Montag, 31. März 2014

Rezension zu "Indigo - Das Erwachen" von Jordan Dane, Mira Taschenbuch, Fantasy

Titel: Indigo - Das Erwachen
Autorin: Jordan Dane
Seitenzahl: 368 Seiten (brochiert 10.3.14)
Isbn Nr. 978-3956490170
Verlag: Mira Taschenbuchverlag 
http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/ 
 Preis: 10, 99 Euro
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Klappentext:
"Ich will dich sehen, aber es ist zu gefährlich. Du darfst nicht nach mir suchen. Versprich es mir."
Als Rayne Darby die Nachricht ihres Bruders Luke auf ihrem Anrufbeantworter hört, ist sie völlig verwirrt. Überstürzt macht Rayne sich auf die Suche, bemerkt jedoch bald, dass sie verfolgt wird. In einem Tunnel sieht sie dann plötzlich ein blaues Licht, das von einem fremden Jungen ausgeht. Er hat die Arme ausgestreckt, die Lippen geöffnet in einem stummen Schrei – und ihre Verfolger ergreifen die Flucht.
Ihr Retter heißt Gabe – mehr gibt er nicht von sich preis. Er scheint jedoch zu wissen, wo Luke steckt …
Über die Autorin:
Schon als Kind hat Jordan Dane gern gelesen. Dennoch hat sie einige Jahre bei einem Energiekonzern gearbeitet, bevor sie ihre Liebe zum Schreiben entdeckte. Jordan reist gern, liebt gutes Essen und Kochshows und lebt in Texas, wo sie ihre mehrfach preisgekrönten Romane schreibt.

Eigene Meinung: 
Zu erwähnen ist hier das wunderschön gestaltete, blaue Cover. Ein richtiger Eye-Catcher. Der Klappentext klang auch sehr spannend.

Rayne hat nach dem Tod ihrer Eltern die Harley ihres Vaters geerbt. Sie wohnt zusammen mit einem Chamäleon. Ihre ältere Schwester Mia arbeitet für eine Kirche und hat das Sorgerecht für den kleineren Bruder Luke. Der ist in der Psychiatrie untergebracht und wird dort mit Drogen vollgestopft. Doch er kann fliehen. Als Rayne nach ihrem Bruder Luke sucht, der ihr eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen hat, lernt sie den gutaussehenden Gabriel kennen. Gabriel bleibt etwas undurchschaubar und geheimnisumwittert. Zuerst gibt sich Gab etwas distanziert Rayne gegenüber, dann beschließt er, ihr zu helfen. Beide begeben sich durch ihre Suche nach Luke in große Gefahr.

Der Schreibstil der Autorin hat mich nicht so richtig fesseln können, auch nicht die Charaktere Rayne und Gabriel. Sie sind zwar sehr interessant, ich konnte aber irgendwie keinen Zugang zu ihnen finden. Auch die  Indigo-Kinder Kendra, Raphael und Co., die erbarmungslos gejagt werden, wären sehr interessante Charaktere, leider bleiben sie auch etwas leblos.

Jordan Dane schreibt in einem etwas jugendlichen Sprachstil und lässt den Leser oft im Ungewissen. Wir bekommen immer wieder ein Puzzleteil präsentiert, so dass wir gegen Ende des Buches dann schon ziemlich viel erahnen können, dennoch bleiben einige Dinge sehr rätselhaft. Ich vermute, dass alle Fragen, die sich dem Leser stellen, im 2. Teil der Trilogie aufgeklärt werden. 

Leider sind mir einige Logikfehler aufgefallen. Raynes Handy wurde zerschmettert, plötzlich telefoniert sie mit ihrer Schwester Mia? Die Reifen ihrer Harley wurden aufgeschlitzt, später ist Rayne mit der Harley unterwegs?

Ich vergebe 2/5 Sterne für den ausbaufähigen Plot. Die Umsetzung hätte ich mir etwas spannender und fesselnder gewünscht, der gewisse "Funke" springt hier einfach nicht auf den Leser über.

Donnerstag, 27. März 2014

Rezension zu "Selection" von Kiera Cass, Sauerländer Verlag, Dystopie

Titel: Selection
Autorin: Kiera Cass
Seitenzahl: 368 Seiten (gebunden)
Verlag: Sauerländer, 1. Auflage (11.2.13)
Isbn Nr. 13-978-3411811250
 Preis: 16,99 Euro






Klappentext:"35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?"

Über die Autorin:
Kiera Cass wurde in South Carolina geboren, studierte Geschichte an der Radford University und lebt heute mit ihrer Familie in Virginia. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Jugendroman. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen, Tanzen, Videodrehen und großen Mengen Kuchen. 

