Freitag, 29. November 2013

Rezension zu "Bild der Erinnerung" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Das Bild der Erinnerung
Autorin:Micaela Jary
Isbn Nr. 13-978-3442478859
Seitenzahl: 416 Seiten (TB, 16.9.13)
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro


Klappentext:
"Sie sucht nach einem verschwundenen Gemälde – und entdeckt ein Familiengeheimnis und die große Liebe.

Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein."


Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin. Mehr Infos über die Autorin gibt es hier: http://www.micaelajary.de/erinnerung.html

Eigene Meinung:
"Das Liebespaar" von Leo Reichenstein, ein Bild, das seit 70 Jahren als verschollen galt, wird der Kunstgalerie, in der Anna Falkenberg als Kunsthistorikerin arbeitet, angeboten. Anna soll eine Expertise zu diesem Bild erstellen. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass das Bild nicht echt ist, begründen kann sie es jedoch nicht. Anna schreibt an eine Galerie in London, wo sich das Bild schon einmal befunden hat und bittet um Auskunft über den Vorbesitzer. Die Antwort, die sie erhält, bestätigen ihre Zweifel und Anna beginnt zu recherchieren.

Rund um dieses Bild wurde von Micaela Jary eine spannende Liebesgeschichte erschaffen, die in der Gegenwart, 1946 und 1961 in London, Berlin und München spielt. Wir dürfen verschiedene Personen kennenlernen, 1946 in Berlin die deutschen Frauen Grete Brahm, ihre Nichte Fee und die Krankenschwester Brigitte. Alle drei Frauen kämpfen um das tägliche Überleben in der Nachkriegszeit und lernen den britischen Captain Henry Richardson, den Amerikaner Philip Colemann kennen. Raffinierterweise kommen die Nachfahren der Personen dann in der Gegenwart vor. Oliver ist Henrys Enkel und wessen Enkelin Anna ist, verrate ich euch nicht.

Die Autorin gewährt uns einen interessanten Einblick in das Leben zur Nachkriegszeit. Wir lernen die Sorgen und Nöte überwiegend der Frauen kennen, die das zerbombte Berlin wieder aufbauen. Wir erhalten viele Infos über die Kunstszene. Die Autorin hat hier wohl sehr gut recherchiert.
Wir dürfen zwei Liebesgeschichten, die einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit spielen, miterleben.

Die Autorin schreibt fesselnd und spannend, ihre Protagonisten sind lebendig dargestellt und sympathisch. Die Gefühle kommen auch nicht zu kurz in diesem Roman und wir bekommen richtig guten  Geschichtsunterricht erteilt.Spürnasen können mitraten, wo denn das Bild war und wer die Oma von Oliver ist.

5/5 Sterne bekommt dieser Roman von mir. Absolute Leseempfehlung!


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