Zorn und Stephan Ludwig. Daraus ist ein netter Kontakt zu Tom entstanden.

Genau vor einem Jahr hat Tom dann beschlossen, es auch als Buchblogger zu versuchen. Zum Bloggeburtstag verlost er ein Buchpaket, das ihr gewinnen könnt. Schaut doch mal auf seinem Blog vorbei. Einfach auf den Link unten klicken.

Ich wünsche dir, lieber Tom, weiterhin viel Spaß beim Bloggen, Lesen und ganz viele Leser!






http://toms-lesewelten.blogspot.de/2013/10/geburtstags-gewinnspiel-endspurt-nur.html

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Bekanntgabe der Gewinnerin der singnierten Ausgabe von "Und dein Lohn ist der Tod" von Erasmus Herold



57 Personen haben an der Verlosung von  der signierten Ausgabe von "Und dein Lohn ist der Tod" von Erasmus Herold teilgenommen.

Leider konnte nur eine Person gewinnen. Erasmus hat die Gewinnern gezogen:

Wir gratulieren Marion Erler zu ihrem Gewinn. Erasmus hat das Buch bereits heute zur Post gebracht.

Wir wünschen dir ganz viel Lesespaß, liebe Marion.

Vielen Dank, lieber Erasmus, dass du die Verlosungsaktion möglich gemacht hast.

 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension zu "Karla" von Mark Franley, eBook, Psychothriller


Titel: Karla
Autor: Mark Franley
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 577 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 286 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1492786616
ASIN: B00FCD0RA8
Preis: 2,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Was mit einem einfachen Mord beginnt, lässt Hauptkommissar Köstner kaum Zeit für Ermittlungen. Wie aus dem Nichts zieht sich eine wütende Mordserie durch die Stadt und offenbart dabei die dunkelsten Seiten unserer Gesellschaft.

Opfer für Opfer verstärken sich Mike Köstners Zweifel an allem, wofür er einmal einstand, und als er schließlich die Wahrheit erfährt, steht sein Entschluss fest.

Dieser Thriller geht unter die Haut, denn es könnte hinter jeder Tür passieren …

Nach „Heuchler“ und dem Kindle-Bestseller „Benutzt“ ist dies der dritte Fall um Hauptkommissar Mike Köstner"

Über den Autor:
Mark Franley lebt und schreibt in Mittelfranken, wo er 1972 das Licht der Welt erblickte.
Die Eigenschaft, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen, spiegelt sich in all seinen Geschichten wieder. Immer wieder finden sich gesellschaftliche Themen, geschickt eingebettet in fiktive Geschichten, und regen so zum Nachdenken an. Einige kurze, prägnante Sätze genügen, um den Leser in eine andere Welt zu holen und ihn dort festzuhalten. Spannung ist in jedem Fall garantiert!

Eigene Meinung:

Michail Petrov, ein russischer Mafiaboss,  hat sich in der Nähe von Nürnberg ein Schloss gekauft. Die Ortsvorstände und Gesetzeshüter scheint das nicht zu stören. Sie sind darüber erfreut, unterstützt der Mafiaboss doch soziale Projekte. Gleichzeitig geschieht ein brutaler Mord an einem vermeintlich Obdachlosen und Mike Köstner ermittelt zusammen mit seiner Kollegin Natalie. Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen Mord. Schon bald ist klar, dass ein Serienmörder in Nürnberg sein Unwesen treibt.

Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um eine Person namens Karla. Bald ist klar, dass Karla die gesuchte Mörderin ist. Ganz langsam erfahren wir das Motiv von Karla, das in ihrer Vergangenheit liegt und mit dem Mafiaboss zu tun hat.

Die Story ist fesselnd und spannend geschrieben. Mark Franley besitzt eine einfache, klare Schreibweise, teilweise benutzt er auch Begriffe aus der Umgangssprache, so dass sich dieser Thriller richtig gut liest.

Der Autor beschränkt sich auf das Wesentliche der Geschichte, über die beiden Ermittler erfahren wir nicht sehr viel. Dies stört den Handlungsablauf jedoch überhaupt nicht.  Schließlich stehen hier die Ermittlungen, der Mafia-Boss Michail Petrov und Karla im Mittelpunkt des Geschehens.

Mark Franley schafft es, dass uns Karla sehr nahe kommt, wir können ihren Rachefeldzug nachvollziehen, haben Mitleid mit ihr, der Täterin, nicht mit ihren Opfern. 

Der Schluss wird dem geübten Krimi- und Thrillerleser jedoch keine große Überraschung bieten.

Die Handlung ist brandaktuell, russische Mafia und ihre Geschäfte (mehr verrate ich nicht, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen ..). 4/5 Sterne für diesen spannenden, fesselnden Psychothriller, der sich sehr schnell wegliest.



Freitag, 18. Oktober 2013

Rezension zu "Die Amerikanische Nacht", Marisha Pessl, Roman, S. Fischer Verlag, Mystery-Krimi,

Titel: Die Amerikanische Nacht
Autorin: Marisha Pessl
Seitenzahl: 800 Seiten (gebundene Ausgabe 12.9.13)
Isbn Nr. 13-978-3100608048 
Verlag: Fischer Verlag
Preis: 22,99 Euro


Klappentext:

'"Tief unten im Aufzugschacht einer leeren Lagerhalle liegt Ashley, tot - Tochter des unauffindbaren, aber allseits präsenten und besessenen Filmemachers Cordova. War es ein Unfall oder Selbstmord? Zusammen mit Nora und Hopper, beide um die zwanzig und gerade erst in Manhattan gestrandet, sucht der Journalist Scott das Rätsel ihres mysteriösen Todes aufzudecken. Schon lange ist Scott hinter Cordova her, aber eine falsche Behauptung über das allmächtige Filmgenie hat ihn vor Jahren die Karriere gekostet. Jetzt nimmt er die Recherche auf eigene Faust wieder auf. Was verbirgt sich hinter Cordovas Credo "Ist die Kunst größer als das Leben?" Und liegt der Schlüssel zum Geheimnis in seinen sagenumwobenen Filmen?