Eigene Meinung:

Die Geschichte spielt in einer Welt nach dem 4. Weltkrieg. In diesem Königreich werden die Prinzessinnen mit den Herrschern der Nachbarländer verheiratet, damit diplomatische Beziehungen zu diesen Ländern geknüpft werden können.
Die Partnerinnen für die jeweiligen Prinzen (es gibt nur einen in diesem Fall), werden aus dem Volk ausgewählt. Das Volk besteht aus einem Kastensystem. America ist in Kaste 5, sie ist in einen Jungen verliebt, der eine Kaste schlechter eingestuft ist. Heiraten geht daher gar nicht, üblicherweise versucht man, im Kastensystem aufzusteigen.  Americas Familie hat nicht immer genug zu essen, die Familie ihres heimlichen Freundes erst recht nicht. Als dann das Casting für die Braut des Prinzen bevorsteht, bekommt America eine Einladung dazu. Sie will nicht mitmachen, ihre Mutter überredet sie dazu, gibt es doch mehr Essen für die Familie.  America steigt durch das Casting schon mal in dem Kastensystem auf. Es gibt natürlich auch Rebellen in diesem Land, die spielen in diesem 1. Band noch keine sonderlich große Rolle, ab und an wird ein Überfall erwähnt, aber mehr erfahren wir nicht dazu.  Es dreht sich alles um das Casting, um das Aussehen der Mädchen und um ihr Benehmen. Sie werden unterrichtet in Geschichte und wie sie sich als Gemahlin des Prinzen verhalten sollen.  Die Mädchen sehen sich als Rivalinnen, Zickenkrieg ist daher vorprogrammiert. 

Das Buch liest sich gut, ich war überraschenderweise von der Story gefesselt, allerdings bin ich manchmal über komische Formulierungen gestolpert. Ich vermute mal, dass es sich dabei um Übersetzungsfehler handelt. 

In dieser Dystopie geht es ganz klar um die Auswahl der Braut, um eine Woche, die die Auserwählten auf dem Schloß verbringen und um Americas Gefühlswelt. Sie ist nur wegen ihrer Familie im Schloss und um ihren Exfreund Aspen zu vergessen. An einer Beziehung oder gar einer Heirat mit Maxon ist sie überhaupt nicht interessiert. Als sie Maxon näher kennenlernt, merkt sie, dass sie ihn völlig falsch eingeschätzt hat und so langsam ändert sich -  fast schon  unbewusst -  ihre Meinung über den Prinzen. Dann taucht allerdings Aspen im Palast auf und das Chaos ist komplett.

Hatte ich zuerst den Verdacht, dass es sich in diesem Buch nur alles um Aussehen und Kleider dreht, wurde ich doch positiv überrascht. Maxon und America sind starke Charaktere, die sich amüsante Dialoge liefern. America ist sehr direkt. Sie sagt, was sie denkt und weist den Prinzen auf die Probleme der Menschen in den einzelnen Kasten hin. Maxon versucht, etwas zu ändern, er hat bisher aber nur sehr wenig Einfluss auf die politischen Entscheidungen in seinem Land.

Gegen Ende des Buches dürfen wir noch eine Überraschung erleben. 4/5 Sterne für diese völlig andere, gefühlsbetonte Romantik-Dystopie. Der 2. Teil dieser Trilogie ist bereits erschienen.

Montag, 24. März 2014

Rezension zu "Die Hässlichen" von Melanie Vega, eBook, zeitgenössische Literatur

Titel: Die Hässlichen
Autorin: Melanie Vega
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 542 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 315 Seiten
Verlag: epubli GmbH (4.2.14)
ASIN: B001CRT0Z0
Preis:  4,99 Euro




Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Die Freundinnen Helena und Claire sind hässlich. Claire schon immer, Helena erst, seit ihr Gesicht bei einem Unfall entstellt wurde. Rumjammern? Fehlanzeige! Schönheits-OPs? Auf keinen Fall! Die beiden jungen Frauen haben genug davon, sich für ihr Aussehen zu schämen. Sie gründen die Fuglies (the fucking uglies), eine Mischung aus exklusivem Club und Selbsthilfegruppe für hässliche Menschen. Das Konzept trifft einen Nerv und die Gruppe wächst rapide. Die Fuglies treffen sich regelmäßig, veranstalten verrückte Happenings und Partys. Sie drehen den Spieß um, machen das Hässlichsein cool. Wer zu schön ist, gehört nicht dazu. Schnell werden die Fuglies und ihre Anführerin Helena zu Medienstars. Bald gibt es jedoch Spannungen und Streitigkeiten über den Weg, den die Gruppe einschlagen soll. Die einen wollen einfach nur ihren Spaß, die anderen werden immer radikaler und wollen zur Not mit Gewalt gegen die „Diktatur der Schönheit“ vorgehen. Als die Medien sich gegen die Fuglies wenden und die Lage vollkommen zu eskalieren droht, ist auch die Freundschaft von Helena und Claire im Begriff, zu zerbrechen. „Die Hässlichen“ – eine literarische tour de force durch die Welt von Körperkult und Beautyjunkies. Irgendwo zwischen Poesie und Punk, Wahrheit und Wahn, Botox und Babyspeck."

