Donnerstag, 27. Februar 2014

Rezension zu "Hannahs Entscheidung" von Kate Sunday, Bookhouse Verlag, Liebesroman

Titel: Hannahs Entscheidung
Autorin: Kate Sunday
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2640 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: bookshouse (30.1.14)
ASIN: B00ISZGZ4W 
Preis: 5,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Nach einem fatalen Streit bricht Hannah Mulligan aus ihrer zerstörerischen Ehe aus. Auf der Flucht nach Fairview, dem Ort ihrer Kindheit und Haus ihrer Großmutter in Charlotte, strandet sie in Willow Creek, einer idyllischen Kleinstadt in North Carolina. Die geheimnisvolle Cherokee-Indianerin Tayanita gewährt ihr in der Not warmherzig Unterschlupf. Doch Sam Parker, ein ehemaliger Cop, steht ihr von Anfang an ablehnend gegenüber. Sein feindseliges Verhalten irritiert sie, bis sie herausfindet, dass er genau wie sie, ein Geheimnis hütet.
In einer misslichen Lage muss sie ausgerechnet ihn um Hilfe bitten. Plötzlich sind sie sich näher, als ihnen lieb ist und während Hannah versucht, ihre verwirrenden Gefühle zu sortieren, spitzt sich die Situation weiter zu. Ihr eifersüchtiger Ehemann Shane taucht auf, um sie zurückzuholen …"


Über die Autorin:

Kate Sunday wurde in Köln geboren. Nach dem Abitur und einem längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten studierte sie Anglistik und Deutsche Philologie. Schon von klein auf war sie von Büchern fasziniert und verfasste früh ihre eigenen Texte. Mit Vorliebe entwirft sie spannend-romantische Liebesromane. Unter anderem Namen sind mehrere Kurzgeschichten für Erwachsene und Kinder von ihr erschienen.

Die Autorin ist Mitglied bei DeLiA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren.
Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort an der Bergstraße und träumt von einem rosenumrankten Cottage an einer wildromantischen Meeresküste. Mehr über die Autorin erfahrt ihr hier:  http://katesunday-autorin.blogspot.de/ 

Eigene Meinung:

Zwischen all den Thrillern und Krimis, die ich lese, brauche ich ab und an einen Genrewechsel. Diesmal war es ein Liebesroman mit viel Herzschmerz:

"Hannahs Entscheidung" spielt in Willow Creek, einer Kleinstadt in North Carolina, in den Südstaaten der USA. Hier kennen sich alle Einwohner und helfen sich gegenseitig.

Hannah hat nach einem heftigen Streit mit ihrem alkoholkranken und brutalen Ehemann beschlossen, ihn zu verlassen. Auf dem Weg zu ihrer Großmutter streikt ihr Auto und sie landet im beschaulichen Willow Creek. Die sympathische Cherokee-Indianerin Tayanita, die dort ein kleines Cafe zusammen mit ihrer Freundin Sylvia betreibt, nimmt sich ihrer an. Der gutaussehende Sam Parker, ein guter Freund von Tayanita, kann Hannah erst einmal gar nicht leiden. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Sobald sie sich sehen, liefern sich die beiden heftige Wortgefechte. Als Hannah aus einer Notsituation heraus bei ihm auf Green Acre unterkommt, stellen beide fest, dass da mehr zwischen ihnen ist und sie kommen sich näher. Doch leider gibt es da auch noch den Ehemann von Hannah, der nicht daran denkt, Hannah einfach gehen zu lassen und sie zurückholen möchte.  Auch Sam hat eine Vergangenheit, mit der er zu kämpfen hat und die ihn nicht so schnell los lässt. Und dann ist da noch eine platinblonde Maklerin, die sich Sam krallen will. 

Kate Sunday hat sympathische Charaktere entworfen und einen wunderschönen Ort zum Leben erweckt, in dem ich gerne einmal Urlaub machen möchte.

Ein Liebesroman für Romantiker, die Sehnsucht haben nach einem idyllischen Ort, wo die Zeit stehen geblieben ist, die Natur rundherum noch in Ordnung ist und die Menschen sich noch gegenseitig helfen, sozusagen Bullerbü für Erwachsene. 5/5 Sterne für den einfühlsam und wunderschön erzählten Liebesroman.
 


Montag, 24. Februar 2014

Gast-Rezension von Katja-Kaddel Peters zu "Friesenherz" von Janna Hagedorn, Diana Verlag, Chicklit


Titel: Friesenherz
Autor: Janna Hagedorn
ISBN Nr. 978-3453291294
Seitenzahl:
300 Seiten
http://www.randomhouse.de/Paperback/Friesenherz-Roman/Janna-Hagedorn/e392540.rhd
Diana Verlag (Juli 13)
Preis: 14,99 € (gebundene Ausgabe)


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Maike, Hamburger Lehrerin,  und Mutter eines 16jährigen Teenagers, hat von ihrem Ehemann Torge zum runden (40.) Geburtstag einen Wellnessurlaub auf einer Nordseeinsel geschenkt bekommen. In dem Hotel wird Ayurveda groß geschrieben und es werden Wattwanderungen von dem jungen und gutaussehenden Jan angeboten.

Wie es nun einmal so ist, hat Maike ein kleines Diskussionsproblem mit ihrer hübschen Tochter, denn diese möchte unbedingt zu fraglichen Fotoaufnahmen, komme was da wolle. Maike würde gerne wieder von der Insel runter „komme“, aber ein Sturm legt die Fährverbindung zum Festland lahm. Sie ist somit gezwungen, vor Ort zu bleiben und zu allem Übel muss sie dann auch noch mit der gleichaltrigen, chaotischen Ann ein Doppelzimmer (wegen Fehlplanung des Hotels!) teilen…

Meine Meinung

Gleich zu Beginn meiner Rezi muss ich leider anführen, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen konnte und ungefähr bei der Hälfte (nach ca. 144 Seiten) entnervt und gelangweilt aufgegeben habe.

