Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension zu "Totengebet" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman

Titel: Totengebet
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 448 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 15.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48249-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro
   

Verlagsinfo:
"Ein Mord, eine geheimnisvolle junge Frau in Tel Aviv und Anwalt Joachim Vernau im Visier eines gnadenlosen Killers.

Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen? Als Vernau der schönen Unbekannten zu nahe kommt, wendet sich das Blatt: plötzlich steht er unter Mordverdacht. In letzter Sekunde kann er das Land verlassen, sein Ziel: Tel Aviv. In der brodelnden Metropole am Mittelmeer sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann – und wird hinabgezogen in den Strudel eines vergessenen Verbrechens, das sich vor über dreißig Jahren in einem Kibbuz in Israel ereignet hat ..."

Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Eigene Meinung: 
Auch in dem 5. Band um Joachim Vernau besticht Elisabeth Herrmann durch ihren spannenden, fesselnden Erzählstil, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

Anwalt Vernau, die Hauptfigur dieser Reihe, muss in diesem Band ziemlich viel einstecken, gerät unter Mordverdacht und in Lebensgefahr. Seine frühere Kanzleikollegin Marie-Luise hilft ihm bei seinen Ermittlungen vor Ort in Berlin, während er den größten Teil der Geschichte in Jerusalem, Tel Aviv und im Kibbuz recherchiert.

Die Story ist gut recherchiert, sehr aktuell und spielt in Berlin und in Israel. So nebenbei erfährt der Leser viel über das Leben in Israel, die verschiedenen Städte und die Probleme der Einwohner. Die Figuren sind allesamt sehr lebendig und sehr interessant. So dass es sehr spannend ist, mehr von ihnen zu erfahren.

Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Rätseln ist, wer denn nun für die Morde verantwortlich ist und unbedingt wissen möchte, was genau im Kibbuz in Israel vor über dreißig Jahren geschah. Die Autorin lässt sich mit der Aufklärung Zeit und spannt den Leser ganz schön auf die Folter.

Dieser Krimi lässt sich auch gut lesen, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Sie lohnen sich aber alle. 

5/5 Sterne und absolute Leseempfehlung für Krimifans.



Dienstag, 23. Februar 2016

Rezension zu "Das unendliche Meer" von Rick Yancey, übersetzt von Thomas Bauer, Goldmann Verlag, Endzeitthriller

Titel: Das unendliche Meer
Autor: Rick Yancey
übersetzt von Thomas Bauer 
Seitenzahl: 350 Seiten, (30.3.2015, gebunden mit Schutzumschlag)
Isbn Nr. 13-978-3-442-31335-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 16,99 Euro



Verlagsinfo:
"Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen..."

Autoreninfo:
 Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.www.rickyancey.com

Eigene Meinung:
Auch der 2. Teil dieser Trilogie ist fesselnd und sehr spannend erzählt. Rick Yancey berichtet auf einem sprachlich sehr hohen Niveau, manche Sätze sind philosophisch angehaucht und er schafft es, eine Endzeitatmosphäre mit starken Bildern beim Leser zu erzeugen.

Verschiedene Protagonisten geben hier ihre Sicht der Dinge aus der Ich-Perspektive wieder. Das macht es anfangs etwas schwer, herauszufinden, wer denn gerade erzählt.
Hinzu kommt, dass der erste Band dieser Trilogie vorwiegend aus der Ich-Perspektive von Cassie erzählt wurde, ab und an auch von Evan. Hier wird mit Ringer begonnen. Hilfreich wäre hier gewesen, über den einzelnen Kapiteln die Namen des Ich-Erzählers zu schreiben. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Band 3. Auch ein Personenregister wäre unterstützend gewesen.

In diesem Band treten die Emotionen der einzelnen Protagonisten in den Vordergrund, die Story bietet weniger Action, dafür geht es mehr darum, wem man noch trauen kann. Ringer spielt in dieser Fortsetzung eine sehr große Rolle.