Über die Autorin:
Melanie Vega ist das literarische Pseudonym der Kölner Journalistin und Autorin Melanie Raabe. Sie wurde am 1.8.81 in Jena geboren. Nach dem Studium von Medien und Literatur in Bochum absolvierte sie in Köln ein journalistisches Volontariat. Seit 2007 lebt und arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin in der Domstadt. Im Frühjahr 2010 hatte ihr erstes Theaterstück, „Der Neurosenkrieg“, in Leipzig Premiere, Anfang 2011 folgt der Krimi „Mafia al dente“, der ebenfalls in Leipzig uraufgeführt wurde. Beide Stücke liefen unter dem Pseudonym Melanie Vega. Die Autorin arbeitet an Romanen, aber auch an Konzepten für Bühne und TV.
Mit ihrer Kurzgeschichte „Die Zahnfee" gewann die Autorin den Deutschen Kurzkrimipreis 2011. Anfang 2012 erhielt sie den von der Filmakademie Baden-Württemberg ausgeschriebenen RTL Start-up-Preis im Bereich Sitcom. 2013 war sie für ihr Krimiserien-Konzept „Kommissar Psycho“ für den Drehbuchpreis „Der Clou“ nominiert.

Eigene Meinung:
Helena und Claire sind Freundinnen. Helena ist wunderschön, ihre Schwester ist Model und ihre Eltern sind ebenfalls schön und erfolgreich. Helena pflegt ihre Schönheit, bis schon fast ins Absurde, mit allen möglichen und unmöglichen Cremes, Lotionen und Tiegelchen. Als sie in einen Club der Superschönen nicht aufgenommen wird, lässt sie sich ihre Nase operieren. Auf der Fahrt zur Nachsorge verunglückt sie, Narben im Gesicht entstellen die schöne Helena (schon der Name erinnert mich an eine Heldin, euch auch?). Helena gründet zusammen mit Claire die Fugies, einen Club der Hässlichen. Nun wird alles umgedreht. Nur hässliche Menschen dürfen beitreten. Natürlich stellt sich die Frage, Wer oder was ist hässlich? Werten hässliche Menschen nicht genauso? Schaut man sich nicht lieber Schönes an? Zählt denn nur das Aussehen?

Was für ein tolles Debüt! Die Autorin hat in Zeiten, in denen es im Fernsehen von Modelcastings und Schönheitsop-Sendungen nur so wimmelt, über das topaktuelle Thema Schönheitswahn einen sehr spannenden, zuweilen dramatischen, nachdenklich stimmenden, teilweise sehr witzigen und oft schon makaberen Roman erschaffen. Ihre Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt. Keine Frage, den Umgang mit der Sprache beherrscht  die Autorin. Melanie Vegas  bringt ihre Protagonisten in absurde und teilweise ziemlich heftige Situationen. Ich würde diesen Roman als richtig gute Satire bezeichnen, die zum Nachdenken anregt. Absolute Leseempfehlung, verdiente 5/5 Sterne. 

Donnerstag, 20. März 2014

Rezension zu "Hexenspiel" von Manfred Koch, Molden Verlag, Psychokrimi

Titel: Hexenspiel
Autor: Manfred Koch
Seitenzahl: 176 Seiten
Isbn Nr. 13-978-3854852919
Verlag: Molden Verlag (18.4.2011)
Preis: 19,95 Euro

Klappentext:
"Das Rätsel um zwei, erst seit wenigen Tagen vermisste, vierzehnjährige Mädchen, die von der Sensationspresse voreilig zu Opfern eines Sexmonsters hochstilisiert werden.
Ein Polizeiinspektor, der nicht weiß, wie er mit seiner greisen, demenzkranken Mutter umgehen soll, die allein in ihrem Haus am Stadtrand von Salzburg lebt und schreckliche Angst davor hat, in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden.
Ein toter alter Sonderling, in dessen Haus man Spuren der vermissten Mädchen entdeckt und Hinweise auf schwarze Messen oder ähnliche satanische Rituale .
Jahrzehnte alte, unbewältigte Konflikte mit seiner Schwester und seinem Vater, die den Polizeiinspektor plötzlich quälen, die Frage, ob er bei seinen viele Jahre zurückliegenden, ergebnislosen Ermittlungen gegen das Sexmonster einen Fehler gemacht hat, und eine wieder erwachte Liebe zu einer ehemaligen Freundin, die ihn völlig verwirrt.
Ein Kind, das seinem Tagebuch Geheimnisse anvertraut, ohne zu ahnen, wie schrecklich diese Geheimnisse sind all das und noch ein bisschen mehr ergibt einen Psychokrimi, der ganz anders endet, als man es (vermutlich) erwartet."