Darf man eigentlich Rezensionen zu Werken schreiben, die man als Leser nicht beendet hat? Ich finde schon, denn ich möchte auch meine Meinung äußern dürfen, warum ich manche Texte einfach nicht zu Ende lesen kann! Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich und ich denke, dass andere Leserinnen diese Frauengeschichte gerne lesen werden – ich gehöre da leider nicht zu…

Der Klappentext hörte sich wirklich nett und interessant an, hat aber eindeutig mehr versprochen, als er gehalten hat, denn als ich meine Lektüre zusammenklappte und für mich als beendet betrachtete, ist noch nicht einmal ansatzweise von einer aufkeimenden Freundschaft zwischen diesen beiden unterschiedlichen Frauen zu spüren.

Ich möchte nicht sagen, dass der Schreibstil der Autorin schlecht wäre, aber er konnte mich leider überhaupt nicht packen und der Text zog sich für mich wie Gummi auseinander. Zum Lesen musste ich mich die letzten 3 Tage (von 10!!!) schon quasi zwingen und da habe ich für mich gemerkt, dass ich mit diesem Roman nicht glücklich werde.

Es sind eindeutig interessante Aspekte und Ansätze vorhanden:

Ann hält Maike quasi den Spiegel vor, denn diese hat (noch) keine Verpflichtungen und lebt als Künstlerin mehr oder weniger in den Tag hinein. Und Maike? Tristet ihr Dasein als arbeitende Hausfrau, Mutter und Ehefrau. Soll das wirklich alles in ihrem Leben gewesen sein? Jan macht ihr im Gegenzug schöne Augen und streichelt ihr Ego. Denke ich mal, erhoffe ich mir so, denn so wirklich konnte ich die Gefühle zwischen den beiden nicht spüren… keine Glut, keine Flamme, nüscht kam bei mir an!

Der Roman wird aus Maikes Sicht erzählt, mit der ich mich leider genauso wenig anfreunden konnte, wie mit Ann. Da ich selber Ende dreißig bin, hoffe ich inständig, dass ich nicht so langweilig bin, wie ich mir die Protagonisten vorgestellt habe.
Es sind in dem Wellnesshotel natürlich noch andere Gäste anwesend, u.a. ein schrulliges Ehepaar und ein esoterisch angehauchtes Pärchen. Die beschriebene Situationskomik hat mir manchmal tatsächlich ein Lächeln entlocken können.

Mich hätten eher die Handlungsstränge um die Mutter-Tochter-Beziehung und vielleicht auch das Techtelmechtel mit dem Wattführer interessiert, aber dies waren dann doch nur Nebenschauplätze – zumindest bis zur Hälfte des Buches…

Fazit
Dieser eigenständige Roman ist wohl das erste und auch zugleich letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich kann diese Broschüre wirklich nicht weiterempfehlen – ich konnte mit den weiblichen Hauptpersonen nicht wirklich warm werden und mochte irgendwann auch einfach nicht mehr! MEIN ERSTER FLOP in 2014 – leider… folglich: 1/5 Sterne!


Veröffentlichung der Gewinnerin von "Das letzte Sandkorn von Bernhard Giersche





Das Gewinnspiel ist beendet, der Gewinner wurde per Random.org gezogen.

Die Gewinnerin heißt: Moni

Herzlichen Glückwunsch, liebe Moni!

Allen Nicht-Gewinnerinnen und Gewinnern wünsche ich bei meinem neuen Gewinnspiel viel Glück. Es gibt 3 eBooks zu gewinnen von "Die Richtige Welt "

Liebe Moni, teile mir doch bitte deine Postadresse mit, dann wird dein Gewinn auf die Reise geschickt.

Samstag, 22. Februar 2014

Gewinnspiel und Rezension zu "Die Richtige Welt" von Peter Boehm, Satire, eBook,

Titel. Die Richtige Welt
Autor: Peter Boehm
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1054 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 377 Seiten
ASIN: B00IJDEC90
Preis: 3,90 Euro
Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Ein Mann, eine Frau, eine 9 mm Browning… und wie es dazu kam.
„Die Richtige Welt“ ist ein Road-Roman und gleichzeitig die Liebesgeschichte von Tilman, einem Berliner Werber, und Katja, einer in Russland geborenen Prostituierten, erzählt von beiden in einer einzigen Nacht.
Katja stellt Tilman vor die Wahl: Entweder erzählt er ihr, warum er sie ursprünglich aus einem Berliner Wohnungsbordell befreit hat, oder sie wird ihn verlassen. Dafür wird sie erzählen, wie es kam, dass sie in dem Bordell gelandet ist. Sie berichten von ihrem früheren Leben, von rasenden Verfolgungsjagden und Banküberfällen, aber letzten Endes auch von der Unmöglichkeit zu lieben in einer Welt, die nicht die Richtige ist.
Quentin Tarantino meets Arno Schmidt – das ist nichts für Hanni&Nanni-Leser."

Über den Autor:
 
Peter Boehm war fast zehn Jahre lang Auslandskorrespondent der Berliner Tageszeitung, taz, in Nairobi, Taschkent und Los Angeles und hat für viele renommierte deutsch-sprachige Zeitungen wie die NZZ geschrieben und Features für das öffentlich-rechtliche Radio produziert. In Englisch hat er für den Londoner Independent geschrieben und den Christian Science Monitor.

Eigene Meinung:
Tilmans Privatleben und seine berufliche Zukunft geraten nach einem Kneipenabend mit Kollegen, der im Bordell endet, komplett aus dem Ruder. Die Ereignisse überschlagen sich, er befreit Katja, eine Prostituierte, aus dem Bordell.

