Dienstag, 12. Dezember 2017

Rezension zu "Mudbound - Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan, übersetzt von Karin Dufner , Pendo Verlag, Roman

Titel: Mudbound - Die Tränen von Mississippi
Autorin: Hillary Jordan
Übersetzt von: Karin Dufner
Seitenzahl: 348 Seiten, (Klappenbroschur, 2.11.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-86612-456-1
Verlag: Pendo Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ..."

Über die Autorin:
Hillary Jordan wuchs in Texas und Oklahoma auf. Sie studierte Anglistik, Politikwissenschaften und Kreatives Schreiben. Bevor sie anfing Romane zu veröffentlichen, arbeitete sie viele Jahre als Werbetexterin. Ihr Debütroman »Mudbound – Die Tränen von Mississippi« wurde mehrfach ausgezeichnet.

Eigene Meinung: 
Laura rechnet nicht mehr damit zu heiraten, als sie den etwas langweiligen Henry kennenlernt. Doch der interessiert sich für sie und macht ihr einen Antrag. Sein Bruder Jamie ist das absolute Gegenteil. Ein charismatischer Frauenschwarm, der in den Krieg nach Europa zieht.

Henry kauft eine Farm am Mississippi und die Städterin Laura wird in eine schäbige Hütte versetzt mit Aussentoilette. Fließendes Wasser und Strom gibt es nicht, ab und an ist die Farm nur von Schlamm umgeben, von der Außenwelt abgeschnitten. Poppy, der Vater von Henry kommt mit auf die Farm. Dieser griesgrämige Alte macht ihr das Leben noch schwerer.

Hap, ein schwarzer Pächter von Henry, lebt mit seiner Familie in der Nähe. Florence, seine Frau, hilft Laura auf der Farm und ist auch noch als Hebamme tätig.
Der Rassismus, der zu dieser Zeit herrscht, ist ständig gegenwärtig. Auch die Ohnmächtigkeit der Frauen ihren Männern gegenüber, wird sehr lebendig dargestellt. Laura versucht sich gegen die Interessen ihres Gatten durchzusetzen, genauso wie Florence, die stärker zu sein scheint als Laura.  

Ronsel, der Sohn von Florence und Hap kehrt aus dem Krieg aus Europa zurück. Er hat dort im Krieg einen anderen Umgang erfahren. Auch Jamie kommt nach Kriegsende auf die Farm von Henry. Die Kriegsheimkehrer haben sich verändert und freunden sich an. Doch ihre Freundschaft steht unter keinem guten Stern, die Bewohner am Mississippi dulden das nicht und die Ereignisse kommen ins Rollen ...

Hillary Jordans Erzählstil hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin erzählt sehr direkt, packend und sehr spannend. Man ist mitten im Geschehen, fühlt mit den Personen und hofft auf ein gutes Ende.

Die Story ist aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt, so dass Laura, Henry, Jamie, Florence, Hap und Ronsel zu Wort kommen und wir ihre Gefühle und Gedanken fast schon hautnah miterleben. 

Die Personen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Man spürt ihren Überlebenswillen und ihre Hoffnungen.

Ich zähle diesen Roman um zwei Familien, der 1946 am Mississippi spielt, zu den Highlights des Jahres und bin gespannt auf die Netflix-Verfilmung. Dieses Debut der Autorin bekommt meine absolute Leseempfehlung.











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