Über den Autor:
Manfred Koch wurde 1950 in Graz geboren und lebt seit 1971 in Salzburg. Er war Werbetexter, Dramaturg und Regieassistent und ist seit 1980 freier Schriftsteller. Bekannt wurde er u. a. mit seiner satirische Kolumne „Eingekocht“ in den Salzburger Nachrichten (mehr als 1200 Kolumnen) und als Mitbegründer und Textautor des Salzburger Affronttheaters (Kabarettpreis „Salzburger Stier“ 1995). Neben Arbeiten für TV, Hörfunk und Theater schrieb Koch mehrere Bücher. 2007 erschien der Erzählband „Nachtmusik“, 2008 der Psychokrimi „Totenstille“ und 2009 der satirische Roman „Salomes Brüste“.

Eigene Meinung: 

Heute muss ich euch einfach diesen schon etwas älteren, super erzählten Psychokrimi vorstellen, den mir meine Gastrezensentin auf der Messe in Leipzig mitgebracht hat. Vielen Dank noch einmal für dieses tolle Buch, liebe Kaddel.

Zwei vierzehnjährige Mädchen sind verschwunden. Für die Presse ist klar, dass sie Opfer eines Verbrechens wurden. Kommissar Wager ist an diesem Fall nicht sehr interessiert. Er kann Kinder nicht leiden. Das hat mit seiner Kindheit und damit, dass seine Schwester Julia die Hauptrolle in seiner Familie gespielt hat, zu tun. Außerdem hofft er auf eine neue Beziehung mit seiner Ex-Freundin Christine. Die bittet ihn, die Mädchen zu finden und Wagner kommt ihr zuliebe in die Gänge. Hinweise, wo die Mädchen geblieben sind, gibt es keine. Doch dann wird ein alter Eigenbrötler, der vor Jahren verdächtigt wurde, Mädchen sexuell missbraucht zu haben, tot in seinem Haus aufgefunden. Die Ermittler finden Spuren der beiden Vermissten und Hinweise auf schwarze Messen.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Wagners Mutter kennen. Sie scheint dement zu sein und hat Angst davor, dass Wagner sie ins Pflegeheim abschieben könnte. Wir bekommen die Erlebnisse und Gedanken der alten Frau intensiv geschildert. Allerdings ist nicht ganz klar, ob sich die Dame manche Dinge einbildet, oder ob es sich um reale Geschehnisse handelt.

Der Tagebucheintrag eines Mädchens, das mit den beiden Verschwundenen befreudet ist, gibt uns wieder ganz andere Einblicke. 

Dieser Psychokrimi hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Wagners Gefühlswelt wird intensiv geschildert, er ist sehr mit sich selbst und seiner Vergangenheit beschäftigt.
Fast gegen Ende der Geschichte hat der Autor eine raffinierte Wendung eingebaut.  Nichts ist, wie es scheint. Ich hatte zwar irgendwann einen Verdacht, der in die richtige Richtung ging. Das Ende ist jedoch so richtig bitterböse.

5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen, genialen Pschyokrimi. Die gezeichneten Ameisen, die immer am Anfang eines Kapitels -  mal vereinzelt, dann wieder zu mehreren - auftauchen, spielen in der Geschichte eine Rolle und auch diese Illustration finde ich sehr gelungen und muss sie einfach erwähnen.

Kleiner Tipp von mir: Das Buch gibt es gebraucht zu kaufen, wem es zu teuer erscheint oder als eBook, da ist es auch deutlich günstiger mit 4,99 Euro. 

Montag, 17. März 2014

Besuch auf der Leipziger Buchmesse März 2014

Nachdem die Akkreditierung geklappt hatte,  und sich eine Menge Leute, die ich gerne persönlich kennenlernen wollte, angekündigt hatten,  stand einem Wochenendtrip nach Leipzig nichts mehr im Wege.