Eine aberwitzige Liebesgeschichte, besser gesagt, ein Roadmovie oder soll ich lieber sagen eine Satire?

Peter Boehm nimmt so ziemlich alles aufs Korn, seien es Beziehungen, Heirat, Job oder Facebook, ihm ist nichts heilig. Wie schon in seiner Satire "Schönesding", spielt er mit der Sprache, so dass wir neue, sehr gelungene, aberwitzige Wortschöpfungen vorgesetzt bekommen.
Manchmal sind die Sprünge in der Erzählung etwas verwirrend. Ich empfehle daher, die Story von Tilman und Katja konzentriert zu lesen. 

5/5 Sterne für dieses spannende, satirische Roadmovie mit Verfolgungsjagden, Action, Tempo, skurrilen Protagonisten und aberwitzigen Wortkreationen.

Seid ihr neugierig geworden? Hier gibt es bis zum 1.3. drei eBooks von "Die Richtige Welt" zu gewinnen. Mitmachen kostet nix, nur eine Mail mit der Antwort auf folgende Frage und die Angabe eurer Mailadresse ist nötig. Die Mail schickt ihr an folgende Adresse:  biggiralf(at)freenet.de.

Wie heißt die Firma, für die Tilmann am Anfang des Romans eine Werbepräsentation macht?  (Psst: Kleiner Tipp: Bei Amazon gibt es einen "Blick in das Buch", da werdet ihr eventuell fündig)

Teilnahmebedingungen: 

Einsendeschluss ist der 1.3.14, 23.59 Uhr
Ihr solltet über 18 sein oder die Einwilligung eurer Eltern haben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
Die Auslosung erfolgt über random.org
Versand ist nur innerhalb Germany möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.

Ich wünsche euch viel Glück!



 

Donnerstag, 20. Februar 2014

Rezension zu "Zersplittert" von Teri Terry, Coppenrath Verlag, Dystopie

Titel: Zersplittert
Autorin:Teri Terry
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1696 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 432 Seiten

Verlag: Coppenrath Verlag, Auflage 1 (15.1.14)
Beim Verlag kann man das Buch hier direkt bestellen:  http://coppenrath.e-bookshelf.de/zersplittert-827188.html
http://www.bloggdeinbuch.de/
ASIN: B00HFXH3IW
Preis: 9,99 Euro
gebundene Ausgabe: 17,95 Euro

 

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Hast du eine Zukunft, wenn du deine Vergangenheit nicht kennst?

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Denkt sie.

Doch als Kyla im Wald von dem aufdringlichen Wayne Best angegriffen wird, setzt plötzlich das Erinnerungsvermögen der 16-Jährigen wieder ein. Trotzdem bleiben viele der rätselhaften Fragen unbeantwortet: Wer ist das Mädchen mit den zertrümmerten Fingern, das in ihren Albträumen auftaucht? Und welche Rolle hat sie bei Free UK, einer terroristischen Grupe im Untergrund, gespielt? Das plötzliche Auftauchen eines mysteriösen Mannes namens Hatten verspricht zunächst mehr Klarheit über Kylas Vergangenheit und auch über das System der Lorder bringen. Doch als Anführer von Free UK verfolgt Hatten eigene Ziele und Kyla wird immer mehr zum Spielball zwischen Lordern und Terroristen."

Über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie "Gelöscht" hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com  

Eigene Meinung:

Da "Zersplittert" der 2. Band der Trilogie ist, sollte man den 1. Band "Gelöscht" unbedingt gelesen haben. Ganz gut finde ich, dass die Autorin ab und an etwas aus dem 1. Band in unsere Erinnerung bringt. Den 1. Band hatte ich schließlich kurz nach seinem Erscheinen verschlungen und daher nicht mehr alle Details im Kopf.

Kylas Erinnerungen kommen in diesem Band immer mehr zurück. Wir erleben zusammen mit Kyla ihre einzelnen bruchstückhaften Erinnerungen an ihr früheres Sein. Zusammen mit Kyla können wir das Puzzle um ihre Vergangenheit vor dem Slatten immer mehr lösen. Doch Kylas Leben wird dadurch immer schwieriger. Sie gerät immer mehr in Gefahr und weiß überhaupt nicht mehr, wer Feind oder Freund ist. Auch ihr verschwundener Freund Ben wird immer noch von ihr gesucht. Als Sie den Hinweisen, dass Ben gesehen wurde, nachgeht, erlebt Kyla eine Überraschung. Der neue Lehrer an der Schule, Mr. Hatten, kennt Kyla auch schon aus ihrem früheren Leben. Er ist "Nico", ein sehr charismatischer, gutaussehender Mann, der Kyla um den Finger wickeln möchte. Sie fühlt sich irgendwie zu Nico hingezogen, gleichzeitig macht er ihr Angst.
Da auch dieser Band aus der Sicht von Kyla in der Ich-Form erzählt wird, sind wir Kyla sehr nahe und bekommen ihre Gefühle, ihre Zerrissenheit fast schon hautnah mit. Kylas Entwicklung können wir miterleben und nachvollziehen.

Während in Band 1 Action und Kämpfe total gefehlt haben, ist dieser Teil voll davon.

Ein sehr gelungener 2. Teil, der zwar Fragen beantwortet, aber fast noch mehr aufwirft und uns dem 3. Band entgegenfiebern läßt.

Für die gelungene Fortsetzung gibt es von mir verdiente 5/5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für diese sprachlich sehr schön erzählte Dystopie mit toller Atmosphäre und einer sympathischen Protagonistin. 