Gut gefallen haben mir hier die einzelnen Personen, ihre Empfindungen und Überlegungen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt.

5/5 Sterne für diese richtig gute Fortsetzung der "5. Welle". Da immer noch alles im Dunkeln ist, wer Interesse hat, die Menschheit zu vernichten und welche Absichten dahinterstehen, bin ich total auf Band 3 gespannt (Mitte Mai soll der letzte Band erscheinen, wir müssen wohl mit der Übersetzung leider noch etwas warten).
 

Samstag, 20. Februar 2016

Überraschungsgewinnspiel für meine treuen Leserinnen und Leser

Ich verlose ein Überraschungspaket für meine treuen Leserinnen und Leser. Was drin ist? Natürlich mindestens ein aktuelles Buch (Genre ?), was noch so drin ist, da lasst euch bitte von mir überraschen, ich habe hier einige Leseproben, Lesezeichen, Tees, Süßigkeiten, etc .....

Was ihr tun müsst?

Ihr solltet Leser/in meines Blogs sein.

Bitte beantwortet folgende Fragen als Kommentar (bitte gebt eure Mailadresse an), falls ihr die nicht angeben wollt, dürft ihr mir auch gerne eine Mail schicken an biggiralf at freenet.de.

Ich möchte von euch wissen, welches Buch euer bisheriges Highlight in diesem noch recht jungen Jahr ist?
 
Zeit habt ihr bis zum Samstag, 27.2.16, 23.59 Uhr. Am Sonntag wird dann ausgelost.  Die Gewinner werden auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben. Wenn ich dann die Adresse habe, schicke ich das Päckchen sofort los.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt.

Hallo, meine lieben Leserinnen und Leser,

Gaby 2 hat das Überraschungspäckchen gewonnen, herzlichen Glückwunsch.
Sobald ich deine Adresse habe, geht das Päckchen raus. Ich wünsche dir schon mal viel Spass mit dem Päckchen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Biggi

Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension zu "Der Schlafmacher" von Michael Robotham, übersetzt von Kristian Lutze, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Schlafmacher
Autor: Michael Robotham
Übersetzt von: Kristian Lutze
Seitenzahl: 416 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (11.1.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-31408-9
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Er wiegt dich sanft in den Schlaf, und wenn du Glück hast, lässt er dich am Leben ...

Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …"
Über Michael Robotham:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen stürmt er regelmäßig die Bestsellerlisten und wurde bereits mit mehreren Preisen geehrt, unter anderem mit dem renommierten Gold Dagger. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Weitere Informationen zum Autor unter www.michaelrobotham.com
Eigene Meinung:
Auch der 10. Band mit Joe O`Loughlin, der zu einem brutalen Fall hinzugezogen wird, und erst gegen später die Hilfe seines Freundes Vincent Ruiz in Anspruch nimmt, ist fesselnd und spannend erzählt. Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Raten ist, wer die Verbrechen denn nun begangen hat. 
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen der von Joe und in kurzen Kapiteln in die Sichtweise des Täters, wobei raffinierterweise im Dunkeln bleibt, wer der Täter ist.  

Der Plot ist sehr interessant und die Fälle äußerst brutal.  Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und authentisch. Ich mag den Psychologen Joe, genauso wie Ruiz, weshalb es mich hier überhaupt nicht stört, dass viel Privates von Joe in die Geschichte einfließt.

Da dies der 10. Band ist, in dem Ruiz und Joe zusammen ermitteln, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall. 

5/5 Sterne und meine absolute Empfehlung für Psychothrillerfans, Robotham kann erzählen, was er wieder einmal bewiesen hat.

 

Sonntag, 14. Februar 2016

Rezension zu "Interitus Vermibus - Untergang durch Würmer" von Fred Ink, eBook, Horror


Ich wünsche euch einen schönen Valentinstag.  Verlosungen gibt es heute ja genug, ich werde nächste Woche ein Überraschungs-Buch verlosen. Versprochen! Heute möchte ich euch den neuen Horror-Roman von Fred Ink vorstellen:

Titel: Interitus Vermibus - Untergang durch Würmer
Autor: Fred Ink
Seitenzahl: 334 Seiten (22.1.16)
Isbn Nr. 13-978-1523298440
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 2,99 Euro
TB: 10,90 Euro


    Klappentext:
     "Der neue Roman mit Robert Strauss und Co.!