Da für Freitag gutes Wetter angekündigt war, wollten wir Leipzig anschauen und einige Geocaches loggen. Unser Geocache-Gerät ist leider abgestürzt, alle geladenen Caches waren weg, so dass wir mit dem Smartphone los mussten. Gar nicht so einfach! In der Innenstadt war schlechter Empfang, es herrschte Muggelalarm, es waren einfach zu viele Leute, um dort zu cachen. Nur einen haben wir geloggt.

Wunderbar essen waren wir in einer alten Apotheke in der Innenstadt. Hier gibt es auch für Veggies einige interessante Gerichte. In Leipzig kann man sehr gut und günstig essen.

Abends stand die Lesung von Inge Löhnig aus "Deiner Seele Grab" auf unserem Plan. Silvia Borowski, eine FB-Freundin, hat uns einen Platz reserviert. Wir Dummies haben das allerdings erst einmal gar nicht bemerkt.





Diese Lesung fand in der Löwenapotheke statt. Inge Löhnig hat nach der Lesung erzählt, wie sie zum Schreiben kam und Fragen beantwortet. "Deiner Seele Grab" wollte unbedingt signiert werden und uns begleiten.

Beim Frühstück im Hotel haben wir dann die Bücherjunkies Gisela Maria, Bianca Kraus,  Michaela Schwaiger und Silvia Borowski mit ihren Männern getroffen. Das war richtig klasse. Wir waren uns alle auf Anhieb sympathisch und hatten so viel Gesprächsstoff und so wenig Zeit!




Am Samstag ging es auf die Messe. Wir sind erst einmal über durch die Hallen geschlendert, haben uns die tollen Manga-Figuren angeschaut und versucht,  Katja Kaddel Peters und Wenke Mehl zu treffen. Leider haben wir erfolgreich "Verstecken" gespielt, Handyempfang war nicht so toll in den Hallen, so dass wir uns ständig verpasst haben. Es war einfach zu voll auf der Messe.


                                                 Kai Meyer beim Signieren

                                       Bernhard Hoecker mit Cacherkollege und Cacherblick



Wir haben die Lesung des Geocachers Bernhard Hoecker, der sein Buch "Neues aus Geocaching" vorgestellt hat, besucht. Er hat uns erklärt, warum er unbedingt einen Cache in Turkmenistan machen musste. Wo liegt das denn jetzt? Na?
Wir haben auch erfahren, dass es beim Cachen passieren kann, dass man auf blutige Zombies trifft (eine Cachergruppe ist in den Dreh eines Horrorfilms geraten). Bernhard hat uns glänzend unterhalten.  Leider war nach dieser Lesung Sven Hannawald angesagt, so dass ein Sitzplatz nur unter Einsatz des Lebens zu bekommen war. Die Leute haben schon 4-5 Lesungen vorher besucht, um die Stühle zu belegen ..

Davor hat uns eine Dame aus der Schweiz von ihrem fünfjährigen Segelturn durch die Karibik erzählt. Wir haben Fernweh bekommen, da sie uns tolle Dias gezeigt hat und unglaubliche Geschichten erzählen konnte.

                                        Weltenbummlerin beim Berichten




Diana und Jessica Itterheim haben uns aus ihrer "Engelsaga" vorgelesen und den Schluss der Lesung von Nora Melling aus ihrem neuen Buch haben wir auch noch mitbekommen.

Preisverleihung Indie-Autoren



Gegen 15.00 wurde es so unerträglich voll, dass wir Richtung Leipzig geflüchtet sind. Im Messepark haben wir noch schnell einen Cache geloggt. Geplant war für den Abend die Loewe Thriller-Nacht. Da wir keine Lust mehr hatten auf Menschenmassen, haben wir uns spontan für die Lesung der Autoren des Luzifer-Verlages in der Gothik-Kneipe Absyntherie Sixtina entschieden. Keine schlechte Entscheidung. Schließlich wollten wir ja auch neue Bücher und Autoren kennenlernen.
Die Autorin Heike Vullriede hat aus "Notizen einer Verlorenen" - einem Thriller - gelesen. Auf dieses Buch haben wir richtig Lust bekommen, es ist auf unserer Wunschliste gelandet.

Katja Kaddel Peters ist dort dann auch noch eingetroffen. Sie ist mit Susi Sauer und deren Sohn zur Lesung gekommen.

                                  Arthur Gordon Wolf hat aus seiner "Katzendämmerung" gelesen.


Die Lesung hat richtig Lust auf das Buch gemacht - es liegt schon auf dem Reader.

Stefanie Maucher hat aus ihrem Thriller "Fida" einige Szenen gelesen. Das Buch habe ich bereits im letzten Jahr verschlungen. 