Über die Autorin und den Übersetzer:

Mit ›Die alltägliche Physik des Unglücks‹ wurde Marisha Pessl 2006 weltweit als literarisches Wunder gefeiert.
Nach sieben Jahren kommt sie mit einem donnernden Paukenschlag zurück.
Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University.
Sie lebt in New York.
Tobias Schnettler wurde 1976 in Hagen geboren und studierte in Hamburg Amerikanistik. Er arbeitet als freier Lektor und Übersetzer in Frankfurt am Main. Für S. Fischer übersetzte er Marisha Pessls ›Die amerikanische Nacht‹.

Eigene Meinung:

Der investigative Journalist Scott McGrath erhält eine SMS von seinem Anwalt. Die Tochter Cordovas, Ashley, 24 Jahre jung,  wurde tot aufgefunden. Scott hatte bereits vor Jahren mit Cordova zu tun. Seine Karriere und seine Ehe waren danach zerstört. Seine kleine Tochter Sam sieht Scott nur selten.
Neugierig geworden, was es mit dem Tod von Ashley auf sich hat, fängt Scott an Ashleys Tod zu untersuchen. Scott trifft bei seinen Recherchen auf  Nora und Hopper, die beide die geheimnisvolle Ashley kennengelernt haben. Nora und Hopper wollen Scott bei seinen Ermittlungen helfen.
Das ungewöhnliche Dreierteam sucht Personen auf, die Ashley begegnet sind. Diese Personen haben alle eines gemeinsam, sie sind von Ashley total fasziniert und haben das Bedürfnis, über ihre Begegnungen mit Ashley zu erzählen. Langsam, ganz langsam finden sie Spuren von Ashley. Häppchenweise erhalten Sie Informationen, dabei ist das kleinste Detail unheimlich wichtig. Manche Dinge erschliessen sich den Dreien auch erst sehr viel später. Hilfe bekommen Sie bei ihrer Suche  von den  "Blackboards", einer Fanseite für die Cordoviten, wie die Cordova-Fans sich nennen.

Neben Scott, Nora und Hopper spielt Cordova eine große Rolle in dieser Geschichte. Cordova ist Ashleys Vater, ein sagenumwobener Filmemacher, der seit Jahren spurlos verschwunden ist. Angeblich soll er sich auf "The Peak" aufhalten, seinem sehr abgeschieden gelegenen Anwesen.,   Auf diesem Anwesen sollen seine dunklen Filme gedreht worden sein. Über das Gelände wird viel gemunkelt. Die Schauspieler, die in Cordovas Horrorfilmen mitgewirkt haben, waren nach einem Dreh mit Cordova irgendwie verändert, manche sind verschwunden. Cordova scheint von dunklen Mächten umgeben zu sein. Dem Leser und auch Scott und seinen Helfern stellt sich deshalb die Frage, ob alles, was in seinen Filmen passiert ist, in Wirklichkeit auch passiert ist.

Für Nora, Hopper und Scott beginnt eine Jagd nach Cordova, sie steigen hinab in eine dunkle Welt, voller Magie. Was ist Wahrheit? Was ist Schein? Gibt es Cordova überhaupt oder ist er ein Mythos?

Alle Protagonisten in diesem Buch bewegen sich abseits des Normalen. Der Journalist Scott ist fast schon besessen davon, Cordova eine Straftat nachzuweisen. Er ist davon überzeugt, dass Cordova irgendetwas mit dem Tod seiner Tochter zu tun hat. Scotts leicht ironische Art ist hier zu betonen. Nora möchte gerne Schauspielerin werden, läuft mit einem Wellensittich im Käftig durch die Straßen und besitzt einen leicht schrägen Stil sich zu kleiden. Hoppers Leben ist etwas aus der Bahn geraten. Er hat mit Drogenproblemen zu kämpfen.

Die Autorin schafft es, die Figuren sehr lebendig, glaubhaft und einzigartig zu gestalten. Ihr Erzählstil bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Sie streut Andeutungen über Cordova und über das Geschehene ein, so dass sich jeder Leser seine ganz eigene Geschichte über das, was denn nun passiert sein könnte, ausmalen kann. Gekonnt hat die Autorin Zeitungsberichte, Bilder von Ashley und  Screenshots in die Geschichte mit eingebaut, so dass uns suggeriert wird, die Geschichte basiere auf einer realen Begebenheit.

Die Autorin bringt unser Kopfkino so richtig zum Laufen. Das Buch ist kaum aus der Hand zu legen, am liebsten würde man die 800 Seiten an einem Stück lesen.