    Unter der Erde regt sich bleiches Leben. Ein psychopathischer Gangster schickt seine Handlanger los, um überall in der Stadt Prostituierte zu verschleppen. Anlässlich einer seltenen Sternenkonstellation werden unheilige Bündnisse geschmiedet, im Geheimen bereiten die Verschwörer ein grausiges Ritual vor. Der schlimmste aller Feinde treibt in den Tiefen des Alls, und er steht kurz davor, sich zu regen. Wenn sein Blick erst auf die Erde fällt, ist alles verloren. Jemand muss dem Wahnsinn Einhalt gebieten, nur wie?
    Die Spur führt zur Schwäbischen Alb, wo ein Forscherteam kurz davor stand, die fürchterliche Wahrheit ans Tageslicht zu zerren. Doch dann brachte eine Reihe tragischer Zwischenfälle ihre Unternehmung zum Scheitern … "

    Jetzt liegt das Schicksal der Menschheit in den Händen eines Ex-Boxers mit Aggressionsproblemen, eines kauzigen Schriftstellers, einer verrückten Geschäftsfrau und eines melancholischen Nerds. Es ist die größte Prüfung, der sie sich jemals stellen mussten, und sie wird ihnen alles abverlangen. Denn mit den Würmern kommt der Untergang.  "


    Über Fred Ink:
    Wer schon als Kind Filme wie »Nightmare on Elm Street« oder »Critters« liebte und bereits im Alter von zwölf Jahren Romane von Stephen King und Dean Koontz verschlang, muss eine Vorliebe für düstere und fantastische Geschichten haben. Fred Ink ist so einer, und weil er außerdem Biologe ist, stecken seine Werke voller abgründiger und verrückter Ideen.
    Inks Bücher decken das gesamte Spektrum der Spannungsliteratur ab. Von klassischen Gruselnovellen wie »Das Grauen in den Bergen« und »Wurmstichig« über knallharte Thriller wie »Uppercut« bis hin zum modernen, verrückten und den Magen strapazierenden Horror-Roman »Fünf Tode« ist alles vertreten. Derzeit lebt Fred Ink in der Nähe von Helsinki, wo er sich mit dem Ausbrüten neuer Gemeinheiten beschäftigt. Mehr über Fred Ink erfahrt ihr hier: http://fred-ink.jimdo.com/

    Eigene Meinung:
    Auch in dieser Horrorstory schickt Fred Ink sein altbewährtes Team kranker Anti-Helden aus seinem Buch "Die Schmerzfresser" in den Ring um die Welt zu retten. Dabei fließt natürlich viel Blut. Der Leser darf sich auf viele Schusswechsel, auf unaussprechliche Monster und auf jede Menge Actionszenen freuen. Der Autor ist Biologe und entsprechend bildgewaltig hat er seine Monster kreiert.

    Ganz gut gefallen hat mir hier Fred Inks typischer, skurriler Humor, der insbesondere bei der verrückten Geschäftsfrau sehr stark zum Tragen kommt.

    Auf absoluten Horror sollte sich der Leser gefasst machen, das Buch ist absolut nichts für Weicheier.

    Wer die Geschichten von Fred Ink mag und wissen möchte, was bestimmte Personen aus vergangenen Geschichten diesmal erleben und erleiden, wird auch diese abgefahrene Story des Autors lieben. Das Buch kann man auch ganz gut lesen, wenn man die vorherigen Bücher nicht kennt. Am Anfang der Geschichte wird das Team kurz vorgestellt.

    Hier vergebe ich gerne die volle Punktzahl, 5/5 Sterne, für diese kranke Horrorstory mit einem abgefahrenen Ende.