Montag, 17. Februar 2014

Rezension zu "GezeitenZauber" - Die Bestimmung Band 1, Erik Kellen, eBook, Fantasy

Titel: GezeitenZauber - Die Bestimmung Band 1
Autor: Erik Kellen
Format: Kindle-Edition (1. Auflage 22.11.13)
Isbn Nr.: 1481838490 
TB: 379 Seiten
ASIN: B00ARK1Q4M
Preis: 2,99 Euro
TB: 9,96 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Als die 17-jährige Nilah dem charismatischen jungen Mann mit den verdammt blauen Augen an der Küste von Irland begegnet, erinnert sie sich nicht, dass dieser ihr bereits das Leben gerettet hat.
Alles was sie weiß, ist, dass ihr Bauch nicht aufhören will zu kribbeln.
Dabei hat sie nun wirklich schon genug Probleme, seit sie diese verwunschene Insel betreten hat.
Nilah ahnt nicht, dass der Mann, der sich Liran nennt, der letzte Krieger der legendären Fian ist und in ihre Zeit gesandt wurde, um sie zu beschützen.
Denn ein bösartiger, gnadenloser Magier wurde aus seinem uralten Gefängnis befreit und sucht bereits nach ihr.

Zurück in Hamburg stürzen diese zwei Rivalen ihre Welt ins Chaos. Der eine will ihre Seele vernichten, der andere verteidigt sie mit wildem Mut und einer Liebe, die er seit Jahrtausenden verschweigt. Ein Kampf um das größte Geheimnis aller Zeiten entflammt, verborgen in Nilahs Blut."

Über den Autor:

Wie es sich für einen anständigen Schriftsteller gehört, hat der Autor eine Reihe sinnloser Berufe/Tätigkeiten in seinem Leben hinter sich gebracht.
Er war Bürotippse, stand in einer Schuhfabrik am Fließband, war Sänger, Gabelstaplerfahrer, Student, Tankwart, Baumpflanzer, Mediengestalter und Arbeitsloser.
Ob das alles wirklich erwähnenswert ist, ist dem Autor völlig schnuppe.
Erik Kellen lebt in Hamburg, weil es dort so wunderbar viel Wasser gibt.

Träume sind wie Wasser ...  . ... der Anfang aller Dinge

Eigene Meinung:

Nilah van Arten, Schülerin, Veganerin, und wohnhaft in Hamburg, muss mit ihrem Vater nach Irland. Dort soll ihre Großmutter beerdigt werden. Kaum ist sie in Irland, wird sie mit mysteriösen Situationen konfrontiert. Eine uralte, böse Kreatur versucht Nilah in ihre Hände zu bekommen, denn Nilah ist nicht nur eine Schülerin, sie ist etwas Besonderes. Der Bösewicht schickt seine Diener aus, diese sollen Nilah fangen. Doch Nilah hat einen Beschützer, Liran. Liran ist Nilahs Beschützer und ihr "Anam Cara", übersetzt heißt das "Seelenfreund". Zusammen kämpfen sie gegen böse Geschöpfe, die auf der Jagd nach Nilah sind und sie versuchen, das Geheimnis um Nilah zu lösen.

Erik Kellens Debütroman ist ein außergewöhnlich guter Fantasy-Roman mit ungewöhnlichen Figuren und einer unglaublich schönen Sprache. Fast schon poetisch und sehr bildgewaltig, beschreibt der Autor die Geschichte um Nilah, die nicht weiß, welches Geheimnis sie in sich trägt. Der Autor erzählt uns in verschiedenen Handlungssträngen Nilahs und Lirans Geschichte.
Dabei hat der Autor sehr gelungene Figuren erschaffen. Die Schülerin  Nilah ist uns sehr sympathisch. Liran ist ein keltischer Krieger, der viele verschiedene Wesen in sich vereint und Fantasy-Figuren mit der irischen Mythologie verbindet.  Beide Figuren sind unglaublich lebendig dargestellt. Freunde von Action und Verfolgungsjagden kommen auch auf ihre Kosten.

5/5 Sterne für diese fesselnde, spannende und geheimnisvolle Fantasy-Geschichte, die in Hamburg und Irland spielt. Ihr werdet euch auf der grünen Insel und am Alsterufer in Hamburg wiederfinden und mit Nilah und Liran um deren Leben zittern. 

Donnerstag, 13. Februar 2014

Verlosung + Rezension zu "Das letzte Sandkorn" von Bernhard Giersche, Begedia-Verlag, Endzeitthriller

Titel: Das letzte Sandkorn
Autor: Bernhard Giersche
Seitenzahl: 261 Seiten
Isbn Nr. 978-3943795523
Verlag: Begedia Verlag (3.6.2013)
Preis: 13,95 Euro

 
Kurze Inhaltszusammenfassung:
" "Du hast zehn Tage Zeit, die Welt zu retten, bevor ich sie zertrete mit allem Gewürm darauf. Zehn Tage und Nächte gebe ich Dir, Dir alleine, um die Welt zu retten. Nutze sie oder vergehe zusammen mit allen anderen Deiner Art."
Alle Menschen auf der Erde erhalten zur gleichen Sekunde die gleiche Botschaft. Und jeder wird zum Retter der Welt. Augenblicklich brechen alle Gesellschaften auf dem Erdball zusammen, denn jeder Mensch wird zum alleinig auserkorenen göttlichen Werkzeug und jedes menschliche Individuum findet die Ursache von Gottes Zorn woanders.
Und sie handeln so, wie Menschen stets handeln. Nur Wenige werden den zehnten Tag erleben.
Aber wird es einen elften Tag geben?"

Eigene Meinung:

Alle Menschen haben zehn Tage Zeit, die Welt und damit auch ihr Leben zu retten. Es gibt also Milliarden von Weltrettern. Und was machen diese ganzen Retter der Erde? Sie stürzen die Welt und ihre Mitmenschen in Chaos und Verderben.