Genauso wie von Cordova ein magischer, dunkler Sog auszugehen scheint, zieht die Geschichte den Leser in ihren Bann. 5/5 Sterne für dieses so intensiv erzählte Buch mit seinen unglaublich lebendigen, interessanten, außergewöhnlichen Figuren und Bildern,  betörend, düster und geheimnisvoll.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Zeitgenossen Band 1 Gemmas Verwandlung" von Hope Cavendish, Vampirroman,



Titel: Zeitgenossen Band 1, Gemmas Verwandlung
Autorin: Hope Cavendish
eBook: 225 Seiten (ET 7.8.13)
Amazon Media EU S.à r.l. 
(auch als Taschenbuch erhältlich)ASIN: B00EE6DG4I
Preis: 3,99 Euro

 


Ein sehr schöner Vampirroman mit historischen Eindrücken

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)

Darf ich mich kurz vorstellen? Mein Name ist Gemma. Ich lebe in London. Wir schreiben das Jahr 1599 und mein Vater ist Apotheker. Allerdings bin ich kein Mensch mehr, sondern ich wurde plötzlich und gegen meinen Willen zu einem Vampir verwandelt. Eigentlich müsste ich Viscount Arlington dafür dankbar sein, denn ansonsten wäre ich jetzt tot. Was macht man, wenn man unsterblich ist? Man sieht die Zeit an sich vorbei ziehen, erlebt Geschichte hautnah mit, verliebt sich, trennt sich, erlebt unfassbare Verbrechen, Kriege beginnen und enden wieder. Dies ist meine Geschichte, mein (Vampir-) Leben und ich möchte Euch ein wenig davon erzählen, sagen wir mal ich berichte von meinen ersten 100 Vampirjahren…


Über die Autorin:
Wie viele Schreiber war ich bereits als Kind eine Leseratte und habe dann auch schon recht früh angefangen, eigene Geschichten zu schreiben. Gottseidank gab es damals noch kein Internet, so dass ich als Teenager nicht in die Versuchung kam, meine damaligen Ergüsse einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen. Denn was ich damals so zu Papier brachte, war üblicherweise immer sehr melodramatisch und triefend vor Klischees. Der Hang zur Melodramatik hat sich inzwischen glücklicherweise etwas gelegt. Das Interesse am Schreiben hingegen ist nie so ganz verloren gegangen. Vor ein paar Jahren ist dann das Schreiben bei mir wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Dabei hat sich neben ein paar Kurzgeschichten auch ein größeres Projekt ergeben, die Vampirromanserie Zeitgenossen. Wer mehr über mich erfahren möchte, kann mich gerne auf meiner Homepage http://www.hope-cavendish.de besuchen.

Meine Meinung
Die 1. Kapitel konnten mich ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugen. Ein guter Schreibstil in ICH-Form gewählt, allerdings mit raschen, kurz angerissenen Handlungen und reichlich historischen Hintergrundereignissen gespickt, wollten mich einfach nicht packen… aber ich muss sagen, das „Durchhalten“ hatte sich dann doch noch gelohnt…

Der Leser lernt Gemma kennen, eine junge Frau, die ich von Anfang an sympathisch fand, allerdings handelte sie in manchen Situationen unüberlegt. Sie trifft in ihrem „neuen“ Vampirleben auf Weggefährten, Freunde oder „intimere“ Begleiter und die Wege trennen sich auch wieder, wie im „wahren“ Leben...
Ich bewege mich seit einiger Zeit neben meiner Thriller-/Krimileidenschaft nun auch im Gebiet der Fantasy – allerdings eher im Jugendbereich mit z.B. Engeln, Hexen. Um Vampirromane habe ich einen großen Bogen gemacht. Die Twilight-Bücher habe ich noch nicht gelesen (stehen aber bestimmt irgendwann auch auf meinem Leseprogramm!), aber die Filme dazu gesehen. Einige Sichtweisen und Aspekte zu Vampiren findet man in diesem Auftakt zu einer Reihe rund um Gemma und ihre Zeitgenossen wieder. Es gibt Gruppen, die sich von Tierblut ernähren, andere zelebrieren den Genuss von menschlichem Lebenssaft. Es gibt die Guten und die Bösen. Diese Unterteilung ist nicht neu, hat mir aber sehr gut gefallen und konnte mich gut unterhalten…
Es werden auch ein paar „heiße“ Eisen angefasst wie z.B. Kinderprostitution zur damaligen Zeit. Diese werden gut in den Handlungsverlauf eingebunden…
Ich für meinen Teil habe beim Lesen des eBooks bemerkt, dass ich bei historischen Romanen Hamdlungen bevorzuge, in denen auch Liebesbeziehungen oder Freundschäften vorkommen. Am Anfang des Buches war ich sehr enttäuscht, wie kurz die Verwandlung von Gemma „abgehakt“ wurde. Aber diese Reihe rund um die Vampirin ist auch nicht vordergründig auf das Zwischenmenschliche ausgelegt, sondern auf die historischen Daten/Ereignisse, die professionell von der Schriftstellerin recherchiert und wiedergegeben wurden…
Ab dem vierten Kapitel konnte ich dann auch fast nicht mehr aufhören zu lesen, da einzelne Szenen, wie z.B. die Rettung von Kindern aus dem „Freudenhaus“ sehr bildlich und kurzweilig dargestellt wurden. Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich aufgebaut und am Ende tat es mir schon fast ein bisschen leid, dass ich nicht gleich mit dem zweiten Teil beginnen konnte…
Ich warte somit gespannt auf die Fortsetzung und bedanke mich bei der Autorin, dass sie sich sehr in die Leserunde bei Lovelybooks eingebracht und viele Fragen ausführlich beantwortet hat. Durch diese Leserunde bin ich auch erst so wirklich auf das Buch bzw. die Reihe aufmerksam geworden…

Fazit
Der Auftakt zu einer historischen Vampirreihe, der mich nach anfänglichen „Startschwierigkeiten“ doch noch für sich einnehmen konnte.
Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sterne und kann dieses Buch allen Leseratten weiterempfehlen, die auch auf historische Hintergrundinfos im Romanverlauf Wert legen!