    Dienstag, 9. Februar 2016

    Rezension zu "Das Mädchen im Fenster" von James Marrison, übersetzt von Rainer Schumacher, Bastei Lübbe, Kriminalroman

    Titel: Das Mädchen im Fenster
    Autor: James Marrison
    Übersetzt von: Rainer Schumacher
    Seitenzahl: 398 Seiten, (TB, 13.8.15)
    Isbn Nr. 13-978-3-404-17197-2
    Verlag: Bastei Lübbe
    Preis: 9,99 Euro

     Verlagsinfo: "
    Ein Leichenfund in den Cotswolds. Der Tote wurde vor zehn Jahren verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden zweier Mädchen zu tun zu haben, doch die Ermittlungen verliefen damals im Sande. Als nun im Haus des Opfers ein Feuer ausbricht, werden die Überreste einer stark verwesten Mädchenleiche freigelegt. Die Polizei glaubt, das Schicksal der verschwundenen Mädchen endlich aufklären zu können, doch die Obduktion erstickt diese Hoffnung im Keim: Die Tote ist deutlich älter ..."
    Über den Autor:  
    James Marrison absolvierte ein Geschichtsstudium an der Universität in Edinburgh, wo er sich vor allem mit den Ursprüngen des FBI befasste. 1996 zog er dann nach Buenos Aires, wo er bis heute lebt. Er arbeitet dort als freier Journalist für verschiedene Zeitungen und Magazine in Argentinien und England. Eines seiner Fachgebiete ist das Verbrechen. So hat er unter anderem Beiträge für das Bizarre Magazin über die berüchtigtsten Mörder aller Zeiten verfasst, für die er namhafte Psychologen und Kriminalisten interviewte. Seine Ergebnisse hat er später dann auch in Form eines Sachbuchs veröffentlicht, das in verschiedenen Sprachen übersetzt wurde. Das Mädchen im Fenster ist sein erster Roman.
    Eigene Meinung:
    Inspektor Graves, neu in Coltswolds, bekommt es mit einem mysteriösen Fall zu tun. Frank Hurst, der im Dorf nicht sehr beliebt war, wurde mit einer Mistgabel erstochen. 
    Vor zehn Jahren verschwanden zwei Mädchen spurlos und Frank Hurst wurde verdächtigt, mit dem Verschwinden der beiden etwas zu tun gehabt zu haben.  Kurz darauf ertrank seine zweite Frau im eigenen Swimming-Pool. Angeblich war das ein Badeunfall. Die Ermittler beginnen, die alten Fälle genauer anzuschauen.  Bei einem Brand in Hursts Haus wird unter der Terrasse des Hauses eine stark verweste Mädchenleiche gefunden. 

    Der Krimi lebt von Perspektivenwechseln, erzählt wird aus der Sichtweise von Chief Inspektor Downes, der aus Argentinien stammt und dort einiges erlebt hat, und in einzelnen Kapiteln aus der Sicht von Graves. Downes war mit den alten Fällen rund um das Verschwinden der beiden Mädchen und dem Badeunfall der Ehefrau des Ermordeten betraut.
    "Das Mädchen am Fenster" ist ein sehr atmosphärischer Krimi, der von den Geheimnissen, die in der Vergangenheit liegen, lebt. Der Krimi kommt ohne brutale Szenen aus und ist ziemlich unblutig. 

    Dafür leisten die Ermittler sehr gute Arbeit. Der Leser darf viele Gespräche mit den Dorfbewohnern, mit Verwandten des Ermordeten und der verschwundenen Mädchen, etc. mitverfolgen. Ganz langsam fügt sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammen - zumindest denkt der Leser das.

    Der Krimiautor legt raffinierterweise falsche Spuren. Jedesmal, wenn ich dachte, ich hätte den Fall gelöst, wurden meine ganzen Überlegungen wieder über den Haufen geworfen. 