Bernhard Giersche hat hier ein interessantes Thema für seinen Debütroman gewählt, das Spannung von der ersten Seite an verspricht. Er besitzt einen lockeren, umgangssprachlichen, etwas zynischen Erzählstil.  Von Anfang an ist man mitten im Geschehen. Zwei Szenen passen nicht so richtig. Die 1. Szene hätte ich weggelassen, auch die Ausblicke auf ein Schiff, das einige Tage später den Hafen von New York anlaufen möchte.

Die von Bernhard Giersche gewählten Charaktere sind allerdings klasse. Adam, Single, ein Egoist, der seine Familie verlassen hat, die blinde Brigitta, die auf Hilfe angewiesen ist - in dem Chaos, das jetzt herrscht sowieso -, der Psychopath Fred Linder, der seinen "Weltrettungsbefehl" in der Psychiatrie entgegennahm,  und der Banker Laurenz Beck.  Wir erleben die Apokalypse aus der Sicht von Adam, der in der Ich-Perspektive vom Wahnsinn, den ihn umgibt, berichtet, Was Fred, Brigitta und der Banker erleben, wird uns in der dritten Erzählperspektive nahegebracht.  Wie und ob die ganzen Figuren zusammentreffen, verrate ich euch nicht, nur so viel, es wird spannend und ihr werdet Probleme haben, das Buch aus der Hand zu legen. Ihr werdet einen Protagonisten ganz besonders in euer Herz schließen. Neben Brigitta und Adam werdet ihr den Psychopathen Fred lieben, sehr seltsam nicht? Ich habe auch gestaunt. Natürlich ist auch ein Bösewicht im Spiel, der zusätzliche Probleme bereitet. aber mehr verrate ich euch nun wirklich nicht.

"Das letzte Sandkorn" ist eine etwas andere Apokalypse, mit ihrer ganz eigenen Philosophie, die ihr lesen müsst. Die Formatierung des Buches ist etwas gewöhnungsbedürftig, den einen oder anderen Fehler habe ich auch entdecken müssen. Ansonsten absolute Leseempfehlung 4/5 Sterne!

Vielen Dank an meine Gastrezensentin Katja Kaddel Peters für das tolle Weihnachtsgeschenk! Da ich versehentlich zwei Exemplare übersandt bekommen habe, darf ich ein Exemplar nach Rücksprache mit Bernhard Giersche verlosen. Ich hoffe, ihr stört euch nicht an der Widmung? Die Seite könnt ihr ja entfernen, wenn sie euch stört.

Wer ein Exemplar dieses tollen Buches gewinnen möchte, kann mit einem Kommentar in den Lostopf hüpfen. Ihr müsst nur folgende Frage beantworten:

Wie heißt die neueste Veröffentlichung von Bernhard Giersche? 

Teilnahmebedingungen: 

Einsendeschluss ist der 21.02.14, 0.00 Uhr
Ihr solltet über 18 sein oder die Einwilligung eurer Eltern haben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
Die Auslosung erfolgt über random.org
Versand ist nur innerhalb Germany möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.

Ich wünsche euch viel Glück!

Sonntag, 9. Februar 2014

Rezension zu "Shining Girls" von Lauren Beukes, Zeitreise-Thriller, Rororo Verlag


 Titel: Shining Girls
Autorin: Lauren Beukes
Seitenzahl: 400 Seiten brochiert,
Verlag:Rowohlt Verlag (1.2.14)
Isbn Nr. 978-3499267000
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein Mörder aus der Vergangenheit.
Das Mädchen, das ihm entkam.
Eine Jagd, die längst vorbei ist. Und doch erst beginnt ...

Chicago zur Zeit der Großen Depression. Lee Harper lebt auf der Straße. Er ist kaltblütig, hochgefährlich, von Wahnvorstellungen getrieben. Seit er die strahlend schöne Tänzerin Jeanette sah, träumt er von seinen «Shining Girls». Er will nur eines: ihr Licht für immer auslöschen. Eines Tages fällt ihm der Schlüssel zu einem alten Haus in die Hände - ein Portal. Von nun an reist Harper durch die Zeit, um zu töten. Niemand kann ihn stoppen, keiner vermag die Spuren zu deuten, die er am Tatort hinterlässt. Dinge, die noch nicht oder nicht mehr existieren. Doch dann überlebt eines von Harpers Opfern. Der jungen Kirby gelingt es, die unmöglichen Puzzleteile zusammenzusetzen. Und sie beginnt, den Killer durch die Zeit zu jagen."

Über die Autorin:
Die Autorin begeisterte mit ihren ersten beiden Romanen «Zoo City» und «Moxyland» das Feuilleton im englischsprachigen Ausland und gewann einen der beiden renommiertesten internationalen Sci-Fi- Literaturpreise – den Arthur C. Clark Prize – für ihr Werk. Lauren Beukes wurde 1976 in Johannesburg, Südafrika, geboren. Sie arbeitet als Autorin und Journalistin und schreibt Drehbücher. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Kapstadt.

Eigene Meinung:
Kirby Mazrachi, eine etwas zynische junge Frau, die einem Serienkiller entkommen konnte, hat noch immer mit den traumatischen Erlebnissen zu kämpfen. Sie hat nur ein Ziel, den Serienkiller zur Strecke zu bringen. Kirby macht ein Praktikum bei der Zeitung. Dort lernt sie den um einige Jahre älteren Reporter Dan kennen. Sie beginnt zusammen mit Dan zu recherchieren. Gut gefällt mir der Reporter Dan, der Kirby erst einmal etwas wiederstrebend zur Seite steht. Zwischen den beiden entwickelt sich allerdings eine gewisse Zuneigung.  Kirbys Ermittlungen gestalten sich mehr als schwierig, da sie dem Serienkiller ja nicht hinterher reisen kann. Trotzdem kommt sie Harper immer näher. Auch deshalb, weil er irgendwann mitbekommt, das Kirby nicht tot ist. 