Sonntag, 13. Oktober 2013

Rezension zu "Uppercut" von Fred Ink, Thriller, eBook,

Titel: Uppercut

Autor: Fred Ink
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 522 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 290 Seiten
ASN:  B00FEJ29OC
Isbn Nr.:13- 978-1491031285 (24.9.13)
Preis: 2,99 Euro 
TB Preis: 9,95 Euro 

Klappentext:
»Verprügeln Sie einen Obdachlosen. Laden Sie ein Beweisfoto auf Facebook hoch.«

Sie haben seine Frau. Ihre Forderungen erscheinen vollkommen unsinnig. Um sie zu erfüllen, muss er alte Wunden aufreißen und sich seiner kriminellen Vergangenheit stellen. Wer tut ihm das an? Und warum?
Der ehemalige Boxer Robert Strauss stolpert von einer bizarren Situation in die nächste, und nur eines ist sicher: Jemand bekommt bald ganz gewaltig was aufs Maul!"

Über den Autor:

Fred Ink wurde 1980 in Tübingen geboren.
Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er eine Ergotherapie-Ausbildung, fasste in diesem Beruf jedoch nie Fuß. Stattdessen verschlug es ihn zum Studieren nach Berlin. Mittlerweile darf er sich auch Diplombiologe nennen.
Seit seiner Kindheit verschlingt Fred Ink fantastische Bücher jeglicher Art. Von der Fantasy kam er über die Science-Fiction zum Horror und schließlich zu knallharten Thrillern. Diese breitgefächerte Palette findet sich auch in Inks Werken: Von klassischem Horror bis zum verrückten Genremix ist alles dabei - Hauptsache, es ist originell, spannend und "anders".
Derzeit lebt Fred Ink mit seiner Frau in Helsinki und arbeitet an der Übernahme der Welth... ähm, daran, irgendwann vom Schreiben leben zu können.

Eigene Meinung:

Die Ehefrau von Robert Strauss wurde entführt. Das Foto von Tamara, das Robert von den Entführern bekommt, zeigt sie misshandelt und gefesselt.  Die Entführer verlangen von Robert Strauss, dass er einen Obdachlosen verprügelt und ein Foto des verletzten Obdachlosen auf Facebook veröffentlicht.
Widerstrebend geht Robert auf die Forderung der Entführer ein. Er liebt seine Frau und möchte sie retten. Doch die 1. erfüllte Aufgabe von Robert genügt den Entführern nicht. Sie stellen Robert weitere haarsträubende Aufgaben und dieser weiß sich nicht anders zu helfen, als auf die Forderungen der Entführer einzugehen, was ihn in die unglaublichsten Situationen stolpern lässt.  Hilfe bekommt er von einem alten Freund, Pablo, der bei der Polizei arbeitet, und von Lilian, die er zu einem späteren Zeitpunkt kennenlernt und die schrägen Humor in die Sache bringt, denn Lilian ist eine Esoterikerin, die vor nichts zurückschreckt.

Die Story wird uns aus der Sicht von Robert erzählt. Ein Erzählstrang umfasst 4 Tage nach der Entführung von Tamara. Eingeleitet werden diese Tage durch eine Erklärung eines Begriffs aus dem Boxen, z. B. die Bedeutung von Jab.  Ein weiterer Erzählstrang führt uns in die Vergangenheit von Robert. Die Sicht in die Vergangenheit klärt so einige Fragen, die uns während des Lesens quälen.

Die zunächst bizarren Situationen und unmöglichen Aufträge, die Robert für die Entführer erledigen soll, ergeben zunächst für den Leser keinen Sinn. Am Schluss dieses Actionthrillers wird dem Leser allerdings klar, warum die Entführer solche seltsamen Aufträge von Robert verlangt haben. Ich hatte schon so einen Verdacht, der sich bestätigte, dennoch blieb die Spannung bis zum Ende erhalten.

 Fred Ink schreibt in moderner, jugendlicher Sprache. Man merkt der "Schreibe" von Fred an, dass er aus dem Horrorgenre kommt.
Dieser Thriller bietet schräge Figuren, Wortwitz und Action pur.  Er erinnert mich etwas an Quentin Tarantinos Filme, insbesondere an Pulp Fiction.

4/5 Sterne für diesen ungewöhnlichen, total anderen, knallharten Thriller, besonders zu empfehlen den Fans von spannenden Verfolgungsjagden, Schießereien, Prügeleien, herrlich kultigen Figuren und Action pur.





Dienstag, 8. Oktober 2013

Autoreninterview mit Erasmus Herold und Gewinnspiel ein signiertes Exemplar von "Und dein Lohn ist der Tod" zu gewinnen


1. Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?
Es war 2009, als ich mich ernsthaft besann, die Ideen zu meinem ersten Buch (Krontenainer - Rendezvous am Bogen) auf Papier zu notieren, einen Zeitstrahl zu basteln und die verschiedenen Protagonisten der Geschichte nebeneinander anzuordnen. Am Ende eines Wochenendes war ich überrascht, wie umfangreich die zusammengetragenen Informationen waren und wie viel "Greifbares" mit einem Mal daraus geworden war. Ich formulierte die Ideen zu meinem Zukunftskrimi in Worte, daraus wurde ein Krimi im Umfang von beinahe 500 Seiten.

2. Wann wurde deine  1. Geschichte veröffentlicht und wo?

Im August 2010 erschien der gerade erwähnte Zukunftskrimi (Krontenianer - Rendezvous am Bogen) im Projekte-Verlag. Ich war sehr zufrieden mit dem vorangegangenen Lektorat, weniger jedoch mit der Autorenbetreuung, nachdem das Buch auf dem Markt erschien. Leider suchte der Verlag nur selten Kontakt zum Autor (das ist heute bei meinem aktuellen Verlag CW Niemeyer Buchverlage aus Hameln übrigens ganz anders). Zurück zum ersten Werk. :-).  Trotz der Schwierigkeiten mit dem ersten Verlag, wurde mein Erstlingswerk für den Deutschen Science Fiction Preis 2011 nominiert und ich erreichte immerhin Platz 5. Ein tolles Gefühl und gleichzeitig die Eintrittskarte zum neuen Verlag.