Fasziniert hat uns Ann-Kathrin Karschnick, die für eine erkrankte Kollegin eingesprungen ist und uns mit ihrem High-Fantasy-Roman "Phoenix - Tochter der Asche" , erschienen beim "Papierverzierer Verlag und ihrer Hörbuch-taugliche Stimme verzaubert.




                                        Sieht das nicht toll aus?


Das Buch wollte auch unbedingt mit nach Hause. Katja Kaddel Peters hat mir "Hexenspiel" mitgebracht von Manfred Koch. Vielen Dank für den  Psychokrimi, liebe Kaddel.

Unglaublich hungrig, mussten wir leider aufbrechen. Katja musste Richtung Bahn und wir Richtung Futterstelle.

Bei einem richtig guten Italiener haben wir den Abend ausklingen lassen.

Zum Frühstück haben wir Bücherjunkies uns noch einmal alle getroffen und unsere Schätze vorgestellt. Es war toll, so viele nette Leute persönlich kennengelernt zu haben. 

Und dann ging es leider ab nach Hause,  vorbei an "Lederhose"


Mittwoch, 12. März 2014

Rezension zu "Nr. 13" von Laura Wulff, Thriller, Mira Taschenbuch

Titel: Nr. 13
Autorin: Laura Wulff
Seitenzahl: 364 Seiten
Verlag: Mira TB im Cora Verlag (10.2.14)
Isbn Nr. 13-978-3862788705
Preis: 8,99 Euro


Klappentext:
""Er trug die Kutte eines Mönchs ", so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst jedoch nicht anfangen zu ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?"

Über die Autorin:
Laura Wulff ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die in der Nähe von Köln lebt und arbeitet. Obwohl sie das Gelübde "Bis dass der Tod euch scheidet" ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte der Kriminalpolizei auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und könnte nicht für Schuhe morden, aber für ein gutes Buch.

Eigene Meinung:
Schon der Prolog ist megaspannend, dabei sehr verstörend und brutal. Wir erleben aus der Sicht eines Kindes dessen Vergewaltigung mit. Dann wird im jüdischen Bad eine weibliche Leiche gefunden. Die Ermittler haben Schwierigkeiten, die Leiche zu identifizieren.

In diesem 2. Teil um Marie und Daniel Zucker steht diesmal Daniel im Vordergrund. Seine Vorgesetzten wollen ihn eigentlich los werden. Er bringt sich aber in die Ermittlungen um den Leichenfund im jüdischen Bad ein. Da er mit dem Rollstuhl den Tatort nicht ansehen kann, hilft ihm Leander, der im KK hospitiert. Er nimmt eine Kamera mit hinunter in das Bad. So kann Daniel den Tatort über sein Laptop inspizieren. Leander unterstützt Daniel, wo er kann. Im Haus gegenüber der Nr. 13 will eine alte, etwas verwirrte Frau einen Mord beobachtet haben. Kann man ihr glauben oder nicht? Die Anwohner der Bruchstraße 13 demonstrieren gegen die Wohngemeinschaft, da diese aus einer Gruppe pädophiler Ex-Häftlinge besteht. Zwischen Daniel und Marie kriselt es noch immer. Diesmal steht das Thema Kinder bei den beiden im Vordergrund. Beide machen sich darüber Gedanken, reden aber miteinander nicht darüber 

Benjamin, Maries Cousin, wohnt immer noch bei den Zuckers. Er fühlt sich von seinen Eltern vernachlässigt. Doch auch die Zuckers haben wenig Zeit für den Jungen. Er beschließt, Daniel bei den Ermittlungen zu helfen und lernt in der Bruchstraße 13 einen charismatischen Mann kennen ... 

Verschiedene Handlungsstränge, in denen wir die Ermittlungen von Daniel, die Erlebnisse von Benjamin und den traurigen Leidensweg eines kleinen Jungen mitverfolgen können, bringen uns recht nah an das Geschehen. Laura Wulff beschreibt die Ereignisse sehr detailliert,  was teilweise richtig schockierend  und bestimmt nicht geeignet für schwache Gemüter ist.

Die Protagonisten sind sympathisch, haben aber alle ihre Macken. Auch die Nebendarsteller sind sehr interessante Figuren. Die Dialoge sind mehr als gelungen. Dabei nutzt die Autorin Umgangssprache und teilweise auch Dialekt.

Laura Wulff hat rund um das Thema Pädophilie einen brisanten, sehr spannenden, teilweise mehr verstörenden und fesselnden Thriller geschrieben. 5/5 Sterne für diesen fast noch spannenderen 2. Teil der Zuckerreihe. Ich bin gespannt, was wir mit der Zucker-Familie noch so erleben.