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Killer Harper Curtis kennen. Der ist nach einem Mord auf der Flucht und gerät durch Zufall in ein geheimnisvolles Haus, das ein Zeitreiseportal ist. In einem Zimmer hat Harper abgenommene Gegenstände der "Shining Girls", das sind seine Opfer,  gelagert.  Sehr viel erfahren wir über Harper nicht. Die Autorin hat hier den Fokus nicht auf den Killer, sondern auf seine Taten gesetzt. Seine Verbrechen werden detailliert beschrieben. Das sind ziemlich grausame Szenen. . Ab und an bekommen wir Kindheitserlebnisse von ihm bruchstückhaft erzählt.

Durch die Zeitreisen des Serienkillers bekommen wir ein interessantes Stück amerikanischer Geschichte , von 1931 - 1993,  so nebenbei erzählt. Die Autorin scheint hier sehr gut recherchiert zu haben.

Lauren Beukes hat mit ihrem Thrillerdebüt "Shining Girls" eine außergewöhnliche Story über einen zeitreisenden Serienkiller und ein Opfer, das ihn jagt, erschaffen. Da die Szenenwechsel und Zeitenwechsel sehr schnell erfolgen, muss man das Buch schon konzentriert lesen. Lauren Beukes lässt den Leser mit einigen Fragen allerdings im Ungewissen. Für diesen ungewöhnlichen, ziemlich düsteren, stellenweise brutalen und gruseligen Thriller mit schnellem Szenenwechsel gibt es von mir 4/5 Sterne.

Rezension zu "Liebhaber der Finsternis" von Fay Ellison

Titel: Liebhaber der Finsternis
Autorin: Fay Ellison
Dateigröße: 497 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
Verlag: Sieben Verlag (1.3.2012)
ASIN: B006VKLERQ

Kurze Inhaltszusammenfassung:

 "Die vom Leben und den Männern enttäuschte Engländerin Leah wendet sich verzweifelt an den Vampir Corben, der sie durch eine Verwandlung von ihren Emotionen befreien soll. Aber der engelsgleiche Cian ist der Vampir, der ihr vom ersten Augenblick unter die Haut geht. Sie verbindet sich mit ihm und wird zum Spielball der Lust, denn ihre Wandlung hat ihren Preis. Menschenblut allein genügt nicht. Um zu überleben, müssen die einst gefallenen Engel des Vampirclans ihr einen Teil ihres Blutes überlassen. Als Gegenleistung erklärt sie sich bereit, mit jedem der zwölf Engel eine Vollmondnacht im Jahr zu verbringen. Doch Leah ist fasziniert von Cians Bruder Corbin, und muss feststellen, dass auch Untote lieben können. Sie gerät zwischen sämtliche Fronten, als Cian sie nicht aus seinem Bann entlassen will und die Engel ihre Vollmondnächte einfordern."

Über die Autorin:
Fay Ellison ist das Pseudonym einer Hamburger Autorin, die 1968 das Licht der Welt erblickte. Die ausgebildete Chemielaborantin ist als stellvertretende Laborleiterin seit Jahren in demselben Unternehmen tätig.
Schon als Kind war sie eine Tagträumerin, die in der Welt der Literatur eine Möglichkeit erkannte, der realen Welt zu entfliehen. Schon immer folgte sie dem Wunsch, ihre eigenen Fantasien aufzuschreiben und andere Menschen mit auf ihre Reise zu nehmen. So wurde aus dem einstigen Hobby eine Leidenschaft, die sie immer wieder an ihre Tastatur zieht.
Sie veröffentlichte für den Carl Stephenson Verlag mehrere erotische Kurzgeschichten und hatte 2012 ihr Romandebüt mit dem erotischen Fantasy-Abenteuer "Liebhaber der Finsternis", der im Sieben Verlag veröffentlicht wurde. 2014 erscheint ihr erster Thriller "Experiment Ella" im Begedia Verlag.

Eigene Meinung:
Fay Ellison hat mit ihrem lockeren, sehr bildhaften Erzählstil die erotisch-romantische Geschichte von Leah kreiert. Leah hat viele Enttäuschungen mit Männern erlebt und möchte sich deshalb in eine Vampirin verwandeln. Deshalb begibt sie sich auf einen Londoner Friedhof, wo sie den gutaussehenden Vampir Corben kennenlernt. Es ist jedoch nicht so einfach, für eine Menschenfrau, Vampirin zu werden und auch zu bleiben. Das muss Leah erfahren.
Spannung kommt in die Geschichte, als sich Leah für Cian als ihren Gefährten entscheidet und nicht für Corben, der das erwartet hatte. Die Brüder Corben und Cian scheinen ständig Probleme miteinander zu haben. Die Rivalität zwischen Clanführer Corben und Cian hat einen Ursprung in der Vergangenheit, wie wir in der Geschichte erfahren werden.
Natürlich kommt die Erotik in dieser Vampirstory nicht zu kurz. Ein Vampir hat wohl ständig Lust auf Sex und lebt seine Fantasien aus. Leah genießt das sehr. Allerdings muss Leah feststellen, dass Vampire fast mit denselben Problemen und Entscheidungen zu kämpfen haben, wie die Menschen. Es kommt zu einigen Konfrontationen mit Corben und Cian  und Leah muss eine Entscheidung treffen.
Uns Leser erwarten gut beschriebene, sympathische Charaktere, ein spannender Plot und natürlich jede Menge Sex. 4/5 Sterne für diese Vampirgeschichte, die in Richtung Black Dagger geht und eine Fortsetzung vermuten lässt.