3. Von der Idee zum Krimi - Kannst du uns etwas über diesen Prozess erzählen?

Das ist gar nicht so einfach. Natürlich steht die Idee im Mittelpunkt, also ein zentrales Ereignis, um das sich die gesamte Geschichte dreht und auf dessen Ziel die Ereignisse zulaufen. Gleichzeitig helfen mir ein Zeitstrahl mit skizzierten Nebengeschichten rechts und links, aber auch eine Liste der eingesetzten Hauptdarsteller, die Geschichte greifbar und ein Stück für mich bildlich zu machen. Das mit den Hauptdarstellern ist an sich sehr spannend. Ich dokumentiere mir sehr genau, wie die Personen in Verbindung stehen, oder auch nicht. Wer ist verwandt, wer darf sich gar nicht kennen.

4. Wie entstehen deine Figuren, z. B. Sarah, die Ermittlerin oder Ahmet Yilmaz, ihr Kollege?

Im Kopf ist ein Bild, welcher Typ für eine bestimmte Position in Frage kommen soll. Ob ruhig, aufbrausend, freundlich oder gar neidisch. Diese Adjektive entscheiden letztendlich die Wahl, welche reale Person ich mir danach als Vorbild wähle. Bei dieser Wahl können es Menschen aus meinem Umfeld werden, aber auch Personen aus dem Fernsehen, die dann Pate für die entsprechenden Protagonisten stehen. Während ich auf der einen Seite dafür sorge, dass niemand sich selbst in meinen Geschichten wiederfinden wird, bedeutet eine derartige Voralge, dass ich als Autor sicherstelle, ein Romanschauspieler ist von der ersten bis zur letzten Buchseite er selbst und er bleibt authentisch. 

5. Wie sieht deine Recherchenarbeit aus?

Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Insbesondere bei Tötungsdelikten ist es mir wichtig, dass die von mir beschriebenen Arten einen Mord zu begehen, glaubwürdig sind und auch funktionieren. Ich gehöre nicht zu den Autoren, die vorher einen langen Zeitraum recherchieren und erst dann los schreiben. Für mich steht die Geschichte im Vordergrund, die spannend, aber natürlich auch stimmig und glaubwürdig sein muss. Zuerst einmal liebe ich es aber zu schreiben und Worte zu interessanten Geflechten aneinander zu setzen. Während des Schreibens überprüfe ich dann meine Ideen, besuche mögliche Tatorte und mache mich mit Tatwerkzeugen vertraut. Funktionieren ursprünglich geplante Ideen nicht, bedarf es dann der Anpassung der Geschichte an die Realität.   

6. Hattest du schon einmal ein witziges/kurioses Erlebnis bei einer Lesung oder mit einem Fan?

Ich erzähle in meinen Lesungen immer gerne die Geschichte vom Jutesacke (aus "Und dein Lohn ist der Tod"). Da hatte ich im Skript ursprünglich von einem Jutesack geschrieben, den ein Opfer über den Kopf gestülpt bekam. Das Lektorat kritisierte diesen Vorschlag hinsichtlich der Frage, ob ein derartiger Sack (Kartoffelsack) nicht zu grobmaschig, also durchsichtig wäre. Ich schwang um auf einen Stoffsack (wie man ihn aus Apotheken kennt) und bot einen Selbsttest an. Zehn Minuten schnürte ich mir den Soffbeutel über den Kopf. Es wurde heiß darunter, man konnte nichts sehen, aber dennoch atmen. Das Experiment hatte Erfolg. Zweifelsohne, denn ich lebe noch :-)

7. Neben Job und Familie, wann kommst du zum Schreiben?

Arbeit und Familie (Ehefrau und zwei Töchter) nehmen viel Zeit in Anspruch, keine Frage. Gleichwohl schreibe ich sehr gerne spät Abends. Ab zweiundzwanzig Uhr bin ich richtig kreativ. Manchmal drei, vier Stunden, an anderen Tagen vielleicht aber auch nur eine halbe Stunde. In der Tat ist es gar so, dass ich mich nicht hinsetze, um über Ideen nachzudenken und zu grübeln, was könnte ich heute Abend mal schreiben. Eigentlich merke ich, dass ich mich häufig nebenbei im Alltag mit Ideen zu Kapitel, Abläufen oder Handlungssträngen beschäftige. Wenn ich dann schreibe, bin ich eigentlich mein eigener Datentypist, der die Überlegungen der vorangegangenen Tage oder Stunden in Worte fasst.

8. Hast du neben Beruf, Familie und dem Schreiben noch Zeit für andere Hobbies?

Ich liebe Squasch und gehe gerne laufen. Gerade Squashen ist 2013 viel zu kurz gekommen.

9. Welche/n Schrifsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?

Fred Vargas (eine französische Krimiautorin) gefällt mir sehr gut. Ich habe schon etliche ihrer Bücher gelesen. Dabei gefällt mir ihre ruhige und besonnene Art, wie ihr Hauptkommissar Adamsberg seine ganz eigenen Rückschlüsse zieht und unbeirrbar auf sein Ziel zusteuert.

Was würde ich Fred Vargas fragen wollen?
Sicherlich wäre es einmal toll, von einer derart begnadeten Autorin zu hören, wie sie ihre Krimis angeht, sich ihre Geschichten überlegt und alles zu einem Ganzen zusammenträgt.