Freitag, 7. März 2014

Rezension zu "Pampelmusenduft - Teil 2 von St. Elwine" von Britta Orlowski, Bookshouse Verlag, Liebesroman

Titel: Pampelmusenduft - Teil 2 von St. Elwine
Autorin: Britta Orlowski
Seitenzahl der Printausgabe: 558 Seiten
Dateigröße: 795 KB
Verlag: bookshouse (30.6.13)
ASIN: B00DQDX0GY
Preis: 5,99 Euro, eBook,
TB: 15,99 Euro

 Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Die Geschichte über die Menschen in St. Elwine geht weiter ...

Als sich Charlotte und Tyler zum ersten Mal begegnen, stehen beide unter Stress. Sie kehrt nach langer Tätigkeit in der Entwicklungshilfe heim und fühlt sich von der Menschenmenge auf dem Flughafen erschlagen. Er ist Rocksänger, hat eine kräftezehrende Tournee hinter sich und kämpft mit einem Jetlag. Daher hält sie ihn für einen enthusiastischen Fan und er sie für eine zickige Touristin. Was als Verwechslungskomödie beginnt, entwickelt sich allmählich zu einem mysteriösen Versteckspiel. Tyler erhält anonyme Anrufe und Drohbriefe. Wer ist der Stalker? Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, und plötzlich spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Eine furiose Liebesgeschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite reicht. Liebhaber von Romanen im Patchworkmillieu kommen auf ihre Kosten und treffen auf alte Bekannte aus Band eins."

Über die Autorin:
Mit acht Jahren gründete Britta Orlowski ihren eigenen Verlag und war Autor, Setzer, Illustrator und Buchbinder in einer Person, bevor sie im Jahr 2008 nach vielen Anläufen den ersten Verlag fand, der ihren Debütroman herausbrachte. In der Zwischenzeit absolvierte sie erfolgreich ihre Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten und gründete eine Familie. Da sie in einer Zahnarztpraxis leider keine Geschichten erfinden durfte, widmete sie sich nach mehr als zwanzigjähriger Tätigkeit dort ganz ihrem Traumjob und wurde Buchautorin. Wenn sie nicht gerade Quilts näht, tummelt sie sich in ihrem geliebten Garten und/oder schreibt an ihren Büchern.

Eigene Meinung:

Ich habe zwei wundervolle Urlaubstage in St. Elwine bei alten Bekannten und neuen Freunden verbracht. Einen sympathischen Rockstar mit toller Stimme und super Ausstrahlung habe ich kennengelernt. Charlotte, die aus Afrika zurückgekehrt ist, habe ich einige Tage lang begleitet (ja, ich war auch in ihrer Zahnarztpraxis, obwohl ich mich vor Zahnärzten eigentlich fürchte) und ich habe ein Wiedersehen mit Josh und Liz gefeiert.

Britta Orlowski hat ein wirklich nettes Örtchen mit sympathischen Bewohnern erschaffen, in das ich gerne ab und zu einen Abstecher mache und mich rundum wohlfühle. Der herrlich lockere Schreibstil der Autorin und ihr intelligenter Humor lassen die Zeit viel zu schnell vergehen. Und schon ist der Besuch in St. Elwine beendet.

Neben Spannung von der ersten Seite an, einer guten Lovestory, einem Schuss Erotik, lebendigen, interessanten Figuren und ihren Geheimnissen, ist alles da, was eine gute Geschichte ausmacht. 5/5 Sterne für diese tolle Fortsetzung, die Lesevergnügen pur bietet, meine absolute Leseempfehlung.

Montag, 3. März 2014

Rezension zu "Der Sandmann" von Lars Kepler, Thriller, eBook, Bastei Lübbe Verlag

Titel: Der Sandmann
Autoren: Lars Kepler
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1107 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 576 Seiten
Isbn Nr. 343-103-8875
Verlag: Bastei Entertainment (14.2.14)
ASIN: B00C08V9TM
Preis: 14,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft. Niemand darf ohne Aufsicht seine Zelle betreten. Dem Serienmörder wird zugetraut, auch hinter Gittern noch schreckliches Unheil anzurichten.

Als eines seiner letzten Opfer plötzlich lebendig wieder auftaucht, steht für Kommissar Joona Linna fest, dass der Mörder einen Komplizen haben muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Die Schwester des geretteten Mannes war damals auch verschwunden - und ist womöglich noch am Leben!
Um ihren Aufenthaltsort zu erfahren, bittet Joona seine Kollegin Saga Bauer, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen ...