Donnerstag, 6. Februar 2014

Interview mit dem Horror-Autor Lutz C. Frey

Lutz C. Frey, der Horror-Romane schreibt, war heute mein Interviewpartner. Entstanden ist ein richtig gutes Interview. Lest selbst: 
1. Wie kamst du zum Schreiben?
Über das Lesen. Und dann kam irgendwann ein Gedanke der Art: »Wäre es nicht spannend, eine Story zu erzählen, in der dieses und jenes passiert?« Also setzte ich mich hin und schrieb diese Story. Und dann noch eine. Und so weiter.

2. Was fasziniert dich am Schreiben von Horrorthrillern?
Das übersinnliche Element bietet dir als Autor eine interessante Spielwiese, auf der eine Menge passieren kann. Außerdem mag ich wilde Spekulationen. Was wäre, wenn...?

Die eigentliche Story findet aber eigentlich immer abseits der Monster und Schrecknisse statt, nämlich zwischen den Menschen. Jeder Autor ist im Grunde ein kleiner Sadist, ein bisschen wie ein Kind, dass mit dem Brennpunkt seiner Lupe Ameisen quält. Er jagt seine Protagonisten durch immer schlimmere Situationen, aus denen sie erst ganz zum Schluss einen Ausweg finden, oder auch nicht - und das Übersinnliche bietet eine Menge Potenzial für wirklich üble Situationen, in die die Helden geraten können.

Das Paranormale bietet andererseits auch noch einen gewissen Trost, ein »Vielleicht ist da noch etwas? Etwas anderes außer dem alltäglichen, persönlichen Horror und der großen Leere danach?«. Ich finde das ist ein Versprechen, dass es sich zu suchen lohnt, ein ganzes Leben lang. Und Horror, speziell die Art, die ich mag, honoriert sehr oft auch das Gute im Menschen, das Moralische, Ehrliche, Echte. In gewisser Weise ist Horror heute oftmals sogar tröstlicher als mancher Gesellschaftsroman oder ein paar Minuten Nachrichten. Das wiederum könnte einem durchaus zu denken geben ...

3. Wie ist die Idee zu Draakk entstanden?
Tatsächlich aus einem ganz bestimmten Bild, dass mich nicht mehr los ließ, und das ich während einer ziemlich langweiligen Zugfahrt hatte. In diesem Bild war es Herbst, und paar Menschen war aus irgendeinem Grund ziemlich am Ende bzw. auf der Flucht. Vor was, und wieso, wusste ich damals noch nicht. Das herauszufinden, hat ungefähr ein Jahr gedauert. Und aus der Story in meinem Kopf ein Buch zu machen, dauerte nochmal anderthalb Jahre. Inzwischen habe ich etwas mehr Routine. Jedenfalls rede ich mir das gern ein.

4. Hast du eine bestimmte Vorstellung von deinen Figuren oder führen die während deiner Schreibphase ein Eigenleben?
Ja und nein, ich bin kein reiner Pantser, also einer, der einfach losschreibt. Ich lasse den Figuren Zeit, sich zu entwickeln, bevor ich daran gehe, die Geschichte aufzuschreiben. Die gehen also ins Geschehen mit einer umfangreichen Vorgeschichte, Neigungen und ich habe oft auch recht genaue Vorstellungen von ihrem Aussehen, ihren Eigenheiten und so weiter. Ich will ja schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe, bevor ich mich ein paar Monate mit jemandem auf eine abenteuerliche Reise in die Finsternis begebe. Außerdem klaue ich manchmal schamlos einige Charakterzüge bei meinen Freunden, bestimmte Ticks oder Angewohnheiten.

5. Hast du eine bestimmte Schreibzeit?
Ja, ich schreibe meist vormittags, etwa zwei bis drei Stunden.

6. Angenommen, du bekommst das Angebot, dass eines deiner Bücher verfilmt werden soll. Welches würdest du wählen und warum?
Von denen, die schon veröffentlicht sind, definitiv »Draakk«. Die Jake Sloburn-Stories sind ja Fortsetzungsromane, das wäre wohl ein wenig schwierig. Obwohl kürzlich eine Verfilmung der »Odd Thomas«-Reihe von Dean Koontz rausgekommen ist, auf die ich sehr gespannt bin. Und »Nest« ist wohl außerdem ein wenig zu anstößig fürs Kino. Wenn sie da die schlüpfrigen Szenen rausschneiden, wird's ein Kurzfilm.

7. Welchen berühmten Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
Das dürfte die wenigsten überraschen: R.A. Wilson (leider tot), Neil Gaiman, Stephen King, Dean Koontz, Clive Barker, Lee Child, Arturo Pérez-Reverte Gutiérrez, J.K. Rowling, Jojo Moyes und überhaupt jeden und jede, von dem ich mindestens ein Buch zu Ende gelesen habe. Jede(r) auf den das zutrifft, ist mein Held und Vorbild, oder doch zumindest eine Inspiration!
Stephen King würde ich jedoch auf jeden Fall fragen, wo er seine Ideen herbekommt, einfach nur um ihn zu ärgern, weil ich weiß, dass ihn diese sinnlose Frage nervt. Nein, im Ernst, ich würde sie wohl nichts Spezielles fragen, sondern einfach nur in Ruhe ein Bier trinken gehen und über was anderes als Bücher reden. Alles, was ich zu diesem Thema von einem Autor wissen will, erfahre ich doch, indem ich seine Geschichten lese.

8. Hattest du schon einmal ein witziges Erlebnis mit einem Fan?
So im Sinne von »Kannst du das Buch bitte mit 'Für Ebay' signieren?« Nein. Aber ich hatte schon einige wirklich tolle Erlebnisse mit Fans, jede einzelne E-Mail und jeder Brief ist so eins! Manchmal gucke ich dann einfach nur eine Weile verständnislos auf den Bildschirm oder aufs Papier und denke: »Holy Fuck, da hat sich jemand hingesetzt, um dir eine Seite lang zu schreiben, wie toll sie oder er dein Buch findet!«. Das sind für mich Momente großer Dankbarkeit.