10. Wie wichtig ist Fanbetreuung über FB, Homepage, Sozial Media für dich?

Sehr wichtig. Autor und Leser auf Augenhöhe ist für mich ein unbedingtes Muss. Und jeder Leser, der mir schon einmal über meine Autorenhomepage www.ErasmusHerold.de oder über Facebook eine Anfrage geschickt hat, wird bestätigen können, ich habe alle Nachrichten beantwortet. Dabei habe ich immer ein offenes Ohr für Fragen, gleichzeitig ist mir die Rückmeldung und Meinung meiner Fans sehr wichtig. In "Und dein Lohn ist der Tod" findet vieles Einzug (Tiefgang der Hauptdarsteller, auch im privaten Leben), was mir Leser nach "Und ich vergebe dir nicht" zugetragen haben.
      
11. Welches Buch/eBook liest du zur Zeit?

Ich lese gar keine eBooks, finde für mich (hauptberuflich IT-Leiter in einem mittelständischen Unternehmen) trotz meiner beruflichen Neigung keine Freude daran, eine Geschichte nicht in Papier greifen zu können. Gleichwohl verstehe ich die Menschen, die sagen, ist doch praktisch, auf Reisen, auf dem Weg zur Arbeit oder sonst wo, ein oder mehrere Bücher in derart kompakter Form dabei zu haben. Darüber hinaus glaube ich, dass das eBook viele Menschen wieder zum Lesen gebracht hat, die zuvor kein Buch angefasst hätten. Auch ohne hier eine Grundsatzdiskussion starten zu wollen, eBook und Papierbuch haben beide ihre Lebensberechtigung, genauso, wie eine Treppe und ein Aufzug. Zurück zur Frage :-) Derzeit lese ich "Torso" von Wolfram Fleischhauer. Also auch einen Krimi.

12. Bevorzugst du gedruckte Bücher oder liest du lieber eBooks?

Da antworte ich hier mal ganz knapp. Die Antwort findet sich in Frage 11.

13. In welchem Genre werden wir keine Veröffentlichung von dir finden? Warum nicht?

Ärztebelletristik. Ich finde zu diesem Genre keinen Bezug, habe zu wenig Insider-Wissen und mag Krankenhäuser weder im virtuellen, noch im realen Leben. Ich denke, Krimis liegen mir, da mag ich die Leser zu fesseln und sie auf eine spannende Reise zu entführen. Außerdem finde ich es toll, wenn man unzählige Spuren auslegen kann, den Leser in verschiedene Richtungen schickt und ihm die Möglichkeit lässt, selbst Rückschlüsse ziehen zu können.
 
14. Hast du schon ein neues Projekt in der Schublade? Willst du uns etwas darüber verraten?
Mein Krimi "Und ich vergebe dir nicht" war eine sehr lineare Geschichte. Ein Serienmörder tötet entlang der Autobahn A2 und versetzte Gütersloh in Angst und Schrecken. Bei "Und dein Lohn ist der Tod" werden die Protagonisten in einen virtuellen Topf geworfen und kräftig umgerührt. Nach und nach fliegen einige Opfer raus. Obwohl in beiden Krimis Kommissarin Sarah Berger und ihre Kollegen ermitteln, verlaufen beide Krimis komplett unterschiedlich. So biete ich dem Leser wieder etwas komplett Neues und Unerwartetes. Das nächste Projekt wird die Leser ein weiteres Mal mit einem unvorhersehbaren Geschichtenverlauf überraschen.
          
Und nun zum Gewinnspiel: 

Um ein signiertes Exemplar von "Und dein Lohn ist der Tod" mit persönlicher Widmung von Erasmus Herold  gewinnen zu können, beantwortet ihr bitte folgende Fragen per Mail an:

mail@ErasmusHerold.de

1. Wie heißt der neue Partner von Kommissarin Sarah Berger?
2. Welchen Namen trägt das erste Opfer in "Und dein Lohn ist der Tod"?
3. Herr Körner hatte den Schlüssel für seinen Transporter suchen müssen. Wo lag dieser?

Kleiner Tipp: auf der Autorenhomepage www.ErasmusHerold.de findet ihr eine Leseprobe zu "Und dein Lohn ist der Tod". Damit sind die Fragen total leicht zu beantworten.

Ich wünsche euch viel Glück und bedanke mich recht herzlich bei Erasmus für das Interview und das Gewinnspiel.

Gewinnspielende ist der 20. Oktober, 0.00 Uhr. Eine Auslosung findet am Montag, 21.10. ca. 20.00 Uhr statt. Die Bekanntgabe der Gewinnerin/des Gewinners erfolgt per Mail.

Teilnahmebedingungen:
- Ihr müsst über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötigen wir die Einverständniserklärung eurer Eltern
- In der Mail müsst ihr eure Adresse mit angeben. Eure Daten werden nach der Auslosung gelöscht.
- der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Das signierte Exemplar bekommt ihr direkt von Erasmus Herold nach der Auslosung zugeschickt.
 