    Genauso sollten Krimis geschrieben sein, leicht zu lesen, reichlich mysteriös, interessante Ermittler und ziemlich spannend. Das Ende überrascht dann doch sehr und gefällt mir richtig gut. 
    5/5 Sterne für diesen britischen Krimi, den ich als Geheimtipp handle. Der Autor steht ab jetzt unter meiner Beobachtung. Ich würde gerne mehr Fälle mit Downes und Graves lesen.

     

    Freitag, 5. Februar 2016

    Rezension zu "Royal Passion" von Geneva Lee, übersetzt von Andrea Brandl, Blanvalet Verlag, Lovestory

    Titel: Royal Passion
    Autorin: Geneva Lee
    Übersetzt von: Andrea Brandl
    Seitenzahl: 448 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (18.01.16)
    Isbn Nr. 13-978-3-7341-0283-7
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Preis: 12,99 Euro

    Verlagsinfo:

    "Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...

    Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …

    Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?
    Wussten Sie, dass Geneva Lee während ihrer Highschool-Zeit auf Prince William stand?"

    Über die Autorin:
    Geneva Lee lebt gemeinsam mit ihrer Familie im Mittleren Westen von Amerika. Sie war schon immer eine hoffnungslose Romantikerin, die Fantasien der Realität vorzieht – vor allem Fantasien, in denen starke, gefährliche, sexy Helden vorkommen. Mit ihrer Royals-Saga, der Liebesgeschichte zwischen dem englischen Kronprinzen Alexander und der bürgerlichen Clara, begeisterte Geneva Lee die amerikanischen Leserinnen und eroberte mit »Royal Passion« auch in Deutschland auf Anhieb die Bestsellerliste.

    Eigene Meinung:
    Der erste Band der "Royal-Reihe" hat mich total interessiert, da er stark beworben wurde und die Story interessant klang. Auch diese Reihe besteht aus zwei Folgebänden, Royal Love (erscheint am 14.3.16) und Royal Desire (erscheint am 16.5.16).

    Ganz grob handelt die Geschichte davon, dass Clara, eine reiche Amerikanerin, die ihr Studium beendet hat, und ihren ersten Job anfängt, den Frauenschwarm Prinz Alexander auf einer Party kennenlernt und sich mit ihm auf ein Verhältnis einigt. Doch dann verliebt sich Clara in den englischen Royal.
    Die königliche Familie ist nicht davon begeistert, dass Alexander eine Amerikanerin zur Geliebten hat. Natürlich gibt es auch eine weibliche Konkurrenzperson in der Geschichte. Die Story ist recht einfach gestrickt und vorhersehbar. 

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, das Buch lässt sich leicht lesen. Allerdings ist der Schreibstil  teilweise ziemlich ordinär. Prinz Alexanders Lieblingswort scheint F.... zu sein, das hat mich schon sehr gestört und passt auch irgendwie nicht so ganz zu einem "Royal", auch wenn er ein Bad Boy sein soll. Die Dialoge zwischen dem Prinzen und Clara sind sehr einfach gehalten, hier fehlt mir das gewisse Etwas, genauso wie bei den Erotikszenen.

    Nicht nur der Titel, auch die Story erinnert insgesamt sehr an die "After"-Reihe.

    Die Protagonisten Prinz Alexander und Clara bleiben recht blass und nichtssagend. Beide sind natürlich sehr reich, begehrenswert und wunderschön. Belle, die Freundin von Clara und der Bruder des Prinzen brachten etwas frischen Wind in die Geschichte.

    Das Ende überrascht dann doch mit einem Cliffhanger.

    Dieser Auftakt konnte mich nicht so ganz überzeugen.
    3/5 Sterne für diese recht einfach gestrickte Liebesgeschichte ohne große Romantik.






    Rezension zu "Die Liebe in diesen Zeiten" von Chris Cleave, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, DTV-Verlag, Liebesroman

    Titel: Die Liebe in diesen Zeiten Autor: Chris Cleave Übersetzt von: Susanne Goga-Klinkenberg  Seitenzahl: 496 Seiten , (broschiert, 7...