9. Kannst du dir vorstellen,ein Buch in einem anderen Genre zu veröffentlichen? Welches Genre geht gar nicht und warum?
Ja, absolut. Soll ich dir mal ein Geheimnis verraten? Für mich ist das wie mit Musik, es gibt nur zwei Arten: Gute und schlechte. Ich bin der Meinung, bei guten Geschichten geht es immer um spannende Dinge zwischen »echten« Menschen, und das kann in einer Arzt-Roman-Lovestory genauso der Fall sein wie im abgedrehtesten Science-Fiction-Roman. Die Frage ist doch, was liest du da raus und wie bereichert es dich, ganz persönlich?

Es gibt allerdings etwas, das ich mir überhaupt nicht zutraue: Gedichte. Ich habe einen Heidenrespekt vor Leuten, die das richtig gut können und weiß, ich zähle nicht zu ihnen.

10. Bleibt neben dem Schreiben Zeit für weitere Leidenschaften?
Aber sicher doch. Diejenige weiß schon, wer gemeint ist und ich bin sehr froh, dass das Wort »Leidenschaft« hier tatsächlich ein Zutreffendes ist. Außerdem spiele ich in mehreren Bands, mache überhaupt recht viel mit Musik. Und ich schaue Filme. Viel zu viele.

11. Welches Buch liest du denn gerade?
Das sind immer mehrere, lass mich mal nachschauen. Also, da haben wir: »The Keep« von F. Paul Wilson, »Lifeforce« von Colin, äh ebenfalls, Wilson. Seltsamer Zufall, hmm. Außerdem bin ich in den letzten Kapiteln von Dr. Sleep und dem zweiten Harry Potter. Ich habe die »Horrorlegionen« angefangen (Danke, Carmen!) und blättere hin und wieder durch ein paar Bücher über Psychologie, Geschichte und sowas. Gut für die Allgemeinbildung. Ich habe eigentlich überall,wo ich bin, ein Buch dabei. Und ja, auch auf dem Klo.

12. Magst du uns neugierigen Lesern etwas über dein neuestes Projekt erzählen?
Na klar, gern, obwohl ich nicht weiß, was davon wann erscheinen wird. Soweit sind wir noch lange nicht, Draakk ist ja gerade mal einen Monat auf dem Markt. Ich puzzle gerade an einem Plot für eine Dystopie herum (Und nein, es wird nicht um Zombies gehen, ich kann mit den Viechern einfach nix anfangen, sorry!), in der sich ein stummer, seltsamer Junge und ein fremdes Mädchen in einer ausgesprochen feindseligen Umgebung behaupten müssen. Das Ganze hat sich inzwischen zu einem recht vielschichtigem Handlungs-Knäuel entwickelt, das ich in den nächsten Wochen erst entwirren muss. Wenn ich Glück habe, wird aber eine tolle Geschichte draus!

Mit einem befreundeten Autor arbeite ich darüber hinaus an einem anderen Manuskript. Man könnte vielleicht »Verschwörungsthriller« dazu sagen, und wer »Draakk« gelesen hat, weiß, dass ich dazu auch eine gewissen Affinität verspüre. Deshalb war ich sofort Feuer und Flamme für die Story des Kollegen. Es gibt noch jede Menge weiterer Ideen, aber die müssen es erst noch aus der Schublade auf meinen Schreibtisch schaffen.

Vielen Dank. Ich mag Dystopien sehr. Ich freue mich auf deine Dystopie und wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinen Büchern. 

Bitte sehr, Biggi, es war mir ein Vergnügen! Alles Gute noch für dich und deine Bibliothek und vielleicht bis bald mal wieder, es würde mich freuen.

Sonntag, 2. Februar 2014

Rezension zu "Rachespiel" von Arno Strobel, Psychothriller, Fischer Verlag

Titel: Rachespiel
Autor: Arno Strobel
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 442 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Fischer E-Books, Auflage 1 (23.1.14)
ASIN: B00DTNAWTE


Kurze Inhaltszusammenfassung:

"»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«

Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.

Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten … "


Über den Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

Eigene Meinung:

Die Story klang sehr interessant.  Leider ist die Geschichte doch recht einfach gestrickt und vorhersehbar. Wer viele Pschothriller liest oder viele Horrorfilme schaut, kann hier nichts Spannendes oder Neues entdecken.

Beim Lesen habe ich mich immer gefragt: Kommt noch was? Wann passiert noch etwas Überraschendes?  Wird es jetzt endlich spannend? Kann ich ein intelligentes Wortgefecht zwischen den Figuren erwarten?

Leider sind die Figuren recht einfallslos, es sind alles Stereotypen, die jedes Klischee erfüllen. Auch ist nicht jede Reaktion und Handlung der Protagonisten ganz logisch und nachvollziehbar.

Die Sprache in diesem Thriller ist recht einfach gehalten. Der Autor schaffte es nicht, eine gruselige, spannende Atmosphäre aufzubauen. Die hatte ich aber erwartet.

Sorry, Herr Strobel, dieser Psychothriller konnte mich nicht überzeugen. Ich kann keine Leseempfehlung abgeben. Ich hatte deutlich mehr erwartet, irgendwelche Überraschungen  oder Wendungen. Da retten die eingebauten Cliffhanger leider auch nichts mehr. Für diesen Psychothriller möchte ich keine Leseempfehlung abgeben. Er wirkt ziemlich lieblos heruntergeschrieben.

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein Autorin: Maria W. Peter Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17) Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2 Verlag: Bastei...