 
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Montag, 7. Oktober 2013

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Zersetzt" von Lena Sander, Thriller, eBook


Titel: Zersetzt
Autorin: Lena Sander
eBook: 362 KB
Seitenzahl:  254 Seiten
Amazon Media EU S.à r.l.
Erscheinungstermin: 01. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ASIN: B00FKUFVGS
2,99 Euro (z.Z. Für 0,99 Euro/Aktion)
(auch als Taschenbuch erhältlich)


Ein tolles Thriller-Debut mit interessantem Tatsachenhintergrund – TOP :D

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Julia Hoven hat momentan Einiges um die Ohren: In ihrem Job als Journalistin muss sie um jeden Auftrag kämpfen, sich mit einer eingebildeten, aufgetakelten Kollegin rumärgern und dann muss ihr Vater, Karl, auch noch von einem Krankenhaus ins nächste verlegt werden, weil keiner so richtig weiß, was ihm fehlt.
Das journalistische Gespür wird bei Julia entfacht, als ihr Vater endlich in einer Klinik landet, die ihm helfen kann und als sich herausstellt, dass es noch mehr Kranke gibt, die die gleichen Symptome wie er aufweisen. Mit dem Fotografen Felix aus ihrem Verlag begibt sich Julia nun auf Spurensuche und tritt dadurch eine Lawine los, die sich nicht mehr aufhalten lässt und sie zu überrollen droht...

Meine Meinung

Dieses Buch hat eine Weile gebraucht, um mich richtig einzufangen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt hatte mich dieser Thriller um den Finger gewickelt und ich konnte das eBook gar nicht mehr zur Seite legen...
Bei meiner kurzen Zusammenfassung könnte man annehmen, dass es sich um einen reinen Medizin-Thriller handeln könnte, aber dem ist nicht so. Eine Liebesgeschichte am Rande, das lustige „Ermittler“-Duo Julia und Felix und einige Rückblenden ins Leben der Hauptprotagonistin, vervollständigen diesen Roman und machen Lust auf mehr von dieser Autorin...
Die Geschichte wird in der dritten Person aus Sicht der weiblichen Hauptperson, Julia, erzählt. Es erfolgt eine Unterteilung in Kapitel und so viel darf ich vielleicht verraten: als Leser muss man schon aufpassen, denn die Handlung wird in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, was man dann doch erst so wirklich beim Lesen mitbekommt (an einigen Stellen musste ich dann doch eine Seite zurückblättern)...
Ich bin wirklich angetan von diesem Buch, da es u.a. einen reellen Hintergrund zum Entstehen dieser Lektüre gibt, was die Autorin am Ende noch einmal ausführlich erörtert...

Die Schreibweise von Lena Sander ist flüssig zu lesen. Die Sätze sind kurz und knackig gehalten und können wunderbar die betreffenden Szenen bildlich darstellen. Mein Lieblingsszenario war u.a. eine Rückblende, als Julia vor Jahren mit ihren Eltern einen Unfall auf der Autobahn hatte. Au Backe, da habe ich ordentlich mitgelitten, mitgezittert und hatte alles vor Augen ...

ZERSETZT ist das erste Werk im Genre Thriller der Schriftstellerin, die ansonsten eher im Bereich Humor und Ratgeber unterwegs ist. Zu diesen Büchern kann ich allerdings nichts sagen, da es sich bei ZERSETZT auch tatsächlich um mein „Debut“ mit Lena gehandelt hat...
Fans von blutrünstigen Szenen werden diese allerdings hier vermissen. ICH konnte sehr gut damit leben...
Bei der Täterfindung hatte ich eine ansatzweise Ahnung in die richtige Richtung, aber die Auflösung wurde dann plausibel ausgeführt und hat mich zufrieden gestellt...

Fazit
Ein Thriller-Debut, das mich überzeugen konnte und ich möchte BITTE BITTE BITTE mehr in diesem Genre von der Autorin lesen.
Mein Dank gilt der sympathischen und netten Autorin, Lena G. Sander, für dieses eBook als Rezi-Exemplar.
Ich vergebe von Herzen überzeugte 5 von 5 Sterne und kann dieses Buch wärmstens weiterempfehlen!


Sonntag, 6. Oktober 2013

Rezension zu "Die Champagnerkönigin" von Petra Durst-Benning, historischer Roman

Titel: Die Champagnerkönigin
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 528 Seiten
Isbn Nr. 13-978-3471350584
Verlag: List Hardcover (13.9.2013)
Preis: 19,99



Klappentext:
"Ein unerwartetes Erbe und ein großes Versprechen 1898: Isabelle hat gegen den Willen ihrer Eltern den attraktiven Leon Feininger geheiratet. Sie geht mit ihm in die Champagne, wo er ein Weingut geerbt hat. Isabelle ist verzaubert von der einzigartigen Landschaft und der Verheißung eines neuen Lebens. Der schöne Schein trügt jedoch, eine erfolgreiche Rivalin wartet nur darauf, sich das vernachlässigte Weingut einverleiben zu können. Ein vielversprechendes Abenteuer, so sinnlich wie aufregend, wartet auf Isabelle. Und zum ersten Mal in ihrem Leben erkennt sie, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. „Einfach umwerfend!"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Mehr erfahren Sie auf Facebook und unter: durst-benning.de

Eigene Meinung:

Nachdem ich den 1. Band der Trilogie,  "Solange die Welt noch schläft",  von Petra Durst-Benning gelesen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es Leon und Isabelle in der Pfalz ergeht.

Isabelle, die verwöhnte Fabrikantentochter,  tut sich auf dem Gut von Leons Eltern in der Pfalz sehr schwer. Mit dem einfachen Leben und Leons Eltern kommt sie nicht zurecht. Ihr Mann ist ständig mit seinem Fahrrad unterwegs und Isabelle langweilt sich. Da erbt Leon ein Weingut in der Champagne. Isabelle nimmt die neue Herausforderung an und möchte das Weingut allen widrigen Umständen zum Trotz behalten. Sie kämpft gegen Geldnot, einem Trunkenbold als Kellermeister und einer Konkurrentin, die sich das Weingut von Leon und Isabelle unter den Nagel reißen möchte. Doch das Glück scheinen die beiden Verliebten nicht auf ihrer Seite zu haben. Leon verunglückt mit seinem Fahrrad, was Isabelle in eine schwere Depression stürzt. 