Über die Autoren: 
Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra und Alexander Ahndoril. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war in Schweden sensationell erfolgreich und das Buchereignis des Jahres. Der Roman erscheint in über dreißig Ländern. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Kindern in Stockholm.
Der erste Band der Reihe  heißt "Paganinis Fluch",  der zweite Band "Der Hypnotiseur" (wurde bereits verfilmt, der dritte Band "Flammenkinder".Mehr über Lars Kepler: http://www.larskepler.com/

Eigene Meinung:
Jurek Walter, ein gefährlicher Serienmörder, sitzt in der Isolationszelle der psychiatrischen Klinik. Wenn die Ärzte oder das Pflegepersonal der Psychiatrie seine Zelle betreten, dann nur mit Ohrenschützern. Denn Jurek kann Menschen beeinflussen.  Nach einem Treffen mit ihm sind sie total verstört und begehen Selbstmord. Daher hat jeder in der Klinik Angst vor Jurek.
Dann passiert das Unfassbare. Eines seiner Opfer, Mikael, der vor 13 Jahren zusammen mit seiner Schwester Felicia verschwunden ist, taucht wieder auf.  Er ist stark abgemagert und hat die Legionärskrankheit. Joona Linna rollt den Fall neu auf und versucht, Felicia zu retten. Die Zeit drängt, da die Schwester vermutlich auch mit der Legionärskrankheit infiziert ist und die Krankheit nun lebensbedrohlich sein kann. Joona ist sich sicher, dass Jurek einen Komplizen haben muss, der die Opfer am Leben erhalten hat.  Doch Mikael kann ihm nicht helfen, er redet nur vom Sandmann und einer Kapsel, in der er jahrelang untergebracht war. Wo er sich dreizehn Jahre lang aufgehalten hat, kann er nicht sagen. Joona schickt seine Kollegin Saga Bauer in die Psychiatrie. Sie soll Jureks Vertrauen gewinnen und den Aufenthaltsort seiner Schwester herausfinden. Ansonsten bieten sich wenige Anhaltspunkte, um mit den Ermittlungen zu beginnen. Wer Jurek Walter ist und wo er herkommt, ist nicht bekannt. Auch sonst hat Joona nicht sehr viel, um Felicia retten zu können. Er setzt auf seine Freundin und Kollegin Saga, der nicht bewusst ist, in welche Gefahr sie sich begibt.

Das Autorenteam arbeitet mit verschiedenen Erzählsträngen der einzelnen Personen und mit kurzen Kapiteln, was die Handlung schnell vorantreibt und uns kaum Zeit lässt,  Atem zu holen. Sie schreiben ungewöhnlicherweise im Präsens, was dazu führt, dass wir Leser noch mehr mitten in das Geschehen geworfen werden. Wir bekommen die Erlebnisse von Saga in der Psychiatrie intensiv geschildert und begleiten Joonas Ermittlungsversuche.

Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch. Dem Leser wird oft zugemutet, sich einiges zusammenzureimen, da die Autoren nicht alles bis ins kleinste Detail  erklären, sondern uns einige Dinge erahnen lassen. Das gefällt mir an diesen Thrillern  unheimlich gut. Was uns noch unlogisch erschien oder Fragen aufwarf, wird fast alles gegen Ende geklärt. Manche Dinge werden wohl erst im Folgeband beantwortet  (bitte, bitte, lasst mich nicht so lange auf den Folgeband warten ..).

Joona Linna gefällt mir sehr gut, er arbeitet intuitiv und eher unkonventionell. Er ist als liebenswerter Einzelgänger zu charakterisieren. Jurek Walter bleibt geheimnisumwittert und ist sehr manipulativ. Dieser Serienmörder erinnerte mich etwas an Hannibal Lecter. Die taffe Saga Bauer, die sich für Felicia in Gefahr begibt, und unschöne Dinge in der Psychiatrie erleiden muß, ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die mich etwas an Lara Croft erinnert.

"Der Sandmann" ist ein actionreicher Thriller, der atemlose Spannung verspricht und ein Pageturner sondergleichen ist.  Manche Leser mögen diesem Thriller vorwerfen, er wirke etwas zu konstruiert. Das stört mich normalerweise auch, hier komischerweise überhaupt nicht.

Meine hohe Erwartungshaltung nach "Flammenkinder" haben die beiden Autoren noch einmal übertroffen. 5/5 Sterne gibt es von mir und meine absolute Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen Thriller. Ich habe Joona Linna erst mit dem vorherigen Band "Flammenkinder" kennengelernt. Sinnvoller ist es sicherlich, beim 1. Band der Reihe zu beginnen. Es ist aber nicht zwingend notwendig.

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein Autorin: Maria W. Peter Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17) Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2 Verlag: Bastei...