Petra Durst-Bennings Champagnerkönigin liest sich sehr leicht. Die Charaktere sind liebenswert und sehr lebendig dargestellt. Wir erfahren so nebenbei ziemlich viel über die Landschaft in der Champagne,  den Champagner und seine Herstellung.

Die Autorin hat einige Wendungen eingebaut, so dass Spannung aufkommt und wir unbedingt wissen wollen, ob sich für Isabelle und das Weingut alles zum Guten wendet. Ich bin gespannt auf die Abenteuer von Clara, um die sich der 3. Band drehen wird.

Ganz klare Leseempfehlung und 5/5 Sterne für diesen großartig erzählten Roman, der in der Zeit um die Jahrhundertwende  - hauptsächlich in der Champagne  - spielt und uns einen Einblick in das sehr von der Natur abhängige Leben der Champagner-Winzer gewährt.

Freitag, 4. Oktober 2013

Rezension zu "Und dein Lohn ist der Tod" von Erasmus Herold, CW Niemeyer Buchverlage, Krimi

Titel: Und dein Lohn ist der Tod
Autor: Erasmus Herold
Seitenzahl: 301 Seiten
Isbn Nr. 13- 978-3-8271-9564-7
Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH (31.8.13)
Preis: 9,95 Euro

 Klappentext: 
"Gütersloh im Winter 2013, Dienstagnacht. Überstürzt verlässt Victoria Lirot das Haus, lediglich bekleidet in Schlafanzug und Mantel. Es ist kühl, doch die junge Frau wählt den Motorroller und lässt das Auto stehen. Eine Stunde später ist sie tot, brutal ermordet. Wovor ist Frau Lirot geflüchtet oder was hatte sie vor? Am darauffolgenden Tag verunglückt ein Auto zwischen Gütersloh und Wiedenbrück. Die Kreispolizeibehörde ermittelt und Kommissarin Sarah Berger und ihr neuer Partner Ahmet Yilmaz übernehmen den Fall. Die Untersuchung des Unfallorts liefert den beiden Polizisten verblüffende Ergebnisse. Schnell wird klar, zwischen der Toten der vergangenen Nacht und diesem Unfall besteht ein Zusammenhang. Die Spuren führen zu einem jungen Start-up-Unternehmen, der Teuto Solarlicht. Undurchsichtig erscheint das Treiben ihrer Gesellschafter, folgenreich das, was sie tun. Als sich einer der Verdächtigen ins benachbarte Stromberg absetzt, konzentrieren die Ermittler ihre Suche auf das Burgdorf. Eine unberechenbare Jagd beginnt" Mehr über den Autoren findet ihr hier: http://www.erasmusherold.de/willkommen.php

Über den Autor: 
 Erasmus Herold wurde 1969 in Bonn-Beuel geboren. Aufgewachsen in Paderborn, wohnt er heute in Stromberg, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Nach dem Fachabitur und einer Ausbildung im kaufmännisch, EDV-technischen Bereich, arbeitete er als Datenverarbeitungskaufmann in Paderborn, später in Gütersloh. Derzeit arbeitet Herold in einem mittelständischen Unternehmen als IT-Leiter. Bereits in jungen Jahren schrieb Erasmus Herold Berichte für ortsansässige Computermagazine, machte sich später mit dem Programmieren von OnlineSpielen (darunter Space-Intrusion.de) einen Namen. Im Oktober 2009 erschien sein Debütroman Krontenianern - Rendezvous am Bogen, ein spannender Zukunftskrimi. Beim deutschen Science Fiction Preis 2010 wurde er nominiert und erlangte mit seinem Debütroman Platz 5. Ende 2012 hat Erasmus Herold seinen WestfalenKrimi "Und ich vergebe dir nicht" im CW Niemeyer Verlag, Hameln, veröffentlicht.

Eigene Meinung:

Der Ermittler Ahmet Yilmaz und die Kommissarin Sarah Berger arbeiten an mehreren Todesfällen, die viele Fragen aufwerfen. Eine Tote, die im Schlafanzug nachts mit dem Motorroller unterwegs war, der Freund der Toten ist nicht auffindbar und die anderen Gesellschafter des IT-Unternehmens Teuto Solar sind auch wie vom Erdboden verschluckt.

Sarah Berger und Ahmet Yilmaz sind sympathische und sehr lebendige Protagonisten, die uns an ihren Ermittlungen während der 4 Tage im März teilhaben lassen. Wir können also ganz gut mitraten, wer denn der Mörder ist.  

Der Autor erzählt in verschiedenen Handlungssträngen und kurzen Kapiteln, was Tempo und Spannung verspricht. Ab und an wird auf den vorherigen Fall von Sarah Berger verwiesen. Wer Sarah näher kennenlernen möchte, sollte den Band "Und ich vergebe dir nicht"  zuerst lesen", unbedingt notwendig für die Handlung dieses Krimis ist dies allerdings nicht.

Erasmus Herold hat eine raffinierte Geschichte um 4 Freunde, die zusammen ein Unternehmen führen, erschaffen. Es spielen die klassischen Themen wie Neid, Missgunst und Rache eine große Rolle in diesem Krimi.

Der Autor hat so einige Überraschungen parat und führt uns ganz schön an der Nase herum.

 4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit Lokalkolorit, der für Leser aus Gütersloh und Umgebung noch interessanter sein dürfte.

Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman

T itel: Ein angesehener Mann Autor: Abir Mukher Jee Übersetzt von: Jens Plassmann Seitenzahl: 512 Seiten ( TB, 10.7.17) ISBN N...